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Nexans S.A.

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Rechtsform SA
ISIN FR0000044448
Gründung 1897
Sitz Paris, FrankreichFrankreich Frankreich
Leitung Christopher Guérin
(CEO und VR-Vorsitzender)
Mitarbeiterzahl 25.843[1]
Umsatz 6,4 Mrd. Euro (2017)[2]
Branche Kabel
Website www.nexans.com

Nexans mit Sitz in Paris ist ein börsennotierter Kabelhersteller. Nexans verfügt über Fertigungsstätten in 34 Ländern und betreibt Geschäftsaktivitäten in der ganzen Welt. Das Unternehmen beschäftigt etwa 26.000 Mitarbeiter und erzielte 2017 einen Umsatz von etwa 6,4 Milliarden Euro. Nexans gehört zu den drei größten Kabelherstellern weltweit.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Das Unternehmen wurde 1897 in Lyon als Société Française des Câbles Électriques, système Berthoud, Borel et Compagnie gegründet. Im Jahr 1912 übernahm die Compagnie Générale d'Électricité die Kabelwerke und benannte sie 1917 in Compagnie Générale des Câbles de Lyon um. Letztere wurde 1925 in den Konzern als eigene Divisionstochter eingegliedert.

In den Jahren 1935 und 1936 erwarben die Gesellschafter die Mehrheit an den Deutschen Kabelwerken AG, Berlin, Sitz in Berlin-Friedrichshain. Damit beherrschte die Compagnie fast den gesamten Markt für Kabel, blankes und isoliertes Leitungsmaterial und Zubehörteile für die gesamte Elektrotechnik.[3]

1938 gliederte die Compagnie Générale d’Électricité auch die Société Industrielle des Téléphones in ihren Bestand ein.

Nach dem Krieg, ab Ende der 1960er Jahre verfolgte das Unternehmen eine Expansionsstrategie und tätigte in der Folge im In- und Ausland eine ganze Reihe von Akquisitionen. Der daraus entstandene, 1987 privatisierte, Konzern wurde 1992 an die französische Alcatel verkauft und zugleich die Alcatel Kabel Beteiligungs-AG als Holding für kabelmetal electro und Kabel Rheydt sowie ihrer Beteiligungsgesellschaften gegründet. Das Firmenkonstrukt benannte sich im Jahr 2000 in Nexans AG um und ging 2001 an die Börse.[3]

Am 2. April 2014 hat die Europäische Kommission in einem Verfahren wegen eines Kartells für Hochspannungs-Energiekabel (Erdkabel und Unterwasserkabel) 11 Hersteller mit Geldbußen von insgesamt knapp 302 Mio. Euro belegt. Nexans erhielt eine Geldbuße von 70,67 Mio. Euro.[4]

Nexans DeutschlandBearbeiten

 
Aktie über 100 RM der Kabelwerk Rheydt AG vom Mai 1925

Am traditionsreichen Standort in Rheydt sowie in Mönchengladbach werden bereits seit 1884 Kabel hergestellt, ab 28. Februar 1898 unter dem Namen Kabelwerk Rheydt Aktiengesellschaft.

Die lange Jahre eigenständigen Firmen Kabel Rheydt und Kabelmetal Electro Hannover schlossen sich 1992 zusammen und firmieren seit 2000 unter dem Namen Nexans.[3] Neben den Werken in Mönchengladbach und Hannover, welches Ende 2019 geschlossen werden soll,[5] gibt es Produktionsstandorte in Nürnberg, Hof, Bramsche, Hürth und Neunburg vorm Wald sowie diverse Tochtergesellschaften.[6] Die Nexans Power Accessories GmbH mit Sitz in Hof ist ein Zusammenschluss aus der GPH GmbH und der Euromold GmbH.[7] Im Jahr 2019 wurde berichtet, dass weitere Stellen in den deutschen Filialen gestrichen werden sollen, verbunden mit einer Verlegung der Firmenzentrale.[8]

Nexans SchweizBearbeiten

Die 1879 gegründete Câbles Cortaillod wurde 1997 von Alcatel gekauft und ist im 21. Jahrhundert als Nexans Suisse SA die bedeutendste Firma in Cortaillod.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Registration Document 2013
  2. Overview In: nexans.com, abgerufen am 15. Oktober 2018
  3. a b c Aktie der Kabelwerke Rheydt aus dem Jahr 1941 mit kurzen Informationen zur Geschichte, abgerufen am 9. Juli 2019.
  4. Europäische Kommission: IP/14/358 Pressemitteilung vom 2. April 2014.
  5. NDR: Kabelhersteller Nexans schließt Werk in Hannover. Abgerufen am 26. März 2019.
  6. Nexans verlagert 50 Stellen nach Hannover. In: Rheinische Post Online, 13. Oktober 2012.
  7. Nexans Power Accessories Germany GmbH: Firmengeschichte. Abgerufen am 3. Mai 2018.
  8. Kabelwerk in Mönchengladbach Rheydt Nexans plant großen Stellenabbau in Deutschland. Abgerufen am 9. Juli 2019.