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Holzkirchen (Unterfranken)

Gemeinde in Bayern, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Holzkirchen
Holzkirchen (Unterfranken)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Holzkirchen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 47′ N, 9° 41′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Helmstadt
Höhe: 198 m ü. NHN
Fläche: 8,42 km2
Einwohner: 955 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97292
Vorwahl: 09369
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 149
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Nibelungenstraße 1
97292 Holzkirchen
Website: www.holzkirchen-ufr.de
Bürgermeister: Klaus Beck
Lage der Gemeinde Holzkirchen im Landkreis Würzburg
Landkreis Main-SpessartLandkreis SchweinfurtLandkreis KitzingenLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimBaden-WürttembergIrtenberger WaldIrtenberger WaldGuttenberger WaldGuttenberger WaldGramschatzer WaldWürzburgWinterhausenUettingenSommerhausenRemlingen (Unterfranken)Reichenberg (Unterfranken)AltertheimZell am MainWaldbüttelbrunnWaldbrunn (Unterfranken)VeitshöchheimUnterpleichfeldLeinachThüngersheimTheilheimTauberrettersheimSonderhofenRottendorfRöttingenRiedenheimRandersackerProsselsheimOchsenfurtOberpleichfeldEisenheimNeubrunn (Unterfranken)MargetshöchheimKürnachKleinrinderfeldKistKirchheim (Unterfranken)Holzkirchen (Unterfranken)HöchbergHettstadtHelmstadtHausen bei WürzburgGünterslebenGreußenheimGiebelstadtGeroldshausenGerbrunnGelchsheimGaukönigshofenFrickenhausen am MainEstenfeldErlabrunnEisingen (Bayern)EibelstadtBütthardBieberehrenBergtheimAubLandkreis AnsbachRimparKarte
Über dieses Bild

Holzkirchen, umgangssprachlich auch Holzkirchen bei Würzburg, ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Helmstadt.

GeographieBearbeiten

 
Gemarkung Holzkirchen
 
Gemeinde Holzkirchen

Die Gemeinde liegt in der Region Würzburg, etwa 19 Kilometer westlich von Würzburg. Durch Holzkirchen verläuft der Fränkische Marienweg.

GemeindegliederungBearbeiten

Holzkirchen besteht aus zwei Ortsteilen[2]:

Es gibt die Gemarkungen Holzkirchen und Wüstenzell.

NachbargemeindenBearbeiten

NameBearbeiten

EtymologieBearbeiten

Der Name Holzkirchen besteht aus den althochdeutschen Wörtern holz (Gehölz, Wald) und kirihha (Kirche). Das Gotteshaus wurde nach seiner Lage am Wald benannt.[3]

Frühere SchreibweisenBearbeiten

Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden:[3]

  • 775 Holzkiricha
  • 815 Holzkirihha
  • 820 Holzchyricha
  • 1193 Holzchirchen
  • 1259 Holzkirchen

GeschichteBearbeiten

 
Kloster Holzkirchen

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Das vor 775 gegründete Kloster Holzkirchen und der Ort waren Teil des Gebietes des Hochstiftes Würzburg und fielen im Reichsdeputationshauptschluss an die Grafen Löwenstein-Wertheim. Gegen eine Rente verkauften sie diese jedoch schon 1803 an Bayern, das sie 1805 mit dem würzburgischen Gebiet Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überließ. Mit den Verträgen von Paris 1814 gelangte das Großherzogtum zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wüstenzell eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 0742 Einwohner[4]
  • 1970: 0795 Einwohner[4]
  • 1987: 0945 Einwohner
  • 1991: 0991 Einwohner
  • 1995: 0992 Einwohner
  • 2000: 1000 Einwohner
  • 2005: 0956 Einwohner
  • 2010: 0914 Einwohner
  • 2015: 0963 Einwohner

Allianz WaldsassengauBearbeiten

Seit dem 20. November 2014 ist Holzkirchen zusammen mit zwölf weiteren Gemeinden in der Allianz Waldsassengau organisiert.[5] Der Verein dient der interkommunalen Zusammenarbeit.

BaudenkmälerBearbeiten

BildungBearbeiten

2018 gab es folgende Einrichtungen:

  • 1 Kindertageseinrichtung mit 65 Plätzen und 39 Kindern
  • Benediktushof, ein überkonfessionelles Bildungshaus, gegründet von Willigis Jäger, geleitet jetzt von Doris Zölls, Alexander Poraj und Fernand Braun

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Sir Hermann David Weber (* 1823 in Holzkirchen; † 1918 in London), Arzt am Deutschen Hospital in London, Leibarzt von Königin Victoria.

LiteraturBearbeiten

  • Michael Mott: Über 1000 Jahre fuldisch/Propstei Holzkirchen: Klosteranlage kündet vom Ruhm Fuldas/Einzigartiger romanischer Kreuzgang. In Fuldaer Zeitung, 14. Juli 1994, S. 14 (Serie DENK-mal!)

WeblinksBearbeiten

  Commons: Holzkirchen (Unterfranken) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/191004&attr=OBJ&val=1800
  3. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 108 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  5. Allianz Waldsassengau im Würzburger Westen. Verein. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 29. Januar 2016; abgerufen am 20. Januar 2016.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.allianz-waldsassengau.de