Riedenheim

Gemeinde in Bayern, Deutschland

Riedenheim ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Röttingen.

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Riedenheim
Riedenheim
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Riedenheim hervorgehoben

Koordinaten: 49° 33′ N, 9° 59′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Röttingen
Höhe: 313 m ü. NHN
Fläche: 23,99 km2
Einwohner: 702 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 29 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97283
Vorwahl: 09338
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 179
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
97285 Röttingen
Website: www.riedenheim.de
Erster Bürgermeister: Edwin Fries (Wählergemeinschaft)
Lage der Gemeinde Riedenheim im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

  Riedenheim liegt in der Region Würzburg.

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt vier Ortsteile (in Klammern der Siedlungstyp)[2]:

Es gibt die Gemarkungen Riedenheim und Stalldorf.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Als Teil des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, wurde Riedenheim 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg 1805 Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überlassen, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern fiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Stalldorf eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1961: 836 Einwohner[3]
  • 1970: 857 Einwohner[3]
  • 1987: 755 Einwohner
  • 1991: 758 Einwohner
  • 1995: 772 Einwohner
  • 2000: 811 Einwohner
  • 2005: 786 Einwohner
  • 2010: 743 Einwohner
  • 2015: 731 Einwohner
  • 2018: 699 Einwohner

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2008 Edwin Fries (Wählergemeinschaft Riedenheim-Stalldorf). Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 wurde Edwin Fries mit 96,05 % der Stimmen wiedergewählt.[4]

Zum 2. Bürgermeister wurde durch den Gemeinderat Bastian Michel gewählt.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat besteht aus 8 Mitgliedern. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 597 stimmberechtigten Einwohnern 480 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 80,40 % lag.[5] Gemeinderatsmitglieder: (2020–2026):

  • Bastian Michel
  • Stefan Mark
  • Annette Kuhn
  • Franz Gabel
  • Stefan Dörr
  • Benjamin Breunig
  • Philipp Markgraf
  • Markus Scheuermann

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Geteilt von Silber und Blau; oben ein linksgewendeter, waagrechter roter Rost, unten ein mit drei blauen Ringen belegter silberner Schrägbalken.“[6]

1969 eingeführt.

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 31 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort zehn Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 269. Im verarbeitenden Gewerbe und im Bauhauptgewerbe gab es je einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 59 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1505 Hektar, davon waren 1449 Hektar Ackerfläche und 53 Hektar Dauergrünfläche.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BaudenkmälerBearbeiten

riedenheim projectBearbeiten

 
Logo des riedenheim project

Die freischaffenden akademischen Künstler Herbert Mehler und Sonja Edle von Hoeßle begannen im Jahre 2000 ihr riedenheim project. Ein Wohnhaus, ein Atelier für Malerei und eine Metallwerkstatt sind die Basis. In der Scheune und im Atelier finden permanente Ausstellungen auf über 500 m² statt, Skulpturen sind in unmittelbarer Nähe des Anwesens im Gelände aufgestellt. Performances, Konzerte usw. werden von Zeit zu Zeit veranstaltet.

EnergieBearbeiten

 
Umspannwerk Stalldorf

In Riedenheim existiert seit 2016 ein 380-/110-kV-Umspannwerk, das oberspannungsseitig von Grafenrheinfeld und Kupferzell gespeist wird.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2020):

  • Kindergarten u. Kinderkrippe St. Elisabethenverein Riedenheim e. V.[7]

VereineBearbeiten

Es gibt folgende Vereine in Riedenheim (Stand 2017):

  • DJK SV Riedenheim
  • Theatergruppe Riedenheim
  • Fallschirmsportspringerclub Oberhausen/Ufr. e. V.
  • Modellfluggemeinschaft Ochsenfurter Gau e.V. Riedenheim

WeblinksBearbeiten

Commons: Riedenheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Riedenheim in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 12. Juli 2020.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.
  4. Bürgermeisterwahl 2020
  5. Gemeinderatswahl 2020
  6. Eintrag zum Wappen von Riedenheim in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  7. Konzeption Kindergarten Riedenheim