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Geroldshausen

Gemeinde in Bayern, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Geroldshausen
Geroldshausen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Geroldshausen hervorgehoben

Koordinaten: 49° 41′ N, 9° 54′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Würzburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Kirchheim (Unterfranken)
Höhe: 313 m ü. NHN
Fläche: 10,39 km2
Einwohner: 1293 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97256
Vorwahl: 09366
Kfz-Kennzeichen: , OCH
Gemeindeschlüssel: 09 6 79 137
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Rathausstraße 2
97268 Kirchheim
Website: www.geroldshausen.de
Bürgermeister: Gunther Ehrhardt (UWG Geroldshausen)
Lage der Gemeinde Geroldshausen im Landkreis Würzburg
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Über dieses Bild

Geroldshausen ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Würzburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kirchheim.

GeographieBearbeiten

Geroldshausen liegt in der Planungsregion Würzburg.

GemeindegliederungBearbeiten

Zu Geroldshausen gehören zwei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Geroldshausen und Moos.

GeschichteBearbeiten

Bis zur GemeindegründungBearbeiten

Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in hohenlohischen Urkunden aus dem Jahr 1252. Geroldshausen war Bestandteil des Rittergutes der Freiherren Wolffskeel von Reichenberg, das zum Fränkischen Ritterkreis gehörte. Es wurde durch das Großherzogtum Würzburg mediatisiert und fiel mit diesem 1814 an Bayern. Im Jahr 1818 entstand die politische Gemeinde.

ReligionenBearbeiten

Bis zur Reformationszeit gehörte Geroldshausen zur katholischen Pfarrei Kirchheim. Im 16. Jahrhundert setzten die evangelisch gewordenen Freiherren von Wolffskeel einen evangelischen Pfarrer in Uengershausen ein. Die Kirchengemeinde Geroldshausen gehörte seitdem zur "Evangelisch-Lutherischen Pfarrei Uengershausen" und mit ihr zum Dekanatsbezirk Würzburg. Zur Kirchengemeinde Geroldshausen gehören heute auch die Orte Kirchheim, Kleinrinderfeld, Moos und Gaubüttelbrunn. Die evangelische Kirche in Geroldshausen wurde 1590 gebaut und 1732 vergrößert. Bis zur Auflösung in der NS-Zeit gab es auch eine jüdische Gemeinde in Geroldshausen. Ihr gehörten noch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts etwa 20 % der Einwohnerschaft an (1814 50 jüdische Einwohner von insgesamt 233). Eine in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaute Synagoge wurde nach 1945 zu einem bis heute bestehenden Wohnhaus umgebaut (im früheren "Judenhof", heute Hauptstraße 12). Seit 1961 gibt es eine katholische Kirche am Rande vom Geroldshausen. Die katholische Kirchengemeinde gehört zur Pfarreiengemeinschaft "St. Petrus – der Fels" mit Sitz in Kirchheim. Weitere Orte dieser Pfarreiengemeinschaft sind Kleinrinderfeld, Moos und Gaubüttelbrunn. Die Pfarreiengemeinschaft wurde im Dezember 2009 gegründet.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Moos eingegliedert.[3]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

  • 1814: 0233 Einwohner (davon 50 Juden)
  • 1867: 0313 Einwohner
  • 1900: 0337 Einwohner (davon 17 Juden)
  • 1925: 0423 Einwohner
  • 1939: 0460 Einwohner (davon 09 Juden)
  • 1961: 1008 Einwohner[3]
  • 1970: 0932 Einwohner[3]
  • 1987: 1011 Einwohner
  • 1991: 1097 Einwohner
  • 1995: 1155 Einwohner
  • 2000: 1184 Einwohner
  • 2003: 1225 Einwohner
  • 2004: 1257 Einwohner
  • 2005: 1246 Einwohner
  • 2006: 1296 Einwohner
  • 2007: 1311 Einwohner
  • 2008: 1317 Einwohner
  • 2009: 1301 Einwohner
  • 2010: 1299 Einwohner
  • 2011: 1272 Einwohner
  • 2012: 1279 Einwohner
  • 2013: 1285 Einwohner
  • 2014: 1289 Einwohner
  • 2015: 1278 Einwohner

PolitikBearbeiten

Bürgermeister ist seit 2019 Gunther Ehrhardt (Unabhängige Wählergemeinschaft). Er ist Nachfolger des von 2002 bis 2019 amtierenden Bürgermeisters Josef Schäfer (Geroldshäuser Liste). Josef Schäfers Vorgänger war Rainer Künzig (Unabhängige Wählergemeinschaft).

BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Wirtschaft einschließlich Land- und ForstwirtschaftBearbeiten

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 104 und im Bereich Handel und Verkehr 45 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 379. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 21 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 912 Hektar, davon waren 906 Ackerfläche und 5 Dauergrünfläche.

VerkehrBearbeiten

Geroldshausen verfügt über einen Bahnhof an der Frankenbahn Stuttgart–Würzburg. Zwischen Lauda und Würzburg besteht ein ungefährer Zwei-Stunden-Takt mit Regionalbahnen der Westfrankenbahn.

BildungBearbeiten

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2018):

  • Eine Kindertageseinrichtung mit 62 Plätzen und 54 Kindern

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Carmen Heunisch und Erwin Hoppe und Doris Vollert: 1590 - 1990. 400 Jahre evangelische Kirche Geroldshausen. Geroldshausen 1990.
  • Andreas Mettenleiter: Über hundert Jahre Doktorhaus in Geroldshausen. In: Mettenleiter, Andreas (Hrsg.): Tempora mutantur et nos? Festschrift für Dr. Walter M. Brod zum 95. Geburtstag. Mit Beiträgen von Freunden, Weggefährten und Zeitgenossen. Pfaffenhofen 2007. S. 151–154.
  • Hanskarl Mühlhäuser und Paul M. Ritzau: Geroldshäuser Leben. Eine Dorfchronik von Geroldshausen in Wort und Bild. 2000.
  • Ulrich Völklein: Der Judenacker. Eine Erbschaft. Eine familien- und ortsgeschichtliche Untersuchung Gerlingen: Bleicher, 2001.
  • Ulrich Völklein: Geroldshäuser Leben. Band 2. Weiterführung der Dorfchronik aus dem Jahre 2000 durch Befragung von Zeitzeugen. 2004.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Geroldshausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111110/181801&attr=OBJ&val=1792
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 756.