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Flugplatz Elsenthal-Grafenau

Bauwerk in Deutschland

Der Flugplatz Elsenthal-Grafenau ist der Flugplatz der niederbayerischen Stadt Grafenau. Er wird von dem Flugsportverein Grafenau e. V. betrieben.

Flugplatz Elsenthal-Grafenau
Flugplatz Elsenthal-Grafenau (Bayern)
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Kenndaten
ICAO-Code EDNF
Koordinaten

48° 49′ 25″ N, 13° 22′ 1″ OKoordinaten: 48° 49′ 25″ N, 13° 22′ 1″ O

432 m (1417 ft) über MSL
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 4 km südwestlich von Grafenau,
30 km nördlich von Passau
Straße B85 B533
Basisdaten
Betreiber Flugsportverein Grafenau
Start- und Landebahn
16/34 485 m × 30 m Gras
BW

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Der Flugplatz liegt im südlichen Bayerischen Wald, etwa vier Kilometer südwestlich des historischen Stadtkernes von Grafenau, auf einer Höhe von 432 m ü. NN.[1] Westlich fließt die Große Ohe und östlich die Kleine Ohe, die sich südlich des Geländes zur Ilz vereinigen. 30 Kilometer südlich verläuft bei Passau die Staatsgrenze zu Österreich und 30 Kilometer östlich diejenige zu Tschechien.

GeschichteBearbeiten

Die Fliegerei wurde in Grafenau seit 1963 betrieben, als die Speditionsfirma Häring das Gelände betrieb. Der Flugbetrieb übernahm später der Flugsportverein Grafenau auf dem heutigen Gelände als Außenlandeplatz. Nach einigem Ausbau wurden der Platz im Jahr 2003 zugelassen.[2] Das Fluggelände wird auch vom Modelflugclub ganzjährig mit genutzt.

Flugplatz und AusstattungBearbeiten

Der Flugplatz ist ein Sonderlandeplatz für Flugzeuge aller Art bis 2000 kg Höchstabfluggewicht (MTOW), und hat keine geregelten Betriebszeiten. Der Betreiber ist der Flugsportverein Grafenau e. V. Eine Landung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich (PPR). Der Platz führt den ICAO-Code EDNF.

Es bestehen eine Flugzeughalle (Hangar), ein Tower (Frequenz 122,500 MHz) und ein Vereinsheim. Ein Schlepp- oder Windenstart für Segelflugzeuge ist nicht möglich.

ZwischenfälleBearbeiten

  • Am 22. August 2011 kollidierte ein Hochdecker Reims F152 bei einem missglückten Landeversuch mit einer Böschung, wobei das Bugrad beschädigt wurde und startete wieder durch. Bei der anschließenden Notlandung auf EDMV Vilshofen knickte das Bugfahrwerk gänzlich weg und die Maschine rutschte 40 m "auf dem Bauch" weiter, bevor sie schwer beschädigt zum Stillstand kam.[3]:17
  • Am 5. Mai 2016 steuerte der Pilot eine Socata 893 kurz nach dem Start auf EDNF auf bewohntes Gebiet zu, wo sie unmittelbar neben seinem eigenen Wohnanwesen zerschellte. Der Pilot wurde hierbei tödlich verletzt.[4][5]

VerkehrBearbeiten

Gemeindestraßen erschließen den Flugplatz nach Norden hin zu der Bundesstraße 533 und zu der östlich verlaufenden Bundesstraße 85. Der ÖPNV bedient den Flugplatz nicht direkt. Die nächstgelegenen Zustiegsmöglichkeiten besteht im vier Kilometer nördlich liegenden Grafenau zur Waldbahn, sowie sporadisch zu Buslinien in Eberhardsreuth und Schönberg.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. EDNF bei BayernAtlas
  2. Chronik
  3. BFU-Bulletin August 2011 3X132-11 (.pdf)
  4. BFU-Untersuchundbericht zum Absturz 2016 16-0498-3X (.pdf)
  5. Unfallbericht bei aerosieger.de