Hauptmenü öffnen

Lass es, Larry! (Originaltitel: Curb Your Enthusiasm) ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die seit 2000 im Auftrag von HBO produziert wird. In der Hauptrolle spielt der Seinfeld-Miterfinder Larry David sich selbst.

Seriendaten
Deutscher TitelLass es, Larry!
OriginaltitelCurb Your Enthusiasm
ProduktionslandVereinigte Staaten
OriginalspracheEnglisch
Jahr(e)2000–2011, seit 2017
Produktions-
unternehmen
HBO Entertainment
Länge30 Minuten
Episoden90 in 9+ Staffeln (Liste)
GenreSitcom, Impro
TitelmusikLuciano MicheliniFrolic
IdeeLarry David
Erstausstrahlung15. Oktober 2000 (USA) auf HBO
Deutschsprachige
Erstausstrahlung
19. Mai 2008 auf FOX
Besetzung
Synchronisation

Die achte Staffel wurde 2011 veröffentlicht, danach pausierte die Serie für mehrere Jahre. Die neunte Staffel wurde ab dem 1. Oktober 2017 auf HBO ausgestrahlt. Eine zehnte Staffel ist für 2020 angekündigt worden.[1]

HandlungBearbeiten

Durch die US-Comedyserie Seinfeld zum Multimillionär geworden, lebt Larry David mit seiner Frau (gespielt von Cheryl Hines) in Pacific Palisades, einem wohlhabenden Stadtteil von Los Angeles. Er ist erfolgreich, hat gute Freunde und ein schönes Haus.

In einer Mischung aus nacherzählten Begebenheiten und fiktiven Elementen stellt jede Episode in spezifischen, gesellschaftskritischen Nuancen den Alltag von Larry David dar, teilweise vollkommen trivial, aber auch schockierend ehrlich. Mit Genauigkeit und Tiefe werden alle amerikanischen Kulturkreise und die Missverständnisse in deren Kommunikation auf die Schippe genommen. Insbesondere auch die jüdisch-amerikanische Kultur, die den Hintergrund von Larry David selber darstellt. Auffällig sind die Ähnlichkeiten zwischen Larry David und George Costanza (gespielt von Jason Alexander) aus Seinfeld, was darauf zurückzuführen ist, dass er der Figur als Vorbild diente.[2]

Larry David bezeichnet sich selber eher als Neurotiker und das Gegenteil seines Charakters in der Serie. Er gab auch an, dass das Spielen des Seriencharakters sehr therapeutisch für ihn war.

Für die Folgen existiert ein sehr detailliertes Skript bezüglich Gesprächsinhalt und -verlauf, die Dialoge selbst werden entsprechend diesen Vorgaben von den Schauspielern improvisiert.

Besetzung und SynchronisationBearbeiten

Die deutschsprachige Synchronisation der ersten fünf Staffeln entstand durch die Synchronfirma Blackbird Music Studios. Die Dialogregie führte in ersten vier Staffeln Dennis Schmidt-Foß, in der fünften Christoph Cierpka.

Aufgrund des Firmenwechsels, kam es ab der sechsten Staffel zu vielen Umbesetzungen. Die Serie wird seitdem durch die Firma Arena Synchron, unter der Dialogregie von Gerrit Schmidt-Foß und Cay-Michael Wolf synchronisiert. Die Dialogbücher für die ersten acht Staffeln schrieben Rebecca Völz und Sabine Sebastian, ab der neunten Staffel Theodor Dopheide und Manuel Doerr.[3]

HauptdarstellerBearbeiten

Rolle Schauspieler Staffeln Synchronsprecher
Larry David Larry David 1– Bodo Wolf
Cheryl David Cheryl Hines 1– Sabine Arnhold
Jeff Greene Jeff Garlin 1– Detlef Bierstedt (Staffeln 1–5)
Lutz Schnell (ab Staffel 6)
Susie Greene Susie Essman 1– Anke Reitzenstein (Staffeln 1–5)
Andrea Aust (ab Staffel 6)
Leon Black J. B. Smoove 6– Asad Schwarz

NebendarstellerBearbeiten

Rolle Schauspieler Staffeln Synchronsprecher
Richard Lewis Richard Lewis 1– Florian Krüger-Shantin (Staffeln 1–5)
Erich Räuker (ab Staffel 6)
Marty Funkhouser Bob Einstein 4–9 Thomas Wolff (Staffeln 4–5)
Ronald Nitschke (Staffeln 6–9)
Ted Danson Ted Danson 1, 3–7, 9 K. Dieter Klebsch (Staffeln 1–5)
Rüdiger Bahr (ab Staffel 6)
Julia Louis-Dreyfus Julia Louis-Dreyfus 1–2, 7 Traudel Haas
Sammy Greene Ashly Holloway 2– Jodie Blank

GaststarsBearbeiten

In Gastrollen treten viele bekannte Persönlichkeiten aus dem Film- und Fernsehgeschäft auf, darunter Ted Danson, Rob Reiner, Michael York, Alanis Morissette, Martin Scorsese, Michael J. Fox, Mel Brooks, Ben Stiller, David Schwimmer, Meg Ryan, Hugh Hefner, Sacha Baron Cohen, Christian Slater und Dustin Hoffman.

In der siebten Staffel verfolgt Larry das Ziel einer Reunion-Show seines Erfolgs Seinfeld. Im Verlauf der Vorbereitungen auf diese Sendung treten die aus der Show bekannten Schauspieler Jerry Seinfeld, Jason Alexander, Julia Louis-Dreyfus, Michael Richards, Steve Hytner, Estelle Harris und Wayne Knight auf.

ErfolgeBearbeiten

Curb Your Enthusiasm wurde für 39 Emmy Awards nominiert und gewann zwei davon.[4] Im Jahr 2003 wurde die Serie mit dem Golden Globe für die beste Comedyserie ausgezeichnet.

SonstigesBearbeiten

In Deutschland war die Serie seit März 2006 kostenpflichtig mit deutscher Synchronisation über das UMTS-Mobilfunknetz von Vodafone empfangbar. Seit Mai 2008 strahlte zudem der Pay-TV-Sender FOX Channel die ersten beiden Staffeln im deutschen Fernsehen aus. Die Ausstrahlungsrechte liegen momentan bei Sky Atlantic HD, auf dem seit Ende Mai 2012 alle Episoden gesendet wurden.

Die deutsche Serie Pastewka ist an Lass es, Larry! angelehnt, ebenso wie die dänische Sitcom Klovn, von welcher 2017 Christian Ulmen in Deutschland mit Jerks. die Plots übernommen hat, in welche er und die anderen dann ihre eigenen Geschichten, wie Ulmen sagt, „reingehängt“ haben.[5]

Die BBFC gab die DVD-Box erst ab 18 Jahren frei. Die deutsche DVD-Veröffentlichung der ersten Staffel wurde von der FSK ab 16 Jahren freigegeben.[6] Die zweite Staffel erhielt eine Freigabe ab 12 Jahren.[7]

Was Inhalt und Terminplanung der Serie angeht, lässt der auftraggebende Sender HBO Larry David freie Hand.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Denise Petski, Denise Petski: HBO Confirms 2020 Returns For ‘Westworld’, ‘Insecure’ & ‘Curb Your Enthusiasm’. In: Deadline. 15. April 2019, abgerufen am 24. April 2019.
  2. Gary Levin: Larry David on Curb Your Enthisiasm. USA Today, 26. September 2017, abgerufen am 16. Oktober 2017 (englisch).
  3. Lads es, Larry! In: synchronkartei.de. Deutsche Synchronkartei, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  4. Curb Your Enthusiasm. In: emmys.com (Offizielle Website). Abgerufen am 1. Mai 2017 (englisch).
  5. Circus HalliGalli: Zu Gast: Fahri Yardim & Christian Ulmen. 24. Februar 2017, abgerufen am 1. Mai 2017.
  6. https://www.spio-fsk.de/asp/fskkarte.asp?vvid=105334
  7. https://www.spio-fsk.de/asp/fskkarte.asp?vvid=105446