Hauptmenü öffnen

Theodor Dopheide

deutscher Synchronregisseur und Dialogbuchautor

LebenBearbeiten

Theodor Dopheide studierte in seiner Geburtsstadt an der Westfälischen Wilhelms-Universität Anglistik, Politikwissenschaften und Publizistik.[1] 1989 wurde er dort mit der Dissertation „Satyr the true medicine“. Die Komödien Thomas Shadwells zum Dr. phil. promoviert.[2] In dieser Zeit war er als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Kriminalwissenschaften der Universität Münster tätig.[3]

Seit 1989 ist Dr. Theodor Dopheide als Synchrondialogautor und -regisseur in Berlin tätig, zunächst bis November 1999 für die Interopa Film, seither als Freischaffender.[3] Unter anderem arbeitete er seitdem für die Berliner Synchron, Arena Synchron, FFS Film- und Fernsehsynchron, Hermes-Synchron und Splendid Synchron.

Dopheides erster größerer Auftrag war die deutsche Fassung der Serie Das Model und der Schnüffler. Danach war er verantwortlich für das Dialogbuch und die Co-Regie der Serie Twin Peaks, die erstmals 1991/1992 im deutschen Fernsehen ausgestrahlt wurde. Seine bekannteste und wohl auch erfolgreichste Arbeit dürfte die deutsche Fassung der US-Erfolgsserie Sex and the City (1998–2004) sein, die ihm auch eine Nominierung für den Deutschen Preis für Synchron 2004 in der Kategorie „herausragend synchronisierte TV-Serie“ einbrachte.[4] Wegen des großen Erfolges kreierte Dopheide mit Talk in the City zusätzlich eine wöchentliche Fortsetzung der Serie als Radiohörspiele mit den deutschen Serien-Synchronsprecherinnen Irina von Bentheim, Katarina Tomaschewsky, Marina Krogull und Gundi Eberhard.[5] Diese Hörspiel-Reihe lief bundesweit auf mehr als 15 Radiosendern und wurde auch als Hörbuch veröffentlicht.[6]

Dopheide zeichnet auch verantwortlich für die deutschen Fassungen der beliebten britischen Krimiserien Inspector Lynley und Inspector Barnaby.

Außerdem ist er als Synchrondialogautor und -regisseur für Spielfilme tätig. In dieser Doppelfunktion schuf er die deutschen Fassungen unter anderem von Delicatessen (1991) von Jean-Pierre Jeunet und Marc Caro, der Drei-Farben-Trilogie (1993 bis 1994) von Krzysztof Kieślowski, Willkommen in Wellville von Alan Parker und Die Maske von Chuck Russell (beide 1994).[3]

Für zahlreiche weitere Filme verfasste Theodor Dopheide die deutschen Dialogbücher, darunter Braveheart von Mel Gibson, Die üblichen Verdächtigen von Bryan Singer und Dead Man von Jim Jarmusch (alle 1995) sowie Sleepers von Barry Levinson, Breaking the Waves von Lars von Trier (beide 1996), Shakespeare in Love (1998) von John Madden und Magnolia (1999) von Paul Thomas Anderson.

Synchronarbeiten (Auswahl)Bearbeiten

SpielfilmeBearbeiten

FernsehserienBearbeiten

  • 1989–ca. 1992: Das Model und der Schnüffler (Moonlighting) – Dialogbuch und Co-Dialogregie
  • 1991–1992: Twin Peaks (Twin Peaks) – Dialogbuch und Co-Dialogregie
  • 1998–2004: Sex and the City (Sex and the City) – Dialogbuch und Dialogregie
  • 2002–2008: Inspector Lynley (The Inspector Lynley Mysteries) – Dialogbuch und Dialogregie
  • seit 2005: Inspector Barnaby (Midsomer Murders) – Dialogbuch und Dialogregie
  • seit 2005: Navy CIS (Navy CIS) – Dialogregie bei einigen Folgen

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Webpräsenz (Memento des Originals vom 12. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xxl-data.de von Talk in the City; abgerufen am 13. August 2011
  2. unter diesem Titel im Druck als Band 5 der Reihe Münsteraner Monographien zur englischen Literatur. Lang, Frankfurt am Main, Bern, New York und Paris 1991, ISBN 3-631-43664-5.
  3. a b c Kurzportrait@1@2Vorlage:Toter Link/osiris22.pi-consult.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. bei der Deutschen Kinemathek; abgerufen am 14. August 2011
  4. Preisträger 2004 des Deutschen Preises für Synchron (PDF; 41 kB); abgerufen am 13. August 2011
  5. Webpräsenz (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.xxl-data.de von Talk in the City; abgerufen am 13. August 2011
  6. Sarah Ross: Talk in the City, Aviva-Online vom 12. Mai 2005; abgerufen am 16. August 2011