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Brock Nelson

US-amerikanischer Eishockeyspieler
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten  Brock Nelson Eishockeyspieler
Brock Nelson
Geburtsdatum 15. Oktober 1991
Geburtsort Minneapolis, Minnesota, USA
Größe 193 cm
Gewicht 87 kg
Position Center
Nummer #29
Schusshand Links
Draft
NHL Entry Draft 2010, 1. Runde, 30. Position
New York Islanders
Karrierestationen
2010–2012 University of North Dakota
2012–2013 Bridgeport Sound Tigers
seit 2013 New York Islanders

Brock Nelson (* 15. Oktober 1991 in Minneapolis, Minnesota) ist ein US-amerikanischer Eishockeyspieler, der seit April 2012 bei den New York Islanders in der National Hockey League unter Vertrag steht.

KarriereBearbeiten

 
Nelson im Trikot der Islanders (2014)

Brock Nelson begann seine Karriere in der Schulmannschaft der Warroad High School, für die er drei Spielzeiten lang auf dem Eis stand. Nachdem er in der Saison 2009/10 für seine Schule 73 Punkte in 25 Spielen erzielt hatte, wurde er in die High-School-Auswahl der Great Plains berufen und spielte dort für den Rest der Saison. Insgesamt schloss er die Spielzeit als viertbester Scorer des amerikanischen High-School-Systems ab. Im NHL Entry Draft 2010 wurde er daraufhin in der ersten Runde an 30. Position von den New York Islanders ausgewählt.

Anschließend wechselte Nelson an die University of North Dakota und spielte für die Eishockeymannschaft der Universität in der Western Collegiate Hockey Association. In seiner Debütsaison gewann er mit der Mannschaft die Meisterschaft in der WCHA. In der folgenden Spielzeit gelang Nelson mit 47 Punkten aus 42 Spielen schließlich der Durchbruch und er wurde ins Third All-Star Team der WCHA berufen. Gleichzeitig verhalf er der Mannschaft zur Titelverteidigung der WCHA-Meisterschaft.

Nach Saisonende unterzeichnete er einen Einstiegsvertrag über drei Jahre bei den New York Islanders und wechselte zur Saison 2012/13 dauerhaft zum Farmteam der Islanders, den Bridgeport Sound Tigers, in die American Hockey League. Mit 52 Punkten aus 66 Spielen wurde er auf Anhieb Topscorer der Mannschaft und belegte zudem hinter Ryan Spooner ligaweit den zweiten Platz in der Rookie-Scorerwertung.[1] Nelson stellte mit 25 Toren zudem einen neuen Rookierekord der Sound Tigers auf.[2] Am 11. Mai 2013 gab der Center zudem beim Play-off-Spiel gegen die Pittsburgh Penguins sein Debüt für die Islanders in der National Hockey League.

In der Saison 2013/14 stand Brock Nelson dauerhaft im NHL-Kader der New York Islanders und absolvierte 72 Spiele in der regulären Saison. Als John Tavares im Februar 2014 verletzungsbedingt ausfiel, rückte Nelson kurzzeitig in die erste Angriffsreihe der Islanders auf.[3]

Nachdem er in der Spielzeit 2018/19 mit 53 Scorerpunkten seinen bisherigen Karriere-Bestwert erzielt hatte, unterzeichnete er im Mai 2019 einen neuen Sechsjahresvertrag in New York, der ihm fortan ein durchschnittliches Jahresgehalt von sechs Millionen US-Dollar einbringen soll.

InternationalBearbeiten

Nelson vertrat die USA erstmals bei der U20-Junioren-Weltmeisterschaft 2011 und gewann mit der Mannschaft die Bronzemedaille. Zur Weltmeisterschaft 2014 in Minsk wurde er erstmals in den Kader der Herren-Nationalmannschaft berufen, ebenso wie zur WM 2015, bei der er die Bronzemedaille gewann und mit 10 Punkten Topscorer seiner Mannschaft war. Bei der WM 2016 stieß er durch die Playoff-Teilnahme mit den Islanders verspätet zur Mannschaft und belegte in der Folge den vierten Platz mit dem Team.

Erfolge und AuszeichnungenBearbeiten

  • 2011 WCHA-Meisterschaft mit der University of North Dakota
  • 2012 WCHA-Meisterschaft mit der University of North Dakota
  • 2012 WCHA Third All-Star Team
  • 2012 WCHA All-Academic Team

InternationalBearbeiten

KarrierestatistikBearbeiten

Stand: Ende der Saison 2018/19

Reguläre Saison Playoffs
Saison Team Liga Sp T V Pkt SM Sp T V Pkt SM
2010/11 University of North Dakota WCHA 42 8 13 21 27
2011/12 University of North Dakota WCHA 42 28 19 47 4
2011/12 Bridgeport Sound Tigers AHL 4 0 0 0 0 2 0 0 0 0
2012/13 Bridgeport Sound Tigers AHL 66 25 27 52 34
2012/13 New York Islanders NHL 1 0 0 0 0
2013/14 Bridgeport Sound Tigers AHL 1 0 1 1 2
2013/14 New York Islanders NHL 72 14 12 26 12
2014/15 New York Islanders NHL 82 20 22 42 24 6 2 0 2 2
2015/16 New York Islanders NHL 81 26 14 40 30 11 1 4 5 6
2016/17 New York Islanders NHL 81 20 25 45 36
2017/18 New York Islanders NHL 82 19 16 35 43
2018/19 New York Islanders NHL 81 25 28 53 28 8 4 0 4 2
WCHA gesamt 84 36 32 68 31
AHL gesamt 71 25 28 53 36 2 0 0 0 0
NHL gesamt 480 124 117 241 173 26 7 4 11 10

InternationalBearbeiten

Vertrat die USA bei:

Jahr Team Veranstaltung Resultat Sp T V Pkt SM
2011 USA U20-WM   5 0 1 1 0
2014 USA WM 6. Platz 8 5 2 7 20
2015 USA WM   10 6 4 10 8
2016 USA WM 4. Platz 6 1 3 4 2
2017 USA WM 5. Platz 8 4 3 7 2
Junioren gesamt 5 0 1 1 0
Senioren gesamt 32 16 12 28 32

(Legende zur Spielerstatistik: Sp oder GP = absolvierte Spiele; T oder G = erzielte Tore; V oder A = erzielte Assists; Pkt oder Pts = erzielte Scorerpunkte; SM oder PIM = erhaltene Strafminuten; +/− = Plus/Minus-Bilanz; PP = erzielte Überzahltore; SH = erzielte Unterzahltore; GW = erzielte Siegtore; 1 Play-downs/Relegation)

FamilieBearbeiten

Brock Nelson stammt aus einer Eishockeyfamilie. Sein Großvater Bill Christian und sein Großonkel Roger Christian gewannen 1960 mit den USA gemeinsam die Goldmedaille beim olympischen Eishockeyturnier. Beide sind zudem Mitglieder der United States Hockey Hall of Fame. Sein anderer Großonkel Gordon Christian hatte bereits vier Jahre zuvor mit den USA die Silbermedaille gewonnen. Seine Onkel Ed und Dave Christian waren ebenfalls professionelle Eishockeyspieler, wobei Dave die Olympiatradition der Familie fortsetzte und 1980 beim Miracle on Ice ebenfalls mit den USA Olympiasieger wurde.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Brock Nelson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Rookiescorer der Saison 2012/13 auf der Website der American Hockey League
  2. Spielerbiografie auf der Website der New York Islanders
  3. Brett Cyrgalis: Rookie Islander Brock Nelson new ‘center’ of attention, New York Post, 26. Februar 2014