Bombardier-Global-Familie

Familie von zweistrahligen, schnellen Langstrecken-Geschäftsreiseflugzeugen

Bombardier Global ist die Vermarktungsbezeichnung einer seit 1996 produzierte Familie von zweistrahligen, schnellen Langstrecken-Geschäftsreiseflugzeugen in Tiefdeckerauslegung des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier Aerospace, die sich vor allem durch unterschiedliche Reichweiten, Avionikausstattungen und Rumpflängen unterscheiden. Die interne Bezeichnung des Typs lautet BD700.

Bombardier Global
Bombardier Global Express der Tyrolean Jet Service im Landeanflug auf den Flughafen Frankfurt
Typ: Geschäftsreiseflugzeug
Entwurfsland:

KanadaKanada Kanada

Hersteller:

Bombardier Aerospace

Erstflug:

13. Oktober 1996

Indienststellung:

1999

Produktionszeit:

seit 1997

Stückzahl:

816 (Stand 2018)[1]

Neben den zivilen Typen Global Express, Global Express XRS, Global 6000, Global 5000, Global 6500, Global 7500 und Global 8000 existieren unter anderem die militärische Ausführungen Raytheon Sentinel R1 und Bombardier E-11A, bei denen entweder Aufklärungssensoren in den Rumpf integriert werden, um Aufklärung von Luft- oder Bodenzielen zu ermöglichen (Sentinel) oder Möglichkeiten zur Datenübertragung zwischen Bodeneinheiten und Satelliten bestehen (E-11A).

In ihrer Größen- und Reichweitenklasse konkurriert die Global-Familie mit den Mustern G650 und G550 des US-amerikanischen Gulfstream-Konzerns.

Geschichte und VersionenBearbeiten

Meilensteine
  • 1991 – Beginn der Entwicklung
  • 1996 – Erstflug Global Express
  • 1999 – Auslieferung Global Express
  • 2004 – Erstflug Global 5000
  • 2010 – Beginn der Entwicklung Global 7500
  • 2012 – Upgrade Global 5000/6000
  • 2016 – Erstflug Global 7500
  • 2018 – Auslieferung Global 7500

Global Express/Global Express XRS/Global 6000/Global 5000Bearbeiten

 
Bombardier Global 5000

Vor der Ankündigung eines neuen Geschäftsreiseflugzeuges mit interkontinentaler Reichweite unter dem Namen Global Express 1991 führte Bombardier diverse Studien durch, die dazu führten, dass man einen Markt für dieses Segment sah. Deshalb wurde zwei Jahre später der Bau des Flugzeuges – das erste von Bombardier allein entwickelte – offiziell beschlossen. An der Entwicklung beteiligten sich zur Hälfte ausländische Partner, so war zum Beispiel Rolls-Royce für die Triebwerke verantwortlich. Der Erstflug des Prototyps fand am 13. Oktober 1996 statt, die Auslieferung begann 1999.[2] Ab 2004 wurde die kürzere Global 5000 angeboten, der im Vergleich zur 6000er-Version ein zusätzlicher Tank im hinteren Rumpf fehlt.[3] Bombardier bietet seit Mitte 2009 jedoch eine Umrüstmöglichkeit an, mit der durch Erhöhung der maximalen Abflugmasse auf 41.958 kg (92.500 lb) die Reichweite der Global 5000 auf 5200 NM (9630 km) erhöht wird.[4]

Bei der Global Express XRS wurde ein weiterer Tank im Übergang der Tragfläche zum Rumpf eingebaut, sodass die Reichweite um ca. 500 auf 6000 Seemeilen stieg. Mit der ab 2012 angebotenen neuen Avionik Bombardier Vision Flight Deck[5], abgeleitet aus dem Rockwell Collins ProLine Fusion,[6] wurde die Bezeichnung in Global 6000 geändert.[2][7][8] Seit etwa 2012 wird auch jede neugebaute Global 5000 (ab der Seriennummer 9435) mit dem Bombardier Vision Flight Deck ausgeliefert, ohne dass sich die Bezeichnung geändert hat.[9]

Global 7000/7500/Global 8000Bearbeiten

 
Prototyp der Global 7500 auf der Messe EBACE in Genf, 2018

Im Oktober 2010 gab Bombardier bekannt, mit der Global 7000 und der Global 8000 zwei neue Typen herstellen zu wollen.[10] Die Global 7000 sollte ursprünglich im Jahr 2016 in Dienst gestellt werden, durch Verzögerungen bei der Entwicklung wurde dieser Termin auf 2018 verschoben. Bei Transport Canada wurde Anfang September 2016 die erste Global 7000 mit dem Kennzeichen C-GLBO registriert,[11] der Erstflug fand am 4. November 2016 statt.[12] 2018 wurde im Vorfeld der European Business Aviation Conference & Exhibition die Global 7000 aufgrund der höheren Reichweite (nach einem durch die amerikanische FAA festgelegten Standard) in Global 7500 umbenannt[13] und zwei mittlere Modelle Global 5500 und Global 6500 vorgestellt.[14] Die Global 8000 soll einen verkürzten Rumpf besitzen, aber eine Reichweite von 7.900 Seemeilen ermöglichen.[15][16]

Während der Flugerprobung, die im November 2016 begann,[17] konnte mit der Global 7500 eine Reichweite von 7700 Seemeilen (inklusive benötigter Spritreserven) erreicht werden, sodass beispielsweise die Flugstrecke MontrealPeking nonstop erreicht werden könnte. Der Neupreis wird mit 72 Mio. USD angegeben.[18] Im Oktober 2018 erhielt der Typ seine Zulassung durch die Behörden.[17] Die erste Bombardier Global 7500 wurde Ende 2018 an einen anonymen Kunden geliefert.[19] Die erste in Europa zugelassene Global 7500 wurde im März 2019 an den ehemaligen Formel-1-Fahrer Niki Lauda übergeben und in das österreichische Luftfahrzeugregister eingetragen.[20] Bombardier plante, 2019 zwischen 15 und 20 Flugzeuge ausliefern.[21]

Neben einer nochmals erhöhten Reichweite ist der größte Unterschied der Global 7500 gegenüber ihren Vorgängern, dass sie eine Fly-by-Wire-Flugsteuerung besitzt, die aus dem Airbus A220 (vormals Bombardier CSeries) übernommen wurde, wodurch auch das Steuerhorn zugunsten eines sogenannten Sidesticks wegfällt.[22] Während der Erprobung führte setzte einer der Prototypen Anfang 2019 einen neuen Reichweiten-Rekord auf der Strecke SingapurTucson, Arizona (8.152 NM (ca. 15.100 km), 16:07 h); der Flug wurde allerdings bereits kurze Zeit später von einer Gulfstream G650 übertroffen, die eine längere Strecke (8.379 NM (ca. 15.520 km), die Flugzeuge flogen nicht direkt, sondern auf Luftstraßen) und in kürzerer Zeit (15:23 h) absolvierte.[23] Im Oktober 2019 gelang Bombardier ein noch weiterer Flug von Sydney nach Detroit über 8.225 NM (ca. 15.230 km).[21]

Global 5500/6500Bearbeiten

Auf der EBACE 2018 wurden zwei neue Global-Modelle unterhalb der 7500/8000 präsentiert, welche die Global 5000 und 6000 ablösen. Sie werden mit Rolls-Royce Pearl-Triebwerken ausgerüstet und Reichweiten von rund 10.000 bzw. 12.000 km aufweisen.[24] Transport Canada erteilte den neuen Versionen am 30. September 2019 die Zulassung, die europäische Luftfahrtbehörde EASA folgte am 15. Oktober 2019.[25] Die Zulassung durch die US-amerikanische Federal Aviation Administration erfolgte im Ende Dezember 2019.[26] Die Global 5500 ist gegen Mitte 2020 erstmals bei einem ungenannten Kunden in Dienst gestellt worden.[27]

Maritime Patrol AircraftBearbeiten

Im Februar 2015 stellte Israel Aerospace Industries (IAI) eine auf der Global 5000 beruhende, als ELI-3360 bezeichnete, Maritime Patrol Aircraft-Version vor.[28] Käufer gibt es für diese Ausführung bislang keine.

KonstruktionBearbeiten

Interne Bezeichnungen und ICAO-Codes der Global-Familie[29]
Bezeichnung Intern ICAO
Global 5000
Global 5500
BD-700-1A11 GL5T
Global Express
Global Express XRS
Global 6000
Global 6500
BD-700-1A10 GLEX
Global 7500 BD-700-2A12 GL7T

Die Flugzeuge der Global-Familie sind Geschäftsreiseflugzeuge mit Flügeln starker Pfeilung für hohe Reisegeschwindigkeiten und einer Druckkabine, die Flüge in bis zu 51.000 ft (ca. 15.540 m) Höhe ermöglicht. Der Rumpf ist vor allem aus Aluminium, Stahl, Titan und Kompositmaterialien zusammengesetzt. Dabei ist der Flügel komplett aus Aluminium hergestellt, die Spoiler, Flügelklappen und Winglets bestehen aus Graphit. Das Flugzeug hat einen Einstieg auf der linken Rumpfseite vorne („passenger door“), darüber hinaus noch eine kleinere Türe im Heck unter dem linken Triebwerk zum Beladen („baggage door“) sowie einen Notausstieg („emergency exit door“) auf der rechten Seite über dem Flügel.

TriebwerkeBearbeiten

Zwei Triebwerke des Typs BR700 (Global 5000/6000: Rolls-Royce BR710, Global 5500/6500: Rolls-Royce Pearl 15, Global 7500: GE Passport) treiben das Flugzeug an, liefern darüber hinaus aber auch noch Energie für drei Hydrauliksysteme, vier Generatoren mit jeweils 40 kVA Leistung und der Klimaanlage mit jeweils einem Pack. Bei Ausfall beider Triebwerke steht zudem noch eine Ram-Air-Turbine zur Verfügung, die aus der rechten Rumpfseite unterhalb des Cockpits ausfährt und die Notversorgung sicherstellt. Zur Verkürzung der Landestrecke besitzen die Triebwerke Schubumkehr mit zwei oben und unten angebrachten Schubumkehrklappen (Reverse doors), die hydraulisch in den Schubstrahl des Triebwerks gefahren werden. Die Leistung der Triebwerke wird über eine digitale Regelungsautomatik (FADEC) kontrolliert, das Flugzeug verfügt über Autothrottle, der automatischen Regelung einer von der Besatzung eingestellten Geschwindigkeit oder eines eingestellten Schubwertes (z. B. maximal verfügbarer Schub im Steigflug). Ein Hilfstriebwerk (APU) versorgt zudem am Boden einen eigenen Generator, das Klimasystem und über den Generator eine Hydraulikpumpe. Der Schutz vor Vereisung im Flug wird durch Zapfluft der beiden Triebwerke sichergestellt, die in die Vorflügel und die Nase der Triebwerksgondeln geleitet wird.

SteuerungBearbeiten

Zur Flugsteuerung gehören neben Höhen-, Seiten- und Querruder auch insgesamt sechs Spoilerpaare. Davon sind die äußeren vier jeweils sogenannte Multifunction spoiler, die sowohl zur Erhöhung des Widerstands und damit zur Reduktion der Geschwindigkeit genutzt werden können als auch automatisch zur Unterstützung der Querruder angesteuert werden. Nach dem Aufsetzen fahren die inneren beiden Spoiler zusätzlich als Ground Spoiler zur Verringerung von Auftrieb und Geschwindigkeit aus. Die Ausschläge der Querruder werden bei der Global 7500 über eine Funktion der Fluggeschwindigkeit angesteuert, so dass bei höheren Geschwindigkeiten (> 295 kn (ca. 550 km/h)) nur die jeweils inneren Querruder betätigt werden und in einem Übergangsbereich (295–275 kn, (ca. 550–510 km/h)) die äußeren Steuerflächen nur anteilig ausschlagen, um eine Überlastung des Flugzeuges zu verhindern. Durch die Fly-by-Wire-Steuerung (FBW) ist der Rollwinkel auf maximal 80° begrenzt, wenn der Winkel auf mehr als 30° erhöht wurde, steuert das Flugzeug selbstständig auf diesen Wert zurück. Bei der Landung wird die Nase durch FBW automatisch in Richtung der Landebahn gesenkt, der Pilot hält den Sidestick dabei in einer Neutralposition.[30]

AuftriebshilfenBearbeiten

Die Klappen an den Flügelenden können zu Start und Landung in eine von vier Stellungen gebracht werden: 0°, 6°, 16° und 30°. Nur die letzte Stellung ist für Landungen zugelassen, vor dem Ausfahren der Klappen werden auf jeden Fall die Vorflügel (Slats) ausgefahren. Nach Herstellerangaben sind somit Starts (Meereshöhe, Standardtemperatur, maximales Abfluggewicht) auf einer Strecke von etwa 1.900 Metern und Landungen auf einer Strecke von 900 Metern möglich.[31]

AvionikBearbeiten

Bei der Indienststellung waren alle Flugzeuge der Familie mit der Avionik-Suite Primus 2000 vom Hersteller Honeywell ausgestattet, bestehend aus sechs senkrecht angeordneten Displays mit einer Diagonale von 10,6 Zoll, anfangs als Kathodenstrahlröhren, später als LCD-Bildschirme. Ab 2012 wird in allen Flugzeugen hingegen das Vision Flight Deck verwendet, welches aus dem Rockwell Collins Pro Line Fusion abgeleitet wurde und nunmehr aus vier, jeweils horizontal angeordneten 15,1 Zoll großen Bildschirmen besteht, und generell noch weitere (kleine) Displays beinhaltet, über die beispielsweise die Funkfrequenzen eingestellt werden können. Auf der linken Cockpitseite steht ein Head-up-Display zur Verfügung.[32] Ein Wetterradar in der Flugzeugnase (Phased-Array) soll Gefahren, die etwa von einer Gewitterzelle ausgehen, rechtzeitig anzeigen.

FahrwerkBearbeiten

Das Fahrwerk besteht aus zwei Hauptfahrwerken mit jeweils zwei Reifen, die in den Flügel eingezogen werden, sowie einem Bugrad, das in die Nase eingezogen wird. Während des Fluges sind alle Fahrwerksteile von Fahrwerkstüren verschlossen. Gesteuert wird das Flugzeug am Boden von einem eigenen Lenkrad über das Bugfahrwerk, gebremst ist das Hauptfahrwerk über Karbonbremsen. Die Temperatur der Bremsen wird überwacht und im Cockpit zur Anzeige gebracht.

Technische DatenBearbeiten

Kenndaten Global 5000[33] Global Express XRS[34] Global 5500 Global 6000[35] Global 6500 Global 7500[36] Global 8000[37]
Besatzung 2–3 2–4
Passagiere 8–17 (typ. 12–13) 8–19 (typ. 12–13) max. 16 max. 17 10–19 8–19
Länge 29,50 m 30,30 m 29,5 m 30,30 m 33,83 m 30,97 m
Spannweite 28,60 m 28,7 m 31,79 m
Höhe 7,70 m 7,80 m 8,14 m
Flügelfläche 94,9 m² 94,8 m² k. A. k. A.
Kabinenlänge 13,92 m 14,7 m 12,41 m 13,18 m 18,17 m 15,42 m
Kabinenbreite 2,49 m 2,41 m 2,49 m
Kabinenhöhe 1,91 m 1,88 m 1,91 m
Kabinenvolumen 57,26 m³ 60,6 m³ k. A. 74,76 m³ 63,32 m³
Leermasse 23.061 kg k. A. 23.070 kg k. A. k. A. k. A.
max. Startmasse 41.957 kg 45.132 kg 41.957 kg 45.132 kg 52.095 kg 47.650 kg
Nutzlast 2.341 kg k. A. 3.238 kg 2.617 kg k. A. k. A.
Triebwerke zwei Rolls-Royce BR710A2-20
je 65,6 kN Schub
zwei Rolls-Royce Pearl
je 67,3 kN Schub
zwei Rolls-Royce BR710A2-20
je 65,6 kN Schub
zwei Rolls-Royce Pearl zwei General Electric Passport
je 73,4 kN Schub
Avionik Rockwell Collins ProLine Vision mit Combined Vision System Rockwell Collins ProLine Vision mit Combined Vision System
Höchstgeschwindigkeit Mach 0,89 / 950 km/h Mach 0,90 Mach 0,89 / 950 km/h Mach 0,925
optimale Reisegeschwindigkeit Mach 0,85 / 904 km/h Mach 0,85 Mach 0,85 / 904 km/h k. A. k. A.
Dienstgipfelhöhe 15.545 m k. A. k. A.
Reichweite 9.630 km 11.390 km 10.600 km 11.112 km 12.270 km 13.700 km 14.631 km
Startstrecke 1.689 m 1.887 m 1.674 m 1.974 m 1.814 m 1.768 m
Landestrecke 814 m 673 m 682 m 856 m
Preis $33 Mio. $46 Mio. k. A.

BetreiberBearbeiten

 
Die 14+04 der deutschen Luftwaffe am Flughafen München

Bislang wurden knapp 900 Maschinen aller Versionen verkauft. Unter den Eignern finden sich sowohl Einzelpersonen – über die oft wenig bekannt ist – wie auch Unternehmen, die mit diesem Flugzeug ihr Management oder Kunden zu Terminen fliegen, etwa die österreichische Zepter International.[38] Außerdem setzen diverse Fluggesellschaften, die sich auf den sog. Individualverkehr spezialisiert haben, diesen Typ ein, so zum Beispiel Arab Wings, Global Jet Luxembourg, Jet Aviation, Laudamotion Executive, Luxaviation, NetJets, Nomad Aviation, Royal Jet und VistaJet.

Militärische NutzerBearbeiten

Unter anderem folgende Nationen nutzen Global-Flugzeuge als Staatsluftfahrzeuge oder Träger spezieller Missionsausrüstung, entweder zur Aufklärung oder als Relaisplattform:

Angola  Angolanische Streitkräfte
1 Global 5000, VIP-Maschine (Kennzeichen „D2-ANG“)[39]
Botswana  Streitkräfte Botswanas
1 Global 6000, VIP-Maschine (Kennzeichen „OK1“)[40]
Deutschland  Deutsche Luftwaffe
7 (4 Global 5000 und 3 Global 6000 der FlBschftBMVg als Nachfolger der Challenger CL-601), 3 weitere Global 6000 in einer SIGINT-Version geplant[41] als Nachfolger der BR 1150 M
Indien  Indische Luftstreitkräfte
2 Global 5000, 2014 in Israel von Elta zu SIGINT-Plattformen umgebaut und auf der Palam Air Force Station in Delhi stationiert (Kennzeichen „4X-COH“ während der Umrüstung)[42][43]
Malaysia  Malaysische Luftstreitkräfte
1 Global 6000, VIP-Maschine („M48-02“)[44] ist der 2. Squadron der 1. Division der Luftwaffe zugeteilt und neben weiteren VIP-Flugzeugen auf dem Flughafen Kuala Lumpur-Sultan Abdul Aziz Shah stationiert.
Vereinigte Arabische Emirate  Luftstreitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate
3 (Global 6000) Saab GlobalEye Frühwarnflugzeuge mit Saab-Sensoren, 2015 bestellt, Erstflug 2018 in Linköping, Auslieferung seit 2020. Zwei weitere Maschinen sollen bestellt werden.[45]
Vereinigtes Konigreich  Royal Air Force
5 (Global 5000) Sentinel R1 Aufklärungsflugzeuge; nach Außerdienststellung einer Maschine werden noch 4 bei der V. (AC) Squadron in RAF Waddington eingesetzt.

Vereinigte Staaten  United States Air Force
4 (Global 6000) E-11A Kommunikationsflugzeuge, Ausrüstung mit dem Battlefield Airborne Communications Node (BACN) von Northrop Grumman,[46] im Einsatz bei der 430th Expeditionary Electronic Squadron in Kandahar. Die Beschaffung einer fünften Maschine ist geplant (Stand 2019). Das erste Flugzeug der Baureihe war noch mit Radomen auf Rumpfober- und Unterseite ausgestattet, die jedoch für die Ausrüstung der Serienmaschinen nicht notwendig ist.[47]

Verluste militärischer ExemplareBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

Vergleichbare FlugzeugeBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Bombardier Global – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Max Kingsley-Jones: NBAA: Business jet designs that changed the industry. In: Flightglobal. 12. Oktober 2018, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  2. a b Keith Sparks: Comparing Bombardier's Global Express, Global 5000, Global Express XRS and Global 6000. 13. April 2017, abgerufen am 30. März 2019 (amerikanisches Englisch).
  3. Mike Chase: The Bombardier Global 6000 vs 5000, G550 & G650. AvBuyer, 1. Oktober 2014, abgerufen am 30. März 2019 (englisch).
  4. Bombardier Extends High Speed Global 5000 Jet Range to 5,200 NM. In: Bombardier. 19. Februar 2008, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch): „The significant range extension will be obtained by increasing the Maximum Takeoff Weight (MTOW) to 92,500 lbs, allowing for a fuel tank capacity increase.“
  5. Bombardier's Vision Flight Deck Enters Service on Niki Lauda's New Global 5000 Jet. In: Bombardier. 28. März 2012, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch): „The Vision Flight Deck for Global jets received EASA certification on February 20, 2012, FAA certification on February 29, 2012, and Transport Canada (TC) certification on June 3, 2011.“
  6. Pro Line Fusion for Bombardier Global 5000/6000 and HGS. In: Collins Aerospace. Abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  7. Alle Fakten: Bombardier Global Express XRS / Global 6000. FlugRevue, 18. April 2013, abgerufen am 30. März 2019.
  8. Bombardier Global Express XRS / Global 6000. In: www.flugrevue.de. Abgerufen am 27. Juli 2014.
  9. Bombardier Global 5000. In: globalair.com. 8. Dezember 2019, abgerufen am 8. Dezember 2019 (englisch): „In 2012, Bombardier joined its competitors in the move to flat-panel avionics with its bold Vision cockpit upgrade, featuring Rockwell Collins Pro Line Fusion equipment. Starting at s.n. 9435, Global 5000s are fitted with the Vision cockpit, a system that some former Bombardier demo pilots say is tops in the business aviation industry.“
  10. bombardier.com: Bombardier Grows Its Flagship Global Family with Two New Jets: the Global 7000 and Global 8000 Aircraft vom 16. Oktober 2010
  11. Kate Sarsfield: Transport Canada registers first Global 7000. In: Flightglobal.com. 5. September 2016, abgerufen am 5. September 2016 (englisch).
  12. Bombardiers 73-Millionen-Businessjet fliegt, abgerufen am 7. November 2016
  13. Murdo Morrison: Bombardier Takes Global new places. In: Flight Evening News. Reed Business Information, 28. Mai 2018, S. 23, 24 (englisch, pagesuite-professional.co.uk).
  14. Murdo Morrison: Bombardier Bombshell. In: Flight Evening News. Reed Business Information, 28. Mai 2018, S. 1 (englisch, pagesuite-professional.co.uk).
  15. Paul Jackson: Ultra-Long Range Jets About To Enter The Market. In: aviationweek.com. 2. November 2016, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  16. Chad Trautvetter: Global 7000 On Track, Questions Remain on 8000. In: ainonline.com. 3. Januar 2018, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch).
  17. a b Dal Kikin: Bombardier Global 7500 put into operation. In: Beam Aviation. 24. Dezember 2018, abgerufen am 15. Januar 2019 (englisch).
  18. Jacob Serebrin, Montreal Gazette Updated: December 19, 2018: Bombardier shows off Global 7500 business jet as deliveries begin | Montreal Gazette. 20. Dezember 2018, abgerufen am 15. Januar 2019 (englisch).
  19. Stefan Eiselin: Erster Kunde fliegt seine Bombardier Global 7500. In: AeroTelegraph. 24. Dezember 2018, abgerufen am 29. Januar 2020.
  20. Kate Sarsfield: First Europe-based Global 7500 handed to Niki Lauda. 29. März 2019, abgerufen am 30. März 2019 (britisches Englisch).
  21. a b Jerry Siebenmark: Bombardier Global 7500 Completes 8,225-nm Flight. In: AINOnline. 8. Oktober 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch).
  22. Matt Thurber: Pilot Report: Bombardier Global 7500. In: AINOnline. 17. April 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch).
  23. Curt Epstein: Gulfstream Sets Longest Business Jet Flight Record. In: AINOnline. 8. April 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch).
  24. Patrick Holland-Moritz: Big Iron. In Flug Revue Industry Forum, Motor Presse Stuttgart, 2019.
  25. Timo Nowack: Easa gibt grünes Licht für Global 5500 und 6500. In: aerotelegraph. 15. Oktober 2019, abgerufen am 16. Oktober 2019.
  26. Volker K. Thomalla: Bombardier Global 5500 und 6500 sind nun FAA-zugelassen. In: Aerobuzz.de. 26. Dezember 2019, abgerufen am 29. Januar 2020.
  27. Patrik Holland-Moritz: Indienststellung der Global 5500. In: aerokurier.de. 1. Juli 2020, abgerufen am 2. Juli 2020.
  28. Arie Egozi: IAI unveils Global 5000-based MPA. In: Flightglobal.com. 9. Februar 2015, abgerufen am 10. Februar 2015 (englisch): „Israel Aerospace Industries has unveiled a maritime patrol development of the Bombardier Global 5000 business jet, dubbed the ELI-3360.“
  29. DOC 8643 – Aircraft Type Designators. International Civil Aviation Organization, 6. Dezember 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch).
  30. Matt Thurber: Pilot Report: Bombardier Global 7500. In: AINonline. 17. April 2019, abgerufen am 29. Januar 2020 (englisch).
  31. Terry Spruce: Bombardier Global 6000: Technical and Operating Data. In: Corporate Jet Investor. 19. August 2010, abgerufen am 29. Januar 2020 (englisch).
  32. Matt Thurber: Flying the Vision Flight Deck in Bombardier’s Global 6000. In: AINonline. 5. Juli 2012, abgerufen am 29. Januar 2020 (englisch).
  33. Global 5000 Fact Sheet (PDF; 1 MiB)
  34. Global Express Fact Sheet (PDF; 1,1 MiB)
  35. Global 6000. Bombardier Business Aircraft, 20. September 2016, abgerufen am 11. September 2017.
  36. Type Certificate Data Sheet No. T00003NY. (PDF; 727 KB) In: Federal Aviation Administration. 12. November 2019, abgerufen am 8. Dezember 2019 (englisch, Type Certificate für BD-700-1A10/BD-700-1A11/BD-700-2A12).
  37. Global 8000 Factsheet. (PDF) (Nicht mehr online verfügbar.) In: businessaircraft.bombardier.com. Archiviert vom Original am 30. Dezember 2014; abgerufen am 14. März 2014 (englisch).
  38. Boran Pivcic: Bombardier Global 5000 (BD-700-1A11) – Zepter International. In: airliners.net. 2. Juli 2016, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch, Foto der Zepter-Global 5000 auf dem Flughafen Split).
  39. Registration Details For D2-Ang (Angola Government) Global 5000. In: planelogger.com. Abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch).
  40. Carlö Dedöni: Bombardier Global Express (BD-700-1A10) – Botswana – Air Force. In: airliners.net. 21. Juni 2017, abgerufen am 9. Dezember 2019 (Foto des Flugzeugs auf dem Flughafen Cagliari).
  41. Thomas Wiegold: DroneWatch: Bundeswehr setzt auf Menschen statt Aufklärungsdrohnen (Zusammenfassung). In: Augen geradeaus! 28. Januar 2020, abgerufen am 29. Januar 2020.
  42. India’s new special mission Global 5000s in service. In: tangentlink.com. 13. Februar 2015, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch).
  43. Yochai Mossi: Bombardier Global 5000 (BD-700-1A11) – Untitled (India – Air Force). In: airliners.net. April 2014, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch).
  44. hakunamatata: Bombardier Global Express (BD-700-1A10) – Malaysia – Air Force. In: airliners.net. 20. März 2017, abgerufen am 9. Dezember 2019 (englisch, Foto des Flugzeugs auf dem Flughafen Langkawi).
  45. UAE receives first GlobalEye AEW&C aircraft. In: janes.com. 29. April 2020, abgerufen am 30. April 2020.
  46. E-11A der USAF werden von Northrop Grumman gewartet. In: Aerobuzz. 12. September 2017, abgerufen am 8. Dezember 2019: „Die E-11A der US Air Force (USAF) sind fliegende Relaisstationen über einem Gefechtsfeld. Sie stellen Kommunikations- und Datenverbindungen zwischen verschiedenen Einheiten mit verschiedenen Kommunikationswegen her. Wenn beispielsweise ein Forward Air Controller einen Bomber nicht erreichen kann, da das Gelände eine direkte Kommunikation zwischen den beiden Funkstationen verhindert, ermöglicht die E-11A die Verbindung.“
  47. Tyler Rogoway: We Chew The Fat About BACN With Program Boss And Airman Who Used It In Combat. In: The Drive. 17. August 2017, abgerufen am 29. Januar 2020 (englisch).
  48. Matthias Gebauer: Fehler von Lufthansa-Technikern lösten Unfallflug aus. In: spiegel.de. 25. November 2019, abgerufen am 9. Dezember 2019: „Die Zusammenfassung des Abschlussberichts zur Ursache der Bruchlandung in Berlin-Schönefeld am 16. April liest sich eindeutig. Demnach waren „handwerkliche Fehler bei Einbau- und Einstellarbeiten“ an der Jet-Steuerung „zweifellos das den Unfall auslösende Moment“. Geschrieben hat die Zeilen Brigadegeneral Peter Klement, der in seiner Rolle als General Flugsicherheit der Bundeswehr alle Flugunfälle der Truppe untersucht.“
  49. Timo Nowack: Regierungsjet hat offenbar Totalschaden. In: aerotelegraph.com. aerotelegraph.com, 3. September 2019, abgerufen am 16. September 2019.
  50. Alexander Schröder: Mittelstrecke der Flugbereitschaft des Bundesministerium der Verteidigung wird gestärkt. In: Bundesministerium der Verteidigung. 27. Juni 2019, abgerufen am 22. August 2019.
  51. Timo Nowack: Nun stehen drei Global 6000 für die Kanzlerin bereit. In: Aerotelegraph. 8. Dezember 2019, abgerufen am 8. Dezember 2019.
  52. ASN Aircraft accident Bombardier E-11A (Global Express) 11-9358 Deh Yak district. In: Aviation Safety Network. 27. Januar 2020, abgerufen am 28. Januar 2020 (englisch).