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bildundtonfabrik

Fernsehproduktionsunternehmen aus Köln
btf GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 2012
Sitz Köln
Leitung Philipp Käßbohrer
Matthias Murmann
Mitarbeiterzahl ca. 100
Branche Fernsehproduktion
Website btf.de

bildundtonfabrik in Köln-Ehrenfeld

Die bildundtonfabrik (btf GmbH) ist ein Fernsehproduktionsunternehmen mit Sitz in Köln-Ehrenfeld, das im Jahr 2012 gegründet wurde. Bekannt ist das Unternehmen vor allem durch die Produktion der ZDF-Sendungen Roche & Böhmermann, Schulz & Böhmermann und Neo Magazin Royale.[1] Das Unternehmen umfasst mittlerweile rund 100 Mitarbeiter, darunter eine große Anzahl Studierende der Kölner Kunsthochschule für Medien.[2]

Neben dem Unternehmenssitz der btf GmbH in der Kölner Leyendeckerstraße und dem Produktionsstandort „Studio König“, ebenfalls in Köln, gibt es noch einen weiteren Standort in Berlin.[3]

GeschichteBearbeiten

2011 entwickelte Philipp Käßbohrer mit Matthias Murmann einen Piloten für Roche & Böhmermann. Nach eigenen Angaben war es zunächst lediglich ein Projekt ähnlich einem Kurzfilm. Das ZDF bestellte anschließend eine Serie basierend auf dem Piloten. Käßbohrer gab an, sich zuvor nicht für Fernsehen interessiert zu haben, weder privat noch beruflich.

Mit Gesellschaftsvertrag vom 17. Januar 2012[4] gründeten Käßbohrer (Philipp Georg Käßbohrer[4]) und Murmann (eigentlich Matthias Joachim Schulz[4]) mit je 50 Prozent der Gesellschaftsanteile[4] ihre Medienproduktionsgesellschaft btf GmbH (bildundtonfabrik). Neben der Produktion des Neo Magazin Royale (sowie dessen Vorgänger) produziert das Unternehmen Einspielfilme für diverse Fernsehsendungen, Musikvideos für Get Well Soon sowie Werbefilme für 1 Live oder Nissan.[5]

Die bildundtonfabrik produziert auch Videospiele, so 2015 das Adventure Game Royale – Jäger der verlorenen Glatze und das Adventure Trüberbrook.

Von 2014 bis 2019 wurde sechsmal in Folge mindestens eine btf-Produktion mit dem Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung ausgezeichnet. 2017 wurde die bildundtonfabrik dreifach für den Grimme-Preis nominiert: In der Kategorie Unterhaltung – Spezial für „#Verafake“ sowie in der Kategorie Unterhaltung – Innovation für die „Einspielerschleife“ aus der Sendung vom 7. April 2016, jeweils im Rahmen des Neo Magazin Royale, außerdem für die Produktion der Sendung Die unwahrscheinlichen Ereignisse im Leben von …[6]

Im Oktober 2018 kündigte der Streaming-Anbieter Netflix im Rahmen der Medientage München, vertreten durch seinen Vizepräsidenten für Originalserien in Europa, für das Jahr 2019 fünf neue deutschsprachige Projekte an. Von der bildundtonfabrik produziert wird die Serie How to Sell Drugs Online (Fast) (Arbeitstitel: Don’t try this at home) um einen Schüler, der gemeinsam mit Freunden ein Drogen-Geschäft aus dem Kinderzimmer aufzieht, um seine große Liebe zurückzugewinnen. Das Drehbuch stammt von Philipp Käßbohrer, Sebastian Colley und Stefan Titze.[7] Im April 2019 hatte die Serie im Rahmen des Serienfestivals Canneseries in Cannes ihre Weltpremiere.

Produktionen (Auswahl)Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Laura Gitschier: Neue Show-Formate – Arbeiten am Fernsehen der Zukunft. In: Deutschlandfunk. Deutschlandradio, 19. Juli 2014, abgerufen am 14. November 2017.
  2. Who we are auf der Website der btf GmbH, abgerufen am 30. April 2019.
  3. Impressum auf der Website der btf GmbH, abgerufen am 30. April 2019.
  4. a b c d btf GmbH, eingetragen im Handelsregister beim Amtsgericht Köln unter der HRB 74707. (Handelsregisterauszug der btf GmbH in: handelsregister-online.de, Registeranzeiger GmbH (Hrsg.); sowie zu den Gesellschaftern: Firmenprofil der btf GmbH in: kompany.de (Daten nur mit Registrierung ersichtlich); 360kompany AG (Hrsg.); beide abgerufen am 30. April 2019.)
  5. Portfolio auf der Website der btf GmbH, abgerufen am 30. April 2019.
  6. 53. Grimme-Preis 2017 – Nominierungen. In: grimme-preis.de. Grimme-Institut, abgerufen am 20. Januar 2017.
  7. a b Netflix plant fünf neue deutsche Produktionen für 2019 und die Jan-Böhmermann-Firma ist mit an Bord. In: Meedia, 25. Oktober 2018, abgerufen am 30. April 2019.