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Deutsche Akademie für Fernsehen

Austausch-, Entwicklungs- und Diskussionsforum für Fernsehschaffende

Entstehung, Zweck und AktivitätenBearbeiten

Laut Satzung ist ihr Zweck

  • die Entwicklung des deutschen Fernsehens als wesentlichen Bestandteil der deutschen Kultur sowie der deutschen Kulturwirtschaft zu fördern und deren Vielfalt zu erhalten
  • das Gespräch und den Austausch von Ideen und Erfahrungen zwischen den deutschen Fernsehschaffenden insbesondere auch zwischen freiberuflichen und in Sendern festangestellten anzuregen, zu stärken und zu pflegen
  • den Diskurs zu inhaltlichen und wirtschaftlichen Aspekten des deutschen Fernsehens zu führen.

Der Vorsitzende ist der Schauspieler Michael Brandner. Seine vier Stellvertreter sind der Drehbuchautor Jochen Greve, die Produzentin Brit Possardt, die Casting-Direktorin Cornelia von Braun, der Szenenbildner Frank Godt und der Regisseur Stefan Lukschy. Der Produzent Gerhard Schmidt ist der Präsident der Akademie.

Von den vorgesehenen 23 Sektionen (u. a. Regie, Drehbuch, Musik, Dokumentarfilm, Schauspiel, Bildgestaltung, Tongestaltung)[1] wurden einige konstituiert. Die Mitgliederanzahl liegt bei 800.[2]

Alle zwei Monate findet ein bundesweiter Jour fixe in den Städten Berlin, Köln, Hamburg und München statt.

Laut dem Vizevorsitzenden Jochen Greve war eine der Gründungsabsichten, dass man „das Fernsehen nicht allein den Sendern überlassen“ dürfe.[3] Beabsichtigt sei vielmehr: „Wir wollen eine Stimme der Kreativen sein. Wir wollen den Leuten Würde geben.“[4]

Im Mai 2018 beteiligte sich der Verein an der Einrichtung der Themis-Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung und Gewalt.[5]

PreisvergabeBearbeiten

Seit 2013 verleiht der Verein jährlich eine Auszeichnung für Leistungen in allen Gewerken der Fernsehproduktion. Jede Sektion der Akademie kann einen Preis in ihrem Metier nominieren. Die Sektion Schauspiel kann Preise in vier Kategorien nominieren: Beste Schauspielerin in einer Hauptrolle, Bester Schauspieler in einer Hauptrolle, Beste Schauspielerin in einer Nebenrolle und Bester Schauspieler in einer Nebenrolle[6] Die Gewinner werden dann von allen Mitgliedern der Akademie gewählt.

Die Gewinner der Auszeichnungen seit 2013 waren:

BildgestaltungBearbeiten

CastingBearbeiten

DokumentarfilmBearbeiten

DrehbuchBearbeiten

FernsehjournalismusBearbeiten

  • 2013: Monika Anthes und Eric Beres für Der Fall Mollath
  • 2014: Monika Anthes und Edgar Verheyen für Deutschlands Ferkelfabriken
  • 2015: Daniel Harrich und Ulrich Chaussy für Attentäter – Einzeltäter? – Neues vom Oktoberfestattentat
  • 2016: Rainald Becker und Christian H. Schulz für Schattenwelt BND – Wie viel Geheimdienst braucht Deutschland?
  • 2017: Christian Stücken für Die Story im Ersten: Der vertuschte Skandal
  • 2018: Stephan Lamby und Egmont R. Koch für Bimbes – Die schwarzen Kassen des Helmut Kohl
  • 2019: Frank Zintner für Re:- Dem Rechtsruck auf der Spur. Eine Zeitung sucht Antworten

FernsehunterhaltungBearbeiten

FilmschnittBearbeiten

KostümbildBearbeiten

MaskenbildBearbeiten

MusikBearbeiten

ProduktionBearbeiten

Redaktion/ProducingBearbeiten

RegieBearbeiten

Schauspieler HauptrolleBearbeiten

Schauspielerin HauptrolleBearbeiten

Schauspielerin NebenrolleBearbeiten

Schauspieler NebenrolleBearbeiten

StuntBearbeiten

SzenenbildBearbeiten

TongestaltungBearbeiten

  • 2013: Jan Petzold (Ton) und Gerald Cronauer (Mischung) für Im Netz
  • 2015: Thomas Warneke, Andreas Hintzsch und Clemens Grulich für Die Schneekönigin
  • 2016: Eric Rueff, Frank Mareite, Stefan Kolleck und Malte Zurbonsen für Weinberg
  • 2017: Tomáš Bělohradský, Thomas Neumannund und Gregor Bonse für Der gleiche Himmel
  • 2018: Patrick Veigel (Ton) und Florian Beck (Mischung) für Das Verschwinden
  • 2019: Herbert Verdino (O-Ton), Nico Krebs (Mischung und Sounddesign) und Wolfi Müller (Geräuschemacher) für Der Pass

VFX/AnimationBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Deutsche Akademie für Fernsehen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. http://www.deutscheakademiefuerfernsehen.de/nach-sektionen
  2. https://www.deutscheakademiefuerfernsehen.de/.
  3. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 21. Januar 2011, S. 37.
  4. Süddeutsche Zeitung vom 22./23. Januar 2011, S. 21.
  5. Brancheninitiative bringt „Vertrauensstelle gegen sexuelle Belästigung“ auf den Weg – Grütters: Zeit des Schweigens muss vorbei sein! In: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA). 1. Juni 2018, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  6. https://www.deutscheakademiefuerfernsehen.de/.
  7. Uwe Mantel: Akademie-Fernsehpreis: "Aufbruch in die Freiheit" räumt ab. In: DWDL.de. 16. November 2019, abgerufen am 17. November 2019.