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GeografieBearbeiten

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt 91 Ortsteile[2]:

EingemeindungenBearbeiten

Im Jahr 1945 oder 1946 wurden Teile der aufgelösten Gemeinde Kreuth eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen die bis dahin selbständigen Gemeinden Adlmannstein, Hackenberg (mit Teilen der am 1. Oktober 1926 aufgelösten Gemeinde Lambertsneukirchen), Hauzendorf (mit den restlichen Teilen der am 1. Oktober 1926 aufgelösten Gemeinde Lambertsneukirchen und mit den im Jahr 1945 oder 1946 eingegliederten Teilen von Plitting), Kürn und Pettenreuth (mit den am 1. April 1949 eingegliederten Gebietsteilen von Plitting) hinzu.[3] Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Wulkersdorf kamen am 1. Januar 1974 hinzu.[4]

Ortsteile (Einwohnerzahl vom 31. Juli 2007)Bearbeiten

  • Bernhardswald (2608)
  • Adlmannstein (333)
  • Hackenberg (277)
  • Erlbach (165)
  • Hauzendorf (409)
  • Kürn (909)
  • Lambertsneukirchen (171)
  • Lehen (154)
  • Lehenfelden (64)
  • Pettenreuth (469)
  • Samberg (43)
  • Wulkersdorf (216)
  • Wolfersdorf (69)

GeschichteBearbeiten

 
Ehem. Schlosskapelle Hl. Kreuz Bernhardswald

Bis zum 19. JahrhundertBearbeiten

Erste urkundliche Erwähnungen: (Jahr)

  • Wolfersdorf: 1137
  • Hauzendorf: 1140/50
  • Kürn: 1143/46
  • Wulkersdorf: 1268
  • Pettenreuth: 1285
  • Wolferszwing: 1325
  • Lambertsneukirchen: 1326
  • Adlmannstein: 1334
  • Bernhardswald: 1362

Im Jahr 1394 ging die Herrschaft über die Burg Kürn an die Paulsdorfer über und kam nach dem Aussterben des Adelsgeschlechts (1623) 1649 an die von Stingelheim. Diese herrschten dort bis zum Aussterben 1826.

Am 12. September 1504 fand nahe Bernhardswald auf den sogenannten Hafenreuther Feldern bei Schönberg die entscheidende Schlacht im Landshuter Erbfolgekrieg statt. 1825 brannte das Kürner Schloss ab.

20. und 21. JahrhundertBearbeiten

Im Jahr 1913 erhält Bernhardswald durch den Bau der mittlerweile stillgelegten Bahnstrecke Regensburg–Falkenstein einen Bahnanschluss.

Zum Ende des Zweiten Weltkrieges im April 1945 begannen die Todesmärsche von KZ-Häftlingen aus dem KZ Flossenbürg in das KZ Dachau. Ein Todesmarsch führte Häftlinge in der Zeit zwischen dem 20. und 24. April 1945 durch die Gemeinde. Im Waldgebiet bei Mantel wurden 15 Häftlinge erschossen.[5]

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich Bernhardswald durch die Ausweisung von Bauland und Investitionen in die Infrastruktur von einem landwirtschaftlich geprägten Ort zu einer Wohngemeinde entwickelt. Wichtige Ziele der Gemeinde liegen derzeit bei Investitionen in regenerative, umweltfreundliche Energie, energiesparende Technik, der Weiterentwicklung der Infrastruktur sowie in der Breitbandversorgung.

ReligionBearbeiten

Wie in der gesamten Oberpfalz ist auch in Bernhardswald der größte Teil der Bevölkerung römisch-katholisch.

Römisch-katholische KircheBearbeiten

Im Gemeindegebiet gibt es die katholische Pfarreiengemeinschaft Bernhardswald-Lambertsneukirchen-Pettenreuth-Benefizium Kürn. Sie ist dem Bistum Regensburg zugeordnet.

Evangelisch-Lutherische KircheBearbeiten

Die evangelischen Christen in Bernhardswald gehören der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Regenstauf an.

PolitikBearbeiten

Kommunalwahl 2014[6]
Wahlbeteiligung: 63,9 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,4 %
15,8 %
13,0 %
5,8 %
12,0 %

GemeinderatBearbeiten

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 führte zu folgender Verteilung der 20 Sitze im Gemeinderat:

  • CSU: 11 Sitze
  • SPD: 3 Sitze
  • FW: 3 Sitze
  • Unabhängige Bürger Bernhardswald / UBB: 2 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit Mai 1996 Werner Fischer (CSU).

WappenBearbeiten

Mit einer Zinne geteilt von Silber und Rot; oben zwei grüne Tannen, unten eine silberne Pflugschar. Das Wappen ist seit 1975 in Gebrauch. Die Zinne soll an die früher zahlreichen Adelssitze auf dem Gemeindegebiet erinnern.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Schloss Kürn
  • Pfarrkirche St. Bernhard in Bernhardswald
  • Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Kürn
  • Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Pettenreuth
  • Pfarrkirche St. Lambert in Lambertsneukirchen
  • Schloss Bernhardswald in Giebelbauweise aus dem 18. Jahrhundert, nach Brand 1885 wiederaufgebaut.
  • Schloss Kürn von 1826, klassizistische Vierflügelanlage mit Walmdach, Hauptfassade mit neun Fensterachsen und Mittelrisalit. Der Vorgängerbau wurde 1394 erwähnt. Besitzer waren nach den Kürnern später die Paulsdorfer und Walderdorffer. 1825 durch Brand zerstört und 1826 in jetziger Form wiederaufgebaut.
  • Burg Adlmannstein
  • Schloss Hackenberg
  • Schloss Hauzendorf
  • Schloss Wulkersdorf

Alle BaudenkmälerBearbeiten

Sport und VereineBearbeiten

 
Logo des TSV Bernhardswald

Neben dem Schützenverein Drei Tannen Lehen und zahlreichen anderen Vereinen gibt es in der Gemeinde fünf Sportvereine. Der größte Sportverein und zugleich der größte Verein ist der TSV Bernhardswald. Des Weiteren gibt es den TSV Pettenreuth-Hauzendorf, den 1. FC Kürn und den SV Adlmannstein.

Die Freiwillige Feuerwehr Bernhardswald sowie die Feuerwehren der Ortsteile Kürn, Pettenreuth, Hauzendorf, Lambertsneukirchen, Kreuth, Adlmannstein, Hackenberg und Wulkersdorf sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Gemeindegebiet und darüber hinaus.

Natur und FreizeitBearbeiten

Das Freizeitangebot ist mit Wandern auf ausgewiesenen Wegen, Radfahren, Nordic-Walking sowie gespurten Langlaufloipen im Winter vielfältig.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Bernhardswald verfügt über eine gute Infrastruktur. Es gibt eine ausreichende ärztliche Versorgung, Apotheken sowie zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen.

WirtschaftBearbeiten

Durch Gewerbegebiete an der Bundesstraße 16 ist für Gewerbetreibende eine verkehrsgünstige Ansiedlungsmöglichkeit geschaffen. Die Gemeinde gilt als beliebtes Wohnsiedlungsgebiet mit guter Verkehrsanbindung nach Regensburg.

Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer WaldBearbeiten

Am 8. Januar 2007 wurde die Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald, kurz «AG Vorwald» genannt,[7] gegründet. Ziel der Arbeitsgemeinschaft ist es, die Region in touristischer, wirtschaftlicher und kultureller Hinsicht zu fördern und zu stärken. Mitglieder dieser Gemeinschaft sind die Gemeinden Altenthann, Bernhardswald, Brennberg, Falkenstein, Michelsneukirchen, Rettenbach, Wald, Wiesenfelden, Zell und die Stadt Wörth an der Donau. Überdies alle Heimat-, Tourismus- und Fremdenverkehrsvereine dieser Gemeinden.

TourismusBearbeiten

In der Gemeinde gibt es zahlreiche Ferienwohnungen und Privatquartiere. Der Tourismus ist auf Ferien auf dem Bauernhof ausgerichtet.

Es besteht der Fremdenverkehrsverein Altenthann-Bernhardswald-Kürn.

VerkehrBearbeiten

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Kinderhort Bernhardswald
  • Kindergärten in Bernhardswald, Kürn und Lambertsneukirchen
  • Gemeindebücherei
  • Wertstoffhof
  • Kläranlage

BildungBearbeiten

  • Grundschule Bernhardswald
  • Grundschule Pettenreuth

MedienBearbeiten

Im Gemeindegebiet erscheint die Mittelbayerische Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe.

In der Gemeinde können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

LiteraturBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Bernhardswald in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. November 2017.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 573.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 657.
  5.  
    Todesmarsch-Mahnmal bei Bernhardswald
    Geschildert von Gemeinderat Albert Wagner
  6. Ergebnis Kommunalwahlen 2014
  7. Arbeitsgemeinschaft Vorderer Bayerischer Wald [1], abgerufen am 26. Dezember 2014.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Bernhardswald – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien