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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neutraubling
Neutraubling
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neutraubling hervorgehoben
Koordinaten: 49° 0′ N, 12° 12′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 9,75 km2
Einwohner: 13.796 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 1415 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93073
Vorwahl: 09401
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 174
Stadtgliederung: 4 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Regensburger Straße 9
93073 Neutraubling
Website: www.neutraubling.de
Erster Bürgermeister: Heinz Kiechle (CSU)
Lage der Stadt Neutraubling im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-SulzbachLandkreis ChamLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis EichstättLandkreis KelheimLandkreis LandshutLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis SchwandorfStraubingLandkreis Straubing-BogenRegensburgForstmühler ForstKreuther ForstBrunn (Oberpfalz)AlteglofsheimAltenthannAufhausenBach an der DonauBarbingBeratzhausenBernhardswaldBernhardswaldBrennbergBrunn (Oberpfalz)DeuerlingDonaustaufDuggendorfHagelstadtHemauHolzheim am ForstKallmünzKöferingLaaberLappersdorfMintrachingMötzingNeutraublingNittendorfObertraublingPentlingPettendorfPfakofenPfatterPielenhofenRiekofenRegenstaufSchierling (Oberpfalz)SinzingSünchingTegernheimThalmassingWenzenbachWiesent (Gemeinde)Wörth an der DonauWolfsegg (Oberpfalz)ZeitlarnKarte
Über dieses Bild

Neutraubling ist die größte Stadt im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern.

Die Industriestadt liegt in der Donauebene, zehn Kilometer östlich von Regensburg, und ist nach Regenstauf zweitgrößte Kommune im Landkreis. Neutraubling ist eine von fünf bayerischen Vertriebenenstädten und entstand erst nach dem Zweiten Weltkrieg.

GeografieBearbeiten

StadtgliederungBearbeiten

Insgesamt gibt es vier Ortsteile:[2]

  • Birkenfeld (unbebautes Gebiet des späteren Ortsteils Birkenfeld bei der Gemeindebildung Neutraublings, am 1. April 1951 von der Gemeinde Barbing abgegeben)
  • Lerchenfeld (am 1. Mai 1978 von der Gemeinde Rosenhof an Neutraubling abgegeben)[3]
  • Neutraubling
  • Oberheising (am 1. Mai 1978 von der Gemeinde Barbing an Neutraubling abgegeben)[3]
  • Gärtnersiedlung (am 1. Mai 1978 von der Gemeinde Barbing an Neutraubling abgegeben, kein amtlich benannter Gemeindeteil)[3]

Neutraubling ist vor Hemau und Wörth an der Donau die größte Stadt im Landkreis Regensburg.

GeschichteBearbeiten

 
St.-Michaels-Platz

LerchenfeldBearbeiten

Die erste gesicherte Erwähnung des Geschlechts der Lerchenfelder stammt aus dem Jahr 1171, es gibt aber frühere Hinweise auf das Geschlecht und auf einen bajuwarischen Edelsitz, der 926 bei einem Ungarneinfall zerstört worden sein soll. Das Gut Lerchenfeld besitzt mit St. Peter eine Kapelle, die 1260 von Bischof Albertus Magnus geweiht wurde. 1910 wurden in der Kapelle spätgotische Fresken entdeckt.

OberheisingBearbeiten

Oberheising ist seit 1860 ein Gut des Hauses Thurn und Taxis. Die benachbarten Ansiedlungen Unter- und Mitterheising gehören bereits zur Gemeinde Barbing. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Heising 1209, es handelt sich aber wohl um eine wesentlich ältere bajuwarische Siedlung, deren Name auf einen Heizo oder Hesso zurückgeht. Von 1209 bis zur Säkularisation 1809 gehörte Heising zum Stadtamhofer Katharinenkloster. Auf den Namen Heising geht auch der Familienname Heusinger zurück.

GärtnersiedlungBearbeiten

Die Gärtnersiedlung ist eine Gründung der Nachkriegszeit. Seit 1948 wurden hier von der Bayerischen Landessiedlung Bauern aus den Ostgebieten angesiedelt. Zahlreiche Gärtnereien prägten das Bild der Siedlung.

BirkenfeldBearbeiten

Birkenfeld in seiner heutigen Form entstand erst 1953 aus von der Bayerischen Landessiedlung angesiedelten Bauern aus den Ostgebieten. Vorher befand sich der erstmals 1068 urkundlich erwähnte Ort Pirka an dieser Stelle. Der Name leitet sich ebenfalls von hier auf dem ehemals sumpfigen Land um den Moosgraben wachsenden Birken ab. Ab 1264 bis ins 19. Jh. war das Gut Pirka im Besitz des Frauenklosters Heilig Kreuz, woran heute das Kreuz im Wappen Neutraublings erinnert. Im 19. Jh. ließ König Ludwig I. die schnurgerade Walhallastraße zwischen Obertraubling und Barbing anlegen, die in Blickrichtung auf die Walhalla verläuft und später die Haupterschließungsstraße von Neutraubling wurde. 1933 wurden einige aus dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr ausgesiedelte Bauernfamilien im damals zur Gemeinde Rosenhof gehörenden Pirka ansässig. 1936 wurde die Siedlung wegen des Baus des Militärflugplatzes vollständig abgerissen. Auf dem damals (bis auf das zur Gemeinde Rosenhof gehörende Pirka) unbebauten Gelände der heutigen Stadt Neutraubling wurde von 1936 bis 1938 der Militärflugplatz Obertraubling errichtet, der ab 1940 auch Produktionsstätte der Messerschmitt-Werke war. Diese bauten hier u. a. den (später motorisierten) Lastensegler Me 321 Gigant bzw. das große Transportflugzeug Me 323 Gigant sowie die Me 262, das erste in Serie gebaute Düsenflugzeug der Welt.

20. JahrhundertBearbeiten

 
Luftbild der Messerschmitt-Werke von Sommer 1943

Ende 1940 wurde mit dem Aufbau des Zwangsarbeiterlagers Messerschmitt begonnen. Für den Aufbau dieser Werkstätten wurden anfangs 2200 deutsche Soldaten der Strafkompanie aus Grafenwöhr herangezogen. In der Folge wurde diese durch sogenannte Ostarbeiter und hauptsächlich durch sowjetische Kriegsgefangene (Offiziere) ersetzt. Zu deren Unterbringung errichtete man auf bzw. gleich neben dem Werksgelände zwei so genannte "Russenlager". Insgesamt mussten dort etwa 2750 Gefangene[4] unter miserablen Bedingungen leben und in der Flugzeugproduktion Zwangsarbeit leisten.[5] Von Januar 1941 bis Ende 1943 wurden auf dem Gelände großräumige Transportflugzeuge (die sogenannten Messerschmitt-Giganten), wie die Me 321 und Me 323, produziert. Nachdem das Werk Anfang 1942 unter die Verwaltung der Regensburger Messerschmitt GmbH gestellt wurde, fertigte man in Obertraubling in großen Stückzahlen u. a. die Kampfflugzeuge Messerschmitt Bf 109 (seit August 1943) und Me 262 (seit Januar 1944), so dass mit den Standorten Regensburg und Obertraubling ein „Schwerpunkt der deutschen Jagdflugzeugproduktion“ entstand.[6]

Mit der anhaltenden systematischen Bombardierung aller Messerschmitt-Werke im Reichsgebiet durch alliierte Verbände wurden die Produktionsstätten systematisch dezentralisiert und in getarnte "Waldwerke" verlegt. Das Obertraublinger Werk mit seinem ausreichend großen Flugfeld wurde in diesem Zusammenhang stark aufgewertet und „als logistischer Hauptstützpunkt beibehalten“, da man dort die Endmontage und den Einflug der Jagdflugzeuge, d. h. die Tests zur Inbetriebnahme, vornehmen konnte. So wurde z. B. der Düsenjäger Me 262, auf den das Naziregime weitreichende Hoffnungen für den Luftkrieg setzte, in Obertraubling bis zum 23. April 1945 fertigmontiert und geliefert.[7]

In den letzten Kriegsmonaten des Zweiten Weltkrieges wurde im Rohbau des ehemaligen Casinogebäudes (an der Stelle des heutigen Rathauses) das KZ-Außenlager Obertraubling des Konzentrationslagers Flossenbürg errichtet, in dem vom 20. Februar bis zum 16. April 1945 rund 600 Häftlinge unterschiedlichster Nationen interniert waren. Dies Gefangenen mussten die Flugfelder des Messerschmitt-Werks instand halten. Mindestens 174 von ihnen starben auf Grund der miserablen Bedingungen und wurden nördlich des Casinogebäudes begraben. Am 16. April 1945 wurde das Außenkommando Obertraubling von der SS aufgelöst. Marschunfähige und Kranke brachten sie per Lastwagen ins Konzentrationslager Dachau. Die Anderen mussten sich zu Fuß auf den Weg dorthin begeben. Laut Bericht eines Überlebenden sind nur ca. 25 Personen dieses Todesmarsches lebend in Dachau angekommen.[8]

Der auf Veranlassung der Amerikanischen Militärbehörden angelegte und am 17. Juni 1950 eingeweihte KZ-Friedhof wurde schon sechs Jahre später wegen der zentralen Zusammenlegung von Gräbern von KZ-Häftlingen wieder aufgelöst. Eine französische Spezialeinheit überführte die Toten in die Gedenkstätte Flossenbürg. Das Kreuz aus dem KZ-Friedhof steht heute, allerdings bisher ohne Hinweis auf seine Herkunft, auf dem Neutraublinger Friedhof. Auf dem ehemaligen Friedhofsgelände wurde später Bauland ausgewiesen.

Die politische Gemeinde Neutraubling entstand erst am 1. April 1951 aus Gebietsteilen der Gemeinde Barbing[9] auf dem bei Luftangriffen 1944/45 zerstörten Militärflugplatz, der von den Amerikanern als Airfield R.97 bezeichnet worden war. In den Ruinen der Flugplatzgebäude siedelten sich Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten und ganz Osteuropa an. Bei der Gemeindegründung 1951 durch Ausgliederung der Industriesiedlung aus der Gemeinde Barbing betrug die Anzahl der Einwohner bereits 1296, davon 93 % Vertriebene. Zusammen mit Kaufbeuren-Neugablonz, Geretsried, Traunreut und Waldkraiburg ist Neutraubling eine der bayerischen Vertriebenenstädte/-gemeinden mit vergleichbarer Kriegs- und Nachkriegsgeschichte.

Die Infrastruktur der verbliebenen Flugplatzanlagen und das Fachwissen der Vertriebenen ermöglichten eine rasante Entwicklung zum bedeutendsten Industriestandort im Landkreis Regensburg mit Firmen von teils weit überregionaler Bedeutung. Damit einhergehend kam es in den 1960er und 1970er Jahren zum Zuzug zahlreicher Gastarbeiter aus Süd- und Südosteuropa und besonders der Türkei. Seit den 1990er Jahren sind auch Spätaussiedler aus Osteuropa in Neutraubling zugezogen.

Neutraubling entwickelte sich immer mehr zur Industrie-, Schul-, Ärzte- und Einkaufsstadt fort. Der Anteil der Vertriebenen an der Gesamtbevölkerung ging dabei stetig zurück. Ein besonderer Schub kam in den 1980er Jahren durch die Ansiedlung des BMW-Werkes Regensburg in unmittelbarer Nachbarschaft.

1982 rückte Neutraubling in den Mittelpunkt des Interesses der nationalen und internationalen Presse. In der Praxis eines ansässigen Zahnarztes schien ein Geist umzugehen. Dieser Geist sprach aus dem Spucknapf und beleidigte Patienten, den Arzt und sonstige Anwesende. Wochenlang versuchten Techniker, Kriminalisten und sonstige Spezialisten das Phänomen zu erkunden und erklären, selbst eine von der Staatsanwaltschaft ins Leben gerufene Soko „Geist“ war anfangs erfolglos. Am Ende stellte sich heraus, dass die 16-jährige Zahnarzthelferin zusammen mit dem Zahnarzt und seiner Frau mit dem Geist „Chopper“ die gesamte Nation narrte.

Am 13. Juni 1986 erfolgte die Erhebung der Gemeinde Neutraubling zur Stadt.

1998 rückte Neutraubling nochmals in den Mittelpunkt des Medieninteresses. Bei dem Aerosolhersteller Czewo brach ein Feuer aus, das bis heute der größte Brand der Nachkriegsgeschichte im Landkreis Regensburg bleiben sollte.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Mai 1978 wurden der Gemeinde die Gärtnersiedlung (vorher zu Barbing) sowie die beiden Güter Oberheising (vorher zu Barbing) und Lerchenfeld (vorher zu Rosenhof) zugesprochen.[10]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Datum Einwohner
01.04.1947 53
01.04.1951 1.296
01.01.1960 3.755
06.06.1961 3.994
27.05.1970 6.097
01.01.1976 6.614
04.07.1988 10.036
31.12.1991 10.936
31.12.1995 11.204
30.06.2005 12.557
31.12.2010 12.808
31.12.2015 13.431

PolitikBearbeiten

 
Rathaus und Ratskeller

StadtratBearbeiten

Der Stadtrat hat 24 Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl vom 16. März 2014)

Bürgermeister seit 1951Bearbeiten

  • Hans Herget (SPD) von 1951 (Gemeindegründung) bis 1965
  • Herbert Scholz, geb. 14. Mai 1923, gest. 13. April 2007, (Freie Wähler) von 1965 bis 1988
  • Eleonore Mayer (SPD) von 1988 bis 30. Juni 2006
  • Heinz Kiechle (CSU) seit 1. Juli 2006
Amtierender Bürgermeister

Erster Bürgermeister ist seit 1. Juli 2006 Heinz Kiechle (CSU). Am 11. März 2012 wurde er mit 58,81 % der Wählerstimmen als Erster Bürgermeister wiedergewählt.

WappenBearbeiten

Blasonierung: Durch eine eingeschweifte rote Spitze, darin ein silberner Leerschild, gespalten von Silber und Gold; vorne ein rotes Patriarchenkreuz, hinten ein aus dem Schildrand wachsendes schwarzes Zahnrad. Das Wappen wird seit 1969 verwendet.

Das Patriarchenkreuz versinnbildlicht die Regensburger Klöster, insbesondere das Kloster Heilig Kreuz welches bis in die Neuzeit die Grundherrschaft über das Gemeindegebiet innehatte. Der leere silberne Wappenschild steht stellvertretend für alle Orte in den deutschen Ostgebieten, aus denen bei Gründung der Stadt die große Mehrheit der Bevölkerung stammt. Das schwarze Zahnrad weist auf die Bedeutung als Industriegemeinde hin.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Die junge Stadt besitzt außer der Kapelle auf Gut Lerchenfeld und einigen erhalten gebliebenen, noch immer das Stadtbild prägenden ehemaligen Militärbauten im Zentrum keine weiteren historisch zu nennenden Bauwerke. Das Straßennetz mit seinem geraden und rechtwinkligen Verlauf zeigt noch sehr genau die Struktur des Fliegerhorsts. Die Stadt besitzt eine katholische und eine evangelische Kirche. Die evangelische Kirche ist durch die Herkunft der Heimatvertriebenen überproportional präsent. Bei der ausländischen Bevölkerung sind Orthodoxe und Muslime stark vertreten.

KirchenBearbeiten

TheaterBearbeiten

  • Theaterverein „Theatraubling“
  • „Art dente – Theater mit Biss“
  • Volksbühne Regensburg e. V.

DenkmälerBearbeiten

 
„Harmonie, Versöhnung, Gespräch von Menschen über alle Grenzen“, G. Oellers
  • Mahnmal zur Völkerverständigung. „Harmonie, Versöhnung, Gespräch von Menschen über alle Grenzen“, Günther Oellers, 1995[11]
  • Am 18. November 2006 wurde von der Stadt Neutraubling am Rand des ehemaligen Friedhofsgeländes gegenüber dem Rathaus ein Gedenkstein errichtet, der auf einer Bronze-Tafel die Inschrift trägt:

„Einer Vielzahl unbekannter Opfer von Menschenfeinden“

Eine gleich lautende Inschrift war auch schon in die Mauer des 1956 aufgelösten Friedhofs eingelassen.

MuseenBearbeiten

Das „Museum der Stadt Neutraubling“ dokumentiert die Entstehungsgeschichte des Ortes.

Festgemacht an zeitgeschichtlichen Dokumenten, Modellen und Fotos wird aufgezeigt,

  • wie sich der Militärflugplatz Regensburg-Obertraubling, gebaut in der Zeit des Nationalsozialismus, entwickelte,
  • wie der Flugplatz in die Flugzeug-Produktion von Messerschmitt integriert wurde,
  • wie er durch Fliegerangriffe stark zerstört wurde,
  • wie sich in seinen Ruinen Vertriebene und Flüchtlinge ansiedelten und
  • wie aus der Flüchtlingssiedlung die Industriegemeinde Neutraubling hervorging.

Die Dauerausstellung behandelt die Themen Flugplatz, Flucht und Vertreibung, Leben und Überleben und Aufbau, Industrie und Gewerbe.

MusikBearbeiten

  • Chor- und Musikkreis Neutraubling
  • Männer- und Frauenchor „Belcanto“
  • Frauenchor „Vocalis“
  • Evang. Posaunenchor
  • Musikförderkreis Köfering-Neutraubling
  • Musikkapelle „Moosgrabn’taler“
  • „Neutraublinger Ziach- und Stubenmusik“
  • „Smiling Bavarians Square Dance Club“ e. V
  • Städtische Musikschule
  • Jugendchor „Michelangelo“
  • Frauensingkreis der Pfarrei St. Michael
  • Kinderchor der Pfarrei St. Michael

SportBearbeiten

  • Wasserwacht Neutraubling
  • Anglerverein Neutraubling e. V.
  • Bahnengolfclub Neutraubling e. V.
  • BRSG Neutraubling e. V.
  • GRSV Gesundheits- und Rehabiliations-Sportverein e. V. Neutraubling
  • Hundeverein Neutraubling e. V.
  • Kenbukancentrum Neutraubling e. V.
  • Rassegeflügelzuchtverein Neutraubling
  • Schützengesellschaft „Seerose“-Neutraubling
  • Skatclub 69 Neutraubling
  • Ski-Club Neutraubling e. V.
  • Sport-Pferde-Freunde Neutraubling e. V.
  • SV Türk Genclik e. V.
  • Tauchclub Sun Divers e. V.
  • Tennisclub Neutraubling e. V.
  • TSV Wacker 50 e. V.

SportstättenBearbeiten

  • Sportzentrum („Sportpark“)
  • Tenniszentrum
  • Hundeübungsplatz
  • Hallenbad
  • Naherholungsgebiet Guggenberger See (Segel-, Surf- und Bademöglichkeit)
  • Minigolfanlage im Sportpark

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

 
Krones-Werk in Neutraubling

Bedeutende Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Metallverarbeitung, Chemie, Lebensmittelherstellung, Textil- und Verpackungsindustrie, Einzelhandel, Spedition und Logistik sowie Automobilzulieferer sind in und um Neutraubling angesiedelt. Auf ca. 14.500 Einwohner kommen ca. 15.000 Arbeitsplätze. Mit Abstand größter Arbeitgeber der Stadt ist die Krones AG mit weit über 6.600 Beschäftigten vor Ort (über 16.500 weltweit). Weitere Arbeitgeber sind u. a. die Firmen Globus, Lehmann und Zippel Maschinenfabrik.

VerkehrBearbeiten

Die Bundesstraße 15 führt direkt an Neutraubling vorbei.

Neutraubling besitzt zwei eigene Anschlussstellen (Nr. 102 und 103) an die Bundesautobahn 3. Von hier aus erreicht man innerhalb von fünf Minuten das Autobahnkreuz Regensburg, wo die A 3 auf die A 93 trifft.

An den schienengebundenen Personenverkehr wird Neutraubling über den Bahnhof Regensburg angebunden, von dem aus u. a. IC- und ICE-Zugverbindungen genutzt werden können.

Durch einen eigenen Gleisanschluss sind die größeren Betriebe Neutraublings an das Schienennetz angeschlossen.

Die Stadt Neutraubling liegt auch in unmittelbarer Nähe zum Donauhafen Regensburg. Für die Wirtschaft stellt dies einen bequemen und direkten Zugang zum Rhein-Main-Donau-Kanal dar.

Die Flughäfen München und Nürnberg sind mit dem PKW innerhalb von ca. einer Stunde zu erreichen.

Mit den Buslinien 9, 30 und 31 ist man an das ÖPNV-Netz des Regensburger Verkehrsverbunds angebunden.

MedienBearbeiten

14-täglich erscheint der „Neutraublinger Anzeiger“, der seit 1958 kostenlos an alle Haushalte verteilt wird, ebenso wie das Anzeigenjournal „NeutraublingNews“, das seit 2002 monatlich als kostenloser Einwurf in fast 17.000 Briefkästen im Umkreis von ca. 12 km landet. Die „Mittelbayerische Zeitung“ Regensburg unterhält in Neutraubling ein Redaktionsbüro. Seit dem April 2010 hat Neutraubling mit dem privat betriebenen Newsportal "Neutraubling Online" auch einen Vertreter der Medien im Internet.[12]

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Stadthalle
  • Städtisches Hallenbad
  • Stadtbücherei
  • Städtischer Kindergarten Edith-Frank-Straße
  • Städtischer Kindergarten Heising
  • Kirchlicher (katholischer) Kindergarten St. Michael
  • Kirchlicher (katholischer) Kindergarten St. Gunther
  • Schulvorbereitende Einrichtung
  • Krabbelstube der Stadt Neutraubling
  • Städtischer Kinderhort in der Grundschule
  • Städtischer Jugendtreff Neutraubling

BildungBearbeiten

Über 3747 (Stand 2010/2011) Schüler werden im Schulzentrum in folgenden Einrichtungen unterrichtet:

PersönlichkeitenBearbeiten

Siehe auch: Liste der Ehrenbürger von Neutraubling

LiteraturBearbeiten

  • Elisabeth Fendl: Aufbaugeschichten – Eine Biographie der Vertriebenengemeinde Neutraubling. Elwert, Marburg 2006, ISBN 978-3-7708-1299-8.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Stadt Neutraubling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. November 2017.
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658 und 659.
  4. Schmoll: Messerschmitt-Giganten. 2002, S. 80. Insgesamt arbeiteten im Dezember 1942 ca. 3800 Personen.
  5. Fabian Sachenbacher: Die Vorgeschichte. Der Fliegerhorst Obertraubling. 2011, S. 25.
  6. Schmoll: Messerschmitt-Giganten. 2002, S. 88. Intern wurde die Obertraublinger Flugzeugfabrik als Werk II oder als Regensburg-Obertraubling bezeichnet.
  7. Peter Schmoll: Die Messerschmitt-Werke. 2004, S. 172. So wurden die Waldwerke bei Hagelstadt (Tarnname „Gauting“) und Mooshof (Tarnname „Staufen“) deshalb ausgewählt, da man sie bestens an die Obertraublinger Infrastruktur anschließen konnte. Hierbei ist auch die Verlagerung der Endmontage des Düsenjägers Me 262 nach Obertraubling erwähnenswert, auf den das Naziregime weitreichende Hoffnungen für den Luftkrieg setzte. Die Montage dauerte bis zum so genannten Panzeralarm in der Nacht zum 23. April 1945 an; ebenso die Auslieferung. Die letzte Me 262 wurde von Obertraubling am gleichen Tag nach München Riem geflogen.(Schmoll, S. 180.) Anfang des Jahres 1945 starteten vom Obertraublinger Werk aus alle damals fertiggestellten Me 262, deren Einzelteile im Großraum Süddeutschland bis zum KZ Mauthausen dezentral produziert worden waren. Vgl. Schmoll, S. 204.
  8. Andreas Gröschl: Der Todesmarsch. In: Wolter (Hrsg.), 2011, S. 34. Die Angaben stammen aus einem Interview mit Moishe Mantelmacher von Juni 2011. Angeblich überlebten weitere 30 bis 40 Personen diesen Gewaltmarsch, da ihnen unterwegs die Flucht gelang.
  9. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.
  10. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 658 und 659.
  11. Die Brücke von Remagen. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 23. Dezember 2007; abgerufen am 31. Juli 2017.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kreis.aw-online.de
  12. Neutraubling Online. Neutraubling Online, dass Onlineportal wurde zum 11. März 2012 wieder eingestellt.
  13. Website der VHS Regensburger Land

WeblinksBearbeiten

  Commons: Neutraubling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien