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GeografieBearbeiten

 
Kirche St. Nikolaus

Geografische LageBearbeiten

Thalmassing liegt im südlichen Landkreis Regensburg. Der Ort wird vom Bach Pfatter durchflossen.

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt 17 Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahl, Stand: 31. Dezember 2011)[2]:

NachbargemeindenBearbeiten

Nachbargemeinden sind, beginnend von Norden im Uhrzeigersinn: Obertraubling, Köfering, Alteglofsheim, Hagelstadt und Schierling im Landkreis Regensburg und Langquaid und Bad Abbach im niederbayerischen Landkreis Kelheim.

GeschichteBearbeiten

 
Hauptstraße

Die Geschichte der Gemeinde reicht in ihren Anfängen zurück bis in die Zeit der Vor- und Frühgeschichte, wo nachweislich im Gebiet des jetzigen Baugebietes "Scherfeld" eine Siedlung bestanden hat. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich in der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts. Der Ort trägt zu dieser Zeit den Namen Talamazzinga (Siedlung des Talamazzo). Er ist besitzrechtlich zunächst mit der Freisinger Domkirche und später mit dem Kloster Prüll eng verbunden. Der Hahn im Wappen der Gemeinde weist heute noch darauf hin. Über fünfhundert Jahre gehörte der Ort zum alten Landgerichtsbezirk Haidau.

Siehe auch: Burgstall Luckenpaint

Im Jahr 1995 feierte Thalmassing sein 1200-jähriges Bestehen.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1950 1960 1970 1980 1990 1995 2000 2005 2010 2015
Einwohner 2158 1844 1887 2061 2403 2864 3176 3299 3287 3360

Stand: jeweils 31. Dezember, außer 1950: 13 September

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 schlossen sich die bis dahin selbständigen Gemeinden Thalmassing, Luckenpaint, Sanding (bis 1875 Obersanding), Weillohe und Wolkering freiwillig zu einer Gemeinde zusammen. Nach einer kurzen Mitgliedschaft in der Verwaltungsgemeinschaft Alteglofsheim erlangte Thalmassing am 1. Januar 1980 die volle kommunale Selbständigkeit zurück.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

 
Rathaus und Pfarrkirche
St. Nikolaus

Der Gemeinderat hat 16 Mitglieder.

Die Kommunalwahl am 16. März 2014 brachte folgende Sitzverteilung:

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Helmut Haase.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Rot ein durchgehender silberner Sparren, darunter ein silberner Hahn. Das Wappen wird seit 1976 geführt.

Der silberne Hahn, welcher als Attribut des heiligen Veit gilt, erinnert an das Kloster Prüll.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

 
Schloss Haus
  • Schloss Haus (Neueglofsheim) (auch Schloss Neueglofsheim): Die von den Eglofsheimern erbaute ehemalige Höhenburg mit angrenzendem Schloss Neueglofsheim wurde 1314 erstmals erwähnt. Spätere Besitzer waren Albrecht Nothaft (1366), Wilhelm von Frauenberg (1388), ab 1400 die Nußberger, Bayernherzog Wilhelm (1431), Sigmund Walterhofer (1478), danach die Herren von Wallbrunn und ab 1630 bis zu seiner Auflösung war es im Besitz des Klosters Prüll. Danach war es Eigentum des Staates, der es wiederum an die Fürsten von Thurn und Taxis verkaufte. Der Wohnbau besteht aus zwei zweigeschossigen Flügeln mit Nebengebäuden. Das Schloss von 1680 wurde 1928 im Südflügel aufgestockt. Von der mittelalterlichen Bausubstanz ist nur der noch 22,5 Meter hohe Bergfried und der Graben erhalten. Im Westflügel gibt es eine Schlosskapelle. Die Schloss-Anlage wurde 2008 durch Thurn und Taxis verkauft und 2008 / 2009 vollständig renoviert und modernisiert.
  • Kirche St. Nikolaus in Thalmassing (von 1901): An der Stelle fand man Reste einer römischen Portikusvilla, auf der später mehrere Kirchenbauten folgten.

Weitere Kirchen der GemeindeBearbeiten

  • Wolkering: Mariä Himmelfahrt
  • Weillohe: Kirche St. Vitus
  • St. Bäuml: Wallfahrtskirche
  • Obersanding: Kirche St. Petrus
  • Untersanding: Kirche St. Pankratius
  • Luckenpaint: St. Laurenzius (ehem. Schlosskapelle)

SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Sankt-Wolfgangs-Eiche: Das genaue Alter des als tausendjährige Eiche bezeichneten Naturdenkmales ist nicht sicher bekannt, wird aber auf ca. 1200 Jahre geschätzt. Der Legende nach soll schon der heilige Wolfgang von Regensburg hier gepredigt haben. Der markante, knorrige, fast vollständig hohle Baum mit einem Umfang von über 8 Meter steht bei Neueglofsheim. Es ist eines der bekanntesten Naturdenkmäler im Landkreis Regensburg.
  • Feuchtbiotop Thalmassing: Der auf dem alten Freibad erbaute Wasser-Erlebnispark ist Preisträger der muna 2003 in der Kategorie: Idee/Innovation.
  • Die Waldwanderwege der Gemeinden Thalmassing, Alteglofsheim und Hagelstadt

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Thalmassing ist Standort von Dienstleistungs-, Handwerks- und Handelsbetrieben.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

BildungBearbeiten

  • Volksschule

MedienBearbeiten

In der Gemeinde erscheint die Mittelbayerische Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe. Im Gemeindegebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

VerkehrBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

 
Bonifaz Wimmer

LiteraturBearbeiten

  • Josef Fendl: Thalmassing - eine Gemeinde des alten Landgerichts Haidau. Studio Druck Regensburg, Thalmassing 1981.
  • Gemeinde Thalmassing (Hrsg.): 1200 Jahre Thalmassing - Festschrift. Buchdruckerei Leik Kelheim, Kelheim 1995.

EinzelnachweiseBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Thalmassing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien