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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Sünching
Sünching
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Sünching hervorgehoben
Koordinaten: 48° 53′ N, 12° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Sünching
Höhe: 341 m ü. NHN
Fläche: 19,42 km2
Einwohner: 2186 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km2
Postleitzahl: 93104
Vorwahl: 09480
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 201
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 26
93104 Sünching
Website: www.suenching.de
Bürgermeister: Robert Spindler (FUW)
Lage der Gemeinde Sünching im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-SulzbachLandkreis ChamLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis EichstättLandkreis KelheimLandkreis LandshutLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis SchwandorfStraubingLandkreis Straubing-BogenRegensburgForstmühler ForstKreuther ForstBrunn (Oberpfalz)AlteglofsheimAltenthannAufhausenBach an der DonauBarbingBeratzhausenBernhardswaldBernhardswaldBrennbergBrunn (Oberpfalz)DeuerlingDonaustaufDuggendorfHagelstadtHemauHolzheim am ForstKallmünzKöferingLaaberLappersdorfMintrachingMötzingNeutraublingNittendorfObertraublingPentlingPettendorfPfakofenPfatterPielenhofenRiekofenRegenstaufSchierling (Oberpfalz)SinzingSünchingTegernheimThalmassingWenzenbachWiesent (Gemeinde)Wörth an der DonauWolfsegg (Oberpfalz)ZeitlarnKarte
Über dieses Bild
Schloss Sünching

Sünching ist eine Gemeinde im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Sünching.

Inhaltsverzeichnis

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Sünching liegt in Bayern, im Regierungsbezirk Oberpfalz an der Großen Laber.

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt drei amtlich benannte Gemeindeteile[2] und den Ortsteil Ziegelstadel.[3]

(Einwohnerstand 31. Dezember 2017)[3]

GeschichteBearbeiten

Frühe GeschichteBearbeiten

Sünching wird 773 erstmals urkundlich erwähnt. Das Adelsgeschlecht der Sünchinger ist von Mitte des 12. bis Mitte des 14. Jahrhunderts nachweisbar.

Nördlich der Straße Sünching – Geiselhöring liegt in einem Wäldchen eine sogenannte Römerschanze. Diese ist ein kreisrundes Gebilde mit etwa 15 Meter Durchmesser und einer Tiefe von 2 Meter. Der Bau stammt nicht aus der Römerzeit, sondern ist der Rest einer hoch- oder spätmittelalterlichen Turmstelle. Der Turm lag an einer Kreuzung der im Mittelalter bedeutsamen Fernstraße, nämlich der Ost-West verlaufenden sogenannten Ochsenstraße, die hier zusammentrifft mit einer NW-SO gerichteten Straße aus dem Regensburger Raum, die dann weiter nach Dingolfing zieht. Man kann annehmen, dass diese Befestigung am rechten Laberufer zum Zwecke der Verkehrsüberwachung errichtet wurde. Durch Steinraub sind die Mauerfundamente vollständig ausgehoben worden. Hinweise auf frühere Besitzer des Turms lassen sich nicht finden.[4]

SchlossBearbeiten

Die Freiherrn, dann Grafen von Seinsheim residierten von 1573 bis 1958 auf dem Schloss Sünching. Das Schloss ist ein Oktogon mit achteckigem, unregelmäßigen Innenhof, die Baugeschichte ist außergewöhnlich gut dokumentiert, es handelt sich um eine der schönsten Rokokoanlagen Süddeutschlands. Es wurde ununterbrochen von der Bauherrenfamilie bewohnt. Durch Erbschaft ging der Besitz von der letzten Seinsheim 1958 an den jetzigen Hausherrn, den Enkel Johann Carl Freiherrn von Hoenning O’Carroll über. Bei diesen O’Carroll handelt es sich um irische Kleinkönige aus Elly, Mittelirland. Über Nordamerika und Weimar gelangten diese nach Ungarn.

Eine gefürstete Seitenlinie der Seinsheimer blüht unter dem Namen Schwarzenberg noch fort.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Haidenkofen eingegliedert.[5]

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat zwölf Mitglieder.

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Robert Spindler.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Silber unter einem obergezinnten blauen Sparren ein aus dem unteren Schildrand wachsender blauer Eberrumpf.“[6]

Das Wappen wird seit 1969 geführt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Die Pfarrkirche St. Johannes Baptist

BauwerkeBearbeiten

  • Schloss Sünching: Das erste Schloss wurde wohl im 12./13. Jahrhundert vom Geschlecht der Sünchinger erbaut, erstmals erwähnt wurde es 1395. Joseph Franz von Seinsheim ließ 1758 vom damaligen Münchner Hofbaumeister Francois de Cuvilliés dem Älteren die heutige oktogonale Wasserburg erbauen. Nach dem Tod der letzten Gräfin Seinsheim kam es in den Besitz ihres Enkels, des Freiherrn von Hoenning O’Carroll. Das Schloss wird seitdem von ihm und seiner Familie bewohnt.
  • Pfarrkirche Sünching: Die heutige Kirche St. Johannes Baptist stammt von 1700, der 58 Meter hohe Turm mit Helmdach ist 200 Jahre älter und stammt von einem der Vorgängerbauten. Ein Stifterwappen am Turm weist Joachim von Stauf Freiherr zu Ehrenfels als Stifter des 1502 vollendeten Vorgängerbaus aus. Aber auch schon 1148 wird eine Sünchinger Kirche als Nebenkirche des Klosters Niederalteich erwähnt. Chor mit Kreuzjoch und dreiseitigen Kappenschluss. Das Langhaus besitzt eine Spiegeldecke. Der im 20. Jahrhundert geplante Neubau wurde durch das Patronat verhindert. Die Kapellen zeigen Stuckaturen vom Anfang des 18. Jahrhunderts Unter der Kirche befindet sich die Gruft der Seinsheimer.

MuseumBearbeiten

  • Heimatmuseum: In ehemaligen Bunkern eines Munitionsdepots werden komplette Wohnungen aus der Zeit um 1880, 1900, 1930 und 1960 gezeigt. Anschaulich geht man auf Zeitreise beim Wechsel der deutschen Wohnkultur. In 15 Bunkern können 25 Museumsräume besichtigt werden. So gibt es beispielsweise eine Waschküche, Speisekammer, ein Krankenzimmer und ein Wanderkino.

Alle BaudenkmälerBearbeiten

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

In Sünching gibt es eine gut ausgebaute Infrastruktur mit zahlreichen Dienstleistungs-, Handels- und Handwerksbetrieben.

VerkehrBearbeiten

  • Bahnhof Sünching an der Bahnlinie Regensburg–Passau

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Wertstoffhof
  • Bauschuttdeponie
  • Sandgrube
  • Gemeindebücherei
  • Kindergarten
  • Kinderkrippe
  • Vereins- und Jugendhaus
  • Kläranlage

BildungBearbeiten

(Mitglied des Schulverbands Sünching)

  • Grundschule Sünching
  • Mittelschule Alteglofsheim
  • Montessorischule Sünching

MedienBearbeiten

In der Gemeinde erscheint das Straubinger Tagblatt und die Mittelbayerische Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe.

Im Gemeindegebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender Radio Charivari, Radio Gong FM, Radio AWN und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

PersönlichkeitenBearbeiten

EhrenbürgerBearbeiten

  • 2013: Willibald Zölch, Oberamtsrat a. D.
  • 2016, 6. Januar: Erwin Rist, Gemeinderat 1984–1996, Erster Bürgermeister 1996–2014, Altbürgermeister

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Josef Fendl: 1200 Jahre Sünching. Beiträge zur Geschichte einer Gäubodengemeinde. Sünching 1977.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Sünching in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. November 2017
  3. a b Gemeindeteile. Gemeinde Sünching, abgerufen am 14. Februar 2019.
  4. Andreas Boos: Burgen im Süden der Oberpfalz. Die früh- und hochmittelalterlichen Befestigungen des Regensburger Umlandes. Universitätsverlag Regensburg, Regensburg 1998. ISBN 3-930480-03-4, S. 374.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 555.
  6. Eintrag zum Wappen von Sünching in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte

WeblinksBearbeiten

  Commons: Sünching – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien