Schierling (Oberpfalz)

Gemeinde im Landkreis Regensburg in Bayern
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Schierling
Schierling (Oberpfalz)
Deutschlandkarte, Position des Marktes Schierling hervorgehoben

Koordinaten: 48° 50′ N, 12° 8′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Regensburg
Höhe: 381 m ü. NHN
Fläche: 77,42 km2
Einwohner: 8142 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km2
Postleitzahl: 84069
Vorwahl: 09451
Kfz-Kennzeichen: R
Gemeindeschlüssel: 09 3 75 196
Marktgliederung: 26 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 1
84069 Schierling
Website: www.schierling.de
Erster Bürgermeister: Christian Kiendl (CSU / Christl. Wählergemeinschaft)
Lage des Marktes Schierling im Landkreis Regensburg
Landkreis Amberg-SulzbachLandkreis ChamLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis EichstättLandkreis KelheimLandkreis LandshutLandkreis Neumarkt in der OberpfalzLandkreis Pfaffenhofen an der IlmLandkreis SchwandorfStraubingLandkreis Straubing-BogenRegensburgForstmühler ForstKreuther ForstBrunn (Oberpfalz)AlteglofsheimAltenthannAufhausenBach an der DonauBarbingBeratzhausenBernhardswaldBernhardswaldBrennbergBrunn (Oberpfalz)DeuerlingDonaustaufDuggendorfHagelstadtHemauHolzheim am ForstKallmünzKöferingLaaberLappersdorfMintrachingMötzingNeutraublingNittendorfObertraublingPentlingPettendorfPfakofenPfatterPielenhofenRiekofenRegenstaufSchierling (Oberpfalz)SinzingSünchingTegernheimThalmassingWenzenbachWiesent (Gemeinde)Wörth an der DonauWolfsegg (Oberpfalz)ZeitlarnKarte
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Schierling ist ein Markt im Oberpfälzer Landkreis Regensburg in Bayern.

Der Markt ist ein bedeutender Gewerbestandort und die südlichste Gemeinde der Oberpfalz.

Vor den Toren Schierlings besiegte Napoleon mit seinen Verbündeten in der „Schlacht bei Eggmühl“ die Österreicher. Bereits zu Zeiten Kaiser Ottos I. bezog dieser bei der Belagerung von Regensburg an der von den Römern gebauten „Via Augusta“, der Straße mit dem Namen ihres Kaisers Augustus, sein Hauptquartier in Schierling.

GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Schierling liegt im Niederbayerischen Hügelland zwischen Regensburg und Landshut am Rand der Hallertau und am südlichen Ende der Oberpfalz. Auch liegt der Ort im Tal der Großen Laber und an einer alten Römerstraße von Eining nach Straubing.

GemeindegliederungBearbeiten

Es gibt 26 Ortsteile[2]:

GeschichteBearbeiten

 
Pfarrkirche St. Peter und Paul Schierling
 
Kirche St. Nikolaus Schierling

Schierling wurde im Jahre 953 anlässlich der Belagerung Regensburgs unter König Otto I. erstmals urkundlich erwähnt.

Obwohl Schierling im Mittelalter als „Markt Schirling“ erwähnt wurde, ist Schierling erst zur 1000-Jahr-Feier im Jahr 1953 offiziell zum Markt ernannt worden.

Nachdem im Jahr 1418 die erste Pfarrkirche genannt ist, wurde zwischen 1720 und 1726 ein Neubau der Kirche als „Dom des Labertals“ erwähnt.

Am 22. April 1809 besiegte Napoleon mit seinen Verbündeten Österreich in der „Schlacht bei Eggmühl“ entscheidend. Diese Schlacht in der Laberaue und auf den angrenzenden Höhen wurde von Napoleon später als seine größte Bewährungsprobe bezeichnet. Seit 1909 steht ein Löwendenkmal, mahnend an die Tausenden von Opfern, über dem ehemaligen Schlachtfeld.

EingemeindungenBearbeiten

Bis zur bayerischen Landkreisreform im Jahr 1972 gehörte Schierling zu Niederbayern, wurde dann aber nach Auflösung des alten Landkreises Mallersdorf dem Landkreis Regensburg zugeordnet und ist heute die südlichste Gemeinde der Oberpfalz. Seit dem Abschluss der Gemeindegebietsreform im Jahre 1978 besteht der Markt aus elf ehemals selbstständigen Gemeindeteilen.

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Unterlaichling eingegliedert.[3] Am 1. Januar 1973 kam Allersdorf hinzu. Am 1. Mai 1978 folgten Buchhausen, Eggmühl, Inkofen, Mannsdorf, Oberdeggenbach, Pinkofen, Wahlsdorf und Zaitzkofen.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs der Markt von 6.407 auf 8.142 um 1.735 Einwohner bzw. um 27,1 %.

PolitikBearbeiten

Bürgermeister seit 1945Bearbeiten

 
Rathausplatz mit Pfarrkirche
  • 1945–1964: Josef Wallner (WAV, später parteilos)
  • 1964–1984: Ludwig Kattenbeck (CSU)
  • 1984–2008: Otto Gascher (CSU)
  • seit 2008: Christian Kiendl (CSU, vormals FW)

Christian Kiendl wurde bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 als Kandidat der CSU/CWG mit 69,87 % wiedergewählt.[5]

Aktuelle BürgermeisterBearbeiten

Erster Bürgermeister Christian Kiendl CSU seit 01.05.2008
Zweite Bürgermeisterin Maria Feigl[6] CSU seit 06.05.2014[7]
Dritte Bürgermeisterin Claudia Buchner[6] Bürgerliste seit 12.05.2020

MarktgemeinderatBearbeiten

Marktgemeinderatswahl 2020[8]
(in %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
52,39
23,12
18,96
5,53
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
a CSU einschließlich CWG

Von den 6.499 stimmberechtigten Einwohnern im Markt Schierling, haben 4.211 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 64,79 Prozent lag.

aktuelle Sitzverteilung im Marktrat Schierling (15. März 2020)
    
Insgesamt 20 Sitze
  • CSU: 10
  • FW: 5
  • BÜRGERLISTE: 4
  • SPD: 1

CSU einschließlich CWG

Der Gemeinderat besteht aus 20 Mitgliedern.

WappenBearbeiten

Blasonierung: In Blau zwei schräg gekreuzte silberne Reuthaken. Das Wappen wird seit 1953 geführt.

Sozialpolitisch und kirchlich engagiertes SchierlingBearbeiten

Als erste Gemeinde im Landkreis Regensburg hat sich Schierling der Aktion gegen ausbeuterische Kinderarbeit angeschlossen. Der Förderverein Schierlinger Schulen gilt mit annähernd 500 Mitgliedern als einer der größten in Bayern. In den 1990er Jahren machte die katholische Pfarrgemeinde durch eine außergewöhnlich große und über sechs Jahre andauernde Hilfsaktion für die Flüchtlinge in Kroatien auf sich aufmerksam. Im Jahr 2005 wurde im Rahmen der Gemeindemission vom katholischen Pfarrgemeinderat und dem evangelischen Kirchenvorstand eine „Friedens-Lichterkette“ zwischen den beiden Kirchen ermöglicht, an der sich – ebenso wie an der anschließenden Tauferneuerungsfeier – mehr als 1500 Bürger beteiligten. Seit Herbst 2014 engagiert sich ein ehrenamtlicher Helferkreis bei der Betreuung der in Schierling und Eggmühl wohnenden Asylbewerber.

GemeindepartnerschaftenBearbeiten

Seit dem Jahr 1997 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit dem französischen Ort Penmarc’h an der bretonischen Atlantikküste.

Grund dieser Gemeindepartnerschaft ist die „Schlacht bei Eggmühl“ im Jahr 1809, als Napoleon zusammen mit den bayerischen Truppen einen Sieg gegen Österreich errang. Eggmühl war bis 1978 eine selbstständige Gemeinde und wurde dann in den Markt Schierling eingemeindet. Im französischen Penmarc’h steht seit 1897 ein Leuchtturm mit dem Namen „Phare d’Eckmühl“, der mit einer großzügigen Erbschaft der Tochter von General Davout erbaut wurde, der von Napoleon wegen seiner Erfolge zum „Fürst von Eggmühl“ (Prince d'Eckmühl) ernannt wurde. Seit 1997 besteht zwischen dem Markt Schierling und der französischen Gemeinde Penmarc’h eine europäische Gemeindepartnerschaft. Penmarc’h war früher einer der bedeutendsten Fischereihäfen der Bretagne. Im Rahmen der Gemeindepartnerschaft finden Besuchsfahrten statt.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

 
Schloss Schierling
Dreigeschossiger Halbwalmdachbau mit Kapelle, 17./18. Jahrhundert, im Kern mittelalterlich;
Stadel, giebelständiger Satteldachbau mit Schweifgiebel, Pilastergliederungen und rundbogigen Toren, Ziegel, 1728.
Da sich das Schloss Schierling im Privatbesitz befindet, ist es mittlerweile vom Verfall gezeichnet. Zur optischen Aufwertung der Gebäudefassade wurde diese mit einer im Stil des Schlosses bedruckten LKW-Plane behängt
Gegliederte Mehrflügelanlage, mittelalterliche Weiherhausanlage, 15. Jahrhundert, Umbauten 16.–18. Jahrhundert;
Ostflügel, dreigeschossiger Halbwalmdachbau mit Eckverstärkungen; Westflügel, ehem. Torbau, zweigeschossiger Walmdachbau mit Zwerchhäusern und Schweifgiebel; Südflügel, zweigeschossiger Walmdachbau über unregelmäßigem Grundriss; Nordflügel, dreigeschossiger Walmdachbau; Reste der Zwingermauer mit vier runden Türmen, Bruchstein, 1432.
Zweigeschossige Vierflügelanlage mit Satteldächern, um 1650, im Kern 16. Jahrhundert, an der Westwand Grabplatten des 15.–19. Jahrhunderts.
Heute Priesterseminar Herz-Jesu, dreigeschossiger Mansardwalmdachbau mit Eckrisaliten, Werksteinportalen und geohrten Fenstern, um 1730; mit Ausstattung;
Reste der Schlosseinfahrt mit rustizierten Pfeilern, bauzeitlich.

Alle BaudenkmälerBearbeiten

Sport und VereineBearbeiten

Der Turnverein Schierling, mit zahlreichen Sportabteilungen, gilt als einer der größten Vereine am Ort. Schierling und seine Ortsteile haben gut ausgebaute Sportanlagen. Insgesamt verfügt Schierling über ein reiches Vereinsleben.

Die Freiwillige Feuerwehr Schierling sowie die Feuerwehren der Ortsteile sorgen für den Brandschutz und die allgemeine Hilfe im Gemeindegebiet und darüber hinaus. Weiterhin unterstützt der Helfer vor Ort Oberdeggenbach bei der Ersten Hilfe im gesamten Gemeindegebiet. Weiterhin gibt es eine Vielzahl von Vereinen wie den Angelsportverein Schierling, Funkerclub Schierling, mehrere Kaninchenzuchtvereine und den Stopselclub Walkenstetten.[9]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Seit 1976 findet jährlich das „Bayerische Gstanzlsänger-Treffen“ statt, das als das älteste Bayerns gilt und vom ehemaligen Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz, Adolf Eichenseer, zusammen mit dem Markt Schierling ins Leben gerufen wurde. Seit 1990 findet am ersten Augustwochenende ein Open-Air, das „Labertalfestival“ statt[10]. Weiterhin findet das „Gennßhenkher-Fest“ zur Erinnerung an die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs alle vier Jahre statt.[11]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Der Markt Schierling hat eine gute Infrastruktur mit zahlreichen Handwerks-, Dienstleistungs- und Handelsbetrieben. Die ärztliche Versorgung ist gut und Nahversorgungsunternehmen ausreichend vorhanden. In den letzten Jahren sind zahlreiche Wohn- und Gewerbeansiedlungen entstanden. Schierling hat sich zu einem anerkannten Gewerbestandort mit großer regionaler Bedeutung entwickelt.

 
Schierlinger Markt

Bayerischer QualitätspreisBearbeiten

Im Jahr 2015 ist Schierling wegen seiner wirtschaftsfreundlichen Kommunalpolitik mit dem Bayerischen Qualitätspreis 2015 ausgezeichnet worden. Den Preis erhielt der Markt für seine Leitidee „Schierling – Vorsprung zieht an!“, mit der viele strukturelle Anstrengungen der Gemeinde in den vergangenen Jahren gewürdigt wurden.[12]

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Schierling ist eine Zentrumsgemeinde mit beachtlichen und über die Gemeindegrenzen hinaus bekannten mittelständischen Betrieben, wie z. B. Labertaler Heil- und Mineralquellen, Webasto AG, Fahnen Kössinger, Kössinger Druck und keramische Dekorbrennerei, Holmer Maschinenbau Eggmühl, Malzfabrik Müller Inkofen, Glasrecycling Schirmbeck, Spezial-Brauerei Schierling, Samvardhana Motherson Peguform.

Im Gemeindeteil Eggmühl betreibt das Bayerische Rote Kreuz ein Senioren- und Pflegeheim, außerdem befindet sich im Gemeindeteil Zaitzkofen das Internationale Priesterseminar Herz Jesu der Priesterbruderschaft St. Pius X.

Bundesweit bekannt wurde der Ort vor allem durch das „Schierlinger Roggen“ der damaligen fürstlichen Brauerei Thurn und Taxis. Braumeister Ludwig Schifferl gelang es als erstem in Deutschland, im 20. Jahrhundert wieder ein Roggenbier auf den Markt zu bringen. Im Jahr 2020 wurde von der Spezial-Brauerei Schierling nach einem Fund der Original-Rezeptur auf dem Brauereidachboden das "Schierlinger Roggen" erneut gebraut.[13]

VerkehrBearbeiten

Schierling liegt an der Bundesstraße 15 und seit 2011 auch an der wie eine Autobahn vierspurig ausgebauten Bundesstraße 15n, die für Schierling einen unmittelbaren Anschluss an das europäische Fernstraßennetz bedeutet. An der Anschlussstelle Schierling-Süd entstand das neue Gewerbegebiet "Am Birlbaum", in dem sich namhafte Betriebe angesiedelt haben, weshalb sowohl die Einwohnerzahl als auch die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze deutlich angestiegen ist. Die über den Ort führende Bahnstrecke Eggmühl–Langquaid dient nur mehr sporadischen Güter- sowie Ausflugspersonenverkehren. Östlich des Gemeindezentrums verläuft zudem die Bahnstrecke München–Regensburg. Der Bahnhof Eggmühl ist ein regional bedeutsamer Haltepunkt, über den Schierling im Stundentakt an Regensburg, Landshut und den Flughafen München sowie im 2-Stunden-Takt an München und Nürnberg angebunden ist. Als Zubringer zwischen Schierling und dem Bahnhof Eggmühl fungiert die Buslinie 25, die von Regionalbus Ostbayern betrieben wird. Seit der Fertigstellung der Neufahrner Spange im Dezember 2018 ist der Bahnhof Eggmühl im Stundentakt mit dem ÜFEX (Überregionaler Flughafenexpress) an den Flughafen München angebunden.[14]

MunitionsdepotBearbeiten

Außerhalb des Ortes befindet sich ein ehemaliges Munitionshauptdepot der Bundeswehr (MunHptDep Schierling). Es wurde von 1937 bis 1939 als Luftwaffenmunitionsanstalt erbaut und wurde zum Jahresende 2009 aufgelöst. Seit der Auflösung steht das 176 Hektar große Gelände, auf dem sich unter anderem 20 Gebäude, 27 Kilometer Straßen und 97 Bunker befinden, durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) zum Verkauf. Für die Flächennutzungsplanung des ehemaligen Munitionshauptdepots Schierling wurde der Planungsverband Schierling-Langquaid „Vernetzung-Entwicklung-Niederbayern-Oberpfalz 4.0“ (VENO 4.0) gegründet.[15]

Noch heute finden sich in den Wäldern um die „Muna“ Erdungseisen, die von der Lagerung von Flugzeugmotoren in den letzten Kriegsmonaten 1945 zeugen. Weiterhin fungierte die Muna als Lager für Munition mit chemischen Kampfstoffen. Am 25. April 1945 wurde die „Muna“ von einem Geschwader amerikanischer Jagdbomber mehrmals bombardiert. Es entstand dabei jedoch nur ein vergleichsweise geringer Schaden. Die Erklärung zum Sperrgebiet und somit zur „weißen Zone“ durch das amerikanische Militär erfolgte zwei Tage vor der kampflosen Übergabe des Depots am 29. April 1945. Dieses Depot barg direkt nach Ende des 2. Weltkrieges die reichsweit größte Lagerstätte/Verdichtungsdepot für mit dem chemischen Kampfstoff Tabun bestückte Giftgas-Bomben (Gasinhalt ca. 6000 t), welche aus anderen Luftmunitionsanstalten-/Hauptanstalten durch die Amerikaner zusammengeführt wurden. Unter dem militärischen Schutz der Amerikaner wurden nach der Kapitulation die Bestände teilweise zerstört, abtransportiert und vermutlich in der Ostsee versenkt bzw. zu Teilen nach Amerika zu Versuchszwecken und zur chemischen Analyse verschifft.[16]

Die politische Gemeinde und die Kirchengemeinden erfüllen in jedem Jahr am 1. Mai das Gelübde der Jahre 1945/46 mit einem „Dankgottesdienst zur Errettung aus Kriegsnot“.

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

  • Kläranlage
  • Wertstoffhof
  • Mehrzweckhalle
  • drei Kindergärten in Schierling (Haus der Kinder "Bunte Au" ab 2017)[17]
  • Kindergarten in Eggmühl („Grüne Villa“) und seit 2019 eine weitere Gruppe "Pusteblume"
  • Gemeindebücherei

BildungBearbeiten

  • Grund- und Mittelschule Schierling
  • Placidus-Heinrich-Schulen Schierling
  • Dr.-Rudolf-Hell-Schulhaus Eggmühl als Teil der Placidus-Heinrich-Schulen Schierling
  • Volkshochschule Schierling (Außenstelle der VHS Regensburger Land e. V.)

MedienBearbeiten

In der Gemeinde erscheinen das Straubinger Tagblatt und die Mittelbayerische Zeitung sowie das Regensburger Wochenblatt, eine Ausgabe der Wochenblatt Verlagsgruppe. Im Gemeindegebiet können neben den überregionalen Programmen auch die Radiosender charivari, gong fm, Radio AWN und der regionale Fernsehsender TVA empfangen werden.

Weiterhin wurde von Privatpersonen eine Facebook-Diskussions-Plattform mit dem Namen „Bürgerforum Schierling“ geschaffen.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

  • Placidus Heinrich (* 19. Oktober 1758 in Schierling; † 18. Januar 1825 in Regensburg; gebürtig Joseph Heinrich), Benediktinermönch und Naturforscher
  • Rudolf Hell (* 19. Dezember 1901 in Eggmühl; † 11. März 2002 in Kiel), Erfinder
  • Josef Wallner (* 10. Mai 1908 in Schierling; † 19. April 1991 in Mallersdorf-Pfaffenberg), Politiker (WAV und DP)

EhrenbürgerBearbeiten

  • Georg Rötzer († 1993), Rektor a. D.
War Jahrzehnte lang Leiter der Schierlinger Placidus-Heinrich-Volksschule, 18 Jahre Mitglied des Gemeinderats, 12 Jahre Zweiter Bürgermeister und verfasste einige historische Schriften mit lokalem Bezug, beispielsweise über den Benediktinermönch, Mathematiker und Naturwissenschaftler Placidus Heinrich und zur „Schlacht bei Eggmühl“.
  • Johann Straßer († 2008), Studiendirektor i. R.
Verfasste eine ausführliche Darstellung der sozialgeschichtlichen Entwicklung des ländlichen südostbayrischen Raumes und vielbeachtete Chronik des Ortes „Schierling und die Schierlinger“ bis zu den napoleonischen Kriegen.
  • Johann Bock, Pfarrer i. R.
War 27 Jahre katholischer Pfarrer von Schierling und engagierte sich sowohl im religiösen sowie sozialen Bereich als wirklicher „Seelsorger“ nach dem Bibelwort „ich kenne die meinen und die meinen kennen mich“.
  • Otto Gascher, Bürgermeister a. D., stellv. Landrat a. D., Bezirkstagsvizepräsident a. D.
War hauptverantwortlich dafür, dass der – damals niederbayerische – Markt Schierling nach der Landkreisgebietsreform zum 1. Juli 1972 in den Raum Regensburg und in die Oberpfalz integriert wurde.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Markt Schierling in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. November 2017.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 517.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 657 und 658.
  5. https://wahlen.landkreis-regensburg.de/kommunal2020/20200315/09375196/html5/Buergermeisterwahl_Bayern_67_Gemeinde_Markt_Schierling.html
  6. a b idowa, Straubing Germany: Schierling: CSU verliert dritten Bürgermeister - Trotz absoluter Mehrheit - idowa. Abgerufen am 31. Mai 2020.
  7. Protokoll zur Sitzung des Marktgemeinderates am 06. Mai 2014. Markt Schierling, 6. Mai 2014, abgerufen am 31. Mai 2020.
  8. https://wahlen.landkreis-regensburg.de/kommunal2020/20200315/09375196/html5/Gemeinderatswahl_Bayern_66_Gemeinde_Markt_Schierling.html
  9. http://www.schierling.de/htmls/vereine/vereine.php
  10. Kultfestival in Niederbayern – Das 31. Labertalfestival in Schierling. 5. August 2019, abgerufen am 6. August 2019 (deutsch).
  11. Gennßhenkher – Gennßhenkher Schierling – Verein für Heimatpflege. In: www.gennshenkher.de. Abgerufen am 26. Dezember 2016.
  12. Bayerischer Qualitätspreis: Preisträger 2015, abgerufen am 7. Januar 2015.
  13. 11 Mai 2020 12:11 Uhr: „Schierlinger Roggen“ kommt zurück. Abgerufen am 31. Mai 2020.
  14. Überregionaler Flughafenexpress ÜFEX geht ab Dezember 2018 in Betrieb. Abgerufen am 6. Februar 2019.
  15. mittelbayerische.de: Muna: Jetzt soll ein Konzept entstehen. In: Mittelbayerische Zeitung. (mittelbayerische.de [abgerufen am 26. Dezember 2016]).
  16. Mehr Aufschluss gibt die Chronik der Muna, deren 1. Teil auf der Homepage des Marktes Schierling https://www.schierling.de/htmls/infos/chroniken/1987_ChronikMuna_Band1_web.pdf veröffentlicht ist.
  17. Schierling A-Z: Kindergärten. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.schierling.de. Archiviert vom Original am 26. Dezember 2016; abgerufen am 26. Dezember 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schierling.de

WeblinksBearbeiten

Commons: Schierling – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien