Artillerietruppe (Bundeswehr)

Die Artillerietruppe (ArtTr) ist eine Truppengattung des Heeres der Bundeswehr. Die Artillerie zählt zu den Kampfunterstützungstruppen. Hauptaufträge sind Feuerunterstützung für die Kampftruppen, Kampf durch Feuer in der Tiefe des Raumes und artilleristische Ziel- und Lageaufklärung. Hauptwaffensysteme sind die Panzerhaubitze 2000 und der Raketenwerfer MARS II. Die Artillerietruppe umfasst 5.157 Dienstposten.[1]

AuftragBearbeiten

Die Artillerie gibt den Kampftruppen Feuerunterstützung durch die Bekämpfung von Punkt- und Flächenzielen und bekämpft Ziele in der Tiefe des Raumes. Sie wirkt mit Steilfeuer durch Haubitzen und Raketenwerfer. Mit ihren vielfältigen und weitreichenden Aufklärungsmitteln trägt die Artillerie dazu bei, Ziele zu erfassen und das Lagebild aktuell zu halten. Die Artillerie ist der wesentliche Träger des Feuerkampfes. Aufklärung und Wirkung sind tageszeit- und witterungsunabhängig möglich. Ihre Wirkmittel sind präzisions- und abstandsfähig.

Die Artillerietruppe trägt zur Streitkräftegemeinsamen Taktischen Feuerunterstützung (STF) bei. Die in jedem Artilleriebataillon vorhandenen Joint Fire Support Teams begleiten die Kampftruppe und können das Feuer der Artillerie, von Mörsern, Jagdbombern, Kampfhubschraubern und Schiffsartillerie lenken.

GeschichteBearbeiten

Die Artillerietruppe umfasste in den 1980er Jahren elf Regimenter, 83 Bataillone sowie 14 selbständige Batterien. In der Truppengattung, ausgestattet zu jener Zeit mit etwa 1100 Geschützen und 400 Raketenwerfern, dienten rund 42.000 Soldaten. Damit war die Artillerietruppe zu dieser Zeit nicht nur die mit Abstand größte Truppengattung des Heeres, sondern vom Personalumfang sogar größer als die Teilstreitkraft Marine im gleichen Zeitraum. Die Artillerieschule gliederte sich in vier Lehrgruppen mit 16 Inspektionen und 50 Hörsälen und Ausbildungszügen.[2]

Die Topographietruppe war bis 2002 Teil der Artillerietruppe und wurde dann eine eigene Truppengattung.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr wurde die Artillerietruppe letztmals umstrukturiert. Teile der Aufklärungsmittel, vor allem für die allgemeine Lageaufklärung, wurden an die neue Heeresaufklärungstruppe abgegeben. Für die eigene Zielaufklärung hat die Artillerietruppe weiterhin eigene weitreichende Aufklärungsmittel.

AusbildungBearbeiten

Der Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer (AusbBer STF/IndirF) in Idar-Oberstein, vor der Umgliederung „Artillerieschule“, ist dem Ausbildungszentrum Munster unterstellt und für die lehrgangsgebundene Aus- und Fortbildung der militärischen Führer der Artillerietruppe verantwortlich. Ihr Kommandeur ist zugleich General der Artillerie. Für die Weiterentwicklung der Artillerietruppe ist seit Juni 2013 die Gruppe III 2 1 (ArtTr/STF) im Amt für Heeresentwicklung (AHEntwg) zuständig.

OrganisationBearbeiten

Die Artillerietruppe umfasst heute vier aktive Artilleriebataillone, den AusbBer STF/IndirF und die Gruppe ArtTr/STF im AHEntwg. Drei Bataillone sind einer Division als Divisionstruppen direkt unterstellt, ein Bataillon ist Teil der Deutsch-Französischen Brigade.

Die Organisation von Panzerartillerie, Raketenartillerie und aufklärender Artillerie/Beobachtungsartillerie in jeweils eigenen Bataillonen wurde aufgegeben. Jedes der heutigen Artilleriebataillone verfügt über alle Waffensysteme und Fähigkeiten der Artillerietruppe. Dazu sind sie jeweils in eine Versorgungs- und Unterstützungsbatterie, eine aufklärende Artilleriebatterie, eine Raketenartilleriebatterie und mehrere Rohrartilleriebatterien gegliedert.

Truppenteile der aktiven Artillerietruppe
Bezeichnung Abkürzung Standort Liegenschaft Unterstellung Mannstärke Aufstellung Kommandeur
  Artilleriebataillon 131 ArtBtl 131 Weiden in der Oberpfalz Ostmark-Kaserne 10. PzDiv etwa 700 01. Juli 1991 Sven Zickmantel
  Artilleriebataillon 295 ArtBtl 295 Stetten am kalten Markt Alb-Kaserne D/F Brig etwa 550   1958 Thomas Kopsch
  Artillerielehrbataillon 325 ArtLehrBtl 325 Munster Hindenburg‑Kaserne 1 PzDiv etwa 730 01. Apr. 1961 Alfred John Grethe
  Artillerielehrbataillon 345 ArtLehrBtl 345 Idar-Oberstein Klotzberg-Kaserne 10. PzDiv etwa 910 04. Feb. 1959 Carsten Windsch

Artilleriebataillon 131Bearbeiten

Artilleriebataillon 131
— ArtBtl 131 —
II

 

Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. Juli 1991
Staat Deutschland  Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft   Heer
Truppengattung Artillerietruppe
Typ Artilleriebataillon
Unterstellte Truppenteile

1.–6. Batterie

Stärke etwa 700
Unterstellung   10. Panzerdivision
Standort   Weiden,
Ostmark-Kaserne
Ehemalige Standorte   Mühlhausen/Thüringen
Görmar-Kaserne
Ausrüstung Panzerhaubitze 2000,
MARS II,
KZO
Netzauftritt ArtBtl 131
Bataillonsführung
Bataillonskommandeur Oberstlt Sven Zickmantel
Alte Bezeichnungen
1991–1992 Feldartilleriebataillon 701 (FArtBtl 701)
1992–1994 Beobachtungsartilleriebataillon 701 (BeobArtBtl 701)
1994–2002 Beobachtungsartilleriebataillon 131 (BeobArtBtl 131)
2002–2008 Artillerieaufklärungsbataillon 131 (ArtAufklBtl 131)
2008–2013 Beobachtungspanzerartilleriebataillon 131 (BeobPzArtBtl 131)

Das Artilleriebataillon 131 (ArtBtl 131) ist eines von vier Artilleriebataillonen der Bundeswehr. Der Verband ist in der Ostmark-Kaserne (bis 1966 Metzer-Kaserne) in der bayerischen Stadt Weiden in der Oberpfalz stationiert[3] und, wie das Artillerielehrbataillon 345, der 10. Panzerdivision unterstellt. Für Übungen steht der Truppenübungsplatz Grafenwöhr in unmittelbarer Nähe zur Verfügung.

GliederungBearbeiten

Das Bataillon gliedert sich in den Stab und sechs Batterien, davon eine nichtaktiv:[3]

GeschichteBearbeiten

Das heutige Artilleriebataillon 131 wurde am 1. Juli 1991 als Feld­artillerie­bataillon 701 (FArtBtl 701) in der Görmar-Kaserne in Mühlhausen/Thüringen aufgestellt. Zum 1. April 1992 wurde es in Beobachtungs­artillerie­bataillon 701 (BeobArtBtl 701), zum 1. Juli 1994 in Beobachtungs­artillerie­bataillon 131 (BeobArtBtl 131), zum 1. Oktober 2002 Artillerie­aufklärungs­bataillon 131 (ArtAufklBtl 131) und zum 1. Juli 2008 in Beobachtungs­panzer­artillerie­bataillon 131 (BeobPzArtBtl 131) umbenannt.[3]

In den Jahren 2004 und 2005 war der jetzige Leiter Ausbildungsbereich Streitkräftegemeinsame Taktische Feuerunterstützung/Indirektes Feuer und General der Artillerietruppe, Oberst Dietmar Felber, Bataillonskommandeur.[4] Am 18. März 2009 führte das Bataillon des letzten Flug einer Drohne CL 289 in der Bundeswehr durch.[5]

Aufgrund des Stationierungskonzeptes 2011 wurde das Bataillon zum 30. Juni 2014 aufgelöst und die Görmar-Kaserne geschlossen. Bereits sechs Monate zuvor, zum 1. Januar 2014, wurde das Bataillon als Artilleriebataillon 131, sein heutiger Name, in Weiden in der Oberpfalz neu aufgestellt. Weiden war bereits von 1977 bis 1992 ein Artilleriestandort und beherbergte das Panzerartilleriebataillon 105. Am 16. Februar 1959 wurde hier das Feldartilleriebataillon 115 aufgestellt, aber schon am 1. Juli 1959 nach Roding verlegt.[3]

Am 8. Juli 2015 wurde die Patenschaft zwischen der Stadt Weiden und dem Bataillon besiegelt. Im gleichen Jahr kehrten 165 Soldaten aus dem Auslandseinsatz im Kosovo und in Afghanistan zurück.[6] in Am 25. Juli 2017 besuchte die damalige Bundesministerin der Verteidigung, Ursula von der Leyen das Bataillon.[7] Im Oktober 2019 hat die 3. Batterie des Artillerielehrbataillons auf einem Testgelände in Vidsel mit dem Raketenwerfer MARS II GPS-gelenkte Raketen vom Typ M31 Unitary GMLRS verschossen.[8][9] 2018 war das Bataillon Leitverband für das 49. Einsatzkontingent KFOR, seine Aufgabe war es das deutsche Feldlager in Prizren abzubauen. An dem Auslandseinsatz der Bundeswehr im Kosovo nahmen 380 Soldaten des Bataillons teil.[10]

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Kommandeur von Kommandeur bis
Oberstleutnant Sven Zickmantel[11] 28. Mär. 2019 dato
Oberstleutnant Christian Kiesel[11] 19. Dez. 2015 28. Mär. 2019
Oberstleutnant Wolfgang Schmidt[12][13] 09. Dez. 2013 19. Dez. 2015
Oberstleutnant Michael Erwin Heinrich[14] 30. Nov. 2011 09. Dez. 2013
Oberstleutnant Martin Rödiger[15] 30. Okt. 2009 30. Nov. 2011
Oberstleutnant Andreas Reyer[16] 08. Nov. 2007 30. Okt. 2009
Oberstleutnant Dietmar Felber[4][17]   2004   2005

Internes VerbandsabzeichenBearbeiten

Das Verbandsabzeichen ist senkrecht weiß-rot geteilt mit zwei gekreuzten Kanonenrohren. Darüber ein schwarzes Schild mit einem goldenen Löwen.

Artilleriebataillon 295Bearbeiten

Artilleriebataillon 295
— ArtBtl 295 —
II

 

Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1958
Staat   Deutschland
Streitkräfte   Bundeswehr
Teilstreitkraft   Heer
Truppengattung Artillerietruppe
Typ Artilleriebataillon
Unterstellte Truppenteile

1.–6. Batterie

Stärke etwa 550
Unterstellung   D/F-Brig
Standort   Stetten am kalten Markt
Alb-Kaserne
Ehemalige Standorte   Immendingen,
Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne
Ausrüstung Panzerhaubitze 2000,
MARS II,
KZO
Netzauftritt ArtBtl 295
Bataillonsführung
Bataillonskommandeur Oberstlt Thomas Kopsch
Stv BtlKdr Oberstlt Jörg Wehrhold[18]
Alte Bezeichnungen
1958 Feldartilleriebataillon 442 (Kader) (FArtBtl 442)
1958–1966 Feldartilleriebataillon 295 (FArtBtl 295)
1966–1993 Panzerartilleriebataillon 295 (PzArtBtl 295)
1993–2001 Feldartilleriebataillon 295 (FArtBtl 295)
2001–2006 Panzerartilleriebataillon 295 (PzArtBtl 295)

Das Artilleriebataillon 295 (ArtBtl 295), stationiert in der Alb-Kaserne in Stetten am kalten Markt, ist eines von vier Artilleriebataillonen der Bundeswehr und das einzige, welches einer Brigade unterstellt ist. Das Bataillon gehört zur Deutsch-Französischen Brigade, deren deutsche Teile der 10. Panzerdivision unterstellt sind. Geführt wird der Verband seit dem 29. März 2019 von Oberstleutnant Thomas Kopsch.

GliederungBearbeiten

Das Bataillon gliedert sich in den Stab und sechs Batterien:[3]

  • 1./ArtBtl 295: Versorgungs- und Unterstützungsbatterie
  • 2./ArtBtl 295: Rohrartilleriebatterie
  • 3./ArtBtl 295: Rohrartilleriebatterie
  • 4./ArtBtl 295: Raketenartilleriebatterie
  • 5./ArtBtl 295: Bodengebundene und luftgestützte Aufklärungsbatterie
  • 6./ArtBtl 295: Ausbildungsbatterie, vormals Ausbildungsunterstützungskompanie 295 und Rekrutenkompanie 6

GeschichteBearbeiten

Das heutige Artilleriebataillon 295 ist das älteste aktive Artilleriebataillon der Bundeswehr. Es wurde 1958 als Feldartilleriebataillon 442 (Kader) (FArtBtl 442) in Münsingen (Herzog-Albrecht-Kaserne) aufgestellt. Am 1. Oktober 1958 wurde es in Feldartilleriebataillon 295 (FArtBtl 295) umbenannt. Vom 15. Dezember 1958 bis Januar 1959 verlegte das Bataillon nach Immendingen in die Neue Kaserne, die am 27. Mai 1967 in Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne umbenannt wurde. Das Bataillon bildete die ersten Wehrdienstleistenden aus, wurde mit der Feldhaubitze FH 105mm (L) ausgestattet und war der Panzerbrigade 29 als Brigadeartilleriebataillon unterstellt.

Als das Bataillon 1966 mit der Panzerhaubitze M109 ausgestattet wurde, wurde es zum 1. Oktober 1966 in Panzerartilleriebataillon 295 (PzArtBtl 295) umbenannt. In den folgenden Jahren nahm das Bataillon an vielen binationalen (hauptsächlich mit Frankreich) und internationalen Übungen, wie zum Beispiel der NATO-Übung REFORGER 1973, teil. Am 18. März 1993 erfolgte Rückbenennung in Feldartilleriebataillon 295 unter Fusion mit dem Feldartilleriebataillon 555 (FArtBtl 555) aus Horb und die Umgliederung in die Heeresstruktur 5. Vom Feldartilleriebataillon 555 wurde Personal, Feldhaubitzen 70 und weiteres Material übernommen. Zeitgleich wurde das Bataillon der Deutsch-Französischen Brigade unterstellt. Es nahm 1994 an der Parade zum Französischen Nationalfeiertag auf dem Champs-Elysées teil. Mehrere Dschungelkampfausbildungen in Kooperation mit den französischen Streitkräften sowie Auslandseinsätze im Rahmen von SFOR und KFOR erfolgten 1996 bis 1998.

Im Jahr 2000 nahm das Bataillon an der Beseitigung der Sturmschäden des Orkans Lothar sowie der Folgen der Havarie des Tankers Erika teil. Jahresübergreifend war das Bataillon wieder in Rahmen von SFOR und KFOR auf dem Balkan eingesetzt. Zum 1. Juli 2001 wurde das Bataillon mit der Panzerhaubitze 2000 ausgestattet und erneut in Panzerartilleriebataillon 295 benannt.

Das Bataillon leistete 2002 Katastrophenhilfe nach dem Hochwasser an der Elbe. Das Bataillon nahm an mehreren großen Übungen teil, u. a. 2001 an der Übung Cobra in Spanien. Die Jahre 2002 und 2003 waren von mehreren Einsätzen geprägt: Teile des Bataillons nahmen an KFOR und SFOR teil, während andere Teile in Afghanistan im Rahmen der Mission ISAF eingesetzt wurden. Zudem waren Teile des Bataillons der Task Force FOX in Mazedonien zugeteilt. In den Jahren 2004 und 2005 nahmen Teile des Bataillons erneut am Afghanistaneinsatz teil, diesmal als Teil der Kabul Multinational Brigade (KMND).

2005 wurde dem Bataillon das Fahnenband des Landes Baden-Württemberg durch dessen Innenminister Heribert Rech verliehen.

Mit der Heeresstruktur Neues Heer wurde das Bataillon im April 2006 in Artilleriebataillon 295, seinen heutigen Namen, umbenannt und die 4. Batterie mit dem Raketenwerfer MARS ausgestattet. Das Bataillon nahm im selben Jahr an mehreren NATO-Übungen, u. a. der Nato Response Force 7 teil. Im Jahr 2011 wurden wieder Teile des Bataillons in Afghanistan, Kosovo und Mali eingesetzt. 2012 standen Soldaten des Bataillons als Teil der NATO Response Force im Kosovo nördlich der Stadt Mitrovica im Feuerkampf. Während der Flüchtlingskrise 2015 leisteten Soldaten des Bataillons Unterstützung, unter anderem wurden leerstehende Kompaniegebäude in der Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne als Unterkunft für Flüchtlinge bereitgestellt.

Mit der Einnahme der Heeresstruktur Heer 2011 verließ das Artilleriebataillon 295 nach 57 Jahren die Oberfeldwebel-Schreiber-Kaserne in Immendingen und verlegte mit dem Großgerät am 8. und 9. März 2016 an seinen jetzigen Standort. Formal wurde es bereits zum 1. Oktober 2014 am neuen Standort neu aufgestellt. Im Jahr 2016 nahmen Teile des Bataillons an TACET in Litauen teil. 2017 wurden Teile des Bataillons im Rahmen von Enhanced Forward Presence erneut in Litauen eingesetzt. 2018 wird das Bataillon erneut in Mali eingesetzt.

Im Februar 2018 wurde mit dem Raketenwerfer Mars II erstmals aus der Außenfeuerstellung Vogelbühl des Truppenübungsplatz Heuberg mit 48 110mm-Raketen scharf geschossen.[19] Am 29. September 2018 feierte das Bataillon mit einem Tag der offenen Tür und dem Großen Zapfenstreich sein 60-jähriges Bestehen.[20]

Die am 1. Oktober 2014 aufgestellte Ausbildungsunterstützungskompanie 295 (AusbUstgKp 295), deren Hauptauftrag die Durchführung der Grundausbildung war, wurde zum 1. Januar 2020 als 6. Batterie in das Bataillon eingegliedert.[21]

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Kommandeur von Kommandeur bis
Oberstleutnant Thomas Kopsch 29. Mär. 2019 dato
Oberstleutnant Kim Oliver Frerichs[22] 22. Apr. 2016 29. Mär. 2019
Oberstleutnant Ralf Peter Hammerstein[23] 27. Mai 2014 22. Apr. 2016
Oberstleutnant Ingo Reershemius[24] 30. Mär. 2012 27. Mai 2014
Oberstleutnant Jörg Hoogeveen[25]   30. Mär. 2012
Oberstleutnant Frank De Waele[26] 29. Sep. 2005  
Oberstleutnant Peter Wenning[27] 09. Jan. 2004 29. Sep. 2005
Oberstleutnant Lindenmann 21. Sep. 2001 09. Jan. 2004
Oberstleutnant Eberhard Zorn 17. Sep. 1999 21. Sep. 2001
Oberstleutnant Wendroth 25. Sep. 1997 17. Sep. 1999
Oberstleutnant Küster 01. Okt. 1995 25. Sep. 1997
Oberstleutnant Weisenburger 25. Mär. 1994 30. Sep. 1995
Oberstleutnant Schmidtmeier 22. Mär. 1991 25. Mär. 1994
Oberstleutnant Kunz 27. Sep. 1988 21. Mär. 1991
Oberstleutnant von Schönefeld 08. Okt. 1986 26. Sep. 1988
Oberstleutnant Miedreich 14. Okt. 1983 07. Okt. 1986
Oberstleutnant Krause 01. Okt. 1979 13. Okt. 1983
Oberstleutnant Günter Freiherr von Steinaecker 01. Apr. 1978 30. Sep. 1979
Oberstleutnant Donhauser 01. Apr. 1973 31. Mär. 1978
Oberstleutnant Gruner 02. Sep. 1968 31. Mär. 1973
Oberstleutnant Aschmann 06. Apr. 1967 01. Sep. 1968
Oberstleutnant Stachowetz 12. Sep. 1963 05. Apr. 1967
Oberstleutnant Franz 01. Okt. 1958 11. Sep. 1963

Internes VerbandsabzeichenBearbeiten

Das Wappen des Artilleriebataillons 295 spiegelt seine Geschichte wieder. Das Wappen zeigt einen schwarzen Stauferlöwen auf gelben Grund. Der gelbe Hintergrund symbolisiert dabei die Zugehörigkeit zur 10. Panzerdivision. Die rote Umrandung des inneren Schilds verweist auf die frühere Zugehörigkeit zur Panzerbrigade 29. Die rote Farbe des äußeren Schilds zeigt als Waffenfarbe der Artillerie sowie die gekreuzten Kanonen die Zugehörigkeit des Bataillons zur Artillerietruppe an.

Artillerielehrbataillon 325Bearbeiten

Artillerielehrbataillon 325
— ArtLehrBtl 325 —
II

 

Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 1. April 1961
Staat Deutschland  Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft   Heer
Truppengattung Artillerietruppe
Typ Artilleriebataillon
Unterstellte Truppenteile

1.–8. Batterie

Stärke etwa 730
Unterstellung   1. Panzerdivision
Standort   Munster,
Hindenburg-Kaserne
Abgesetzter Bereich Lüneburg
Ehemalige Standorte   Schwanewede,
Lützow-Kaserne,
Weser-Geest-Kaserne
Ausrüstung Panzerhaubitze 2000
MARS II
KZO
Netzauftritt ArtLehrBtl 325
Bataillonsführung
Bataillonskommandeur Oberstlt Alfred John Grethe
Alte Bezeichnungen
1961–1971 Feldartilleriebataillon 325 (FArtBtl 325)
1971–2001 Panzerartilleriebataillon 325 (PzArtBtl 325)
2001–2015 Panzerartillerielehrbataillon 325 (PzArtLehrBtl 325)

Das Artillerielehrbataillon 325 (ArtLehrBtl 325) ist eines von vier Artilleriebataillonen der Bundeswehr. Der Verband ist in der Hindenburg-Kaserne in der niedersächsischen Stadt Munster stationiert, die 2. Batterie abgesetzt in der Theodor-Körner-Kaserne in Lüneburg.[3]

GliederungBearbeiten

Das Bataillon gliedert sich in den Stab und acht Batterien:[3]

  • 1./ArtLehrBtl 325: Versorgungs- und Unterstützungsbatterie
  • 2./ArtLehrBtl 325: Bodengebundene und luftgestützte Aufklärungsbatterie
  • 3./ArtLehrBtl 325: Raketenartilleriebatterie (vormals 4./RakArtBtl 132)[28]
  • 4./ArtLehrBtl 325: Rohrartilleriebatterie
  • 5./ArtLehrBtl 325: Rohrartilleriebatterie
  • 6./ArtLehrBtl 325: Rohrartilleriebatterie (1. Oktober 2018 in 7./- umbenannt und 6./- neu aufgestellt)
  • 7./ArtLehrBtl 325: (seit 1. Oktober 2018 durch Umbenennung; 1. März 2020 in 8./- umbenannt und 7./- neu aufgestellt)
  • 8./ArtLehrBtl 325: (bis 28. Februar 2020 7./-)

Das Bataillon verfügt über neun Joint Fire Support Teams, drei Joint Fire Support Coordination Teams und zwei Schnittstellentrupps.[29]

GeschichteBearbeiten

Das heutige Artillerielehrbataillon 325 geht auf das am 1. April 1961 aufgestellte Feldartilleriebataillon 325 (FArtBtl 325) in der Lützow-Kaserne in Schwanewede bei Bremen zurück. Zum 1. Oktober 1971 wurde das Bataillon in Panzerartilleriebataillon 325 (PzArtBtl 325) umbenannt und umgegliedert. Die Feldhaubitzen wurden durch die Panzerhaubitze M109 ersetzt. Das Bataillon war das Brigadeartilleriebataillon der Panzergrenadierbrigade 32, welche ebenfalls in Schwanewede stationiert war. Die Brigade gehörte zur 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg. Auftrag des Artilleriebataillons war es, die Feuerunterstützung der Brigade sicherzustellen.[3]

1973 verlegte das Bataillon am gleichen Standortin in die Kaserne Neuenkirchen, die 1991 in Weser-Geest-Kaserne umbenannt wurde. Die Panzergrenadierbrigade 32 wurde mit Ablauf des 30. September 1996 aufgelöst. Das Bataillon wurde der Panzerlehrbrigade 9 in Munster unterstellt. Daher erfolgte 2001 die Umbenennung in Panzerartillerielehrbataillon 325 (PzArtLehrBtl 325). Nach der Auflösung des Panzerartillerielehrbataillons 95 in Munster mit Ablauf des 30. September 2002 war das Panzerartillerielehrbataillon 325 das einzige Brigadartilleriebataillon der Panzerlehrbrigade 9. 2006 verlegte das Bataillon nach Munster an den Standort der Brigade in die Liegenschaft des aufgelösten Panzerartillerielehrbataillons 95, die Hindenburg-Kaserne. Anfang der 2000er Jahre erhielt das Bataillon die neue Panzerhaubitze 2000, die die M109 ersetzte.[3] Im Zusammenhang mit dem Hochwasser in Mitteleuropa 2013 wurde der Verband im Raum Lüneburg eingesetzt.[30]

Zum 1. Juli 2015 wurde das Bataillon in Artillerielehrbataillon 325 (ArtLehrBtl 325) umbenannt und umgegliedert. Zudem wechselte die Unterstellung zur 1. Panzerdivision in Oldenburg. Fortan gehört das Bataillon zur Divisionsartillerie. Es war nicht mehr nur mit Rohrartillerie ausgestattet. Hinzu kam eine Batterie Raketenartillerie, die ehemalige 4./Raketenartilleriebataillon 132 aus Sondershausen sowie eine aufklärende Artilleriebatterie.[3]

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Kommandeur von Kommandeur bis
Oberstleutnant Alfred John Grethe[31] 27. Juni 2019
Oberstleutnant Volker Lorenz[31]  Juni 2016 27. Juni 2019
Oberstleutnant Volker Thiemann[32] 21. Mär. 2014  Juni 2016
Oberstleutnant Stephan Willer[33] 30. Mai 2012 21. Mär. 2014
Oberstleutnant Hubert Nahler[34] 19. Apr. 2010 30. Mai 2012
Oberstleutnant Jörn Hasler[35]  Dez. 2008 19. Apr. 2010
Oberstleutnant Alte[36]
Oberstleutnant von Hobe[36]
Oberstleutnant Hübner[36]
Oberstleutnant Herzog[36]
Oberstleutnant Kell[36]
Oberstleutnant Carl-Gero von Ilsemann[36] 01. Apr. 1961  Jan. 1963

Internes VerbandsabzeichenBearbeiten

Der Verbandsabzeichen zeigt auf rotem Grund zwei gekreuzte Kanonenrohre. Sowohl die Farbe als auch die Rohre symbolisieren die Artillerie. Darüber schwebt das Landeswappen Niedersachsens, ein Zeichen der Verbundenheit des Bataillons mit dem Land Niedersachsen.

Artillerielehrbataillon 345Bearbeiten

Artillerielehrbataillon 345
— ArtLehrBtl 345 —
II

 

Internes Verbandsabzeichen
Aufstellung 4. Februar 1959
Staat Deutschland  Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft   Heer
Truppengattung Artillerietruppe
Typ Artilleriebataillon
Unterstellte Truppenteile

1.–7. Batterie,
ZAW-Betreuungsstelle

Stärke etwa 910
Unterstellung   10. Panzerdivision
Standort   Idar-Oberstein,
Klotzberg-Kaserne
Ehemalige Standorte   Kusel,
Unteroffizier-Krüger-Kaserne
Hauptwaffensystem Panzerhaubitze 2000
MARS II
KZO
Netzauftritt ArtLehrBtl 345
Bataillonsführung
Bataillonskommandeur Oberstlt Carsten Windsch
Alte Bezeichnungen
1959–1967 Feldartillerielehrbataillon 310 (FArtLehrBtl 310)
1967–1980 Panzerartillerielehrbataillon 310 (PzArtLehrBtl 310)
1980–2007 Panzerartillerielehrbataillon 345 (PzArtLehrBtl 345)
2008–2013 Artillerielehrregiment 345 (ArtLehrRgt 345)

Das Artillerielehrbataillon 345 (ArtLehrBtl 345) ist eines von vier Artilleriebataillonen der Bundeswehr. Der Verband ist in der Klotzberg-Kaserne in der rheinland-pfälzischen Stadt Idar-Oberstein stationiert.

GliederungBearbeiten

Das Bataillon gliedert sich in den Stab und sieben Batterien, davon eine nichtaktiv:[3]

  • 1./ArtLehrBtl 345: Versorgungs- und Unterstützungsbatterie
  • 2./ArtLehrBtl 345: Bodengebundene und luftgestützte Aufklärungsbatterie
  • 3./ArtLehrBtl 345: Raketenartilleriebatterie
  • 4./ArtLehrBtl 345: Rohrartilleriebatterie
  • 5./ArtLehrBtl 345: Rohrartilleriebatterie
  • 6./ArtLehrBtl 345: Rohrartilleriebatterie
  • 7./ArtLehrBtl 345: Rohrartilleriebatterie (Ergänzungstruppenteil)

Zudem ist dem ArtLehrBtl 345 die Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung Betreuungsstelle Zivilberufliche Aus- und Weiterbildung Idar-Oberstein truppendienstlich unterstellt.

GeschichteBearbeiten

Das heutige Artillerielehrbataillon 345 wurde 1959 als Feldartillerielehrbataillon 310 (FArtLehrBtl 310) in Idar-Oberstein aufgestellt. Ihm unterstanden anfangs auch die Artillerieausbildungsbatterien 405 und 406. Im Frieden war das Bataillon dem Artillerielehrregiment 5 bzw. der Artillerieschule unterstellt, um die Ausbildung zu unterstützen. Im Verteidigungsfall wäre ein Unterstellungswechsel zum III. Korps als Korpsartillerie-Element erfolgt. Ab 1961 nahm der Verband an entsprechenden Korps-Übungen teil.

Im Jahr 1965 verlegte das Bataillons in die neue, nach einem Feldartilleristen aus dem Ersten Weltkrieg benannte „Unteroffizier-Krüger-Kaserne“ in Kusel. 1966 erfolgte die Aufstellung der letzten Einheit, der 4./Feldartillerielehrbataillon 310, welche den Verband vervollständigte und als einzige Batterie des Bataillons mit atomwaffenfähigen Feldhaubitzen 203mm M110 A1/A2 ausgerüstet war.

Mit der Heeresstruktur 3 wurde die Panzerhaubitze M109 zum Standardgeschütz der Brigadeartillerie in der Bundeswehr. Um der Artillerieschule entsprechend in der Ausbildung zu unterstützen, wurde der Verband mit dem Waffensystem ausgerüstet, in das Panzerartillerielehrbataillon 310 (PzArtLehrBtl 310) umbenannt und umgegliedert.

In der Heeresstruktur 4 folgte die Umwandlung in ein Brigadeartilleriebataillon. Der Verband wurde der Panzerbrigade 34 unterstellt und abermals umbenannt, nunmehr in Panzerartillerielehrbataillon 345 (PzArtLehrBtl 345). In den 1980er Jahren wurden die Panzerhaubitzen M109 auf die Version A3 G kampfwertgesteigert. Von 1994 bis zu dessen Auflösung 2003 war das Kraftfahrausbildungszentrum Kusel dem Verband unterstellt.

Im Jahr 1998 erhielt das Panzerartillerielehrbataillon 345 als erster Truppenteil der Bundeswehr die neue Panzerhaubitze 2000, das bis heute modernste und leistungsfähigste Artilleriegeschütz der Welt. 2007 hatte der Verband den Auftrag als Leitverband für das 13. deutsche Einsatzkontingent ISAF eine Schutzkompanie für das Provincial Reconstruction Team (PRT) Kunduz in Afghanistan zu stellen. Zudem sollte die Ausbildung afghanischer Streitkräfte im Rahmen der Operation Monitoring and Liaison Teams (OMLT) erfolgen.[37]

Zum 1. Januar 2008 gliederte das Panzerartillerielehrbataillon 345 im Zuge der Einnahme der Struktur Neues Heer in das Artillerielehrregiment 345 (ArtLehrBtl 345) um. Damit kam zum Ausdruck, dass der Verband zum einen über sieben aktive Batterien (mehr als bei einem Bataillon üblich) verfügte, zum anderen mit zwei Aufklärungsbatterien nicht mehr nur auf die Abbildung der Fähigkeit „Panzerartillerie“ beschränkt war. Zugleich erfolgte der Unterstellungswechsel zur Heerestruppenbrigade, welche wiederum Teil der Division Luftbewegliche Operationen war. 2010 wurde dem Verband das Fahnenband des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz verliehen.[38] Nach Auflösung der Brigade Ende 2012 war der Verband der Division direkt unterstellt. Im Zusammenhang mit dem Hochwasser in Mitteleuropa 2013 wurde der Verband mit 340 Soldaten im Raum nördliches Sachsen-Anhalt eingesetzt.[39]

Im Zuge der Einnahme der Struktur HEER 2011 wurden die beiden Aufklärungsbatterien, die 2. und 3. Batterie, zur neuen 2. Batterie fusioniert. Die 2./Raketenartilleriebataillon 132 wurde als neue 3. Batterie in den Verband eingegliedert, die 7. Batterie, vormals mit der Durchführung der Allgemeinen Grundausbildung beauftragt, wurde zum nichtaktiven Ergänzungstruppenteil. Dadurch erfolgte auch die bislang letztmalige Umbenennung in Artillerielehrbataillon 345 zum 1. Januar 2014. Drei Monate später erfolgte die truppendienstliche Unterstellung der ZAW-Betreuungsstelle Idar-Oberstein, welche bislang der Artillerieschule zugeordnet war, im Vorgriff auf die im vierten Quartal 2014 durchgeführte Verlegung des Bataillons von Kusel nach Idar-Oberstein.

Im Jahr 2015 war der Verband mit über 130 Soldaten in der Stand-By-Phase für die NATO-Response-Force (NRF) 2015.[40]

Im Dezember 2017 testete das Artillerielehrbataillon 345 zusammen mit dem Amt für Heeresentwicklung auf dem Versuchsgelände Vidsel in Schweden mit dem Raketenwerfer MARS II zwölf M31-Raketen (GMLRS-U) mit 81,6-kg-Splittergefechtskopf. Damit war es der erste Verband der Bundeswehr, der diese neue Munition verschossen hat.[41]

KommandeureBearbeiten

Dienstgrad Name Kommandeur von Kommandeur bis
Oberstleutnant Carsten Windsch 13. Apr. 2018
Oberstleutnant Olaf Tuneke 24. Apr. 2015 13. Apr. 2018
Oberstleutnant Markus Kossack 12. Apr. 2013 24. Apr. 2015
Oberstleutnant Peter Millahn 25. Mär. 2011 12. Apr. 2013
Oberstleutnant Thomas Lowin 18.12.2008 25.03.2011
Oberstleutnant Ole Klingebiel 20.12.2006 18.12.2008
Oberstleutnant Hans-Joachim Peter 16.12.2004 20.12.2006
Oberstleutnant Klaus Hiery 16.12.2002 16.12.2004
Oberstleutnant Jochen Sauvant 20.11.2000 16.12.2002
Oberstleutnant Otfried Fehlinger 21.09.1995 20.11.2000
Oberstleutnant Wilhelm Nasarek 17.09.1993 21.09.1995
Oberstleutnant Peter Wozniak 11.10.1991 17.09.1993
Oberstleutnant Udo Meyer 07.04.1989 11.10.1991
Oberstleutnant Jörn Haar 05.09.1986 07.04.1989
Oberstleutnant Uwe Munderloh 04.05.1984 05.09.1986
Oberstleutnant Georg Hapke 13.03.1980 04.05.1984
Oberstleutnant Hellmut von Arnim 01.04.1978 13.03.1980
Oberstleutnant Helmut Billert 01.04.1973 31.03.1978
Oberstleutnant Paul Berger 01.07.1969 31.03.1973
Oberstleutnant Wolfgang Mika 01.07.1966 30.06.1969
Oberstleutnant Heinz Adler 01.07.1964 30.06.1966
Oberstleutnant Eberhard Honecker 01.01.1962 30.06.1964
Oberstleutnant Eberhard Götz 01.04.1959 31.12.1961

Internes VerbandsabzeichenBearbeiten

Der goldene Krummstab im grünen Feld, sowie der Wellenstrom im oberen Feld des Wappens stammen vom Wappen der Kreis- und vormaligen Garnisonsstadt Kusel. Der ehemalige Auftrag des Bataillons zur Unterstützung der Artillerieschule als Lehrverband wird durch den Buchstaben „L“ deutlich. Die rote Hintergrundfarbe und die beiden gekreuzten Kanonenrohre zeigen die Zugehörigkeit des Bataillons zur Truppengattung der Artillerie.

AusrüstungBearbeiten

AktuellBearbeiten

 
Panzerhaubitze 2000
 
Panzerhaubitze 2000
 
Raketenwerfer MARS

Die vier Artilleriebataillone der Bundeswehr verfügen grundsätzlich über die gleichen Waffensysteme und das gleiche Großgerät.

Rohrartillerie

Raketenartillerie

Artillerieaufklärung und Zielortung

Feuerleitsysteme

weiteres Großgerät

EhemaligBearbeiten

Anfangs war die Artillerietruppe der Bundeswehr mit Feldhaubitzen, gezogene Geschützen und Selbstfahrlafetten ausgerüstet.

Rohrartillerie Panzerartillerie

  • Panzerhaubitze 105 mm M7B2 Priest
  • Panzerhaubitze 105 mm M52
  • Panzerhaubitze 155 mm M44
  • Panzerhaubitze 155 mm M109G
  • Panzerhaubitze 203 mm M55[42]

Feldartillerie

Raketenartillerie

Artillerieaufklärung und Zielortung

Feuerleitsysteme

  • Feuerleitgerät Radar Artillerie (FERA)
  • Artillerierechner Typ BUM -11 für PzH M109G; -12 für FH 105mm; -13 für GebH 105mm (Hersteller: ARENCO)[45]

UniformBearbeiten

Die Waffenfarbe der Artillerietruppe, gezeigt beispielsweise als Farbe der Litzen und Kragenspiegel, ist hochrot. Die Farbe des Baretts der Artillerietruppe ist korallenrot. Das Barettabzeichen zeigt zwei vom Eichenkranz eingefasste, gekreuzte Kanonenrohre.

Taktisches ZeichenBearbeiten

Als taktisches Grundzeichen führen Truppenteile der Artillerie dem allgemeinen NATO-Schema folgend den zentralen Punkt. Der Punkt symbolisiert eine Kanonenkugel oder die Mündung eines Kanonenrohres. Die Panzerartillerie kombiniert damit ein liegendes Oval. Dieses stilisiert die Gleisketten der Panzerfahrzeuge. Die Raketenartillerie ergänzt über den Punkt zwei nach oben zeigende Winkel als Zeichen für die Geschützart. Die Gebirgsartillerie benutzt zusätzlich das einen Berggipfel symbolisierende ausgefüllte Dreieck unterhalb des Punktes. Die Aufklärungskräfte der Artillerie führen als taktisches Zeichen den von links unten nach rechts oben verlaufenden Strich für Aufklärungstruppen mit dem Grundzeichen der Artillerie. Unterstützungskräfte teils eine andere, ihrer Funktion entsprechende Kennzeichnung, häufig Abwandlungen der beschriebenen Symbole.

DienstgradbezeichnungenBearbeiten

Dienstgradbezeichnungen des niedrigsten Dienstgrades Soldat in Truppenteilen der Artillerietruppe sind Kanonier oder Panzerkanonier. Sie entsprechen den Dienstgradbezeichnungen Schütze, Funker, Panzergrenadier usw. anderer Truppengattungen, Teilstreitkräfte und militärischer Organisationsbereiche. Die übrigen Dienstgrade entsprachen den allgemeinen Dienstgraden der Bundeswehr.

  Mannschaftsdienstgrad
Niedrigerer Dienstgrad[46]   Höherer Dienstgrad[46]
Kanonier
Panzerkanonier
Gefreiter

Dienstgradgruppe: MannschaftenUnteroffiziere o.P.Unteroffiziere m.P.LeutnanteHauptleuteStabsoffiziereGenerale

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Hans-Joachim Krug: 25 Jahre Artillerie der Bundeswehr: die Geschichte einer Truppengattung. Podzun-Pallas, Friedberg 1982, ISBN 978-3-7909-0184-9.
  • Wilhelm Speisebecher: Taschenbuch für Artilleristen. Wehr-und-Wissen-Verlagsgesellschaft, Koblenz/Bonn/Darmstadt 1974, ISBN 978-3-8033-0231-1.
  • Artillerielehrregiment 345 (2012): Standort Kusel 2012 (Broschüre zum Tag der offenen Tür)
  • Artillerielehrbataillon 345: Offizielle Chronik

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Artillerie. In: www.bundeswehr.de. Bundesministerium der Verteidigung, abgerufen am 17. Mai 2020.
  2. Lars Kleine: 75 Jahre Garnisonsstadt Idar-Oberstein. Teil 4: Bundeswehr – Die Artillerieschule. In: Zu Gleich. Band 19, Nr. 1, 2014, S. 65.
  3. a b c d e f g h i j k Artillerie(lehr)bataillon. In: Standortdatenbank der Bundeswehr. www.zmsbw.de, abgerufen am 17. Mai 2020.
  4. a b Leiter AusbBer STF/IndirF und General der Artillerietruppe. In: Zu Gleich. Band 24, Nr. 1, 2018, S. 78.
  5. Holger Leutz: Eine lange Ära geht zu Ende: „Goldener Flug des Aufklärungssystems Drohne CL 289“. In: Zu Gleich. Band 14, Nr. 1, 2009, S. 24 f.
  6. Gustl Beer: Soldaten wieder in der Heimat. In: Oberfranken TV. 9. Juli 2015, abgerufen am 29. April 2020.
  7. Daniel Richter: Artillerie in WEIDEN ist zukunftssicher. In: Zu Gleich. Band 22, Nr. 1, 2017, S. 48 f.
  8. Video: „Feuer frei“ in Schweden. In: Allgemeine Nachrichten. 18. Oktober 2019, abgerufen am 28. April 2020.
  9. Feuer Frei - Raketenwerfer MARS II – Bundeswehr. In: Bundeswehr. Youtube, 14. November 2019, abgerufen am 29. April 2020.
  10. Zurück in der Heimat. In: Oberfranken TV. 8. November 2018, abgerufen am 29. April 2020.
  11. a b Rick Schnell: Kommandeurwechsel Artilleriebataillon 131. In: Zu Gleich. Band 25, Nr. 1, 2019, S. 54 f.
  12. Ronny Schubert: Blick nach vorn, statt zurück. Ein Wachwechsel. In: Zu Gleich. Band 21, Nr. 1, 2016, S. 63 f.
  13. Neue Kommandeure: VITA Kommandeur Artilleriebataillon 131, WEIDEN/Oberpfalz. In: Zu Gleich. Band 19, Nr. 1, 2014, S. 86.
  14. Neue Kommandeure: Vita Kommandeur Beobachtungspanzerartilleriebataillon 131 MÜHLHAUSEN. In: Zu Gleich. Band 17, Nr. 1, 2012, S. 120.
  15. Inhaltsverzeichnis Thüringer Allgemeine. 31. Oktober 2009, abgerufen am 23. April 2020.
  16. Vorstellung neuer Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 13, Nr. 1, 2008, S. 22.
  17. Neue Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 9, Nr. 1, 2004, S. 29.
  18. Gerd Feuerstein: Stolperstein für das Naziopfer Salomon „Simon“ Leibowitsch im Lager Heuberg. In: Südkurier. 4. November 2019, abgerufen am 24. April 2020.
  19. Marco Jeschonnek Raketenschießen auf dem Heuberg in ZU GLEICH 1/2018, S. 71
  20. Südkurier zu 60 Jahre ArtBtl 295
  21. AusbUstgKp 295. In: Standortdatenbank der Bundeswehr. www.zmsbw.de, abgerufen am 23. April 2020.
  22. Neue Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 21, Nr. 1, 2016, S. 79.
  23. Neue Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 20, Nr. 1, 2015, S. 74.
  24. Neue Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 17, Nr. 1, 2012, S. 121.
  25. Neue Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 17, Nr. 1, 2012, S. 121.
  26. 10 Jahre Binationaler Standort Immendingen
  27. Neue Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 9, Nr. 1, 2004, S. 29.
  28. Stephan Thiel: „Reichweite und Präzision“: Die 4./Raketenartilleriebataillon 132in ihrer neuen militärischen Heimat MUNSTER. In: Zu Gleich. Band 19, Nr. 2, 2013, S. 47.
  29. Wolf-Joachim Clauß: STF – Zukunftsweisende Fähigkeit für künftige Einsätze. In: Zu Gleich. Sonderausgabe STF, Nr. 15, 2009, S. 10.
  30. Robert Badstübner: Das Panzerartillerielehrbataillon 325 im Hochwassereinsatz im Landkreis LÜNEBURG. In: Zu Gleich. Band 18, Nr. 2, 2013, S. 43 f.
  31. a b Autorenteam ArtLehrBtl 325: Führungswechsel im ArtLehrBtl 325. In: Zu Gleich. Band 25, Nr. 2, 2019, S. 73.
  32. Neue Kommandeure: Vita Kommandeur Panzerartillerielehrbataillon 325, MUNSTER. In: Zu Gleich. Band 19, Nr. 1, 2014, S. 87.
  33. Neue Kommandeure: Vita Kommandeur Panzerartillerielehrbataillon 325, MUNSTER. In: Zu Gleich. Band 17, Nr. 1, 2012, S. 123.
  34. Neue Kommandeure/Personalwechsel an der Artillerieschule: Vita Kommandeur Panzerartillerielehrbataillon 325, MUNSTER. In: Zu Gleich. Band 15, Nr. 1, 2010, S. 46.
  35. Neue Kommandeure. In: Zu Gleich. Band 14, Nr. 1, 2009, S. 41.
  36. a b c d e f Hans-Joachim Krug: 25 Jahre Artillerie der Bundeswehr: die Geschichte einer Truppengattung. Podzun-Pallas, Friedberg 1982, ISBN 978-3-7909-0184-9, S. 214.
  37. Christian-David Bombelka, Markus Schmidt, Carsten Windsch, Marc Frormann: Panzerartillerielehrbataillon 345 im Afghanistan-Einsatz. In: Zu Gleich. Band 13, Nr. 1, 2008, S. 14–17.
  38. Fahnenband des Ministerpräsidenten für die Kuseler Artilleristen. deutschesheer.de, 26. Juli 2010.
  39. Robert Badstübner: Hochwassereinsatz des Artillerielehrregiments 345 an der Elbe vom 5.–14. Juni 2013. In: Zu Gleich. Band 18, Nr. 2, 2013, S. 49–52.
  40. Mit Infostand beim Familientag. (Nicht mehr online verfügbar.) In: Deutscher Bundeswehrverband. Archiviert vom Original; abgerufen am 7. Mai 2015.
  41. Historischer Raketenabschuss – Bundeswehr feuert Hochpräzisionsmunition in Schweden ab. In: Bundeswehr. Youtube, 7. Dezember 2017, abgerufen am 29. April 2020.
  42. Oberst Krug 25 Jahre Artillerie der Bundeswehr. S. 48, 131 u. 159, ISBN 3-7909-0184-9.
  43. Oberst Krug 25 Jahre Artillerie der Bundeswehr. S.54/159, ISBN 3-7909-0184-9.
  44. http://www.panzer-modell.de/referenz/in_detail/m113_optronic/optronic.htm
  45. Oberst W. Speisebecher, Taschenbuch für Artilleristen 2. Folge, S.182f, 1974, Verlag WEHr UND WISSEN, ISBN 3-8033-0231-5
  46. a b Die äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in der Soldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmäßig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in der Vorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne eines Vorgesetztenverhältnisses).