Pioniertruppe (Bundeswehr)

Barettabzeichen der Pioniere in der Bundeswehr
Taktisches Zeichen Pioniertruppe der Bundeswehr (Panzerpionier)

Die Pioniertruppe ist eine Truppengattung im Heer und in der Streitkräftebasis der Bundeswehr. Die deutschen Pioniere zählen zu den Kampfunterstützungstruppen. Ausbildung und technische Ausrüstung befähigen, die Beweglichkeit und Durchhaltefähigkeit der eigenen Truppe zu fördern sowie die Beweglichkeit gegnerischer Truppen zu hemmen.

AuftragBearbeiten

 
Schwimmschnellbrücken ermöglichen die Überquerung auch tiefer Gewässer
 
Pioniere des Panzerpionierbataillons 1 beim Bau von Feldstellungen
 
Pioniere beim Feldlagerbau

Die Hauptaufgabe der Pioniertruppe besteht in der Unterstützung der Beweglichkeit der eigenen Truppe und der Störung der Bewegung des Feindes mit technischen Mitteln. Pionieren sind in der Bundeswehr dazu konkret folgende Aufträge zugewiesen:

Die Pioniertruppe fördert die Bewegungen der eigenen Truppen beim Überwinden von Minensperren, Gelände- und anderen Hindernissen. Sie ist befähigt zum Bau von militärischen Brücken über Gewässer oder Geländeeinschnitte. Weitere Aufgaben sind das Räumen von Trümmern und Barrikaden sowie die Beseitigung von kriegs- oder katastrophenbedingten Zerstörungen an Straßen, Wegen und anderen Verkehrsanlagen.

Pioniere sind aufgrund ihrer Ausrüstung in der Lage, die Kampftruppen direkt mit Sprengmitteln (im Kalten Krieg auch mittels Flammenwerfern) zu unterstützen und im Notfall Kampfaufgaben selbst zu lösen. Die Bewegungen des militärischen Gegners werden von Pionieren gehemmt und kanalisiert. Hierzu sind Pioniere in der Lage, mit Hilfe von militärischen Baumaschinen, Panzerabwehrminen und Sprengstoffen, wichtige Geländeabschnitte, Straßen und Brücken zeitlich begrenzt unpassierbar zu machen. Dazu können Pioniere auch Geländehindernisse verstärken, Minen- und Baumsperren und besondere Panzerhindernisse anlegen, sowie Gewässerstauungen auslösen.

Pioniere sind ausgebildet, Minen, Sprengfallen und Munition an Land und in Binnengewässern zu erkennen. Zum Aufspüren dieser Kampfmittel verfügt die Pioniertruppe über entsprechend ausgebildete Diensthunde. Speziell ausgebildete Soldaten der Pioniertruppe sind befähigt, mit Hilfe von Spezialgerät diese zu räumen.

Pioniere schaffen wichtige Einsatzvoraussetzungen für die Führung, logistische und sanitätsdienstliche Versorgung und die Unterbringung der eigenen Truppen. Hierzu unterstützen die handwerklich und technisch ausgebildeten Soldaten der Pioniertruppe mit ihrem Spezialgerät beim Ausbauen und Errichten von Kasernen, Feldlagern, Depots und Verkehrsinfrastruktur. Sie befestigen Abstell- und Lagerflächen, Brücken oder auch Start- und Landebahnen von Flugplätzen. Zu den Spezialpionieren zählen die Pipelinepioniere, die dafür Sorge tragen, dass die Versorgung der Truppe mit Kraftstoff gewährleistet ist, indem sie entsprechende Leitungssysteme bauen, betreiben und warten. Im Einsatz betreiben sie dazu Feldtanklager.

Pioniere verbessern den Schutz der eigenen Truppe und erhöhen dadurch deren Überlebensfähigkeit. In bebauten Gebieten verstärken und befestigen sie durch den Bau von Erd- oder Sandsackwällen sowie insbesondere in der Verteidigung im Orts- und Häuserkampf militärische Einrichtungen durch Verstärkungen gegen Beschuss. In unbebautem Gebiet errichten Pioniere Feldbefestigungen und Deckungen zum Schutz von Soldaten und militärischen Fahrzeugen.

Auf Antrag unterstützen Pioniere mit ihren besonderen Fähigkeiten und der speziellen Ausrüstung die zivilen Behörden im Rahmen von Hilfs- und Katastropheneinsätzen. Vor allem in den zahlreichen Hochwassereinsätzen an Oder, Elbe, Rhein und Donau haben Pioniere ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Semizivile Aufgaben übernehmen Pioniere beim Aufbau kriegszerstörter ziviler Infrastruktur in Einsatzländern.[1][2]

FähigkeitserweiterungBearbeiten

Im Zuge der Neustrukturierung der Bundeswehr 2011 wurde dieses im Rahmen der Rückübertragung des Aufgabenbereiches Kampfmittelabwehr an das Heer bereits zum 1. Juli 2012 der damaligen Pionierschule des Heeres unterstellt.[3] Die bis dahin Selbständig Operierende Kampfmittelbeseitigungskompanien wurden in die Pionier / Panzerpionierkompanien integriert, damit wurde die Fähigkeitsaufgabe der Pioniertruppe Mitte der 2000er Jahre korrigiert, so dass die Beseitigung und Vernichtung von UXO's, IED's und Kampfmitteln wieder beiden Pionierverbänden des Heeres oblag.

Infolge der Annexion der Krim durch Russland beschloss die NATO am 4./5. September 2014 in Newport in Wales, die Bündnispolitik verstärkt auf die Bündnisverteidigung zu legen.[4]

Die beschlossene Bundeswehrreform von 2011 und die „Fähigkeitsaufgabe“, großflächige Minensperren anzulegen wurde nahezu rückgängig gemacht. Bereits zur Aussonderung vorgesehene Systeme wurden reaktiviert und teilweise modernisiert. Darunter befand sich auch das Minenverlegesystem M85, ein anhängergezogenes Verlegesystem. Damit ist die Pioniertruppe wieder in der Lage, großflächige Minensperren anzulegen.[5][6]

GeschichteBearbeiten

PlanungsphaseBearbeiten

Fünf Jahre nach Beendigung des Zweiten Weltkrieges war es offenkundig, dass die am Eisernen Vorhang stehenden alliierten Truppen nicht ausreichen, der Bedrohung aus dem Osten entsprechende Kräfte entgegenzusetzen zu können. Die Bundesrepublik Deutschland wird 1951 deshalb von den Westalliierten aufgefordert, einen Verteidigungsbeitrag zu leisten.[7]

Dem von der "Dienststelle Blank" im Februar 1952 in die Bonner Ermekeil Kaserne berufene Oberst i. G. a. D. Koller Kraus erhält als Gutachter auf dem Gebiet "Militärische Infrastruktur" zunächst den Auftrag, ab April unterstützt durch den ebenfalls als Gutachter herangezogenen Oberst a. D. Fricke, den Bedarf an Pionierkräften zur Territorialen Verteidigung zu ermitteln, ebenso die Verfügbarkeit von Militärischen Infrastrukturanlagen in der BRD, die zum größten Teil auch Zweckentfremdet als Lager "Displaced Persons" oder Auswanderer Verwendung fanden.[7]

Im Schwerpunkt der Planung steht ab 1952 die Vorstellung -analog zu der in den westalliierten Streitkräften üblichen Weise- die Frage um Pioniereinheiten aller Art, ihre Versorgung mit Gerät, Maschinen, Sprengmittel und Minen.

Der Waffenring Deutscher Pioniere nimmt 1954/1955 seine Tätigkeit wieder auf, Pioniere der Wehrmacht, Waffen SS und Organisation Todt sammeln sich in den "Special Labour Service"-Einheiten zur pioniertechnischen Unterstützung der Westlichen Besatzungsmächte. So ergab sich frühzeitig eine Ziemlich umfassendes Bild über den vorhandenen Pionierkader in der BRD. Teile dieses Personals bildeten den späteren Grundstock der Pionierverbände der Bundeswehr 1956.[7]

Anfang Dezember 1955 wurden die ersten sechs Pionier-Offiziere in der Bonner Ermekeil-Kaserne vereidigt und eingewiesen. Sie sind vorgesehen, an der Engineer-School Fort Belvoir in den USA (Virginia) ihre Ausbildung in Führung- und Einsatzgrundsätzen der US-Engineers als auch an Waffen und Gerät zu erhalten. Die Einweisung dauerte 12–15 Wochen.[7]

WiederbewaffnungBearbeiten

Im April und Mai 1956 trifft das Vorauspersonal für das Pionierlehrbataillon (später Pionierlehrregiment) in der Münchner Funkkaserne ein, das den Kader zu einem bis Mitte 1958 auf 14 Kompanien anwachsenden Verband bildet. in Zusammenarbeit mit der Erste Pionier-Lehrgruppe der Bundeswehr (später Pionierschule) (Stationiert in der Lohengrin-Kaserne in München-Oberföhring) wurde im Juli 1956 der Ausbildungsbetrieb aufgenommen. Ziel der Lehrgruppe und des Pionierlehrbataillon war es, durch Rotationsprinzip Gedienten und Ungedienten Soldaten eine schnelle Vermittlung und Einweisung in Taktik, Pioniergerät und Material, so dass ein schnelles aufwachsen der aufzustellende Pionierverbände möglich wurde.[7]

Die Erstausrüstung der Pionierverbände war ausschließlich aus US und Britischer Produktion sie umfasste u. a.

Auflistung der Ersten Pionierverbände 1956[7]Bearbeiten

[7] Bezeichnung Aufstellung Standort spätere Bezeichnung Erstunterstellung Bemerkung
  SchBrKp 734 Mai 1956 Brannenburg 2./SchwBrBtl 260 PiBtl 4
  sSchBrKP 735 Aug 1956 Dillingen a.d.Donau PzPiKp 60 ?
  sSchBrKP 731 Juni 1956 ? PiBtl 3 PiBtl 1 später in PiBtl 1 eingegliedert
  sPiSpezKp (TV) 795 Sep 1956 Baumholder ? ?
  LLPIKP 9 1956 München FallschirmPiKp 250 LLPIBtl 9
  LePiBtl 511 1956 Hannover LePiBtl 18 ?
  PiBtl Koblenz (sPiBtl 717) 1956 Koblenz PiBtl 320 Kommando der Territorialen Verteidigung
  3./PiBtl 1 Juli 1956 Hamburg PzPiKp70 3.PzDiv aus Einheiten des BGS hervorgegangen
  PiBtl 1 Juli 1956 Harburg PiBtl 3 1 PzGrenDiv Gerät vom BGS übernommen
  PiBtl 2 Aug 1956 Holzminden PiBtl 1 2.PzGrenDiv
  PiBtl 4 Juli 1956 Rosenheim GebPiBtl 8 / PiBtl 10 1.GebDiv aus Grenzschutzbauabteilung (Bau) hervorgegangen

PiBtl 4 wurde gesplittet in GebPiBtl 8, PiBtl 10 und PzKp110

  PzPiBtl 5 Aug 1956 Dillingen a.d.Donau PiBtl 2 5.PzDiv
  PzPiBtl 3 Juli 1956 Schleswig PiBtl 6 6.PzGrenDiv
  Pionierlehrbataillon April 1956 München PiLehrRgt ? Unterstützt durch US-Engineers (MAAG-Team)
  PiBtl 10 1956 Ingolstadt 10.PzGrenDiv
  PiBtl 61 1956 Lübeck ?

Aufbau der Pioniertruppe 1960er JahrenBearbeiten

In den ersten Jahren nach der Wiederbewaffnung erfolgte der stetige personelle Ausbau der Pionierverbände. Der Fokus des Bundesminister für Verteidigung lag allerdings mehr bei der Beschaffung von kostengünstigen Nuklearwaffen („pre-emptive strike“), Panzer (Leopard 1, HS30) und moderneren Jagdflugzeugen (F104) so dass die Pionierverbände und ihre Ausrüstung nur eine untergeordnete Rolle spielten. Ein Umdenken begann im Bundesministerium für Verteidigung erst, nachdem das NATO-Planspiel Fallex 62 für die Bundeswehr eine katastrophale Einsatzbereitschaft aufzeigte und die Zeitschrift "Der Spiegel" über dieses berichtete.[8]

Folgende Mängel wurden bei der Übung Fallex 62 offenkundig:

  • Pionierverbände waren nicht in der Lage, Infrastrukturschäden zu beseitigen
  • Fehlen an Bückengeräten, Fähren etc.
  • Fehlen von einsatzbereitem Pioniergerät für Stellungsbau
  • Personeller Mangel in den Verbänden (ca. 75 % des Sollwertes waren erreicht), Reservisten konnten nicht einberufen werden.
  • Fehlen von schweren Pionierverbänden
  • Vorhandenes Material war veraltet und nicht voll einsatzbereit.

Nach dem Rücktritt von Franz Josef Strauß und der veränderten NATO-Strategie Massive Vergeltung zur Flexible response wurden u. a. die Pionierverbände der Bundeswehr massiv ausgebaut. Der Verteidigungsetat stieg zeitweilig von 3,4 % BIP auf über 5,3 %.[9]

So entstanden in den 1960er Jahren zusätzlich:[7]

  • 9 selbständige Panzerpionierkompanien
  • 3 selbständige Flusspionierkompanien
  • 10 schwere Pionier-Bataillone
    • 3 aktive
    • 7 nicht aktive
  • 3 Pionier-Regimenter nicht aktiv

Dieser Ausbau setzte sich in den 1970er Jahren fort und erreichte seinen Höhepunkt in den 1980er Jahren.[7]

Entstehung der FlußpioniereBearbeiten

Die Bundesrepublik Deutschland war durch NATO-Verträge verpflichtet, die Operationsfreiheit aller auf ihrem Hoheitsgebiet eingesetzten NATO-Truppen aufrechtzuerhalten. Dabei musste in erster Linie sichergestellt werden, dass die für die Durchführung der Operationen in der rückwärtigen Kampfzone und der Verbindungszone erforderlichen Verkehrswege ständig betriebsbereit waren. Der Übergang über breite, strömungsstarke Gewässer war hier eine besondere Herausforderung.[10]

Durch Fallex 62 wurde deutlich das eine wirkungsvolle Verteidigung Mitteleuropas nur möglich ist, wenn schnell und ausreichend Reserven über See und Landverbindungen möglich sind. Aus diesem Grund wurde die territoriale Bewegungsfreiheit der NATO-Kräfte einschließlich der Bundeswehr weiter gefördert. Planspiele der NATO gingen davon aus, dass ein Angriff des Warschauer Paktes in den ersten Stunden u. a. Luftschläge gegen Infrastrukturziele, besonders Brücken und Verkehrsknotenpunkte, eine wirkungsvolle Verteidigung maßgeblich erschweren wird. Daher wurde der Ausbau der Brücken- und Flusspioniere weiter erhöht, besonders den Flusspioniere war es möglich, sich Luftangriffen durch rechtzeitiges Verlegen möglichst schnell auf der gesamten Länge des Rheins Schwerpunkte zu bilden und ohne Vorbereitungszeit Übersetzoperationen durchzuführen.

Die Flusspioniere der Bundeswehr hatten ihren Uhrsprung in der Rhine River Patrol der US-Streitkräfte. Mit der Aufstellung der Bundeswehr wurde das Gerät teilweise auch die Liegenschaften von der sich in Auflösung befindlichen Rhine River Patrol an die Bundeswehr übergeben. Das Deutsche Personal des Fährbetriebes wurde soweit möglich in die Bundeswehr übernommen. Anfängliche Strukturelle, Personelle sowie Materielle Probleme sorgten Allerdings dazu das die Einsatzbereitschaft der Flusspioniere erst Anfang der 1960er Jahre zumindest Personell gelöst wurden.[11][7]

Die Flusspionierkompanien der Bundeswehr waren gemäß „Stärke- und Ausrüstungsnachweis“ (StAN) in Auftrag, Gliederung und Personal identisch, verfügten jedoch über einen unterschiedlichen Bootspark.

Um die fehlende Übersetzkapazität in Bootsform auszugleichen, wurden den Flusspionierkompanien in Koblenz und Achim zwischenzeitlich das Hohlplattenbrückengerät übergeben. Als Antriebsmittel für die „Hohlplatte“ dienten große Motorboote. Für den Transport von Schwimmbrückengerät und Motorboote waren Lastkraftwagen „Sieben-Tonner“ mit Anhänger vorgesehen. Der Umfang des zugewiesenen „Ersatzgerätes“ war zeitweilig beträchtlich. Er betrug bis zu 300 Pontons und 30 Motorboote mit einer großen Zahl an Transportfahrzeugen. Diese Übergangsregelung dauerte bis Mitte der sechziger Jahre.

Das von den Alliierten übernommene „Alt-Gerät“ wurde nach und nach durch Neubauten der Bundeswehr ersetzt. Die „Y-Sicherungsboote“ und die „Oberwinter-Landungsboote“ waren schon zum April 1966 außer Dienst gestellt, die alten „Mannheim-Boote“ der Typen 1951 bis 1952 wurden bis Mitte der siebziger Jahre ausgesondert. Ebenso wurden die Sicherungsboote „Classe 33“ aus der Truppe genommen, bis auf zwei Exemplare, die den beiden Pionierregimentern des Territorialbereiches Süd und Nord zur besonderen Verwendung zugestanden wurden.[12]

[7][13] Erstbezeichnung Letzte Bezeichnung Aufstellung Standort Erstunterstellung Letzte Unterstellung Verbleib
  FluPiKp731 FluPiKp800 April 1962 Uesen sPiRgt 705 PiKdo800 Aufgelöst 1989
  FluPiKp732 FluPiKp801 1959 Neuwied sPiRgt 705 PiKdo800 Aufgelöst 1989
  FluPiKp (TV) 790 FluPiKp850 1957 Koblenz sPiRgt 717 PiKdo850 Aufgelöst 1989
  Pionier-Flu-Kp (TV)791 FluPiKp851 1958 Wiesbaden sPiRgt 717 PiKdo850 Aufgelöst 1989
  FlußPiKp736 ? 1960 Karlsruhe sPiRgt 706 ? AmphPiBtl330 (Speyer)
  FlussPiKp 733 ? 1962 Krefeld sPiRgt 706 ? Aufgelöst 1969
  FlussPiKp 735 ? 1960 Wiesbaden sPiRgt 717 ? Aufgelöst 1969

Mit der Aufstellung der Flusspionierkompanien in der Bundeswehr, (ab 3. Juli 1957) wurden der Pioniertruppe Spezialeinheiten zur Verfügung gestellt, die ihrer Aufgabe und Ausrüstung nach eine wertvolle Ergänzung der brückenschlagenden Pioniere darstellten.

Durch die tief greifenden Strukturveränderungen der Bundeswehr im Laufe der Jahrzehnte wurde die Anzahl der Flusspionierkompanien zunächst reduziert und im Jahre 1989 völlig aufgelöst.[10]

[14]

Aufbau der Pioniertruppe 1970er JahreBearbeiten

Mit Auflösung des Kommandos Territoriale Verteidigung 1969 und der Neuaufstellung des Territorialheeres, was nun kein eigener Teilbereich der Bundeswehr mehr war, sondern stattdessen neben dem in die NATO-Kommandostruktur integrierten Feldheer der Teilbereich des Heeres, der auch im Verteidigungsfall weiterhin national geführt werden sollte. Fast alle nicht aktiven Pionierverbände befanden sich seither im Territorialheer, wo die Aufgabe der Pionierverbände bestand, im rückwärtigen Bereich die Bewegungsfreiheit unter jeder Tages- und Nachtzeit und unter allen Wetterbedingungen sicherzustellen. Dazu gehörten u. a. der Auf-/Neubau von Brücken über wichtige Flussübergänge, das Vorbereiten von Stellungen, Sperren von Geländehindernissen mit Draht, Panzersperren oder Minensperren, Ausbessern von Straßenverbindung, Sicherstellung der Wasseraufbereitung und Vorbereitung von Brückensprengungen.[15]

In den 1970er Jahren wurde die Erstausrüstung der aktiven Pionierverbände des Feldheeres durch modernes Gerät ersetzt; so wurde u. a. folgendes Gerät beschafft:[16][17]

Neuaufgestellte Verbande

(ohne umgliederung)

Anzahl
Pionierspezialsperrkompanie 4
Pionierbohrzug 3
Luftlandepionierkompanie 1
Schwimmbrückenbataillon 4 n.A
Panzerpionierkompanien 4
Pionierkommando (Brigade) 2
Pionierregiment 3 n.A
AmphPiBtl 3
AmphPikp 1

Entstehung der Amphibische PioniereBearbeiten

Anfang der 1970er Jahre wurden die Amphibischen Einheiten in Bataillone zusammengefasst und in den Pionierkommandos der Korps konzentriert. Es waren die 5. Kompanie der Divisionspionierbataillone und die selbständigen amphibische Kompanien. In Schleswig-Holstein wurde die 5./PiBtl 6 ausgegliedert, in AmphPiKp 601 umbenannt und dem PiBtl 6 unterstellt. Die Bataillone und Kompanie waren mit amphibischen Brücken M2 „Alligator“ – und Übersetzungsfahrzeugen, Sturmbooten, schweren Motorbooten, Radplaniergeräten und Faltstraßengerät ausgestattet. Die einzelnen Bataillone verfügten somit über eine Kapazität von 183 Meter Schwimmbrücke mit der Militärischen Lastenklasse (MLC) 60 (54,4 t Tragfähigkeit), die ausreichend war, um den Brückenlegepanzer M48 aufzunehmen, der damals das schwerste Fahrzeug der Bundeswehr darstellte. Mit der amphibischen Brücke M2 „Alligator“ waren die amphibische Pioniere in der Lage, auf dem gesamten bundesdeutschen Gebiet schnell und flexibel Verteidigungs- und Angriffsoperationen zu unterstützen. Dabei konnte ohne Vorbereitungszeit ein Flussfährbetrieb oder wahlweise ein Brückenbetrieb aufgenommen werden.

Mit Einnahme der Heeresstruktur IV wurde eine weitere, 5. Kompanie, als Geräteeinheit aufgestellt (die 5./AmphPiBtl 230 war aktiv) und die AmphPiKp 601 in AmphPiKp 600 umbenannt. Nach 22 Jahren endete die Geschichte der Amphibischen Pionierbataillone. 1993 wurden alle Amphibischen Pionierbataillone in Pionierbrückenbataillone umgegliedert und umbenannt, die AmphPiKp 600 wurde aufgelöst.[7]

[7][13] Erstbezeichnung Letzte Bezeichnung Aufstellung Standort Erstunterstellung Letzte Unterstellung Verbleib
  AmphPiBtl 130 PzPiBtl 130 1972 Minden 5./PiBtl1, 5./PiBtl3, 5./PiBtl7, 5./PiBtl11, PiKdo1 umgegliedert in PzPiBtl 130 aktiv, Reduziert auf 30 amphibischen Brücken M3 in 2 Kompanien
  AmphPiBtl 230 sPiLehrBtl 230 1970 Ingolstadt 5./PiBtl 10, 5./PiBtl 4, und der AmphPi(L)Kp 201 PiKdo2 Aufgelöst 2002
  AmphPiBtl 330 SpPiBtl 464 1970 Speyer 5./PiBtl 2, 5./PiBtl 5, FlußpiKp 736 und der AmphPiKp 301 PiKdo3 de facto 2003 als Schweres Pionierbataillon 330 Aufgelöst, offiziell 2015 als SpPiBtl 464[19]
  sSchBrKp733 AmphPiKp 600 1971 Plön 5./PiBtl 6 PiBtl6 Aufgelöst 1993

Aufbau der Pioniertruppe 1980er Jahre[7][20]Bearbeiten

In den 1980er Jahren zeichnete sich der weitere Auf- und Ausbau der Pionierverbände fort. mit der Einnahme der Heeresstruktur IV erreichten die Pionierverbände des Feld- und Territorialheeres ihre Größten Aufwuchs.

Die Sperrfähigkeit sowie die Verlegezeit von Minensperren wurde in den 1980er Jahren enorm gesteigert durch die Einführung der Systeme

  • Minenwerfer Skorpion M 548 G A1 (Wurfmine AT2 600 Minen pro Fahrzeug) 300 Exemplare
  • Minenverlegesystem M85 (Panzerbwehrverlegemine DM31 420 Minen pro Fahrzeug) 282 Exemplare
  • S-Draht Verlegeanhänger
  • Panzerabwehrichtmine DM12
 
Gliederung des Feldheeres

war es möglich, Minensperren von 1500 m Länge in 15 min anzulegen (Skorpion) bzw. in 2.Std offen / 4.Std verdecktes verlegen mit dem Minenverlegesystem M85[15]

Folgendes Großgerät wurde in die Pionierverbände ergänzt:

[7] Verbandsart Feldheer aktiv/ t.A Feldheer n.A Territorialheer aktiv/ t.A Territorialheer n.A Gesamt
  Panzerpionierbataillon 0 0 0 0 0
  Panzerpionierkompanien 33 0 0 0 33
  Pionierregiment 0 0 0 8 8
  Pionierbataillon 16 3 0 18 37
  Pionierkompanien 1 0 0 11 12
  Gebirgspionierbataillon 1 0 0 0 1
  Gebirgspionierkompanie 1 0 0 0 1
  Schwimmbrückenbataillon 0 5 2 9 16
  Schwimmbrückenkompanien 0 0 0 2 2
  AmphPiBtl 3 0 0 0 3
  AmphPikp 0 0 1 0 1
  Flusspionierkompanien 0 0 2 2 4
  Pipelinepionierregiment 0 0 2 0 2
  Pipelinepionierbataillon 0 0 3 5 8
  Pipelinepionierkompanien 0 0 2 0 2
  Luftlandepionierkompanie 3 0 0 0 3
  Pionierbrigaden 3 0 2 0 5
  Pionierspezialsperrkompanie 0 0 4 0 4
  Pionierbohrzug 0 0 3 0 3

Einsatzfähigkeit aller PioniervebändeBearbeiten

In den 1980er Jahren wurde der Verteidigungshaushalt durch den NATO-Doppelbeschluss und der Stationierung von SS-20 Raketen in der DDR nochmals gesteigert, so war der Realanstieg von 1970 bis 1980 bei etwa 21 %.[11][9]

Die Pionierverbände des Feld- und Territorialheeres wurden im ersten Drittel der 1980er Jahre modernisiert und materiell voll aufgestellt. Ein Mangel an länger dienenden Unteroffizieren und Offizieren konnte auch in den 1980er Jahren in den Pionierverbänden nicht beseitigt werden.[11]

Dennoch wurde der Bundeswehr und ihren Pionierverbänden bei der NATO-Übung "FTX/CPX – Certain Strike " die Bestnote "Zum Angriff voll geeignet" zugesprochen.[11] Dies spiegelte sich auch in der Militärischen Beurteilung der Bundeswehr vom CIA wieder, indem es wörtlich Heißt:

"The Bundeswehr-the West German Federal Armed Forces- is the most effective European national contigent in NATO. Bundeswehr components are defensively oriented and conceptually a part of the NATO military command structure. Despite continuing implementation of equiqment modernization programs during the next five years, military leaders will be hard pressed to maintain current levels of readiness. In terms of both size and capability, the West German Army is a bulwark of NATO's defense...."

"Die Bundeswehr – die westdeutsche Bundeswehr – ist der effektivste europäische Nationalstreitmacht in der NATO. Die Komponenten der Bundeswehr sind defensiv orientiert und konzeptionell Teil der militärischen Kommandostruktur der NATO. Trotz der fortgesetzten Umsetzung von Modernisierungsprogrammen für Ausrüstungen in den nächsten fünf Jahren wird es den Militärführern schwer fallen, die derzeitige Bereitschaft aufrechtzuerhalten. In Bezug auf Größe und Leistungsfähigkeit ist die Bundeswehr ein Bollwerk der NATO-Verteidigung ...."[11]

Die Lagebeurteilung der NVA stellte in den 1980er Jahren fest, dass ein Angriff auf Westdeutschland und der notwendige Durchbruch in Stoßrichtung Hamburg nur noch möglich sei, wenn die NATO-Verbände überrascht und massiv mit Kernwaffenschlägen besonders gegenüber die 6. Panzergrenadierdivision (allg. I. Korps) erreicht werden können.[11]

Des Weiteren wurde prognostiziert, dass wenn die NATO Verbände einschließlich die der Bundeswehr eine 48-stündige Vorwarnzeit hat, die Bundeswehr ihre Truppenstärke durch Mobilmachung verdreifacht (1,2Mio) und vorbereitete Sperren (Trichtersperren, Baumsperren, Fallkörpersperren, präparierte Brücken und Steckkörpersperren[21]) entlang des vorderen Rand der Verteidigung (VRV) und des gesamten Bundesgebietes auslösen wird, so dass ein schneller Vorstoß zum Rhein nicht mehr bzw. nur unter hohen Verlusten möglich sei.[11]

Eine Besonderheit waren die Pipelinepioniere, die es so bisher nicht in Deutschland gegeben hatte. Ihre Hauptaufgabe war die Einrichtung und der Betrieb der NATO-Pipeline, die im Kalten Krieg das Rückgrat der Kraftstofffolgeversorgung, der in Westeuropa operierenden NATO-Verbände darstellte. Erster größerer Einsatz für die Pioniere war die Flutkatastrophe 1962 in Hamburg. Ihre Sturm- und Schlauchboote erwiesen sich als besonders hilfreich. Hilfs- und Katastropheneinsätze sollten wichtiger Teil des Aufgabenspektrums der Pioniere bleiben. Teile der Pioniertruppe wurden nach Erdbeben beispielsweise 1976 im Friaul und 1980 in Süditalien eingesetzt, 1975 bei der Waldbrandkatastrophe in der Lüneburger Heide und 1979 bei der Schneekatastrophe in Schleswig-Holstein. Nach Ende des Kalten Krieges wurden die territorialen Aufgaben der Pioniere (vgl. Wallmeistertrupps) größtenteils aufgegeben und die Unterstützung der deutschen Panzertruppen, beispielsweise die Anlage von Sperren, der Bau von Schnellbrücken und Feldstellungen, trat in den Hintergrund. Pioniere leisten in Auslandseinsätzen heute vor allem Beiträge zum Wiederaufbau kriegszerstörter Infrastruktur, zur Beräumung von ehemaligen Kriegsgebieten, sowie zum Bau und Betrieb von Feldlagern im Einsatzland.[22]

Siehe auch:

AusbildungBearbeiten

Zentrale Ausbildungseinrichtung ist die Ausbildungszentrum Pioniere in Ingolstadt. Für die Weiterentwicklung der Truppengattung ist seit Juni 2013 das Amt für Heeresentwicklung zuständig. Die Truppenschule ist zentrale Ausbildungseinrichtung für Pioniere des Heeres und der Streitkräftebasis. Der Leiter der Schule ist gleichzeitig General der Pioniertruppe. Dieser ist für die Ausbildung der Pioniertruppe in besonderer Weise verantwortlich. Spezialpionierkräfte der Streitkräftebasis werden zusätzlich bei der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt/Oldenburg i. H. in ihren Fachgebieten aus-, weitergebildet und in Übung gehalten. Mitte 2012 übernahm die Pioniertruppe des Heeres alle Aufgaben der Kampfmittelbeseitigung. Dazu wurde das bisher der Streitkräftebasis unterstellte Zentrum für Kampfmittelbeseitigung der Bundeswehr in Stetten am kalten Markt der damaligen Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik unterstellt.

OrganisationBearbeiten

 
Gliederung einer Selbständigen Panzerpionierkompanie in der Heeresgliederung "Neues Heer"

EinordnungBearbeiten

Die deutschen Pioniere bilden im Heer und in der Streitkräftebasis der Bundeswehr eine eigene Truppengattung. Im Heer zählen sie zu den Kampfunterstützungstruppen. Luftwaffe und Marine teilen ihre Teilstreitkräfte nicht in Truppengattungen ein. Entsprechend existiert dort keine Pioniertruppe im engeren Sinn. Zur Startbahninstandsetzung sind aber auch bei der Luftwaffe Pionierkräfte aufgestellt. Diese zählen zum Dienstbereich Objektschutz (6. Staffel Objektschutzregiment der Luftwaffe). Bei der Marine waren ebenfalls im kleineren Umfang eigene Pionierkräfte aufgestellt. Aufgabe war beispielsweise das Schaffen einer baulichen Voraussetzung für Landungsoperationen. Sie zählten zur amphibischen Gruppe der Marine.

Entsprechend den unterschiedlichen Fähigkeiten der Pioniertruppe zur Kampfunterstützung der verschiedenen Kampftruppen werden die Pionierkräfte der Bundeswehr in mechanisierte Panzerpioniere, Luftlandepioniere, Gebirgspioniere und Brückenpioniere sowie Spezialpioniere unterteilt. Die Bezeichnungen für Truppenteile, die sich vorrangig aus den oben genannten Pioniertypen zusammensetzen, lehnen sich an diesen Bezeichnungen an: Panzerpionierkompanie, Luftlandepionierkompanie, Flusspionierbataillon, Brückenbataillon, Spezialpionierbataillon usw. Als schwere Pioniere werden Bataillone bezeichnet, die über besonders schweres Gerät verfügen, beispielsweise Schwimmbrücken.

Luftlandepioniere sind leicht ausgerüstete Verbände, die mit ihrem Gerät durch Luftfahrzeuge an den Einsatzort verbracht werden können. Gebirgspioniere sind durch ihre Ausrüstung befähigt die Gebirgstruppe im Stellungsbau im Hochgebirge und durch Anlegen von Sperren im Gebirge zu unterstützen.

Daneben gibt es Spezialpioniere mit besonderen logistischen Aufträgen wie der Errichtung und Betrieb von Feldlagern sowie Pipelinepioniere, um in Krisen- und Kriegszeiten das NATO-Pipeline-System in Deutschland und Feldtanklager zur Kraftstoffversorgung eingesetzter Truppen im Auslandseinsatz zu errichten und betreiben.

Als Sperrpioniere bezeichnet man Pioniere, die hauptsächlich mit dem Bau von Sperren, insbesondere Minenlegen, beauftragt sind.

Ferner gab es in der Zeit des Kalten Krieges weitere Spezialisierungen, die heute häufig nicht mehr explizit zum Fähigkeitspektrum der Bundeswehr zählen. Eisenbahnpioniere waren zur Wiederherstellung und Betrieb von Eisenbahnanlagen befähigt. Flusspioniere ermöglichten Truppen die Querung von größeren Gewässern mittels Fähren. Im Territorialheer bestanden in Truppstärke Wallmeister zur Auslösung vorbereiteter Brückensprengungen sowie zur Aktivierung sonstiger Sperren im Verteidigungsfall.

In der Luftwaffe gab es bei jedem fliegenden Verband eine Startbahninstandsetzungsstaffel zur Flugverkehrsflächeninstandsetzung. Gleichzeitig wurden Luftwaffenpionierkräfte für die Flugverkehrsflächeninstandsetzung für militärische Flugplätze, die von Nato-Nationen genutzt wurden, vorgehalten (Wartime Host Nation Support).

Zur Anlage kleinerer Sperren und zur Durchführung kleinerer Sprengungen sowie zum Bau von einfachen Feldstellungen mittels Schanzzeug und Erdarbeitsgeräten (EAG LKW mit Baggerlöffel – die allerdings nur bedingt in bewaldetem Gelände eingesetzt werden können) sind in beschränktem Maß alle Kampftruppen der Bundeswehr befähigt.

Sturmpioniere mit vor allem infanteristischen Aufgaben wurden in der Bundeswehr nicht mehr aufgestellt. Deren Aufgaben wurden von Beginn an durch eine erweiterte Ausbildung der Infanterie durch eine Sprengausbildung und entsprechende Ausstattung mit Sprengmitteln übernommen.

TruppenteileBearbeiten

Aktive Truppenteile im HeerBearbeiten

Die Pioniertruppe umfasst folgende Truppenteile im Heer:

Bezeichnung Ort Verband Bemerkung
Bataillone
  Panzerpionierbataillon 1 Holzminden Panzerbrigade 21
  Panzerpionierbataillon 4 Bogen Panzerbrigade 12
  Gebirgspionierbataillon 8 Ingolstadt Gebirgsjägerbrigade 23
  Panzerpionierbataillon 130 Minden Panzerlehrbrigade 9 enge Kooperation mit den 23 Amphibious Troop & 412 Troop (Volunteers) Royal Engineers der British Army am selben Standort, und mit gleicher Ausrüstung und Aufgabe
  Panzerpionierbataillon 701 Gera Panzergrenadierbrigade 37
  Panzerpionierbataillon 803 Havelberg Panzergrenadierbrigade 41
Selbstständige Kompanien
  Luftlandepionierkompanie 260 Saarlouis Luftlandebrigade 1
  Luftlandepionierkompanie 270 Seedorf Luftlandebrigade 1
  Panzerpionierkompanie 550 Stetten am kalten Markt Deutsch-Französische Brigade

Nicht aktive Truppenteile im HeerBearbeiten

Ergänzungstruppenteile sind nicht aktive Bataillone, die hauptsächlich aus Reservisten bestehen. Die Bataillone verfügen z. Z. über kein eigenes Großgerät, sondern sind dazu auf Großgerät ihrer Couleurtruppenteile angewiesen. Zukünftig werden die Pionierbataillone nach und nach mit Gerät ausgestattet. Es existieren ein nichtaktive und ein teilaktives Pionierbataillon:

Bezeichnung Ort Großverband Bemerkungen
  Schweres Pionierbataillon 901 Havelberg 1. Panzerdivision Teil Aktiv (3 Kompanien aktiv in Havelsberg, Minden und Bogen)[23]
  Pionierbataillon 9051 Ingolstadt 10. Panzerdivision nichtaktiv Couleur: Gebirgspionierbataillon 8 (Fahrzeuge im Zulauf)

1 vereinzelt als Gebirgspionierbataillon 905 bezeichnet

Im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit wurden/werden ZMZ-Stützpunkte an allen sechs Standorten der Pionierbataillone eingerichtet. Dort werden besondere pioniertechnische Gerätschaften vorgehalten.

Truppenteile in der StreitkräftebasisBearbeiten

Die beiden Spezialpionierbataillone (SpezPiBtl) 164 und 464 gehörten nicht zu den allgemeinen Heerespionieren, sondern waren Verbände im Logistikkommando der Bundeswehr und gehörten damit zur Streitkräftebasis. Sie waren die einzigen beiden Bataillone der Bundeswehr, die in der Lage waren, Feldlager aufzubauen und zu betreiben. Auch die Wasserversorgung gehörte zu ihrem Aufgabenspektrum.

Das Spezialpionierbataillon 464 wurde mittlerweile aufgelöst. Im Gegenzug hat das Spezialpionierbataillon 164 einen Aufwuchs um sechs zusätzliche Feldlagerbau- und Feldlagerbetriebszüge erfahren und wurde zum Spezialpionierregiment 164 umfirmiert.

Das Regiment beinhaltet weiterhin eine Pipelinepionierkompanie, die ein Feldtanklager z. B. in Masar-e Scharif bauen und betreiben kann. Dazu ist jeweils mindestens eine halbe Zugstärke der insgesamt drei Züge erforderlich.

Bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr besitzen die Feldlager jeweils zwei Pionierkompanien. Darunter die Feldlagerbetriebskompanie, die die Wasserversorgung und den Infrastrukturbetrieb im Feldlager übernimmt und zusammen mit der ABC-Abwehrtruppe und der Einsatzkompanie aufgestellt wird.

Dem Logistikkommando der Bundeswehr unterstehen:

Bezeichnung Ort Bemerkungen
  Spezialpionierregiment 164 Husum

Im Rahmen der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit wurden ZMZ-Stützpunkte eingerichtet. Folgende Truppenteile der Streitkräftebasis verfügen über besondere pioniertechnische Gerätschaften für die ZMZ-Stützpunkte in Husum und Speyer:

  • Husum, beim Spezialpionierregiment 164

Außer Dienst gestellte TruppenteileBearbeiten

AusrüstungBearbeiten

GroßgerätBearbeiten

Minenverlegesystem M85Bearbeiten

 
Minenverleger M85 mit MAN 15to Multi als Zugmaschine (ILÜ)

Der Minenverleger M85 wurde 1985 mit einer Gesamtstückzahl von 282 Systemen durch die Bundeswehr beschafft.[24] Die dazugehörige Panzerabwehrverlegemine DM31 wurde in Lizenz durch Dynamit Nobel für die Bundeswehr hergestellt. Dabei handelt es sich um ein schwedisches Produkt der Firma FFV mit der Bezeichnung FFV 028SN.[25][26]

Der Minenverleger ist ein einachsiger, ungebremster Anhänger mit Pflug, Einebner, Elektro und Hydrauliksystem zum offenen oder verdeckten Verlegen der Panzerabwehrmine DM31. Die Verlegung erfolgt entweder an der Oberfläche oder bis zu einer Tiefe von 20 cm. Als Zugfahrzeug wird ein MAN LKW 7to mil gl oder MAN MULTI 15 to mit Wechselladepritsche verwendet, der gleichzeitig die Minen in Transportboxen auf der Ladefläche mitführt. Von dort werden die Minen über eine Laderutsche auf den Minenverlegeanhänger transportiert. Der Minenverleger entsichert die Minen selbständig und führt diese nach vorgewählten programmierten Verlegeabstand mittels einer Rutsche zu Boden. Der Verlegeabstand der Panzerabwehrmine kann auch manuell bestimmt werden. Des Weiteren kann der Bediener zwischen offenen und verdeckten Verlegen mittels Auf- und Absenken des Pfluges sowie dessen Einebner die Verlegeart wechseln.[26]

Damit ist es möglich, Flächen von 1500 m Länge in 2 Stunden (offen) bzw. 1500 m in 4 Stunden (verdeckt verlegt) zu sperren.

Das Minenverlegesystem ist das einzige System der Bundeswehr, das zur Aussonderung anstand und wieder reaktiviert wurde.[27] Hintergrund hierfür ist der Ukraine-Konflikt und die zunehmende Bedrohung durch Russland.[4][5]

Derzeit befinden sich wieder 23 Systeme in der Nutzung.[26]

Panzerabwehrverlegemine DM31Bearbeiten
 
Panzerabwehrverlegemine DM31

Bei einem Gewicht von 8,4 kg enthält die Mine mindestens 3,5 kg Sprengstoff des Typs Composition B. Die bei der Bundeswehr als DM-31 eingeführte Version der FFV028 verfügt über einen eingebauten Wiederaufnahmeschutz, der die Mine bei einem Räumversuch explodieren läßt. Die DM-31 entschärft sich selbst nach Ablauf der Wirkzeit von etwa 40 Tagen, d. h. sie verfügt über einen Selbstneutralisierungsmechanismus. Dies wird optisch angezeigt und erlaubt die Wiederverwendung. Für diese Mine existieren die Übungsmine DM-60 und die Exerziermine DM-70 als Ausbildungs- und Trainingssysteme.[26]

Im Gegensatz zu früheren Panzerabwehrminen der Bundeswehr explodiert die DM-31 ähnlich der AT-2 nämlich nicht nur, wenn sie direkt von der Kette eines Panzers überrollt wird, sondern immer dann, wenn ein Panzer über die Mine hinwegfährt. Dies wird durch ein neues Funktionsprinzip ermöglicht. Sie ist mit einem schocksicheren, elektronischen Zündsystem ausgestattet, das auf Veränderungen im Magnetfeld anspricht. Meldet dieser Sensor die Überfahrt eines Panzers, so wird mit einer kleinen Sprengladung der Minendeckel und eine eventuelle Tarnung über der Mine weggesprengt und dadurch eine Hohlladung freigelegt und aktiviert. Diese Hohlladung wird von unten gegen den Boden des Panzers geschossen, schweißt sich durch diesen hindurch und explodiert im Panzerinneren. Trotzdem wirkt die Mine auch gegen die Ketten eines Panzerfahrzeugs effektiv, das über sie fährt.[28]

Die DM31 mit Aufhebesperre („Anti Handling Device“) fällt nicht unter das OTTAWA Übereinkommen vom 3.Dezember 1997 über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, der Herstellung und der Weitergabe von Anti-Personen-Minen und über deren Vernichtung. Dies ergibt sich aus den Begriffsbestimmungen im Artikel 2 des Übereinkommens.[29]

Die DM31 kann mit dem Minenverlegesystem M85 oder von Hand verlegt werden. Eine Wiederaufnahme ist erst nach Ablauf von 40 Tagen möglich.

Ursprünglich wurden 125.000 Minen dieses Typs von 1988 bis 1992 für 182,2 Mio. DM beschafft.[26]

Derzeit befinden sich wieder ca. 55.000 Minen DM31 in der Nutzung[30][31]

Systeme in DienstBearbeiten

Nur wenige Truppengattungen im Heer verfügen über derart vielfältiges Großgerät wie die Pioniertruppe. Für ihre vielfältigen Aufgaben sind sie mit verschiedenen Fahrzeugen wie Pionierpanzer, Brückenlegepanzer und Minenräumpanzer ausgerüstet. Zur Ausrüstung der Brückenpioniere gehören Pontonbrücken um Gewässer zu überwinden. Ferner verfügen sie über vielfältiges Schanzzeug.

Zur aktuellen Ausstattung der Truppe gehören zurzeit unter anderem der Pionierpanzer 2 Dachs, die Panzerschnellbrücke Biber bzw. Panzerschnellbrücke Leguan, das Minenverlegesystem M85 sowie der Minenräumpanzer Keiler. Die auf einen LKW verladene Faltstraße ermöglicht das Befahren von sandigem oder morastigem Gelände. Bei Gewässern und Hindernissen, die nicht mit der Panzerschnellbrücke überwunden werden können, kommt die Faltfestbrücke zum Einsatz. Eine Aufbauzeit von einer Stunde verhindert jedoch den Einsatz bei einem Vorstoß der kämpfenden Truppen.

Größere und breitere Wassertiefen werden mit der Amphibie M3 überwunden, die als Schwimmschnellbrücke oder Fähre nutzbar ist. Des Weiteren können Pioniere mit ihren Motorboot 3 Pontons zu einer Faltschwimmbrücke verbinden. Verladen sind die Brückenelemente auf einem speziellen Brückentransporter, geländegängige Lastkraftwagen für 7–10 t Nutzlast.

Kräne der Pioniertruppe sind unter anderem die Liebherr Fahrzeugkrane FKL und FKM. Darüber hinaus verfügt die Pioniertruppe über handelsübliches Baugerät wie Planierraupen und Bagger für den Bau von Infrastruktur.

Der Spähwagen (leicht 4 Rad) Fennek dient der Pioniertruppe zur Erkundung. Der Transportpanzer Fuchs und der Transportpanzer GTK Boker dient in der Variante Gruppenfahrzeug Pioniere als Mannschaftstransporter.[32]

Luftlandepioniere sind für den luftbeweglichen Einsatz mit davon abweichendem leichteren Gerät ausgerüstet. Dazu zählen u. a. leichte Schlauchboote, ESK Mungo als Transportfahrzeug, Waffenträger Wiesel 2 als Pioniererkundungsfahrzeug und Feldarbeitsgeräte (FAG) der Firma Ahlmann Typ AS 6M, die deutlich leichter sind als die sonst bei der Pioniertruppe eingesetzten Feldarbeitsgeräte Typ AS 12 B.

Prototypen und ErprobungsmusterBearbeiten

Erprobt wurde in den 1970er Jahren unter anderem die Gepanzerte Pioniermaschine. Seit 2009 befinden sich die Panzerschnellbrücke Leguan im Test mit dem Ziel 2014 das Fahrzeug einzuführen. Das Projekt Panzerschnellbrücke 2 wurde aufgegeben nachdem man die geforderten Verlegezeiten der jeweiligen Brückenlängen nicht erreichen konnte.

Ausgemusterte SystemeBearbeiten

Vorgänger des Pionierpanzers 2 Dachs war der Pionierpanzer 1, der eine Variante des Bergepanzers 2 war. Vorgänger der Amphibie M3 war die Schwimmschnellbrücke M2B Alligator. Die Pioniertruppe der Bundeswehr nutzte den amerikanischen M48 in den Varianten Brückenlegepanzer M48 und M48 Räumpanzer. Ausgemustert sind ebenfalls die Flussfähren vom Typ Mannheim 59 der Flusspioniere, die die größten Boote in der Geschichte des Heeres überhaupt waren. Ebenfalls nicht mehr im Einsatz sind der Pionierpanzer 1 und die Bodan-Fähre (Ersatz für die Mannheim-Fähre bei den FlußPiKompanien).

UniformBearbeiten

 
Paspelierung und Kragenspiegel des Dienstanzugs eines Offiziers der Pioniertruppe
 
Zwei Pionieroffiziere im Ausgeh- bzw. kleinem Dienstanzug

Die Waffenfarbe der Pioniertruppe, gezeigt beispielsweise als Farbe der Litzen und Kragenspiegel, ist Schwarz. Die Farbe des Baretts ist korallenrot. Das Barettabzeichen#Barett-/ Truppengattungsabzeichen zeigt eine stilisierte Brücke umrahmt von Eichenlaub.

Eine Besonderheit bildet hier die Panzerpionierkompanie 550 ab, als einziger Pionierverband des Heeres wird dort ein Marineblaues Barett mit dem Barettabzeichen der Deutsch-Französischen Flagge getragen.

Militärisches SymbolBearbeiten

Das Militärische Symbol der Pioniere zeigt NATO-einheitlich eine stilisierte Brücke. Dieses Grundzeichen kann um fähigkeitsspezifische Zeichen entsprechend der Spezialisierung einer Pioniereinheit ergänzt werden. Die Pioniere der Luftwaffe führen beispielsweise ergänzend einen stilisierten Propeller (entspricht in etwa einer liegenden Acht), Panzerpioniere wie die Panzertruppen das liegende Oval (stilisierte Gleiskette) in ihrem Militärischen Symbol.

DienstgradbezeichnungenBearbeiten

Niedrigster Dienstgrad in Truppenteilen der Pioniertruppe ist Pionier oder der Panzerpionier. Sie entsprechen dem Dienstgrad Schütze, Funker, Panzergrenadier usw. (→ vgl. hier) anderer Truppengattungen. Die Dienstgradbezeichnung Panzerpionier führen nur Soldaten im niedrigsten Dienstgrad in Panzerpionierkompanien bzw. Panzerpionierbataillonen; die Dienstgradbezeichnung Pionier führen entsprechend alle sonstigen niedrigsten Dienstgrade in Truppenteilen der Pioniertruppe. Die übrigen Dienstgrade entsprechen den allgemeinen Dienstgraden der Bundeswehr.

  Mannschaftsdienstgrad
Niedrigerer Dienstgrad[33]   Höherer Dienstgrad[33]
- Pionier
Panzerpionier
Gefreiter

Dienstgradgruppe: MannschaftenUnteroffiziere o.P.Unteroffiziere m.P.LeutnanteHauptleuteStabsoffiziereGenerale

Siehe auchBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Christin-Désirée Rudolph: Anker Wirf – Die Pioniere und Spezialpioniere der Bundeswehr. Motorbuch Verlag, 2010, ISBN 978-3-613-03155-5.
  • Peter Blume: Panzerpioniere der Bundeswehr. In: Fahrzeug Profile. Band 18. Unitec Medienvertrieb, 2001.
  • Ulrich Keppler (Hrsg.): Die Pioniere. Geschichte und Vorbilder unserer Truppengattung. Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik, München 2004 (mit einem Vorwort von Werner Kullack).

WeblinksBearbeiten

 Commons: Pioniertruppe (Bundeswehr) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Die Pioniertruppe. Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, abgerufen am 8. Februar 2012.
  • www.flusspi.de. Manfred Labes, Joachim Müller, Robert von Oehmichen, Achim Herrmann, abgerufen am 15. November 2010.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Welchen Auftrag hat die Pioniertruppe? Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, abgerufen am 3. August 2015.
  2. Formationen des Heeres. (Nicht mehr online verfügbar.) Das Bundesarchiv, archiviert vom Original am 26. Februar 2015; abgerufen am 16. November 2010.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/startext.net-build.de
  3. Die Geschichte der Pioniertruppe. Bundeswehr, 25. November 13, abgerufen am 2. November 2019.
  4. a b NATO-Gipfel 2014: Erhöhte Einsatzbereitschaft. Abgerufen am 2. November 2019.
  5. a b Heer benötigt wieder Minenverleger und Panzerbrücken. ISSN 0174-4909 (Online [abgerufen am 2. November 2019]).
  6. Wieder da: Mörser und Minenleger – Augen geradeaus! Abgerufen am 2. November 2019.
  7. a b c d e f g h i j k l m n o Bachmann, Bernd.: Pioniere der Bundeswehr 1955-1985 Chronik e. Truppengattung. Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1985, ISBN 3-7909-0259-4.
  8. Bundeswehr: Bedingt abwehrbereit. In: Spiegel Online. Band 41, 10. Oktober 1962 (Online [abgerufen am 16. November 2019]).
  9. a b Dan Krause: Erfolg oder Fehlschlag – Wie steht es um die Trendwenden der Bundeswehr? Abgerufen am 18. November 2019.
  10. a b Die Flusspioniere. Abgerufen am 16. November 2019.
  11. a b c d e f g Nübel, Christoph 1982-, Christoph Links Verlag: Dokumente zur deutschen Militärgeschichte 1945-1990 : Bundesrepublik und DDR im Ost-West-Konflikt. 1. Auflage. Berlin, ISBN 978-3-96289-070-4.
  12. Pionierflotte. Abgerufen am 3. Dezember 2019.
  13. a b Karlsruhe. Abgerufen am 16. November 2019.
  14. Pionierflotte. Abgerufen am 20. November 2019.
  15. a b Bundeswehr: Sperren und Sprengen der Pioniere. In: Bundeswehr (Hrsg.): HDv 286/100.
  16. www.panzerbaer.de | Rad- und Sonderfahrzeuge. Abgerufen am 16. November 2019.
  17. Amt für Heeresentwicklung (Hrsg.): Das Heeresamt. 1. Auflage. Lothar Fölbach Medienservice, Köln 2014, S. 204.
  18. Faltschwimmbrücke (Bw). Abgerufen am 16. November 2019.
  19. Redaktion Metropolnews: Bundeswehr verlässt Speyer zum Jahresende. In: Metropolnews.info. 25. Juni 2015, abgerufen am 16. November 2019.
  20. Hauptmann Frankm. Biehl: II. Korps 1956–2005. Hrsg.: kommando Operative Führung Eingreifkräfte PIZ. 1. Auflage. 2005, S. 112.
  21. Michael Grube: Vorbereitete Sperren auf Deutschlands Straßen. Abgerufen am 17. November 2019 (deutsch).
  22. Die Geschichte der Pioniertruppe. Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, abgerufen am 3. August 2015.
  23. Schweres Pionierbataillon 901. Abgerufen am 5. Dezember 2019.
  24. BITS Report 95.1 - Deutsche Landminen - Eine Bestandsaufnahme. Abgerufen am 9. Dezember 2019.
  25. BITS Report 95.1 - Deutsche Landminen - Eine Bestandsaufnahme. Abgerufen am 9. Dezember 2019.
  26. a b c d e Minenverlegesystem 85. Abgerufen am 9. Dezember 2019.
  27. Wieder da: Mörser und Minenleger – Augen geradeaus! Abgerufen am 9. Dezember 2019.
  28. BITS Report 95.1 - Deutsche Landminen - Eine Bestandsaufnahme. Abgerufen am 9. Dezember 2019.
  29. Deutscher Bundestag: Pressebericht zu Verhandlungen über die Lieferung von Minenwerfern undAnti-Panzer-Minen. Bundesregierung, 10. Dezember 1999, abgerufen am 9. Dezember 2019.
  30. Mike Szymanski: "Trident Juncture": Bundeswehr probt den Bündnisfall. Abgerufen am 9. Dezember 2019.
  31. Die Rückkehr des Minenkriegs. 7. Februar 2018, abgerufen am 9. Dezember 2019 (amerikanisches Englisch).
  32. Welche Ausrüstung und Technik verwendet die Pioniertruppe? Bundesministerium der Verteidigung, der Leiter des Presse- und Informationsstabes, abgerufen am 3. August 2015.
  33. a b Die äquivalenten, ranghöheren und rangniedrigeren Dienstgrade sind im Sinne der ZDv 14/5 B 185 angegeben, vgl. Der Bundesminister der Verteidigung (Hrsg.): ZDv 14/5. Soldatengesetz. DSK AV110100174, Änderungsstand 17. Juli 2008. Bonn 21. August 1978, Dienstgradbezeichnungen in der Bundeswehr, S. B 185 (Nicht zu verwechseln mit dem Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz). Die in der Infobox dargestellte Reihenfolge der Dienstgrade entspricht nicht notwendigerweise einer der in der Soldatenlaufbahnverordnung vorgesehenen regelmäßig durchlaufenen Dienstgradabfolgen und auch nicht notwendigerweise der in der Vorgesetztenverordnung beschriebenen Dienstgradhierarchie im Sinne eines Vorgesetztenverhältnisses).