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Die Panzerbrigade 34 „Koblenz“ mit Stab zuletzt in Diez war ein Verband des Heeres der Bundeswehr. Die Brigade wurde 2002 aufgelöst. Bis 1981 wurde die hier beschriebene Brigade als Panzerbrigade 14 bezeichnet.

Panzerbrigade 34
„Koblenz“
— Pz Brig 34 —
X
Panzerbrigade 34 (Bundeswehr).svg

Verbandsabzeichen
Aktiv Nov. 1956 bis 15. Mär. 2002
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
letzter Sitz des Stabes Diez
Kommandeur
letzter Kommandeur Erhard Drews

Inhaltsverzeichnis

VerbandsabzeichenBearbeiten

Das Verbandsabzeichen der Brigade greift die Symbolik des Wappens der fränkischen Heimat der 12. Panzerdivision auf. Der Bildhintergrund zeigt den fränkischen Rechen in silber-rot. Dieses Symbol taucht sowohl im Wappen Baden-Württembergs als auch im Bayerischen Staatswappen auf, also in den Heimatländern der Brigaden der 12. Panzerdivision. Das zweite Symbol ist eine eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange, so wie es auch im Wappen der fränkischen Stadt Würzburg aufgenommen ist. Es ähnelt der Fahne des alten Herzogtums Franken. Wie allgemein bei der ersten Brigade einer Division üblich, ist der Wappenschild von einer weißen Kordel umrandet. Nur durch diese Umrandung unterscheidet sich dieses Verbandsabzeichen von den Verbandsabzeichen der 12. Panzerdivision und den weiteren dieser Division unterstellten Brigaden.

GeschichteBearbeiten

Als Panzerbrigade 14 bis 1981Bearbeiten

1956 wurde auf dem Truppenübungsplatz Hohenfels ein erstes Vorauskommando zur Aufstellung der Panzerkampfgruppe A 5 aufgestellt. 1957 verlegte die Panzerkampfgruppe A 5 nach Koblenz. 1959 änderte sich die Bezeichnung in Panzerbrigade 14. Dieser Brigade unterstanden:

  • der Stab Panzerbrigade 14
  • die Panzeraufklärungskompanie 140
  • die Panzerpionierkompanie 140 (Aufstellung 1959 in Koblenz)
  • die Fla-Batterie 140
  • das Panzergrenadierbataillon 142
  • die Panzerbataillone 143 und 144
  • das Panzerartilleriebataillon 145
  • das Versorgungsbataillon 146

Die Brigade wurde zunächst der 5. Panzerdivision in Diez unterstellt. 1962 verlor die Panzeraufklärungskompanie 140 die Eigenständigkeit und wurde als Spähzug in die Stabskompanie eingegliedert. In der Heeresstruktur II wurde die Flugabwehrbatterie 140 ausgegliedert und die Panzerjägerkompanie 140 neu aufgestellt. 1972 wurde das Versorgungsbataillon 146 aufgelöst und Teile als Instandsetzungskompanie 140 und Nachschubkompanie 140 daraus neu aufgestellt. 1972 wurde der Spähzug (Panzerspähzug 140) wieder eigenständig, so dass zur Brigade 1972 folgende Truppenteile gehörten:

  • der Stab
  • der Panzerspähzug 140
  • die Panzerjägerkompanie 140
  • die Panzerpionierkompanie 140
  • die Instandsetzungskompanie 140
  • die Nachschubkompanie 140
  • das Panzergrenadierbataillon 142
  • die Panzerbataillone 143, 144
  • das Panzerartilleriebataillon 145.

1977 wechselte die Brigade zur 12. Panzerdivision in Würzburg. Die Panzerbrigade 14 war von 1976 bis 1977 eine der Testbrigaden für die Erprobung der Heeresstruktur IV. Im Heeresmodell 3 verließ das Panzerartilleriebataillon 145 1980 die Brigade und wurde dem Heimatschutzkommando 16 als Feldartilleriebataillon 545 unterstellt. Im Gegenzug erhielt die Brigade das Panzerartillerielehrbataillon 145 in Kusel.

Als Panzerbrigade 34 ab 1981Bearbeiten

1981 wurde die Panzerbrigade 14 in Panzerbrigade 34 umbenannt, entsprechend ihre Einheiten. Die Bezeichnung Panzerbrigade 14 wurde aber von der alten Panzerbrigade 6 fortgeführt. Der Brigade unterstanden:

  • der Stab (mit wiedereingegliedertem Spähzug)
  • die Panzerjägerkompanie 340 (Standort: Koblenz, Augusta-Kaserne)
  • die Panzerpionierkompanie 340 (Standort: Koblenz,Fritsch-Kaserne)
  • die Instandsetzungskompanie 340 (Standort: Koblenz, Gneisenau-Kaserne)
  • die Nachschubkompanie 340 (Standort: Koblenz, Fritsch-Kaserne)
  • das gemischte Panzerbataillon 341 (Aufstellung 1981 in Koblenz)
  • das Panzergrenadierbataillon 342 (Standort: Koblenz, Gneisenau-Kaserne)
  • das Panzerbataillon 343 (Standort: Koblenz, Augusta-Kaserne)
  • das Panzerbataillon 344 (Standort: Koblenz, Gneisenau-Kaserne)
  • das Panzerartillerie-(Lehr-)Bataillon 345 (Standort: Kusel)
  • das Feldersatzbataillon 123.

Der Brigadespähzug wurde 1986 nach Sontra verlegt. Die Brigade erhielt 1990 den Beinamen Koblenz in einem feierlichen Zeremoniell auf der Festung Ehrenbreitstein. Die Brigade war jetzt dem Wehrbereichskommando IV/5. Panzerdivision unterstellt. 1992 wurde die Panzerjägerkompanie 340 außer Dienst gestellt und die Panzerpionierkompanie 340 wurde dem Pionierkommando 3 unterstellt. 1992/1993 wurden die Panzerbataillone 341 und 344, die Instandsetzungskompanie, die Nachschubkompanie sowie das Feldersatzbataillon aufgelöst. Das Panzerbataillon 343 wurde 1992 zum Panzergrenadierbataillon 343. Nach Defusionierung des Wehrbereichskommandos IV/5. Panzerdivision wurde die Brigade wieder der 5. Panzerdivision unterstellt. Im Zuge dieser Neuunterstellung wurden von der Panzerbrigade 15 zwei Bataillone und zwei Kompanien übernommen. 1994 verlegte die Panzerbrigade nach Diez und gliederte sich in:

  • den Brigadestab mit Stabskompanie (Standort: Diez, Schloss Oranienstein)
  • die Panzergrenadierbataillone 342 und 343 (Standort: Koblenz, Gneisenau-Kaserne; letzteres Bataillon war gekadert)
  • die Panzerbataillone 153 und 154 (Standort: Westerburg; PzBtl 153 ab 1995 gekadert)
  • die Panzerjägerkompanie 150 (setzte ab 1992 die Tradition der Panzerjägerkompanie 340 fort; Standort: Westerburg)
  • die Panzerpionierkompanie 150 (Standort: Westerburg)
  • die Feldersatzkompanie 340 (Standort: Diez)
  • das Panzerartillerie-Lehr-Bataillon 345 (Standort: Kusel)
  • Panzeraufklärungskompanie 340 (Im Frieden dem Panzeraufklärungsbataillon 5 unterstellt, im Einsatz wäre sie der Panzerbrigade 34 unterstellt worden; Standort: Hessisch-Lichtenau).

2002 wurde die Panzerbrigade 34 außer Dienst gestellt.

KommandeureBearbeiten

Die Brigade wurde kommandiert durch (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Als Panzerbrigade 34 ab 1981Bearbeiten

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
14 Oberst Erhard Drews 2000 2002
13 Oberst Bernd Diepenhorst 1997 1999
12 Oberst Kersten Lahl 1. April 1994 1996
11 Oberst Wilhelm Romatzeck 1. April 1990 31. März 1994
10 Brigadegeneral Gero Koch 1. Oktober 1985 31. März 1990
9 Brigadegeneral Klaus Vollmer 1. Februar 1982 30. September 1985
8 Oberst Peter Heinrich Carstens 1. Oktober 1981 31. Januar 1982

Als Panzerbrigade 14 bis 1981Bearbeiten

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
8 Oberst Peter Heinrich Carstens 1. April 1980 30. September 1981
7 Oberst Rudolf Promies 1. April 1975 31. März 1980
6 Oberst Hans-Joachim Mack 1. Oktober 1972 31. März 1975
5 Brigadegeneral Hans Plitt 16. Juli 1969 30. September 1972
4 Oberst Karl Punzmann 16. September 1967 15. Juli 1969
3 Brigadegeneral Heinz Günther Guderian 20. August 1963 15. September 1967
2 Brigadegeneral Karl-Theodor Molinari 7. April 1961 19. August 1963
1 Oberst Regimboto Freiherr von Gültlingen 6. November 1956 6. April 1961

LiteraturBearbeiten

  • 40 Jahre Panzerbrigade 34. Chronik. Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Kommandeur Panzerbrigade 34, Oberst Kersten Lahl. – [Diez:] Panzerbrigade 34 [1996].

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 50° 22′ 55,9″ N, 8° 0′ 38,3″ O