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Panzerbrigade 36

ehemalige Brigade des Heeres der Bundeswehr

Die Panzerbrigade 36 „Mainfranken“ war eine Brigade des Heeres der Bundeswehr mit Sitz des Stabes zuletzt in Veitshöchheim. Sie wurde 2002 aufgelöst und unterstand der 12. Panzerdivision.

Panzerbrigade 36
„Mainfranken“
— PzBrig 36 —
X
Panzerbrigade 36 (Bundeswehr).svg

Verbandsabzeichen
Aktiv 1. Jan. 1963 bis 7. Jun. 2002
Land DeutschlandDeutschland Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
letzter Sitz des Stabes Veitshöchheim
Kommandeur
letzter Kommandeur Werner Kullack

VerbandsabzeichenBearbeiten

Das Verbandsabzeichen der Brigade greift die Symbolik des Wappens ihrer fränkischen Heimat auf. Der Bildhintergrund zeigt den fränkischen Rechen in silber-rot. Dieses Symbol taucht sowohl im Wappen Baden-Württembergs als auch im Bayerischen Staatswappen auf, also den Heimatländern der Brigade. Das zweite Symbol ist eine eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange, so wie es auch im Wappen der fränkischen Stadt Würzburg aufgenommen ist. Es ähnelt der Fahne des alten Herzogtums Franken. Wie allgemein bei der dritten Brigade einer Division üblich, ist der Wappenschild von einer gelben Kordel umrandet. Nur durch diese Umrandung unterscheidet sich dieses Verbandsabzeichen von den Verbandsabzeichen der 12. Division und den weiteren dieser Division unterstellten Brigaden.

GeschichteBearbeiten

Die Brigade wurde 1963 an der Deutschorden-Kaserne in Bad Mergentheim neu aufgestellt und der 12. Panzerdivision unterstellt. 1963 wechselt das Panzergrenadierbataillon 362 in Walldürn zur Brigade. Ebenfalls 1963 erhält die Brigade die Panzerbataillone 363 und 364, die aus dem Panzerbataillon 273 (Böblingen) hervorgegangen waren. Bis 1956 verlegte das Panzerbataillon 363 nach Külsheim in die Prinz-Eugen-Kaserne. In Bad Mergentheim wurde 1963 die Panzerpionierkompanie 360 gebildet. In der Heeresstruktur 3 bestand die Brigade aus:

  • Panzergrenadierbataillon 362
  • Panzerbataillon 363
  • Panzerbataillon 364
  • Panzerartilleriebataillon 365
  • Versorgungsbataillon 366
  • Panzerpionierkompanie 360
  • Panzerjägerkompanie 360

Ab 1980 unterstanden der Brigade außerdem das neu aufgestellte Panzerbataillon 361 aus Külsheim. Die Panzerpionierkompanie 360 wurde 1992 außer Dienst gestellt. Mit Einnahme der Heeresstruktur 5 verlegte das Panzergrenadierbataillon 362 als Aufwuchsbataillon nach Mellrichstadt. Von der Panzergrenadierbrigade 35 wechselten 1993 das Panzergrenadierbataillon 352, das Panzerartilleriebataillon 355, die Panzerpionierkompanie 350 und die Panzergrenadierausbildungskompanie Fahrsimulator Kette 303 zur Brigade. 1993 wird die 12. Panzerdivision aufgelöst und die Brigade wechselte zum Wehrbereichskommando VI/1. Gebirgsdivision. Gleichzeitig verlegte der Brigadestab nach Veitshöchheim. 1994 fusionieren die Stäbe der Brigade und der Stab des Verteidigungsbezirkskommandos 64 (Würzburg). Das Verteidigungsbezirkskommando 64 wurde 1995 aufgelöst und die Brigade wurde wieder eigenständig. 1996 wurde die Panzerjägerkompanie der Brigade aufgelöst. So bestand die Brigade 1997 aus:

  • Stab und Stabskompanie in Veitshöchheim
  • Feldersatzkompanie 360 (gekadert) in Veitshöchheim
  • Panzerbataillon 363 (aktiv) in Külsheim
  • Panzerbataillon 364 (nichtaktiv) in Külsheim
  • Kraftfahrzeugausbildungszentrum Fahrsimulator Kette in Külsheim
  • Panzerartilleriebataillon 355 (aktiv) in Wildflecken
  • Panzerpionierkompanie 350 in Wildflecken
  • Panzergrenadierbataillon 352 (aktiv) in Mellrichstadt
  • Panzergrenadierbataillon 362 (nichtaktiv) in Mellrichstadt
  • Panzeraufklärungskompanie 240 (nichtaktiv, im Frieden dem Gebirgspanzeraufklärungsbataillon 8 unterstellt) in Freyung

Im Juli 2000 wurde ihr der Beiname „Mainfranken“ verliehen. Die Panzerbrigade 36 wurde am 7. Juni 2002 außer Dienst gestellt. Die Panzergrenadierbataillone 352 und 362 und das Panzerbataillon 363 wechselten zur Panzergrenadierbrigade 30. Aufgelöst wurden die Panzerpionierkompanie 350 und das nicht aktive Panzerbataillon 364. Das Panzerartilleriebataillon 355 wandelte sich in ein nicht aktives Bataillon und verlegte nach Neunburg.

KommandeureBearbeiten

Der Brigade wurde kommandiert durch (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Beginn der Berufung Ende der Berufung
14 Oberst Werner Kullack 2000 2001
13 Brigadegeneral Klaus Holländer 1996 1999
12 Oberst Rolf Bernd 1. April 1993 1995
11 Oberst Gert Gudera 1. April 1991 31. März 1993
10 Oberst Peter-Johannes von Geyso 1. April 1988 31. März 1991
9 Oberst Edgar Trost 1. April 1986 31. März 1988
8 Brigadegeneral Hasso Freiherr von Uslar-Gleichen 1. April 1983 31. März 1986
7 Oberst Hermann Teske 1. Oktober 1980 31. März 1983
6 Oberst Siegfried Storbeck 1. Oktober 1978 30. September 1980
5 Brigadegeneral Ekkehard Medert 1974 30. September 1978
4 Brigadegeneral Werner Heyd 1. Januar 1971 1974
3 Oberst Hans-Otto Göricke 14. April 1969 31. Dezember 1970
2 Brigadegeneral Hans-Georg Biedermann 1. April 1965 13. April 1969
1 Brigadegeneral Hubert Sonneck 1963 31. März 1965

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 49° 49′ 38,9″ N, 9° 54′ 11,3″ O