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Külsheim

Stadt in Baden-Württemberg, Deutschland
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Külsheim
Külsheim
Deutschlandkarte, Position der Stadt Külsheim hervorgehoben

Koordinaten: 49° 40′ N, 9° 31′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Main-Tauber-Kreis
Höhe: 327 m ü. NHN
Fläche: 81,46 km2
Einwohner: 5122 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 63 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97900
Vorwahl: 09345
Kfz-Kennzeichen: TBB, MGH
Gemeindeschlüssel: 08 1 28 064
Adresse der
Stadtverwaltung:
Kirchbergweg 7
97900 Külsheim
Website: www.kuelsheim.de
Bürgermeister: Thomas Schreglmann
Lage der Stadt Külsheim im Main-Tauber-Kreis
AhornAssamstadtBad MergentheimBoxbergCreglingenFreudenbergGroßrinderfeldGrünsfeldIgersheimIgersheimKönigheimKülsheimLauda-KönigshofenNiederstettenTauberbischofsheimWeikersheimWerbachWertheimWittighausenKarte
Über dieses Bild
Külsheim von Westen
Luftbild von Hundheim (2008)
Luftbild von Hundheim und Steinbach

Külsheim (im Dialekt Külse) ist eine Stadt im Main-Tauber-Kreis, im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs. Külsheim trägt den Beinamen Brunnenstadt, weil es im Stadtgebiet 18 Brunnen gibt.[2] Der Dreischalenbrunnen, mitten im Zentrum gelegen, ist auch das Wappen der Stadt Külsheim.

GeographieBearbeiten

StadtgliederungBearbeiten

Zu Külsheim gehören die ehemals selbstständigen Gemeinden Eiersheim, Hundheim, Külsheim, Steinbach, Steinfurt und Uissigheim:[3]

f1  Karte mit allen Koordinaten der Orte der Stadt Külsheim: OSM

  • Zu Eiersheim () gehört nur das Dorf Eiersheim, das im Jahr 1233 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Die Eingemeindung von Eiersheim in die Stadt Külsheim erfolgte am 1. September 1971.[4]
  • Zur ehemaligen Gemeinde Hundheim gehören außer dem Dorf Hundheim () die Höfe Birkhof () und Tiefental(erhof) () und der Wohnplatz Denkmalsiedlung (). Die erste Erwähnung von Hundheim erfolgte 1214. Im Deutschen Krieg zwischen Preußen und Österreich fand hier am 23. Juli 1866 im Rahmen des Mainfeldzuges eine Schlacht statt. Die Eingemeindung von Hundheim in die Stadt Külsheim erfolgte am 1. Juli 1971.[4]
 
Sandsteinfigur des kreuzbeladenen Jesus von 1889 am Ortseingang Steinbachs
  • Zur Altgemeinde Külsheim gehören schon vor den Gemeindereformen ab 1971 neben der Stadt Külsheim () der aufgegebene Weiler Wolferstetten(er Hof) () und die Wohnplätze Gewerbepark () und Roter Rain () sowie die abgegangenen Ortschaften Betzwiesen und Hildbrandszell.
  • Zur ehemaligen Gemeinde Steinbach gehören außer dem Dorf Steinbach () die Höfe Hinterer Meßhof () und Vorderer Meßhof () sowie die abgegangenen Höfe Gickelhof () und Otterhof (). Steinbach wurde, genauso wie Hundheim, 1214 erstmals urkundlich erwähnt. Die Eingemeindung von Steinbach in die Stadt Külsheim erfolgte zusammen mit der Gemeinde Steinfurt am 1. Januar 1975.[5]
  • Zu Steinfurt gehört nur das Dorf Steinfurt (), das 1245 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Zunächst zu Hardheim gehörend, wurde der Ort erst 1882 selbständig. Die Eingemeindung von Steinfurt in die Stadt Külsheim erfolgte zusammen mit der Gemeinde Steinbach am 1. Januar 1975.[5]
  • Zu Uissigheim gehört neben dem Dorf Uissigheim () noch die Maisenbachsiedlung (). Uissigheim wurde bereits 1165 erstmals urkundlich erwähnt und ist damit nach der Kernstadt der älteste Stadtteil. Die Eingemeindung von Uissigheim in die Stadt Külsheim erfolgte am 1. Dezember 1972.[4]

GeologieBearbeiten

Quer durch das Gebiet der Verwaltungseinheit Stadt Külsheim verläuft, Südwest-Nordost streichend, die Grenze zwischen dem Buntsandstein des Odenwaldes und dem Muschelkalk des Bau- und Tauberlandes. Der eigentliche Ort Külsheim liegt nahezu vollständig noch im Ausbiss des Oberen Buntsandsteins. Der Untere Muschelkalk baut im südöstlichen, weitgehend unbesiedelten Teil der Verwaltungseinheit eine bewaldete Hochfläche auf, deren höchster Punkt sich mit 428,5 m über NHN (49° 39′ 7″ N, 9° 32′ 8″ O)[6] nördlich des Weilers Wolferstetten nahe dem früheren Standort des Landturms[7] befindet.

SchutzgebieteBearbeiten

In Külsheim gibt es ein Europäisches Vogelschutzgebiet, ein Landschafts- und ein Naturschutzgebiet.

Das Gebiet Made und Taubenloch ist ein 5,9 Hektar umfassendes Naturschutzgebiet. Dieses liegt auf den Gemarkungen Eiersheims und Külsheims.[8] Das Landschaftsschutzgebiet Wertheim mit einer typischen mainfränkischen Buntsandsteinlandschaft liegt teilweise auf der Gemarkung Külsheims. Seit 2007 umfasst das europäische Vogelschutzgebiet Heiden und Wälder Tauberland (Schutzgebietskennung DE-6323-441) Teile der städtischen Fläche.[9]

Die FFH-Gebiete Unteres Taubertal, Nordwestliches Tauberland und Brehmbach und Odenwald und Bauland Hardheim liegen teilweise auf der Gemarkung von Külsheim. Daneben gibt es auf dem Gebiet der Stadt Külsheim insgesamt zehn als Naturdenkmal geschützte Objekte (siehe auch Liste der Naturdenkmale in Külsheim).

Das mit Rechtsverordnung vom 23. September 2003 ausgewiesene Wasserschutzgebiet Pfaffenbrunnen Külsheim mit der WSG-Nr. 128139 umfasst eine geschützte Fläche von 1.477,37 Hektar. Es ist damit eines der größeren Wasserschutzgebiete im Main-Tauber-Kreis.

FlächenaufteilungBearbeiten

 

Nach Daten des Statistischen Landesamtes, Stand 2014.[10]

GeschichteBearbeiten

MittelalterBearbeiten

Külsheim wurde erstmals 1144 unter dem Namen Cullesheim urkundlich erwähnt. Während der Zeit der Stammesherzogtümer gehörte es zum Herzogtum Franken. Es fiel 1255 an Kurmainz. Im Jahre 1292 verlieh Adolf von Nassau Külsheim Stadtrecht. 1346 schloss die Stadt sich dem Neunstädtebund an. Nach wechselndem Besitz – unter anderem gehörte der Ort zeitweilig auch den Grafen von Wertheim – fiel Külsheim 1480 durch einen Schiedsspruch des Pfalzgrafen endgültig an Kurmainz.

NeuzeitBearbeiten

Im Bauernkrieg besetzte Götz von Berlichingen mit einem Bauernheer den Ort. Überfälle mit Plünderungen während des Dreißigjährigen Krieges ereigneten sich vor allem ab Herbst 1631 durch marodierende Söldner.[11] Im Rahmen der Säkularisation aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam Külsheim 1803 an das neugebildete Fürstentum Leiningen und schließlich 1806 an das Großherzogtum Baden.

Während der Revolution 1848/49 herrschte auch in Külsheim materielle Not und es regte sich Widerstand gegen die Einschränkungen der Freiheit. Der Unmut entlud sich gegen das Fürstenhaus Leiningen und es wurden Verwaltungen überfallen und Unterlagen öffentlich verbrannt, sodass auch hier schließlich Truppen einmarschierten und sich einquartierten. Da jedoch nur eine Woche später das Ende der mittelalterlichen Agrarverfassung beschlossen wurde, war der Aufstand damit beendet. Zwar wurde auch in Külsheim ein Volksverein gegründet, der bald 30 Mitglieder hatte; der politische Aufstand fand hier jedoch nicht so statt wie im Rest des Landes, daher wurden hier auch nur zehn Bürger "kriegsrechtlich verfolgt", des Weiteren acht aus Hundheim, sechs aus Steinbach sowie einer aus Uissigheim. Külsheim wurde militärisch besetzt und drei Gemeinderäte verloren ihr Amt, da sie als nicht mehr zuverlässig eingestuft wurden. Als Rädelsführer galt der steckbrieflich gesuchte Distriktnotar Eugen Fecht.[12]

Zur Zeit des Nationalsozialismus fand am 2. September 1939 am Brunnen beim Alten Rathaus, der am Sabbat als Treffpunkt für die jüdischen Männer diente, die „Brunnentaufe“ statt. Dabei wurden die in Külsheim verbliebenen männlichen Juden gewaltsam in den Rathausbrunnen getunkt.[13] Im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion wurden am 22. Oktober 1940 die letzten 13 Juden aus der Stadt in das KZ Gurs im französischen Baskenland deportiert.[14]

Den persönlichen Aufzeichnungen des Pfarrers Ludwig Hofmann zufolge sei Ende März 1945 „ein ganzer Generalstab“ in Külsheim einquartiert worden.1 Eine Funkstation des Flugplatzes Wertheim sei im Schloss Külsheim untergebracht und ein Teil des Mannheimer Telegrafenamts in die Stadt verlegt worden. Bis zum 30. März 20 Uhr hätten jedoch alle deutschen Soldaten wieder die Stadt verlassen. Um 2 Uhr in derselben Nacht seien bereits die ersten amerikanischen Panzer an der Bronnbacher Straße eingetroffen. Die Bürger Lorenz Göbel und Max Knapp seien ihnen mit einer weißen Fahne entgegen gegangen, wodurch dem Ort vermutlich Beschuss erspart geblieben sei. Am 31. März hätten deutsche Flugzeuge kurz die amerikanischen Kolonnen beschossen, die Richtung Uissigheim fuhren, ohne eine Wirkung zu erzielen. Auch in der Nacht zum 1. April sowie am Nachmittag des nächsten Tages hätten über Külsheim Angriffe durch deutsche Flugzeuge stattgefunden, die jedoch durch amerikanische Jagdflugzeuge wieder vertrieben worden seien.[15]

Külsheim war Standort der Bundeswehr und Garnisonsstadt. Im September 2006 endete die langjährige Geschichte Külsheims als Garnisonsstadt, die letzten hier beheimateten Einheiten, namentlich das Panzerbataillon 363, die Panzerpionierkompanie 300 und das Sanitätszentrum Külsheim wurden aufgelöst und mit ihnen die Prinz-Eugen-Kaserne geschlossen.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die Gesamtbevölkerung der Stadt Külsheim entwickelte sich wie folgt:

Jahr Bevölkerung
1961 4778
1970 5870
1991 5712
1995 5986
2005 5743
2010 5437
2015 5187

Quellen: Gemeindeverzeichnis[16] und Angaben des Statistischen Landesamtes

ReligionBearbeiten

ChristentumBearbeiten

An Külsheim ist die Reformation weitgehend vorbeigegangen, so dass die Stadt auch heute noch überwiegend römisch-katholisch geprägt ist. Neben den insgesamt fünf katholischen Kirchen gibt es heute aber auch eine evangelische Gemeinde in der Stadt. Die katholischen Kirchen gehören zur Seelsorgeeinheit Külsheim-Bronnbach im Dekanat Tauberbischofsheim des Erzbistums Freiburg.

JudentumBearbeiten

In Külsheim bestand eine jüdische Gemeinde seit dem Mittelalter (Judenverfolgungen 1298, 1337 und 1348/49) und in der Neuzeit bis 1940.[17] Am 22. Oktober 1940 wurden die letzten 13 jüdischen Einwohner aus Külsheim ins KZ Gurs deportiert.[17]

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

 
Altes Rathaus (1522) mit Rathausbrunnen
 
Nächtlicher Blick vom Kattenberg auf Külsheim

Seit 2011 ist Thomas Schreglmann Bürgermeister.

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat hat normalerweise 18 ehrenamtliche Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden. Die Zahl der Mitglieder kann sich durch Ausgleichssitze erhöhen (gesamt 2019: 20 Sitze; 2014: 21). Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Gemeinderatsvorsitzender.

Dabei garantiert die Unechte Teilortswahl den Ortsteilen eine festgelegte Anzahl von Sitzen: Aus Külsheim-Stadt kommen mindestens neun, aus Hundheim, Uissigheim, Eiersheim und Steinbach jeweils mindestens zwei Räte sowie aus Steinfurt mindestens ein Gemeinderat.[18]

Die Kommunalwahl 2019 führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern: Unterschied zu 2014):[19]

Gemeinderat 2019
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU 51,7 % (−2,1) 10 (−1)
FWV 33,6 % (+0,5) 7 (±0)
SPD 14,6 % (+1,5) 3 (±0)
Wahlbeteiligung: 67,5 % (+2,9)

Wappen und FlaggeBearbeiten

Die Blasonierung des Wappens lautet: In Blau auf zweistufigem Sockel ein goldener Dreischalenbrunnen, oben mit aufsteigendem und geteiltem silbernem Wasserstrahl sowie mit zwei ins mittlere und vier ins untere Becken fallenden silbernen Wasserstrahlen. Die Stadtflagge ist Grün-Weiß.

Das Stadtsiegel zeigte ab 1299 zunächst das Bild eines Bischofs, vermutlich der Kirchenpatron St. Martin. Seit Mitte des 14. Jahrhunderts wurde dann das Mainzer Rad als damaliges Herrschaftszeichen verwendet, dem von 1803 bis 1806 der leiningensche Adler folgte, neben dem die drei Großbuchstaben „K“ angebracht waren. Seit circa 1836 wurde der Brunnen als Stadtsiegel verwendet.

1898 wurde auf Wunsch der Stadt bei der Überprüfung, Neugestaltung und farblichen Festlegung des Wappens durch das Generallandesarchiv Karlsruhe das Wappen beibehalten. Am 16. September 1980 erhielt die Stadt durch das Landratsamt das Recht, ihre jetzige Flagge zu führen.[20]

StädtepartnerschaftenBearbeiten

Außerdem hatte die Stadt die Patenschaft für das U-Boot U 18 der Bundesmarine übernommen.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Nach der Auflösung der Prinz-Eugen-Kaserne im Jahr 2006 wurde deren Gelände inklusive der darauf befindlichen Gebäude von der Stadt Külsheim erworben und stellt nun den Gewerbepark II dar[21]. Dieser wird von der zur Stadt gehörenden Wirtschaftsförderungsgesellschaft "Business Area Külsheim GmbH" kurz BAK verwaltet.

In direkter Nachbarschaft auf der anderen Seite der Landstraße L509 liegt der Gewerbepark III Taubenbaum[22].

BildungBearbeiten

Mit der Pater-Alois-Grimm-Schule (PAGS) verfügt Külsheim über eine Grund- und Gemeinschaftsschule. Die PAGS ist eine der 34 Starterschulen, die ab dem Schuljahr 2012/2013 die ersten baden-württembergischen Gemeinschaftsschulen wurde.[23] Im Teilort Uissigheim gibt es eine eigene Grundschule. Die Grundschule im Teilort Hundheim wurde zum Ende des Schuljahres 2008/2009 geschlossen. Die betroffenen Kinder besuchen jetzt die Pater-Alois-Grimm-Schule.[24] Außerdem bestehen fünf römisch-katholische und ein evangelischer Kindergarten.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Bauwerke und BaudenkmaleBearbeiten

GedenkstättenBearbeiten

Der Name einer Schule, einer Straße und zweier Gedenktafeln an der Stadtkirche sowie am Elternhaus Feuerwehrstraße (heute Pater-Alois-Grimm-Straße) erinnern an den katholischen Pfarrer und Hitlergegner Alois Grimm, der 1944 ermordet wurde.[25]

Im Juli 2014 hat Gunter Demnig in Külsheim Stolpersteine vor einigen Häusern von verschleppten und ermordeten Külsheimer Juden gesetzt. Dieses Projekt ist von Schülern der hiesigen Pater-Alois-Grimm-Schule initiiert worden.[26]

GeotouristikBearbeiten

 
Sandsteinplatte mit Chirotherium an der Bronnbacher Straße

Rund 240 Mio. Jahre alte Fußabdrücke der Gattung Chirotherium im Buntsandstein bei Külsheim sind Gegenstand des Geotourismus. Chirotherien sind Fußspuren, die von urzeitlichen Reptilien hinterlassen wurden, die zu den gemeinsamen Vorfahren der Dinosaurier und heutigen Krokodile zählen. Eine an der Bronnbacher Straße, etwa 1 Kilometer nördlich von Külsheim ausgestellte Sandsteinplatte aus Rötquarzit zeigt mehrere sich überkreuzende Fährten. Das Exponat ist einer der Startpunkte eines insgesamt 5,5 Kilometer langen geologisch-naturkundlichen Lehrpfades, des sogenannten Saurierwanderweges.

Ein weiteres Spurenfossil mit Lokalprominenz, das wahrscheinlich von der gleichen Reptilienart stammt, die auch Chirotherium erzeugt hat, ist in einer Vitrine im Rittersaal des Schlosses (heute Stadtverwaltung) ausgestellt. Es handelt sich dabei um eine Schwimmspur aus dem Rötquarzit der Steingärten im Ortsbereich von Külsheim.[27]

NaherholungBearbeiten

Etwa zwei Kilometer nordöstlich von Külsheim liegt eine Kneipp-Anlage im Amorsbachtal. In einer Mariengrotte entspringt eine Quelle, die das Becken der Kneipp-Anlage mit Wasser speist.[28]

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

  • 12-Stunden-Mountainbike-Rennen Külsheim
  • Großer Markt[29]: 5-tägiges Volksfest mit Umzug und politischem Frühschoppen. An oder nach Mariä Geburt.
  • Burgkurzweyl[30]: Authentischer Mittelaltermarkt (alle drei Jahre an zwei Wochenenden im Mai).
  • Külsheimer Weindorf[31]: Weinfest mit historischem Ambiente in der Külsheimer Innenstadt.
  • Weinfest: Weinfest am "Hohen Herrgott" dem Külsheimer Weinberg. Mit Krönung der Weinkönigin des Jahres.
  • Weihnachtsmarkt[32]: Weihnachtsmarkt in der Külsheimer Innenstadt, rund um den Dreischalenbrunnen. An zwei Wochenenden im Advent.

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Elmar Weiss, Irmtraut Edelmann, Helmuth Lauf (Autoren): Geschichte der Brunnenstadt Külsheim. Zwei Bände. Stadt Külsheim (Hrsg.). Tauberbischofsheim, FN Druck 1992.
    • Band 1. Mit Beiträgen von Dieter Frank, Walter Dietz, Pfarrer Franz Gehrig, Herwig John, Fritz Krug.
    • Band 2. Mit Beiträgen von Pfarrer Gehrig, Herwig John, Günther Kuhn.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Külsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

AnmerkungenBearbeiten

1 Hofmanns Bericht zufolge sei der befehlshabende Offizier ein gewisser „General Ritterkreuzträger Ehrenbrecht“ gewesen. Eine solche Person existiert aber laut einschlägigen Datenbanken nicht. Diese nennen hingegen zwei Personen, die in Frage kommen könnten: Generalmajor Heinz-Joachim Werner-Ehrenfeucht, der allerdings nicht Träger des Ritterkreuzes gewesen sein soll, und General der Artillerie Erwin Engelbrecht, Ritterkreuzträger und ab September 1944 bis Kriegsende Kommandierender General des „Höheren Kommandos Saarpfalz“. Beide Personen kamen in amerikanische Gefangenschaft. Von welcher der beiden Personen Hofman berichtet, ist letztlich unklar.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2018 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Main-Tauber-Kreis: Main-Tauber-Kreis: Städte und Gemeinden. Online auf www.main-tauber-kreis.de, abgerufen am 25. Oktober 2014
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Stuttgart, Regionalverbände Franken und Ostwürttemberg. Kohlhammer, Stuttgart 1980, ISBN 3-17-005708-1, S. 324–328.
  4. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 480.
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 453.
  6. Digitale Topographische Karte von Baden-Württemberg, 1:25.000, Geoportal Baden-Württemberg (Link zum entspr. Kartenausschnitt)
  7. Kurzer historischer Abriss zum Weiler Wolferstetten, „nach einer Broschüre des Heimatvereins Brehmbachtal, Königheim“ (PDF 50 kB), gehostet auf der Lokalgeschichtsseite hardheim.info, S. 3
  8. Reinhard Wolf, Ulrike Kreh (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Stuttgart. Thorbecke, Ostfildern 2007.
  9. Verordnung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Festlegung von Europäischen Vogelschutzgebieten (VSG-VO) vom 5. Februar 2010.
  10. Statistisches Landesamt, Fläche seit 1988 nach tatsächlicher Nutzung für Külsheim.
  11. Max Döllner (1950), S. 234–238.
  12. Peter Riffenach: Schwarz, Rot, Gold wehte auch in Külsheim. In: Wertheimer Zeitung vom 13. September 2011
  13. Auf den Spuren jüdischer Bürger. In: Fränkische Nachrichten vom 20. Juli 2002
  14. „Weil Auschwitz noch nicht fertig war.“ In: Fränkische Nachrichten vom 16. Oktober 2010
  15. Külsheim 1945 - Die letzten Tage des Krieges und der Einzug der Amerikaner. Augenzeugenbericht des Pfarrers Ludwig Hofmann aus Külsheim auf der Website des Hobby-Genealogen Otto Karl Spengler, veröffentlicht unter dem Titel Beim Einzug der Amerikaner fiel kein einziger Schuss in den Fränkischen Nachrichten vom 2. April 2005
  16. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1.
  17. a b Alemannia Judaica: Külsheim (Main-Tauber-Kreis) / Jüdische Geschichte / Betsaal / Synagoge. Online auf www.alemannia-judaica.de. Abgerufen am 1. Dezember 2015.
  18. vgl. Stadt Külsheim: Sitzverteilung Gemeinderatswahl 2019; abgerufen 2. Juli 2019.
  19. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Gemeinderatswahlen 2019, Stadt Külsheim; Stadt Külsheim: Gemeinderatswahl 2019; FN-Web, 26. Mai 2019: Ergebnis der Gemeinderatswahl 2019 in Külsheim; abgerufen 2. Juli 2019.
  20. Quelle für den Abschnitt Wappen und Flagge:
    Heinz Bardua: Die Kreis- und Gemeindewappen im Regierungsbezirk Stuttgart. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 3-8062-0801-8 (Kreis- und Gemeindewappen in Baden-Württemberg, 1). S. 89.
  21. Gewerbepark II. Stadt Külsheim, abgerufen am 23. Juli 2013.
  22. Gewerbepark III Taubenbaum. Stadt Külsheim, abgerufen am 23. Juli 2013.
  23. Gesamtliste der Starterschulen der Gemeinschaftsschule bei kultusportal-bw.de (PDF; 39 kB; abgerufen am 11. März 2012)
  24. Fränkische Nachrichten: Schließung der Grundschule beschlossen. 29. April 2009. Online unter www.fnweb.de. Abgerufen am 5. Dezember 2019.
  25. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Bd. I, Bonn 1995, S. 53, ISBN 3-89331-208-0.
  26. Stolpersteine in Külsheim - Quelle: Fränkischen Nachrichten, 11. Juli 2014. Fotos Hans-Peter Wagner (hpw)
  27. Zeitungsausschnitt vom März 2013 zur Übergabe des Stückes an die Stadt Külsheim und Abbildungen des Stückes sowie eine Abbildung der entsprechenden Schautafel im Rittersaal (zusammengestellt als PDF, gehostet auf Google Drive)
  28. Outdooractive: Kneipp-Anlage Külsheim. Online unter www.outdooractive.com. Abgerufen am 6. August 2018.
  29. Großer Markt. Stadt Külsheim, abgerufen am 23. Juli 2013.
  30. Burgkurzweyl. Stadt Külsheim, abgerufen am 16. Juni 2019.
  31. Weinfeste. Stadt Külsheim, abgerufen am 23. Juli 2013.
  32. Weihnachtsmarkt. Stadt Külsheim, abgerufen am 23. Juli 2013.