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Die Panzerbrigade 24 „Niederbayern“ war ein Verband der 1. Gebirgsdivision des Heeres der Bundeswehr mit Stab in Landshut (Schoch-Kaserne) und Stationierungsraum in Niederbayern. Die Brigade wurde 1994 aufgelöst.

Panzerbrigade 24
„Niederbayern“
— PzBrig 24 —
X
Panzerbrigade 24 (Bundeswehr).svg

Verbandsabzeichen
Aktiv 1. Jul. 1959 bis 30. Sept. 1994
Land Flag of Germany.svg Deutschland
Streitkräfte Bundeswehr
Teilstreitkraft Bundeswehr Logo Heer with lettering.svg Heer
letzter Sitz des Stabes Landshut
Kommandeur
letzter Kommandeur Brigadegeneral Horst Förster

Verbandsabzeichen und UniformBearbeiten

Die Panzerbrigade 24 war der 1. Gebirgsdivision unterstellt und daher Teil der deutschen Gebirgstruppe, auch wenn in der Brigade keine Gebirgsjäger vorhanden waren. Die Angehörigen des Brigadestabes und einiger weiterer Einheiten trugen daher die Bergmütze und die Skibluse als Jacke des Dienstanzugs. Ärmel- und Mützenabzeichen war das Edelweiß als traditionelles Zeichen der Gebirgstruppen. Die gelbe Umrandung des runden Wappenschilds zeigte an, dass es sich um die dritte Brigade der 1. Gebirgsdivision handelte. Angehörige der Panzer-, Panzergrenadier und Artilleriebataillone der Brigade trugen davon abweichend teilweise die ihrer Truppengattung, entsprechende Uniform mit dem jeweiligen Barett, auf dem hinter dem Truppengattungsabzeichen zusätzlich das metallene Edelweiß befestigt war.

GeschichteBearbeiten

Heeresstruktur IIBearbeiten

Die Aufstellung begann 1959 mit Aufstellung des Brigadestabs in Mittenwald. Sie verlegte 1960 nach Murnau und gehörte zur 1. Gebirgsdivision. 1960 unterstanden der Brigade folgende Einheiten:

  • Panzergrenadierbataillon 242 (Füssen)
  • Panzerbataillon 243
  • Panzerbataillon 244
  • Panzerartilleriebataillon 245 (Füssen)
  • Versorgungsbataillon 246 (1959 Mittenwald, ab 1960 Murnau, ab 1966 Feldkirchen)
  • Panzerpionierkompanie 240 (1959 in Brannenburg aus 2./ Gebirgspionierbataillon 8 aufgestellt und ab 1965 in Straubing-Mitterharthausen)
  • Panzeraufklärungskompanie 240
  • Flugabwehrbatterie 240

1966 verlegte der Stab nach Landshut und wurde in Panzergrenadierbrigade 24 umbenannt und Truppenteile nach Niederbayern (Freyung und Feldkirchen) verlegt. 1966 wechselte das Panzerbataillon 243 als Gebirgspanzerbataillon 224 zur Gebirgsjägerbrigade 22. Ebenfalls 1966 wechselte das Panzergrenadierbataillon 111 der Panzergrenadierbrigade 11 zur Panzergrenadierbrigade 24.

Heeresstruktur IIIBearbeiten

1970 folgte das Panzergrenadierlehrbataillon 283 der Heeresoffizierschule III als Panzergrenadierlehrbataillon 243 zur Brigade 24. Im Gegenzug wechselte das Panzergrenadierbataillon 243 als Gebirgspanzeraufklärungsbataillon 8 direkt zur 1. Gebirgsdivision. 1972 wurde das Versorgungsbataillon 246 in Feldkirchen aufgelöst. Aus Teilen daraus wurde die Nachschubkompanie 240 sowie die Instandsetzungskompanie 240 aufgestellt.

Heeresstruktur IVBearbeiten

1981 verlegte die Panzerjägerkompanie 240 von Landshut nach Feldkirchen. In der Heeresstruktur wurde die Brigade 1981 erneut in Panzerbrigade 24 umbenannt. 1973 wurde das Panzergrenadierlehrbataillon 243 in Panzergrenadierbataillon 243 umbenannt und 1981 als Panzergrenadierbataillon 223 der Panzergrenadierbrigade 22 unterstellt. Aus Teilen des Gebirgspanzerjägerbataillons 234, der Ausbildungskompanie 14 / 8 sowie dem Spähzug der Gebirgsjägerbrigade 23 wurde in Kirchham im Gegenzug das Panzerbataillon 243 aufgestellt. 1981 wurde das Feldersatzbataillon 247 zum Gebirgsfeldersatzbataillon 85 umgegliedert. 1981 unterstanden der Brigade:

  • Stab / Stabskompanie (Landshut)
  • Panzerbataillon 241 (Landshut und Feldkirchen, 3. Kompanie in Kirchham)
  • Panzergrenadierbataillon 242 (Feldkirchen)
  • Panzerbataillon 243 (Kirchham)
  • Panzerbataillon 244 (Landshut)
  • Panzerartilleriebataillon 245 (Landshut)
  • Panzerjägerkompanie 240 (Feldkirchen)
  • Panzerpionierkompanie 240 (Feldkirchen)
  • Nachschubkompanie 240 (Feldkirchen)
  • Instandsetzungskompanie 240 (Feldkirchen)
  • Gebirgsfeldersatzbataillon 85 (Landshut)
  • Brigadespähzug (Freyung, ab 1982 dem Gebirgspanzeraufklärungsbataillon 8 unterstellt)

Ab 1988 gehörte zur Brigade auch die Panzergrenadierausbildungskompanie Fahrsimulator 203. 1988 wurde der Brigade der Beiname Niederbayern verliehen.

Heeresstruktur VBearbeiten

In der Heeresstruktur 5 wurden die Panzerbataillone 241 und 244, das Gebirgsfeldersatzbataillon 85 sowie die Panzerpionierkompanie 240 aufgelöst, sowie das Panzergrenadierbataillon 242 und das Panzerbataillon 243 zu nichtaktiven Aufwuchsverbänden umgegliedert. Die Nachschubkompanie 240 und Instandsetzungskompanie 240 verließen 1992 den Brigadeverband. Die Panzerbrigade 24 gliederte sich zu einem teilaktiven, mechanisierten Großverband um. Die Stammbataillone der Brigade waren das Gebirgspanzerbataillon 8 in Kirchham und das Panzergrenadierbataillon 112 in Regen. 1993 wurde dem Verband das aufzulösende Panzergrenadierbataillon 562 in Oberhausen (bei Neuburg/Donau) zugeordnet. Das Gebirgspanzerbataillon 8 und Panzergrenadierbataillon 112 wechselten 1994 zur Panzerbrigade 12. Das Panzerbataillon 243 und das Panzergrenadierbataillon 242 wurden 1993 außer Dienst gestellt. 1993 wurde der Panzergrenadierausbildungskompanie Fahrsimulator 203 dem Instandsetzungsregiment 8 unterstellt. Die restlichen Einheiten Stab/Stabskompanie, Panzerjägerkompanie 240 und Panzerartilleriebataillon 245 sowie die Brigade insgesamt wurde zum 30. September 1994 aufgelöst.

KommandeureBearbeiten

Folgende Kommandeure führten die Brigade (Dienstgrad bei Kommandoübernahme):

Nr. Name Kommandeur von Kommandeur bis
10 Oberst Horst Förster 1. Oktober 1991 30. September 1994
9 Oberst Hans-Jürgen Wilhelmi 1. April 1985 30. September 1991
8 Oberst Georg Bernhardt 1. Oktober 1982 31. März 1985
7 Brigadegeneral Jürgen Schlüter 1. Januar 1981 30. September 1982
6 Brigadegeneral Franz-Josef Wiesner 1. Oktober 1977 31. Dezember 1980
5 Brigadegeneral Eberhard Hackensellner 1. April 1971 30. September 1977
4 Brigadegeneral Hans-Joachim Löser 1. Juni 1968 31. März 1971
3 Oberst Wolfgang Schall 1. April 1966 31. Mai 1968
2 Brigadegeneral Peter Karpinski 1. April 1962 31. März 1966
1 Oberst Herbert Reidel 1. Januar 1960 31. März 1962

WeblinksBearbeiten

Koordinaten: 48° 32′ 55,7″ N, 12° 10′ 57,6″ O