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Edgar Trost

deutscher Generalleutnant der Bundeswehr

Militärischer WerdegangBearbeiten

Trost wurde u. a. an der Heeresoffizierschule III in München zum Offizier ausgebildet.[1]

Der Oberst i. G. war von 1982 bis 1984 Chef des Stabes der 4. Panzergrenadierdivision in Regensburg. Danach war er Referatsleiter in der Abteilung Personal im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in Bonn. Von 1986 bis 1988 war er als Oberst Kommandeur der Panzerbrigade 36 in Bad Mergentheim.[2] Danach war der Brigadegeneral Leiter der Unterabteilung P III (Heer) im BMVg. Von 1990 bis 1993 war der Generalmajor stellvertretender Abteilungsleiter Personal im BMVg. Von 1993 bis 1996 war er dann Kommandierender General des II. (Deutsch-Amerikanischen) Korps in Ulm und von 1997 bis 2000 unter Generalleutnant Helmut Willmann stellvertretender Inspekteur des Heeres und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten. Als Generalleutnant trat er außer Dienst.

Während seiner Amtszeit setzte er sich für die Namensbeibehaltung der Rommel-Kaserne in Dornstadt bei Ulm ein.[3]

Clausewitz-GesellschaftBearbeiten

Von 2002 bis 2009 war er als Nachfolger von Brigadegeneral a. D. Georg Bautzmann Leiter des Regionalkreises Bayern der Clausewitz-Gesellschaft. Ihm folgte Brigadegeneral a. D. Robert Gareißen.[4] 2006 erhielt Trost für seine Verdienste um die Leitung des Regionalkreises die Goldene Ehrennadel der Clausewitz-Gesellschaft.[5]

Mehrere Jahre komoderierte er die durch den Bundestagsabgeordneten Hildebrecht Braun (FDP) initiierte und durch die Thomas-Dehler-Stiftung, die Nürnberger Zeitung, den Deutschen Bundeswehrverband, den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, die Clausewitz-Gesellschaft, die Deutsche Atlantische Gesellschaft und die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik in Kooperation mit dem Arbeitskreis Bundeswehr und Wirtschaft Bayern getragene Nürnberger Sicherheitstagung.[6][7]

GeschichtsstudiumBearbeiten

Trost studierte nach seiner Dienstzeit Geschichte und schloss sein Studium 2006 am Institut für Bayerische Geschichte in München mit dem magister artium ab. Die Arbeit Maximilian I. von Bayern und Tilly. Das Verhältnis von Politik und Militär im Dreißigjährigen Krieg wurde von Alois Schmid betreut.[8] In dieser Zeit wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Aenania München.

Er ist Mitglied des Kuratoriums der Freunde des Bayerischen Armeemuseums e.V.[9]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

  • Probleme der Personalauswahl. In: Dieter Farwick (Hrsg.): Ein Staat – eine Armee. Von der NVA zur Bundeswehr. Report-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1992, ISBN 3-9802828-2-1, S. 170 ff.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Klaus Reinhardt: KFOR. Streitkräfte für den Frieden. Tagebuchaufzeichnungen als deutscher Kommandeur im Kosovo. Frankfurt am Main 2002, S. 440.
  2. Panzerbrigade 36, Einleitung, BArch BH 9-36.
  3. Ulrich vom Hagen: Homo Militaris. Perspektiven einer kritischen Militärsoziologie (= Sozialtheorie). Transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-1937-9, S. 184.
  4. Viktor Toyka, Rüdiger Kracht: Clausewitz-Gesellschaft. Chronik 1961–2011. Hrsg. durch die Clausewitz-Gesellschaft, Hamburg 2011, ISBN 978-3-9810794-6-3, S. 271
  5. Viktor Toyka, Rüdiger Kracht: Clausewitz-Gesellschaft. Chronik 1961–2011. Hrsg. durch die Clausewitz-Gesellschaft, Hamburg 2011, ISBN 978-3-9810794-6-3, S. 139.
  6. Gisela Bock: Deutsche Interessen in der Außen- und Sicherheitspolitik. auf: freiheit.org, 31. Juli 2006.
  7. Gisela Bock: Nürnberger Sicherheitstagung 2008. auf: freiheit.org, 2. Juli 2008.
  8. Verzeichnis der Absolventen am Institut für Bayerische Geschichte seit Gründung der GML, gml.userweb.mwn.de, abgerufen am 4. November 2015.
  9. Kuratorium, freundeskreis-armeemuseum.de, abgerufen am 3. November 2015.