Hauptmenü öffnen
Zorn 2018 als Generalinspekteur

Eberhard Zorn (* 19. Februar 1960 in Saarbrücken) ist ein General des Heeres der Bundeswehr und seit dem 19. April 2018 der 16. Generalinspekteur der Bundeswehr.

Inhaltsverzeichnis

Militärische LaufbahnBearbeiten

Ausbildung und erste VerwendungenBearbeiten

Zorn trat 1978 bei der Artillerieschule in Idar-Oberstein in den Dienst der Bundeswehr und wurde zum Artillerieoffizier ausgebildet. Hiernach absolvierte er ein Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften an der Universität der Bundeswehr Hamburg, welches er als Diplom-Kaufmann abschloss. Von 1983 bis 1987 war Oberleutnant Zorn als Zugführer und Nachrichtenoffizier (S2) im Beobachtungsbataillon 103 in Pfullendorf eingesetzt. Unter Beförderung zum Hauptmann übernahm Zorn 1987 den Posten des Batteriechefs der 3. Batterie des Beobachtungsbataillons 123 in Tauberbischofsheim. Drei Jahre später, 1990, wurde Zorn in den Stab des übergeordneten Artillerieregiments 12 am selben Standort versetzt und diente dort ein Jahr lang als Feuerleit- und Operations- und Ausbildungsoffizier (S3).

Dienst als StabsoffizierBearbeiten

Von 1991 bis 1993 absolvierte Zorn den 34. Nationalen Generalstabs­lehrgang (LGAN) an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg und wurde mit der Beförderung zum Major nach Frankreich versetzt, wo er von 1993 bis 1995 in Paris den französischen Generalstabslehrgang (CSEM/CID) absolvierte.

Zurück in Deutschland wurde Zorn nach Regensburg versetzt, wo er von 1995 bis 1997 im Stab des erst ein Jahr zuvor aufgestellten Kommandos Luftbewegliche Kräfte/4. Division zuerst als Abteilungsleiter G 4 Logistik und schließlich als Abteilungsleiter G 3 Operationsführung unter Bernd Albert diente. Währenddessen war er im Auslandseinsatz als Abteilungsleiter G4 im Stab des DtHKtgt UNPF/GECONIFOR(L) 1. Kontingent, TROGIR tätig.

1997 wurde Zorn nach Koblenz in das Heeresführungskommando versetzt, wo er bis 1999 als Personalstabsoffizier (G 1) unter dem Chef des Stabes Axel Bürgener diente.

Unter Beförderung zum Oberstleutnant übernahm Zorn 1999 das Kommando über das Feld- und Panzerartilleriebataillon 295 in Immendingen, welches er bis 2001 führte. Während dieser Verwendung war Zorn im Auslandseinsatz: SFOR als G 3 und stellvertretender Abteilungsleiter im Stab der MND (SE) in Mostar. Im Anschluss erfolgte die Versetzung in das Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wo er ein Jahr lang als Grundsatzreferent in der Abteilung für Personal-, Sozial- und Zentralangelegenheiten (PSZ IV 4 Einzelpersonalangelegenheiten des militärischen Personals) diente. Er verblieb in dieser Abteilung und wechselte 2002 das Referat und diente bis 2004 als Personalreferent (PSZ I 4).

Im Jahre 2004 wurde Zorn erneut in das Heeresführungskommando versetzt, wo er ein Jahr lang als Operationsstabsoffizier (G 3) und Gruppenleiter Planung/Einsatz/Organisation unter dem Chef des Stabes Bruno Kasdorf und dem Befehlshaber Axel Bürgener diente. Unter Beförderung zum Oberst übernahm Zorn 2005 den Posten des Abteilungsleiter G 3. Diese Abteilung leitete bis 2007 er unter Kasdorf und Manfred Hofmann.

2007 wurde Zorn erneut nach Bonn versetzt, diesmal in den Führungsstab des Heeres, wo er zwei Jahre lang als Referatsleiter Personelle Grundsatzangelegenheiten, Personalstruktur und Innere Führung (Fü H I 1) unter dem Chef des Stabes Werner Freers diente. Im Jahre 2009 übernahm Zorn dann die Leitung des Referats für zentrale Aufgaben im BMVg/Führungsstab des Heeres (Fü H/Z).

Dienst im GeneralsrangBearbeiten

Am 14. Januar 2010 übernahm Zorn von Volker Bescht das Kommando über die Luftlandebrigade 26 in Saarlouis und wurde in dieser Verwendung kurze Zeit später zum Brigadegeneral ernannt. Dieses Kommando hatte er bis Ende Januar 2012 inne. Anschließend war er als Büroleiter des Generalinspekteurs der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung eingesetzt. Am 12. Juni 2014 wurde Zorn als Nachfolger von Generalmajor Jörg Vollmer Kommandeur der Division Schnelle Kräfte und erhielt in dieser Verwendung die Beförderung zum Generalmajor. Zum 1. Oktober 2015 übernahm er das Amt des Abteilungsleiters Führung Streitkräfte als Nachfolger von Vizeadmiral Heinrich Lange.[1][2] Verbunden damit war die Beförderung zum Generalleutnant. Zum 1. August 2017 wurde Zorn als Nachfolger von Vizeadmiral Joachim Rühle Abteilungsleiter Personal.

GeneralinspekteurBearbeiten

In einer Pressemitteilung gab das Bundesministerium der Verteidigung am 16. März 2018 bekannt, dass Zorn dem bisherigen Generalinspekteur Volker Wieker nachfolgen solle, der mit Ablauf des April 2018 in den Ruhestand trat. Am 19. April 2018 wurde Eberhard Zorn durch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen offiziell in das Amt des Generalinspekteurs der Bundeswehr eingeführt und zugleich zum General befördert.[3]

AuszeichnungenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Vita Eberhard Zorn (Memento vom 31. August 2015 im Internet Archive)
  2. Vollmer hinterlässt eine neue Division. 4. Juni 2014, abgerufen am 14. Juni 2014.
  3. General Zorn ist 16. Generalinspekteur. In: Bundesministerium der Verteidigung. 19. April 2018, abgerufen am 19. April 2018.