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Alaska Airlines

Fluggesellschaft aus Alaska
Alaska Airlines
Logo der Alaska Airlines
Boeing 737-700 der Alaska Airlines
IATA-Code: AS
ICAO-Code: ASA
Rufzeichen: ALASKA
Gründung: 1932 (als McGee Airways)
Sitz: SeaTac, Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Drehkreuz:
Heimatflughafen:

Seattle

IATA-Prefixcode: 027
Leitung:

Brad Tilden (CEO)

Vielfliegerprogramm: Mileage Plan
Flottenstärke: 334 (+ 38 Bestellungen)
Ziele: national und kontinental
Website: www.alaskaair.com

Alaska Airlines ist eine US-amerikanische Fluggesellschaft mit Sitz in SeaTac bei Seattle.

GeschichteBearbeiten

Ab dem Jahr 1932 nahm McGee Airways zunächst mit einer einmotorigen Maschine mit drei Sitzplätzen zwischen Anchorage und Bristol Bay den Verkehr auf. Durch Fusionen und Aufkäufe wurde die Firmierung mehrmals geändert und 1944 der Name Alaska Airlines angenommen. Zwischen Juni 1949 und September 1950 war die Fluggesellschaft maßgeblich an den zunächst geheim gehaltenen Transporten von etwa 49.000 jemenitischen Juden in den neuen Staat Israel beteiligt.[1] Die Schwestergesellschaft und Regionalfluggesellschaft Horizon Air wurde nach dem Airline Deregulation Act von 1978 gegründet, um im Nordwesten der USA Lücken im Streckennetz großer Fluggesellschaften zu füllen. 1985 wurde die Alaska Air Group als Holding gegründet und ein Jahr darauf erwarb diese die Horizon Air und die Jet America Airlines.

Heute ist Alaska Airlines die siebtgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.[2] Das Unternehmen adaptiert immer wieder neue Technologien; z. B. war Alaska Airlines eine der ersten Fluggesellschaften, die Flugscheine und das Check-in über das Internet anbot und Check-in-Automaten an ihren Flughäfen aufstellte.

Im September 2011 wurde Alaska Airlines durch die Federal Aviation Administration zu einer Strafzahlung von 590.000 US-Dollar verurteilt, nachdem es bei der Wartung einer Boeing 737-400 zu Regelverletzungen kam, in deren Folge einige Jahre später ein Feuer an Bord ausbrach.[3] Außerdem musste die Gesellschaft wegen fahrlässigen Verhaltens aufgrund mangelnder Wartungsarbeiten einen Schadenersatz zahlen und zwei Vorarbeiter wurden suspendiert.

Im April 2016 wurde der Kauf der Fluggesellschaft Virgin America bekanntgegeben. Nach Genehmigung durch die Behörden soll die Fusion zum Jahresbeginn 2017 vollzogen werden. Es ist geplant, beide Marken fortzuführen.[4]

Im Oktober 2017 wurde Alaska Airlines die erste Fluggesellschaft, die einen Umbaufrachter auf Basis der Boeing 737-700 in Dienst stellte.[5] Dafür sollen die Kombifrachter bis zum 18. Oktober ausgemustert werden.

FlugzieleBearbeiten

Das Streckennetz umfasst ca. 40 Städte in den USA, Kanada, Mexiko, und Costa Rica.[6] Früher wurde auch der russische Osten bedient. Das wichtigste Drehkreuz befindet sich am Seattle-Tacoma International Airport (SEA). Weitere Drehkreuze befinden sich an den Flughäfen in Portland, Los Angeles und Anchorage.

FlotteBearbeiten

 
Eine Boeing 737-400 der Alaska Airlines in der Sonderbemalung Wild Salmon
 
Eine Boeing 737-900 der Alaska Airlines in der Sonderbemalung Spirit of Disneyland II
 
Eine Boeing 737-400C am Flughafen Barrow

Mit Stand August 2019 besteht die Flotte der Alaska Airlines aus 334 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 7,8 Jahren:[7]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[8] Anmerkungen Sitzplätze
Airbus A319-100 10 118
Airbus A320-200 53 11 mit Winglets ausgestattet 146
Airbus A321neo 9 1 185
Boeing 737-700 11 alle mit Winglets ausgestattet 124
Boeing 737-700BDSF 3 Frachtflugzeuge 19.500 kg Nutzlast
Boeing 737-800 61 alle mit Winglets ausgestattet 163
Boeing 737-900 12 9 mit Winglets ausgestattet 181
Boeing 737-900ER 79 alle mit Winglets ausgestattet 181
Boeing 737 MAX 9 37 – offen –
Bombardier DHC-8-400 35 eine inaktiv 76
Embraer 175 61 32 betrieben durch SkyWest Airlines 76
Gesamt 334 38

Viele Flugzeuge von Alaska Airlines sind mit einem System zur Internetnutzung an Bord des Anbieters Gogo ausgestattet, wodurch auch während eines Fluges, zurzeit aber nur innerhalb der USA, das Surfen im Web gegen Gebühr möglich ist.[9]

ZwischenfälleBearbeiten

  • Am 4. September 1971 flog eine Boeing 727-193 der Alaska Airlines (Luftfahrzeugkennzeichen N2969G) im Anflug auf den Flughafen Juneau 35 km westlich davon in den Rand einer Schlucht, während ein starker Schneesturm herrschte. Alle 111 Insassen (7 Crew-Mitglieder und 104 Passagiere) kamen ums Leben. Die Besatzung hatte durch ein fehlerhaftes Navigationssignal, dessen Ursache nicht ermittelt werden konnte, den Sinkflug verfrüht eingeleitet.[10]
  • Am 5. April 1976 verunglückte eine Boeing 727-81 der Alaska Airlines (N124AS) bei der Landung auf dem Flughafen Ketchikan. Nach dem Aufsetzen mit Rückenwind, überhöhter Geschwindigkeit und schlechter Bremswirkung entschied sich der Kapitän, durchzustarten. Der Umkehrschub ließ sich jedoch nicht vollständig deaktivieren, so dass keine volle Triebwerksleistung erreicht wurde. Daraufhin wurden die Störklappen erneut ausgefahren und der Durchstartversuch wieder abgebrochen. Das Flugzeug überrollte das Landebahnende um 210 Meter und wurde zerstört. Von den 57 Insassen kam ein Passagier ums Leben.[11]

TriviaBearbeiten

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2017/09/18/amerikanischer-flugkapitaen-geehrt/?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bdata%5D=date%3AU&utm_campaign%5BcObj%5D%5Bstrftime%5D=%25y-%25m-%25d&cHash=881bf1c5797a9c115a398a961ba5a321, abgerufen am 3. Oktober 2017
  2. aerosecure.de: Top 10: Die zehn größten Billigflieger der Welt (Stand: August 2007)
  3. faa.gov Press Release – FAA Proposes $590,000 Civil Penalty Against Alaska Airlines@1@2Vorlage:Toter Link/www.faa.gov (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (englisch) 9. September 2011
  4. Stefan Eiselin: Übernahme – Alaska Airlines kauft Virgin America. In: aeroTELEGRAPH. 4. April 2016, abgerufen am 4. April 2016.
  5. Alaska Air Cargo nutzt weltweit ersten 737-700 Umbaufrachter - flugrevue (abgerufen am 2. Oktober 2017)
  6. Alaska Airlines: Destinationen der Alaska Airlines, abgerufen am 27. März 2018.
  7. Alaska Airlines Fleet Details and History. Abgerufen am 6. August 2019.
  8. boeing.com – Orders and Deliveries (englisch) abgerufen am 1. Januar 2016
  9. Gogoair.com Teilnehmende Fluggesellschaften (Memento des Originals vom 29. Dezember 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gogoair.com, abgerufen am 4. Januar 2014
  10. Unfallbericht B-727-100 N2969G, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019.
  11. Unfallbericht B-727-100 N124AS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 5. Februar 2019.
  12. Unfallbericht DC-9-83 N963AS, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 6. August 2019.
  13. Bericht über den Flugzeugabsturz am 31. Januar 2000 (Memento vom 18. Oktober 2007 im Internet Archive)
  14. Seattle: Mitarbeiter entführt geparktes Flugzeug und stürzt ab | aeroTELEGRAPH. In: aeroTELEGRAPH. 11. August 2018 (aerotelegraph.com [abgerufen am 11. August 2018]).
  15. airliners.de: airliners.de – Ausgebetet in Alaska
  16. geekwire.com: UW inks $41M deal with Alaska Airlines for Husky Stadium naming rights Artikel vom 3. September 2015 (englisch)