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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Leiningerland
Verbandsgemeinde Leiningerland
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Leiningerland hervorgehoben

Koordinaten: 49° 34′ N, 8° 11′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Dürkheim
Fläche: 145,15 km2
Einwohner: 32.499 (31. Dez. 2018)Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Noch nicht auf Metavorlage umgestellt
Bevölkerungsdichte: 224 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: DÜW
Verbandsschlüssel: 07 3 32 5007
Verbandsgliederung: 21 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Industriestraße 11
67269 Grünstadt
Website: www.vg-l.de
Bürgermeister: Frank Rüttger (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Leiningerland im Landkreis Bad Dürkheim
Bad DürkheimGrünstadtGrünstadtHaßlochMeckenheim (Pfalz)Niederkirchen bei DeidesheimRuppertsbergForst an der WeinstraßeDeidesheimWattenheimHettenleidelheimTiefenthal (Pfalz)Carlsberg (Pfalz)AltleiningenEllerstadtGönnheimFriedelsheimWachenheim an der WeinstraßeElmsteinWeidenthalNeidenfelsLindenberg (Pfalz)Lambrecht (Pfalz)FrankeneckEsthalKindenheimBockenheim an der WeinstraßeQuirnheimMertesheimEbertsheimObrigheim (Pfalz)ObersülzenDirmsteinGerolsheimLaumersheimGroßkarlbachBissersheimKirchheim an der WeinstraßeKleinkarlbachNeuleiningenBattenberg (Pfalz)NeuleiningenKirchheim an der WeinstraßeWeisenheim am SandWeisenheim am SandWeisenheim am SandErpolzheimBobenheim am BergBobenheim am BergDackenheimDackenheimFreinsheimFreinsheimHerxheim am BergHerxheim am BergHerxheim am BergKallstadtKallstadtWeisenheim am BergWeisenheim am BergLandkreis Alzey-WormsWormsLudwigshafen am RheinFrankenthal (Pfalz)Rhein-Pfalz-KreisLandkreis GermersheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Südliche WeinstraßeLandau in der PfalzKaiserslauternLandkreis KaiserslauternDonnersbergkreisKaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzKarte
Über dieses Bild

Die Verbandsgemeinde Leiningerland ist eine rheinland-pfälzische Verbandsgemeinde im Norden des Landkreises Bad Dürkheim. Sie wurde zum 1. Januar 2018 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim gebildet. Ihr gehören 21 eigenständige Ortsgemeinden an. Der Verwaltungssitz befindet sich in Grünstadt, das aber als verbandsfreie Stadt der Verbandsgemeinde nicht angehört.

In den 21 angehörenden Ortsgemeinden leben gut 32.000 Einwohner.

GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Das Verwaltungsgebiet der Verbandsgemeinde liegt im Nordosten der Pfalz. Es erstreckt sich vom nordöstlichen Pfälzerwald im Westen über den Nordteil der Deutschen Weinstraße bei Grünstadt, die im Hügelland des pfälzischen Weinanbaugebiets verläuft, bis nach Dirmstein und Gerolsheim im Osten, wo die Reben­hügel in die Oberrheinische Tiefebene übergehen. Carlsberg im Westen ist mit 330 m am höchsten gelegen, Dirmstein besitzt mit 102 m die niedrigste Ortshöhe.

ErhebungenBearbeiten

Die höchsten Erhebungen mit gut 400 m Höhe sind im Südwesten der Verbandsgemeinde der Harsberg (432,5 m), der Leuchtenberg (424,1 m) und der Harzweilerkopf (415 m).[1] Sie gehören zum Leininger Sporn, der den Pfälzerwald nach Nordosten abschließt.

GewässerBearbeiten

Das Gebiet der Verbandsgemeinde wird durch zwei linke Nebenflüsse des Rheins entwässert, den Eckbach und den Eisbach, die im Wesentlichen parallel von Südwest nach Nordost fließen und jeweils knapp 40 km lang sind.

GeologieBearbeiten

Die Verbandsgemeinde hat Anteil an drei Landschaftstypen: Mittelgebirge, Grabenbruch und Tiefebene. Der Gebirgsanteil – der Pfälzerwald und seine Ränder Haardt und Leininger Sporn – besteht überwiegend aus Buntsandstein, die ebenen Flächen sind von jungen fluviatilen Sedimenten bedeckt. Die gewaltige Senkungszone des Oberrheingrabens ist an der Erdoberfläche lediglich am Grabenrand bei Battenberg zu sehen, kann aber entlang des gesamten Gebirgsrands geophysikalisch bis in etwa 20 km Tiefe nachgewiesen werden.

Verbandsangehörige GemeindenBearbeiten

Ortsgemeinde Fläche (km²) Einwohner
Altleiningen 11,47 1.716
Battenberg (Pfalz) 5,45 396
Bissersheim 2,57 443
Bockenheim an der Weinstraße 11,24 2.178
Carlsberg 7,03 3.420
Dirmstein 14,67 2.996
Ebertsheim 5,29 1.234
Gerolsheim 4,81 1.761
Großkarlbach 5,26 1.166
Hettenleidelheim 5,07 3.017
Kindenheim 8,96 1.004
Kirchheim an der Weinstraße 8,98 1.925
Kleinkarlbach 2,70 829
Laumersheim 4,86 914
Mertesheim 2,20 407
Neuleiningen 9,07 772
Obersülzen 3,52 707
Obrigheim 10,81 2.766
Quirnheim 4,45 794
Tiefenthal 4,21 848
Wattenheim 12,53 1.614
Verbandsgemeinde Leiningerland 145,15 30.557

(Einwohner am 31. Dezember 2018)[2]

PolitikBearbeiten

Verbandsgemeinderat und BürgermeisterBearbeiten

Die ersten Wahlen des Verbandsgemeinderats und des Bürgermeisters der neuen Verbandsgemeinde fanden, festgesetzt von der Kreisverwaltung des Landkreises Bad Dürkheim,[3][4] am 7. Mai 2017 statt, fast acht Monate vor Vollzug der Gebietsänderung. Um den Bürgermeisterposten bewarben sich für die SPD der bisherige Bürgermeister von Grünstadt-Land, Reinhold Niederhöfer,[5] für die CDU der Beigeordnete des Landkreises Bad Dürkheim, Frank Rüttger,[6] der parteilose Uwe Martin[7] und weitere Kandidaten. In der Stichwahl setzte sich Rüttger mit 52,3 % gegen Niederhöfer (47,7 %) durch.[8]

Die Wahlzeiten der bisherigen Verbandsgemeinderäte von Grünstadt-Land und Hettenleidelheim sowie die Amtszeiten der bisherigen Bürgermeister der Verbandsgemeinden endeten am 31. Dezember 2017. In der Folge findet die nächste Wahl des Verbandsgemeinderats der neuen Verbandsgemeinde zwischen dem 1. April und dem 30. Juni 2024 statt.[3]

Die Sitzverteilung im gewählten Verbandsgemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU FDP Grüne WGR FWG Gesamt
2017 14 14 1 2 1 8 40 Sitze
  • WGR = Wählergruppe Dennhardt

Seit der Konstituierung des Verbandsgemeinderats 2018 bilden CDU und FWG eine Koalition.

WappenBearbeiten

Das im Jahr 2018 neu entwickelte Wappen der Verbandsgemeinde, durch ein goldenes Kreuz geviert, weist wesentliche Elemente aus den Wappen der Vorgängerkörperschaften auf: Den Leininger Adler, den kurpfälzischen Löwen, den Petrusschlüssel des Bistums Worms sowie eine Weintraube mit – nun 21 – Beeren und zwei Blättern. Die Beeren symbolisieren die 21 Ortsgemeinden, die beiden Weinblätter die Rebflächen beidseits von Eckbach und Eisbach.

GeschichteBearbeiten

Die Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim waren entstanden auf der Grundlage des Dreizehnten Landesgesetzes über die Verwaltungsvereinfachung im Lande Rheinland-Pfalz vom 1. März 1972, das am 22. April 1972 in Kraft trat. Bis dahin hatten die aus der bayerischen Zeit (1816–1946) stammenden Verwaltungsstrukturen existiert. Bei der Verwaltungsreform von 1972 behielten die Ortsgemeinden ihre politische Selbstständigkeit.

Am 28. September 2010 erließ die Landesregierung das Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Für Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen.[9] Mit 10.880 Einwohnern unterschritt die Verbandsgemeinde Hettenleidelheim diese vorgesehene Mindesteinwohnerzahl; die Verbandsgemeinde Grünstadt-Land hatte am Stichtag 20.190 Einwohner.[10]

Bei einer Expertenanhörung am 23. Februar 2016 vor dem Innenausschuss des Landtags hatte der damalige Bürgermeister Reinhold Niederhöfer (Grünstadt-Land) berichtet, durch die Zusammenlegung seien erhebliche Kosteneinsparungen zu erwarten; diese hätten im Vorgriff auf die Fusion bereits 250.000 Euro betragen und würden sich beispielsweise einmalig bei der Feuerwehr auf 214.000 Euro und künftig jährlich allein bei der Bau- und Finanzverwaltung auf 836.000 Euro belaufen.[11]

Am 24. Februar 2016 verabschiedete der Landtag das Landesgesetz über den Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim. Es bestimmte, dass zum 1. Januar 2018 aus den bisherigen Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim eine neue Verbandsgemeinde gebildet wurde, die den Namen „Leiningerland“ führt. Dieser Name wurde gewählt, weil das Territorium der Verbandsgemeinde früher überwiegend unter der Herrschaft der Leininger Grafen gestanden hatte. Der Sitz der Verwaltung befindet sich in Grünstadt,[3] als Verwaltungsgebäude dient dasjenige der vormaligen Verbandsgemeinde Grünstadt-Land.

Das Land gewährte aus Anlass der Bildung der neuen Verbandsgemeinde eine Zuweisung in Höhe von 2 Mio. Euro.[3]

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

WirtschaftBearbeiten

Neben einigen Industrieunternehmen (beispielsweise Drahtzug in Altleiningen, Südzucker in Obrigheim, Spiess in Kleinkarlbach) mit maximal gut 1000 Beschäftigten besitzen vor allem der Weinbau und der Tourismus wirtschaftliche Bedeutung. Gleichwohl pendeln zahlreiche Einwohner in die benachbarten Wirtschaftsräume von Mannheim/Ludwigshafen bzw. Kaiserslautern.

VerkehrBearbeiten

Durch das Gebiet der Verbandsgemeinde führt von West nach Ost die Autobahn 6 (SaarbrückenMannheim). Bei Grünstadt wird sie von der Bundesstraße 271 gekreuzt, die Neustadt an der Weinstraße im Süden mit Alzey im Norden verbindet. Wichtigste Bahnstrecke ist die Pfälzische Nordbahn (Neustadt–Monsheim), die etwa parallel zur B 271 verläuft.

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2018, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  3. a b c d Entwurf zum Landesgesetz über den Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Grünstadt-Land und Hettenleidelheim vom 21. Januar 2016 mit entsprechenden Erläuterungen – Drucksache 16/6105.
  4. ink (Autorenkürzel): „Der geilste Job der Welt“. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Unterhaardter Rundschau. Nr. 254. Ludwigshafen 31. Oktober 2016, S. 21.
  5. Klaus Stemler (ks): Kräftiger Rückenwind für Niederhöfer. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Unterhaardter Rundschau. Nr. 269. Ludwigshafen 18. November 2016, S. 11.
  6. Klaus Stemler (ks): Das nächste Jahr… In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Unterhaardter Rundschau. Nr. 270. Ludwigshafen 19. November 2016, S. 13.
  7. Datenbank bei rlpDirekt, KommWis GmbH. (Memento des Originals vom 28. April 2015 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.rlpdirekt.de
  8. a b Wahlergebnisse auf der Website der Verbandsgemeinde Grünstadt-Land.
  9. Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB).
  10. Kathrin Schnurrer (snr): Kandidat Martin. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Unterhaardter Rundschau. Nr. 39. Ludwigshafen 15. Februar 2017, S. 13.
  11. Timo Benß: Ohne Professoren über Bergbau diskutiert. In: Die Rheinpfalz, Lokalausgabe Frankenthaler Zeitung. Nr. 46. Ludwigshafen 24. Februar 2016, S. 15.