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GeographieBearbeiten

Geographische LageBearbeiten

Tignale befindet sich auf einer Höhe von 555 m über dem Meeresspiegel und liegt etwa 7 km nördlich von Gargnano, 8 km westlich von Malcesine (gegenüber dem See) und rund 10 km südwestlich von Limone sul Garda.

KlimaBearbeiten

Die klimatischen Bedingungen in Tignale entsprechen den meisten auf dieser Höhe gelegenen Orten am Gardasee. Durchschnittliche Maximaltemperatur ist 17,7 °C, Minimaltemperatur 9 °C. Eine Temperatur unter null Grad tritt im Durchschnitt nur im Januar auf.


Monatliche Durchschnittstemperaturen für Tignale
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 6 9 13 18 22 26 29 27 24 18 12 8 Ø 17,7
Min. Temperatur (°C) 0 1 5 9 12 15 17 17 14 10 6 2 Ø 9
Sonnenstunden (h/d) 3 4 5 6 8 9 10 8 7 5 2 3 Ø 5,8
Regentage (d) 5 6 6 9 9 10 7 6 5 7 8 7 Σ 85
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GemeindegliederungBearbeiten

Zur Gemeinde Tignale gehören neben dem Hauptort und Gemeindesitz Gardola noch fünf weitere Fraktionen: Aer, Oldesio, Olzano, Piovere und Prabione. Die Nachbargemeinden sind Brenzone sul Garda (VR), Gargnano, Magasa, Malcesine (VR), Tremosine sul Garda und Valvestino.

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

Tignale und die Umgebung bieten zahlreiche Sehenswürdigkeiten. Bekannteste Beispiele sind:

Regelmäßige VeranstaltungenBearbeiten

Des Weiteren finden mehrmals im Jahr verschiedene Märkte wie ein Mittelaltermarkt statt, bei denen sich der gesamte Ort als "Mittelalterdorf" ausgibt und die Bewohner selbst hergestellte Gegenstände und Waren anbieten.

Limonaia TignaleBearbeiten

 
Limonaia Tignale – ehemaliger Zitruspflanzenanbau

Auf Seehöhe gegenüber dem Hafen von Tignale befindet sich ein am Ende des 18. Jahrhunderts entstandener Ort, der ursprünglich zur Anpflanzung von Zitrusfrüchten vorgesehen war. Besonderheit ist die Bauform als galerieartiger Bau, der die Bäume im Winter vor Frost und Wettereinfluss schützen sollte. Für Zitronenbäume die eine ganzjährige Reifezeit haben musste ein künstliches Klima geschaffen werden.

Seiten- und Rückwand des Zitronengartens bildeten die Felswände, während die Vorderseite zum See geöffnet blieb. Auf einer zwei Meter hohen Schutzmauer wurden acht Meter hohe steinerne Pfeiler errichtet. Pfeiler und Mauer waren oben mit einer Holzbalkenkonstruktion quer und längs untereinander verbunden. Sie dienten zur Auflage der Holzdächer, die die Bäume im Winter vor Frost bewahrten, ergänzt durch die zwischen den Pfeilern eingesetzten Glasfenster. So wurden die Zitronenhaine im Winter in geschlossene „Gewächshäuser“ verwandelt.

Der große Aufschwung im Zitronenanbau begann in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts. Die Ernteerträge steigerten sich bis 1840 auf rund sechs Millionen Früchte pro Jahr. Sizilien konnte jedoch bereits 1870 billigere Produkte auf den Markt bringen. Ein rückläufiger Trend setzte ein und verstärkte sich langsam aber stetig trotz der besseren Qualität der Früchte am Gardasee. Den Zusammenbruch brachte der „schwarze Winter“ 1928/29, als am gesamten See so gut wie alle Zitronenbäume erfroren.

Fischerei- und SporthafenBearbeiten

 
Der Hafen von der SS45bis aus gesehen

Obwohl Tignale etwa 550 m über dem See liegt, verfügt die Gemeinde dennoch über einen kleinen Fischerei- und Sporthafen am See, der durch Touristen und Anwohner ebenfalls als Badestelle benutzt wird.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Öffentliche EinrichtungenBearbeiten

 
Das Rathaus im Stadtzentrum

Als öffentliche Einrichtungen sind zu nennen: das Rathaus (ital. municipio), Touristeninformation sowie ein Postamt.

GalerieBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.