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Suhre
Suhre zwischen Suhr und Oberentfelden

Suhre zwischen Suhr und Oberentfelden

Daten
Gewässerkennzahl CH: 495
Lage Schweiz
Flusssystem Rhein
Abfluss über Aare → Rhein → Nordsee
Ursprung bei Oberkirch LU aus dem Sempachersee
47° 9′ 44″ N, 8° 7′ 17″ O
Quellhöhe 504 m ü. M.[1]
Mündung mündet östlich von Aarau in die AareKoordinaten: 47° 24′ 22″ N, 8° 3′ 58″ O; CH1903: 647363 / 250764
47° 24′ 22″ N, 8° 3′ 58″ O
Mündungshöhe 360 m ü. M.[1]
Höhenunterschied 144 m
Sohlgefälle 4,2 ‰
Länge 34 km[2]
Einzugsgebiet 368,29 km²[3] 
(2,6 km oberhalb der Mündung)
Abfluss[3]
Lage: 2,6 km oberhalb der Mündung
MQ
6,45 m³/s
Linke Nebenflüsse Uerke
Rechte Nebenflüsse Ruederche und Wyna
Suhre (Schweiz)
Quelle
Quelle
Mündung
Mündung
Quelle- und Mündungsort der Suhre

Die Suhre (auch Sure) ist ein 34 Kilometer langer Nebenfluss der Aare. Er fliesst durch das Suhrental in den Schweizer Kantonen Luzern und Aargau.

GeographieBearbeiten

VerlaufBearbeiten

Die Suhre entspringt im Sempachersee in der Gemeinde Oberkirch (Höhe 504 Meter) und mündet östlich von Aarau auf einer Höhe von 360 Metern in die Aare.

Das wichtigste Seitental ist das Ruedertal, welches bei Schöftland in südöstlicher Richtung abzweigt.

EinzugsgebietBearbeiten

Das Einzugsgebiet der Suhre ist 368,29 km² gross und besteht zu 28,3 % aus Bestockter Fläche, zu 54,7 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 4,0 % aus Gewässeroberfläche und zu 12,9 % aus Siedlungsfläche.

 

Die Mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 580 m ü. M., die Minimale Höhe liegt bei 360 m ü. M.[4] und die Maximale Höhe bei 871 m ü. M.[3]

ZuflüsseBearbeiten

  • Hofbach (links)
  • Oberchilerwaldbach (links)
  • Chommlibach (rechts)
  • Zollbach (rechts)
  • Dorfbach (rechts)
  • Schoenebuehlbaechle[5] (rechts)
  • Erlenstudbaechlein (rechts)
  • Schlegruetigrabenbach (Obermoosgrab) (rechts)
  • Weiherbach (Dorfbach) (rechts)
  • Engelgrabe (Ängelgrabe) (rechts)
  • Hexenbach (Häxebächli) (rechts)
  • Dorfbach[6] (links)
  • Dorfbach (rechts)
  • Fischbach (Dorfbach) (links)
  • Steinbaerenbach (rechts)
  • Dorfbach (links)
  • Gründelbach (Teuffegrabe) (rechts)
  • Sägetgrabebach (links)
  • (Bach vom) Rütiberg 4 (rechts)
  • Dorfbach Attelwil (Hölibach) (links)
  • Dorfbach (rechts)
  • Seeblibächli (links)
  • Eigraben (linke Abzweigung)
  • Rostbrunnenbächli (links)
  • Dorfbach Kirchleerau (rechts)
  • Ruederchen (rechts)
  • Haselbach[7] (rechts)
  • Talbach (rechts)
  • Talbach (rechts)
  • Tannacherbach (rechts)
  • Uerke (links)
  • Schifflibach (links)
  • Talbächlein (rechts)
  • Stadtbach Rathaus (linke Abspaltung)
  • Wyna (rechts)
 
Endmoräne bei Staffelbach

MoränenBearbeiten

Auf der Höhe von Staffelbach verläuft quer durch das Suhrental die rund 30 Meter hohe Endmoräne aus der Würmeiszeit, die beim Rückzug des Reussgletschers entstand. Talaufwärts liegen die Seitenmoränen auf beiden Talseiten an den Höhenzügen.

GeschichteBearbeiten

 
Sursee/LU: Suhre und Häuser an der Surengasse

Im mittelalterlichen Urkunden hatte der Fluss verschiedene Namen: Suron (1036), Suranum flumen (1210), Sure (1241). Seit dem 20. Jahrhundert wird meist Suhre geschrieben, selten noch im Kanton Luzern Sure. Seit dem 13. Jahrhundert fliesst die Suhre als kanalisierter Stadtbach durch Sursee. Die wichtigsten Zuflüsse sind die Wyna und die Uerke.

1760 und von 1806 bis 1814 wurde der Ausfluss aus dem Sempachersee tiefer gelegt. Bis zum 19. Jahrhundert war der Fluss im Suhrental stark mäandrierend; der Talboden war zum grössten Teil versumpft. Seither wurden mehrere Flussbegradigungen durchgeführt:

  • 1856–59 von Sursee bis zur Kantonsgrenze
  • 1893–98 im Knutwilermoos
  • 1923–26 Teilkorrektion im Kanton Aargau
  • 1943–45 Teilkorrektion im Kanton Aargau
  • 1945–56 erneute Korrektion im Kanton Luzern
  • 1973–75 in Sursee (mit starker Tieferlegung und Begradigung des Flusslaufes)

Seit November 2009 ist an der Suhre in Schöftland das erste Wasserwirbelkraftwerk der Schweiz in Betrieb. Die Anlage soll jährlich 100'000 bis 130'000 Kilowattstunden (kWh) Strom erzeugen.[8]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
  2. Auswertungen zum Gewässernetz. (XLSX) BAFU, Dezember 2013, abgerufen am 9. August 2017 (Auflistung Fliessgewässer der Schweiz >30km).
  3. a b c Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Suhre (2,6 km oberhalb der Mündung)
  4. Höhe an der Mündung
  5. Beim Geoportal wohl fälschlich Schoenebuehlbaeche
  6. Bezeichnung nach der Dorfbachstrasse
  7. Rechte Abzweigung vom Ruederchen
  8. Das erste Wasserwirbelkraftwerk der Schweiz entsteht im Kanton Aargau in Schöftland. Baublatt, 30. Oktober 2009, abgerufen am 6. Januar 2010.