Wahlkreis See-Gaster

Bezirk im Kanton St. Gallen, Schweiz
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Wahlkreis See-Gaster
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: St. Gallen (SG)
Hauptort:
BFS-Nummer: 1726
Fläche: 245.91 km²
Einwohner: 67'089[1] (31. Dezember 2018)
Bevölkerungsdichte: 273 Einw. pro km²
Karte
Karte von Wahlkreis See-Gaster

Der Wahlkreis See-Gaster ist eine Untereinheit des Kantons St. Gallen in der Schweiz, die nach der neuen Kantonsverfassung vom 10. Juni 2001 gebildet wurde.

PolitikBearbeiten

 
Rapperswil-Jona liegt mitten in der stark wachsenden Agglomeration Obersee.

Für die Mehrheit der Bevölkerung im Wahlbezirk See-Gaster liegt Zürich näher als St. Gallen. Die Region gehört zu den wachstumsstärksten im Kanton und die Steuerkraft ist nirgendwo so hoch in St. Gallen. Einige internationale Unternehmen wie Geberit, Holcim oder Wicor haben ihren Sitz im Wahlkreis. Die Kehrseite des Wachstums ist, dass das Wohnen teuer ist. Beschaulicher geht es am östlichen Ende des Wahlkreises zu, wo am Walensee die Strukturen dörflich und kleinräumig sind.[2]

Für die regionale Identität sind die Kantonsgrenzen zweitrangig. Der Eishockeyclub SC Rapperswil-Jona Lakers hat viele Fans in den Nachbarkantonen.[2]

Sitze im Kantonsrat (2020–2024)[3]
2
2
1
4
2
5
Insgesamt 16 Sitze
Sitzverteilung
Wahljahr 2004[4] 2008[5] 2012[6] 2016[7] 2020[3]
GPS[Anm. 1] 2 1 1 1 2
SP 3 1 2 2 2
glp 1 1
CVP 9 5 5 4 4
FDP 3 2 2 3 2
SVP 6 6 5 6 5
insgesamt 23[Anm. 2] 15 16 16 16


Politisch dominierte in Wahlkreis lange die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP), aber auch der liberale Einfluss der FDP war stets stark. Der Kantonsratssitz der Grünliberalen Partei,[2] die sich in dieser Region schon recht früh etablieren konnten,[8] fiel 2016 dem Vormarsch der SVP zum Opfer,[2] konnte aber vier Jahre später wiedergewonnen werden.[3]

Die Entwicklung im Wahlkreis See-Gaster zeigt ein ähnliches Muster wie im restlichen Kanton: Die früher dominante CVP wurde 2008 erstmals von der SVP überholt. Die FDP konnte ihren Rückgang 2012 und 2016 stoppen, die SP bereits ab 2008.[8]

Politische GliederungBearbeiten

Der Wahlkreis besteht seit dem 1. Januar 2003 aus den beiden früheren Bezirken See und Gaster. Er umfasst folgende Gemeinden:

Stand: 1. Januar 2013

Wappen Name der Gemeinde Einwohner
(31. Dezember 2018)
Fläche
in km² [9]
Einw.
pro km²
Amden 1784 43,04 41
Benken (SG) 3025 16,50 183
Eschenbach (SG) 9605 54,89 175
Gommiswald 5167 33,59 154
Kaltbrunn 4839 18,64 260
Rapperswil-Jona 26'999 22,26 1213
Schänis 3819 39,90 96
Schmerikon 3710 4,15 894
Uznach 6417 7,54 851
Weesen 1724 5,40 319
Total (10) 67'089 245,91 273

Veränderungen im Gemeindebestand seit 2003Bearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Wahlkreis See-Gaster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

AnmerkungenBearbeiten

  1. bis 2012 mit dem Namen «UGS – unabhängig, grün, sozial», 2016 als UGS/Grüne
  2. Bis 2008 hatte das Kantonsparlament 180 statt wie seither 120 Sitze.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. a b c d Adrian Vögele: Vor den St.Galler Wahlen: Ein gefühlter Kanton Linth – der Wahlkreis See-Gaster im Porträt. In: St. Galler Tagblatt (online), 29. Februar 2020
  3. a b c Kantonsratswahl 2020: Wahlkreis See-Gaster. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 8. März 2020
  4. Protokoll der Erneuerungswahl des Kantonsrates vom 14. März 2004. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 29. März 2004
  5. Kantonsratswahl 2008: Wahlkreis See-Gaster. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 18. Juni 2019
  6. Kantonsratswahl 2012: Wahlkreis See-Gaster. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 18. Juni 2019
  7. Kantonsratswahl 2016: Wahlkreis See-Gaster. Auf der Webseite des Kantons St. Gallen, 13. Juni 2019
  8. a b Thomas Oegerli: Kantonale Wahlen im Kanton St.Gallen. Kantonsratswahlen 2004 – 2016. In: Statistik aktuell 58, Amt für Statistik des Kantons St. Gallen, Februar 2017 (PDF; 1,0 MB)
  9. Arealstatistik Standard – Gemeinden nach vier Hauptbereichen (15.12.2017) des Bundesamts für Statistik BFS