Goldingen SG

Siedlung in der Schweiz
SG ist das Kürzel für den Kanton St. Gallen in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Goldingen zu vermeiden.

Goldingen ist ein Dorf der Gemeinde Eschenbach im Wahlkreis See-Gaster im Kanton St. Gallen.

Goldingen
Wappen von Goldingen
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton St. Gallen Kanton St. Gallen (SG)
Wahlkreis: See-Gaster
Politische Gemeinde: Eschenbach SGi2
Postleitzahl: 8638
frühere BFS-Nr.: 3333
Koordinaten: 715633 / 236210Koordinaten: 47° 16′ 0″ N, 8° 58′ 0″ O; CH1903: 715633 / 236210
Höhe: 705 m ü. M.
Fläche: 22,11 km²
Einwohner: 1129 (31. Dezember 2012)
Einwohnerdichte: 51 Einw. pro km²
Website: www.goldingen.ch
Blick auf Goldingen von Haspel aus

Blick auf Goldingen von Haspel aus

Karte
Goldingen SG (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 1. Januar 2013

GeografieBearbeiten

 
Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1965

Goldingen liegt etwa fünf Kilometer östlich von Wald ZH und sechs Kilometer nordöstlich vom Zürichsee. Die Gemeinde bestand aus den Dörfern Goldingen und Hintergoldingen und zahlreichen Weilern und Einzelhöfen. Im hinteren Goldingertal liegt der Atzmännig, ein beliebtes Ausflugsziel mit einer Rodelbahn und Skiliften, sowie einer Sesselbahn zum Oberatzmännig (1185 m ü. M.).

BevölkerungBearbeiten

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1850 1053
1900 885
1950 1072
1980 870
2000 1045
2010 1121

GeschichteBearbeiten

Die ältere Namensform ist Goldelingen, belegt ab 1266. Der Ortsname ist abgeleitet von einem Personennamen Goldilo. Die moderne Schreibung tritt ab 1379 auf.[1]

In der Helvetik 1798 bis 1803 gehörte Goldingen dem Distrikt Rapperswil des Kantons Linth an. Von 1803 bis 1831 gehörte Goldingen, das eine eigenständige politische Gemeinde war, dem sanktgallischem Kreis Eschenbach im Bezirk Uznach an. Seit der Bezirksreform 1831 gehörte Goldingen dem Seebezirk an. 2003 wurde Goldingen in den Wahlkreis See-Gaster eingegliedert. 2013 fusionierte Goldingen mit Eschenbach und St. Gallenkappel zur neuen Gemeinde Eschenbach.

Das Goldingertal, insbesondere das Dorf Goldingen und seine Käserei waren Schauplatz im Fernsehfilm «Die Käserei in Goldingen», der am 5. Dezember 2010 seine Premiere im Schweizer Fernsehen hatte.

PersönlichkeitenBearbeiten

  • Ferdinand Rüegg (20. April 1847 in Goldingen; † 14. Oktober 1913 in Tübach), Bischof von St. Gallen.
  • Lilli Palmer (* 24. Mai 1914 in Posen, Preussen; † 27. Januar 1986 in Los Angeles), Schauspielerin, Autorin und Malerin, lebte von 1960 bis kurz vor ihrem Tod 1986 in Goldingen. Sie erhielt 1979 in Goldingen das Schweizer Bürgerrecht. Ihre Villa La Loma   wurde 1997 weitgehend abgerissen und neu gebaut.[2][3][4]
  • Carlos Thompson (1923–1990), argentinischer Schauspieler und Schriftsteller, lebte mit seiner Ehefrau Lilli Palmer in Goldingen.[3]

SehenswürdigkeitenBearbeiten

WeblinksBearbeiten

Commons: Goldingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. ortsnamen.ch
  2. Der Spiegel vom 15. August 1977: Der Vogel hat gut singen, abgerufen am 22. Mai 2014
  3. a b Neue Zürcher Zeitung vom 22. Mai 2014: Preussische Weltbürgerin, abgerufen am 22. Mai 2014
  4. Schweizer Radio und Fernsehen vom 10. Januar 2014: Illegal gebaut - und nichts passiert, abgerufen am 22. Mai 2014.