Rudolf Schieffer

deutscher Historiker

Rudolf Schieffer (* 31. Januar 1947 in Mainz; † 14. September 2018 in Bonn) war ein deutscher Historiker, der die Geschichte des frühen und hohen Mittelalters erforschte. Er gehörte international zu den wichtigsten und einflussreichsten Erforschern des europäischen Mittelalters.

Rudolf Schieffer im Jahr 2017

Schieffer lehrte als Professor für Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn (1980–1994). Anschließend war er von 1994 bis 2012 Präsident der Monumenta Germaniae Historica (MGH), des bedeutendsten Instituts, das sich der Erforschung des Mittelalters und der Edition mittelalterlicher Quellen widmet. Während seiner Präsidentschaft war er zugleich Professor für Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In allen Abteilungen der MGH konnten unter Schieffers Präsidentschaft große editorische Fortschritte verzeichnet werden. Bleibende Verdienste für die MGH erwarb sich Schieffer als Editor durch die langjährige Arbeit an den Briefen und Schriften Hinkmars von Reims. Zu seinen bevorzugten Forschungsgebieten gehörten die Karolingerzeit und der Investiturstreit.

LebenBearbeiten

Herkunft und frühe JahreBearbeiten

Rudolf Schieffer war das älteste Kind einer Gelehrtenfamilie. Seine beiden Schwestern wurden 1948 und 1951 geboren. Sein Großvater Heinrich Schieffer (1878–1949) war Volksschulrektor und Stadtschulrat in Godesberg. Sein Vater war der Historiker Theodor Schieffer, der 1942 Anneliese Schreibmayr (1915–1981) in Berlin heiratete. Theodor Schieffer lehrte als Professor für Mittlere und Neuere Geschichte sowie Historische Hilfswissenschaften ab 1951 zunächst in Mainz und dann von 1954 bis 1975 in Köln. Die Familie zog daher von Mainz nach Bad Godesberg um. Er wuchs in einem ausgeprägt katholischen Elternhaus auf. Von 1953 bis 1966 besuchte er Schulen in Mainz und Bad Godesberg. Das Abitur legte er 1966 am Aloisiuskolleg der Jesuiten in Bad Godesberg ab.

Schieffer studierte von Sommersemester 1966 bis Sommersemester 1971 Geschichte und Latein an der Universität Bonn und für ein Semester in Marburg, wo ihn vor allem Walter Schlesinger für das Mittelalter begeisterte. Zu seinen akademischen Lehrern zählten auch Helmut Beumann, Eugen Ewig, Paul Egon Hübinger, Dieter Schaller, Stephan Skalweit und Johannes Straub. Viele davon hatte er bereits im Kindesalter als Kollegen seines Vaters kennengelernt.[1] Dies erleichterte ihm auch den Einstieg in die wissenschaftliche Laufbahn. Theodor Schieffer hatte zunächst unter Paul Fridolin Kehr und später dann selbst mehrere Urkundenbände der karolingischen Herrscher für die Monumenta Germaniae Historica ediert. Der junge Schieffer half seinem Vater beim Kollationieren an den Handschriften.[2]

Akademische LaufbahnBearbeiten

Die erste Staatsprüfung legte er 1971 in Bonn für das höhere Lehramt ab. Bereits im Jahr der Staatsprüfung veröffentlichte er gleich vier Aufsätze.[3] Er war eine Zeit lang unsicher, ob er sich der Alten oder der Mittelalterlichen Geschichte widmen sollte. Er wurde nach eigener Aussage Mediävist, „weniger weil, sondern eher obgleich mein Vater das auch war“. Für mittelalterliche Geschichte hatte Schieffer sich entschieden, weil die von ihm favorisierte Kirchengeschichte dort am breitesten zur Geltung komme.[4] Von 1971 bis 1975 war er wissenschaftlicher Angestellter im Projekt „Spätantike Reichskonzilien“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft bei Johannes Straub in Bonn. Als Doktorand erarbeitete er einen Registerband zu den Akten der ökumenischen Konzile von 431 bis 553.[5] Bei Eugen Ewig wurde er 1975 über Die Entstehung von Domkapiteln in Deutschland promoviert.[6] Nach der Promotion hatte er die Möglichkeit, zwischen einer Assistentenstelle bei Eduard Hlawitschka an der Universität Düsseldorf, einer Mitarbeiterstelle am Deutschen Historischen Institut in Rom oder einer Stelle bei den Monumenta Germaniae Historica zu wählen.[7] Schieffer nahm das Angebot von Horst Fuhrmann an und ging nach München. Dort war er von 1975 bis 1980 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica (MGH). Von 1976 bis 1979 war Schieffer Lehrbeauftragter für Historische Hilfswissenschaften an der Universität Regensburg. Im Jahr 1979 habilitierte er sich dort mit einer Schrift über Die Entstehung des päpstlichen Investiturverbots für den deutschen König.

Im Jahre 1980 wurde er mit 33 Jahren Nachfolger seines akademischen Lehrers Eugen Ewig als Professor für Mittelalterliche und Neuere Geschichte an der Universität Bonn. Schieffer hielt dreistündige Vorlesungen ab (eine Stunde donnerstags und freitags zwei Stunden). Das Thema seines Hauptseminars wählte Schieffer immer aus der Epoche, die er im vorherigen Semester in der Vorlesung behandelte. Das Hauptseminar wurde immer am Freitagabend von 18 bis 20 Uhr abgehalten.[8] Schieffer hatte nie einen Assistenten, sondern teilte die Stelle immer auf zwei Doktoranden auf, die einen Vertrag für drei Jahre erhielten.[9]

Für den Präsidenten der MGH Horst Fuhrmann, der im Jahr 1991 65 Jahre alt wurde, war Schieffer der Wunschnachfolger. Auf der 102. Plenarsitzung der Zentraldirektion wurde am 10. / 11. März 1992 Schieffer zum Präsidenten der MGH gewählt. Er erkrankte jedoch schwer und musste sich langwierigen Behandlungen unterziehen.[10] Erst am 1. April 1994 ging Schieffer an die Universität München und übernahm als Nachfolger Fuhrmanns die Leitung der Monumenta Germaniae Historica. Zugleich war er Professor für Geschichte in München (mit eingeschränkter Lehr- und Prüfungsverpflichtung). In Verhandlungen mit der Bayerischen Staatsregierung erreichte Schieffer, dass der mit dem Präsidium verbundene Lehrstuhl von Regensburg nach München transferiert und mit einer Assistenzstelle ausgestattet wurde.[11] Schieffer hatte als Präsident der MGH beruflich die Position erreicht, die seinem Vater noch verwehrt geblieben war. Theodor Schieffer hatte bei der Präsidentenwahl 1957 Herbert Grundmann den Vortritt lassen müssen. Mit seinem Sohn wurde 1994 nun der erste Katholik Präsident der von ihren Anfängen her protestantisch geprägten Institution. Er nahm sich in seiner Anfangszeit rund zwei Jahre Zeit, um alle am Institut durchgeführten oder begleiteten Projekte ausführlich kennen zu lernen.[12] Schieffer setzte auch als Präsident seine Rezensionstätigkeit für das von den MGH herausgegebene Deutsche Archiv für Erforschung des Mittelalters fort. Mit Johannes Fried war er von 1994 bis zum Erscheinen des Heftes 68/2 (2012) ihr langjähriger Herausgeber. Für diese angesehene mediävistische Fachzeitschrift hatte er bereits für die Jahrgänge von 31 bis 36 (1975–1980) allein 444 Rezensionen verfasst. Bis zu seinem Tod waren es 3785 Rezensionen.[13] Für andere Fachzeitschriften kamen 272 weitere Besprechungen hinzu.[14] Die Rezensionstätigkeit diente auch dazu, sich einen umfassenden Forschungshorizont zur mittelalterlichen Geschichte zu erarbeiten. In der Amtszeit Schieffers konnten – auch durch die Vorarbeit seiner Vorgänger und die Verbesserung der Stellensituation – große editorische Fortschritte erreicht werden, unter anderem durch die von Walter Koch seit 2002 betriebene Edition der Urkunden Friedrichs II. oder Hans Eberhard Mayers vierbändige Edition der Urkunden der lateinischen Könige von Jerusalem.[15]

Zu seinen größten Verdiensten als MGH-Präsident zählt Claudia Zey die Außenwirkung, die durch eine intensive Vortrags- und Beitragstätigkeit, seinen Einsatz im Wissenschaftsbetrieb und seine Herausgeberschaft des Deutschen Archivs erreicht wurde.[16] Das Amt des Präsidenten der MGH hatte er bis 2012 inne. Schieffer setzte als Präsident auf bewährte Methoden und Wege. Innovationen stand er skeptisch gegenüber.[17] Das ausgeprägte Verständnis seines Vorgängers Horst Fuhrmann für die Belange der EDV teilte er nicht und wandte sich auch nicht dem elektronischen Edieren zu. Trotzdem konnten unter Schieffer große Fortschritte in der digitalen Geschichtswissenschaft erzielt werden. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek wurde der in zwei Jahrhunderten erarbeitete Editionsstand der internationalen Forschung digital zugänglich gemacht.[18]

Mit dem Ende seiner Präsidentschaft gerieten die MGH durch Strukturdiskussionen, Satzungsänderungen, Debatten um eine geeignete Nachfolgeregelung und Verhandlungen mit dem Freistaat Bayern als Geldgeber über mehrere Jahre in eine schwere Krise. In seinem letzten Jahresbericht 2011/12 als Präsident sprach er zu der damals noch nicht endgültig geklärten Nachfolge von „einer Phase des Übergangs und der Ungewißheit“. Im Hinblick auf die finanzielle Lage befürchtete er Gefahren für die „konzeptionelle Fortentwicklung des Instituts und [...] sein Leistungsvermögen“.[19] Schieffer wandte sich entschieden gegen die Pläne des Ministeriums, die MGH unter einem gemeinsamen Dach mit dem Historischen Kolleg, der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Arbeitsgemeinschaft außeruniversitärer historischer Forschungseinrichtungen in der Bundesrepublik zu vereinen. Er wollte die Tradition der MGH bewahren, wie sie sich nach 1875 entwickelt hatte. Durch die Pläne des Ministeriums befürchtete er den Verlust der Eigenständigkeit der einzelnen Institutionen und sah die Gefahr der Einflussnahme völlig fachfremder Instanzen ausgeliefert zu sein.[20] Auch der mit der LMU geschlossene Kooperationsvertrag zur Besetzung des Präsidentenamtes entsprach nicht Schieffers Vorstellungen von der Autonomie der MGH. Für Schieffer war das Präsidentenamt der MGH der „Olymp der Mediävistik“. Er konnte es nicht verstehen, dass jüngere Gelehrte, die er für fähig hielt, ihm als Präsident nachzufolgen, dies ablehnten.[21]

Als akademischer Lehrer betreute Schieffer 29 Dissertationen, 23 davon von 1980 bis 1994. In den 18 Jahren in München kamen wegen seiner eingeschränkten Lehrverpflichtung nur noch sechs weitere Dissertationen hinzu.[22] Zu seinen akademischen Schülern gehörten unter anderem Bernd Schütte, Claudia Zey, Caspar Ehlers, Martina Giese, Jochen Johrendt, Martina Hartmann und Alheydis Plassmann. Unter den 29 Doktorarbeiten sind elf Editionen, die alle in den Editionsreihen der MGH erschienen sind.[23]

Schieffer, der alleinstehend war, lebte nach seiner Pensionierung wieder in Bonn und setzte dort die wissenschaftliche Arbeit an den Hinkmar-Briefen aus den Jahren 868 bis 872 fort. Kurz vor seinem Tod erlebte er noch die Drucklegung des zweiten Teils. Im September 2018 verstarb er mit 71 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit in seiner Wohnung. Er wurde im Familiengrab auf dem Burgfriedhof in Bad Godesberg beerdigt.[24] Im März 2019 fand eine Gedenkfeier für Schieffer in München statt. Im selben Jahr erschien ein von der Monumenta Germaniae Historica herausgegebenes Gedenkheft.[25]

ForschungsschwerpunkteBearbeiten

Schieffers Publikationsliste umfasst rund 390 Titel. Seine wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte waren die politische Geschichte sowie die Kirchen- und Rechtsgeschichte von der Spätantike bis zum 12. Jahrhundert, die Quellenkunde und die Textedition. Einige seiner Arbeiten behandeln aber auch die Geschichte der Mediävistik des 19. und 20. Jahrhunderts und ihrer führenden Persönlichkeiten wie Wilhelm Levison[26], Gerold Meyer von Knonau[27], Wilhelm von Giesebrecht[28], Arno Borst[29] und Paul Fridolin Kehr.[30] Er nahm auch zu den NS-Verstrickungen der Mediävistik Stellung.[31] Oftmals beteiligte er sich an Fest- und Gedenkschriften. Von 180 Beiträgen in Sammelwerken sind 45 Aufsätze in Festschriften veröffentlicht worden. Er selbst lehnte eine Festschrift zum 60., 65. oder 70. Geburtstag strikt ab und folgte damit der Maxime seines Vaters Theodor Schieffer.[32] Ein wichtiges Kriterium für wissenschaftliche Leistung war für ihn nicht nur bei der Einschätzung der eigenen Arbeit, sondern auch in seiner weiteren Laufbahn als akademischer Lehrer und Gutachter das Verhältnis von Zeitaufwand und Ertrag.[33] Er selbst habilitierte sich nach nur drei Jahren mit einer für heutige Verhältnisse schlanken Arbeit von rund 250 Seiten. Im Vorwort vermerkte er mit einem genauem Datum präzise den Abschluss.[34]

Seine frühen Arbeiten befassten sich mit Themen der Spätantike und der alten Kirchengeschichte. Bereits vor der Veröffentlichung seiner Dissertation erschienen zahlreiche Aufsätze in angesehenen Fachzeitschriften, die sich mit den ökumenischen Konzilien im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes, aber auch mit dem hochmittelalterlichen Reformpapsttum und dem Investiturstreit befassten.[35] In seiner 1976 veröffentlichten Dissertation arbeitete er die Entstehung der Domkapitel von der Einrichtung der Bistümer im Frühmittelalter bis zur Bildung von Kanonikergemeinschaften im 11. Jahrhundert heraus. Die Arbeit wurde zu einem Standardwerk.

Seine beiden bevorzugten Themen waren die Karolinger und das 11. Jahrhundert als Zeitalter von Kirchenreform und Investiturstreit. Seine Arbeiten zeichneten sich in der Herangehensweise durch eine mikrohistorische Analyse relativ begrenzter Zeiträume,[36] eine begriffsgeschichtliche und quellenkundliche Perspektive[37] oder einen chronologisch systematisierenden Längsschnitt über einen längeren Zeitraum aus.[38] Wirtschafts- und sozialgeschichtliche Fragen wurden im Vergleich zu den religiösen und politischen Entwicklungsprozessen Europas kaum behandelt.[39] In seinen späteren Arbeiten behandelte er auch die „historische Dimension der europäischen Einigungsdebatte“.[40] Sein Bestreben zur inhaltsreichen Zusammenfassung auf knappen Raum zeigte sich nicht nur in seiner Rezensionstätigkeit, sondern auch in seinen historischen Synthesen zu den Karolingern[41] und zu den Saliern[42] sowie seiner regen Beteiligung an wichtigen Enzyklopädien. So verfasste er 60 Artikel für das Lexikon des Mittelalters, 32 für die dritte Auflage des Lexikons für Theologie und Kirche, 15 für das Verfasserlexikon und 22 für die Neue Deutsche Biographie.

Schieffer war nicht nur in Wissenschaftskreisen als Referent gefragt, sondern hielt häufig auch Vorträge im außeruniversitären Kontext. Die Vermittlung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über das enge Fachpublikum hinaus war ihm ein wichtiges Anliegen. Wiederholt unterstützte er Museen als Ratgeber und verfasste als Autor Beiträge zu mittelalterlichen Themen zu den Katalogen großer Ausstellungen.[43] Vielfach referierte er zu Abend- oder Eröffnungsvorträgen von Tagungen oder Ausstellungen.

Arbeiten für und über die Monumenta Germaniae HistoricaBearbeiten

Schieffers Leben und Werk waren eng mit den Monumenta Germaniae Historica verknüpft. Horst Fuhrmann holte ihn 1975 nach München und beauftragte ihn mit der Herausgabe der Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims aus dem 9. Jahrhundert.

Im Jahr 1996 organisierte er ein Kolloquium der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica in München über „Mittelalterliche Texte. Überlieferung – Befunde – Deutungen“.[44] Er übernahm 1998 die Organisation eines Kolloquiums der Monumenta Germaniae Historica und der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in München über „Quelleneditionen und kein Ende?“[45] Es war eines der ersten Kolloquien, das der schwindenden Bedeutung des Edierens entgegenzuwirken versuchte.[46]

Schieffer veröffentlichte zahlreiche Beiträge zur Geschichte der Monumenta Germaniae Historica. Er behandelte die Anfänge[47] und ihre ersten Begegnungen mit Frankreich. Dabei stellte er fest, dass die ersten Bemühungen der Quellensichtung in Paris von antifranzösischen Ressentiments geprägt waren. Dies änderte sich erst nach Freiherr vom Steins Tod in den 1830er Jahren. Es kam „zu einer gewissen Angleichung der Forschungsstile und Arbeitsziele beiderseits des Rheins“.[48] In einem anderen Beitrag lieferte er einen Überblick über die Editionsprojekte und die Forschungsarbeit zum früh- und hochmittelalterlichen Kirchenrecht seit der Neuorganisation der MGH-Reihen im Jahre 1875.[49] Außerdem befasste er sich mit der bayerischen Einschätzung der Monumenta Germaniae Historica zur Zeit der Gründung der Historischen Kommission[50], den monastischen Gelehrten in den Monumenta Germaniae Historica[51] oder mit den Memorialquellen.[52]

KarolingerBearbeiten

Die Fortführung der Edition der Briefe des Erzbischofs Hinkmars von Reims markiert auch den Beginn der Beschäftigung mit der Karolingerzeit. Seine Forschungen machten ihn darin zu einem Spezialisten. Er organisierte das Kolloquium der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften am 17./18. Februar 1994 in Bonn über die Schriftkultur und Reichsverwaltung unter den Karolingern. Die Referate gab er zwei Jahre später heraus. Dabei wollte man „die Herrscherurkunden als Ausdruck einer umfassenden Schriftkultur [...] begreifen, die unter den Karolingern ihren ersten nachantiken Höhepunkt erlebte“.[53]

Zu dieser Epoche legte er Synthesen vor, wie sein erstmals 1992 erschienenes Werk Die Karolinger, das als Standardwerk zur Geschichte der Karolingerzeit gilt und bis 2014 fünfmal in seiner Grundstruktur unverändert aufgelegt wurde.[54] Mit dieser Monographie knüpfte er an die Tradition seines Bonner Lehrers Eugen Ewig an, der sich in seinen Forschungen den Merowingern gewidmet hatte.[55] Er veröffentlichte 2005 den Band über die Karolinger der neuesten Ausgabe des klassischen Lehrbuchs der deutschen Geschichte, den „Gebhardt“.[56] Auf lediglich 160 Seiten wurde das 9. Jahrhundert, das über eine enorme Quellenfülle verfügt, behandelt. Schieffer konzentrierte sich auf die politischen, kirchen- und rechtsgeschichtlichen Aspekte.

In einem anderen Beitrag analysierte er die in fränkischer und karolingischer Zeit abgehaltenen Synoden nördlich der Alpen. Bei den Kontakten zwischen Papsttum und den nordalpinen Synoden stellte Schieffer fest, „daß sich das Papsttum als Aufsichtsinstanz wie als Impulsgeber fränkischer Synoden“ durchsetzte.[57] Er befasste sich mit der geringen Effizienz letztwilliger Verfügungen der Karolinger.[58] In der Sitzung der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften vom 18. Februar 2009 widmete er sich „den in Handschriften faßbaren Spuren der Entstehung und Weiterentwicklung kompilatorischer Werke im Zuge der karolingischen Erneuerung“.[59]

ReichskircheBearbeiten

Durch Schieffers Arbeiten gilt das Beziehungsgefüge von ottonischem Königtum und Reichskirche als gut erforscht. Auf dem Deutschen Historikertag 1988 in Bamberg leitete Hagen Keller die Sektion „Gruppenbindung, Herrschaftsorganisation und Schriftkultur unter den Ottonen“. Schieffer referierte zum Thema „Der ottonische Reichsepiskopat zwischen Königtum und Adel“.[60] Die in Bamberg gehaltenen Vorträge erschienen 1989 in den Frühmittelalterlichen Studien[61] und gelten als wichtiger Ausgangspunkt für eine Neubeurteilung der ottonischen Königsherrschaft.[62] Er relativierte in dem Aufsatz die Verwendung des Begriffs Reichskirchensystem. Stattdessen sprach er sich für eine zeitlich und graduelle Differenzierung aus, indem er vor der Übernahme eines fundamentalen konzeptionellen Entschlusses Ottos I. warnte und auf karolingische Kontinuitäten verwies.[63] Im Jahr 1998 legte er eine vergleichende Untersuchung zur karolingischen und ottonischen Kirchenpolitik vor.[64] In der 368. Sitzung der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften am 20. Oktober 1993 in Düsseldorf widmete er sich dem sogenannten Ottonisch-salischen Reichskirchensystem. Er arbeitete die Unterschiede zwischen zeitgenössischer Wahrnehmung und der heutigen Sichtweise heraus. Er kam zum Ergebnis, dass dieses System so systematisch nicht war. Keine der mittelalterlichen Quellen stelle ein Reichskirchensystem dar.[65] Vielmehr fußen alle Lehr- und Handbücher zum Thema Reichskirche „auf einem Mosaik von Zeugnissen zu je einzelnen Vorgängen und Teilaspekten“.[66] Schieffer arbeitete außerdem in dem Akademievortrag in einem europäischen Vergleich die sehr unterschiedliche Entwicklung in England, Frankreich und Burgund im Verhältnis zwischen König und Kirche heraus. Dadurch ergaben sich neue Einsichten in die ostfränkisch-deutschen Besonderheiten. Fast zeitgleich zum Akademievortrag erschien ein Beitrag von ihm zu den Bischofserhebungen im westfränkisch-französischen Bereich im späten 9. und im 10. Jahrhundert.[67]

Reformpapsttum und InvestiturstreitBearbeiten

Schieffers Habilitationsschrift aus dem Jahr 1981 führte zu einer grundlegend neuen Einschätzung des Investiturstreites.[68] Nach seinen Untersuchungen zur Investiturpraxis vertrat er die These, dass die königliche Investitur von Bischöfen im Konflikt zwischen Heinrich IV. und Gregor VII. im Jahre 1076 noch nicht verboten war. Erst nach Heinrichs IV. Gang nach Canossa im Januar 1077 wurde diese Praxis zum Problem. Das für Kleriker geltende Verbot der Annahme von Investituren von Laien datiert von der römischen Herbstsynode von 1078.[69] Auf der Fastensynode 1080 wurde dann Laien verboten, Investituren vorzunehmen. Nach Schieffers Ergebnissen war der Investiturstreit also die Folge der Auseinandersetzungen zwischen König und Papst, nicht deren Ursache. Die bisherige Forschung hatte noch eine zeitliche und sachliche Verknüpfung von Investiturstreit und Investiturverbot angenommen und war davon ausgegangen, dass Gregor VII. bereits auf der Fastensynode des Jahres 1075 ein allgemeines Investiturverbot erlassen und Heinrich IV. damit das Investiturrecht entzogen hatte. Nach Schieffer waren die Maßnahmen dieser Fastensynode dagegen lediglich eine päpstliche Sanktion für den Fall, dass Heinrich den Kontakt mit seinen gebannten Ratgebern nicht aufgebe. Seine Deutung von Anlass und Verlauf des Konflikts hat in der Forschung breite Akzeptanz gefunden.[70] Lediglich Johannes Laudage plädierte weiter für ein päpstliches Investiturverbot von 1075[71], und Uta-Renate Blumenthal sah in den Maßnahmen nur ein vorübergehendes Investiturverbot.[72] Schieffer hat sich an der Weiterführung der Diskussion zur Investiturfrage in mehreren Aufsätzen vor allem mit dem Problem der Simonie von der Spätantike bis zu den Kirchenreformen befasst.[73] Nach der Habilitationsschrift von Schieffer wurde verstärkt vom „sogenannten Investiturstreit“ gesprochen. Alternative Bezeichnungen zu dieser Epoche wie Gregorianische Reform oder Kirchenreform konnten sich nicht durchsetzen, so dass in der aktuellen Forschung wieder der Begriff Investiturstreit verwendet wird.[74]

Schieffer widmete sich anhand vor allem historiographischer Quellen der Rezeptionsgeschichte des Investiturstreites seit dem Wormser Konkordat von 1122. In England wurden die Ereignisse eher am Ende des Konflikts gedeutet und in Frankreich vor allem punktuell am Geschehen von 1111, 1119 und 1122 registriert. In England und Frankreich verblasste recht schnell die Erinnerung an den Streit und seinen Verlauf. Neue Auseinandersetzungen bestimmten die Darstellung der Historiographen. In Italien fiel die Resonanz ausgesprochen dürftig aus und konzentrierte sich hauptsächlich auf das Erste Laterankonzil von 1123. In der Chronistik des städtisch geprägten Oberitalien konnte Schieffer überhaupt keinen Hinweis auf das beigelegte Investiturproblem ausfindig machen.[75] In einem anderen Aufsatz befasste er sich mit der Frage, was die historiographischen Quellen nördlich und südlich der Alpen aus drei Ereignissen 1076/77 gemacht haben: Die am 24. Januar 1076 in Worms ausgesprochenen Sanktionen Heinrichs IV. gegen Papst Gregor VII, die daraufhin erfolgte Exkommunikation des Königs in Rom durch den Papst und die zeitweilige Überwindung des Konflikts Ende Januar 1077 in Canossa. Diese Ereignisse sind durch imperiale und päpstliche Zeugnisse bestens dokumentiert. Schieffer stellte in seiner Untersuchung erhebliche regionale Unterschiede und Verformungen fest. Die Bannung Heinrichs IV. blieb als eher isoliertes Ereignis am stärksten im historischen Gedächtnis haften, während Heinrichs Buße in Canossa in ihrer Tragweite selbst innerhalb des Reiches beschränkt blieb.[76]

Schieffer hat den Begriff der „papstgeschichtlichen Wende“ in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt. Mit diesem Begriff ist die Zeit des Reformpapsttums zwischen Papst Leo IX. und dem IV. Laterankonzil gemeint. Schieffer hat 2002 die These vertreten, „daß das sogenannte Reformpapsttum der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts in zuvor ungekannter Weise die lateinische Gesamtkirche aus eigenem Antrieb zu lenken begann, und zwar weniger nach neuartigen theologischen Konzepten als dank praktischer Erfahrungen“.[77] Die zunehmende päpstliche Eigeninitiative zur Durchsetzung pastoraler Ziele fand mit den Briefen Gregors VII. ihren Höhepunkt. Er befasste sich in diesem Zusammenhang auch mit dem Sutrilied (Rithmus ad Henricum imperatorem), in welchem das Eingreifen Heinrichs III. 1046 in die Verhältnisse des Papsttums beschworen wird. Dabei sprach er sich für eine Datierung des Gedichtes nach 1046 aus und schätzte das Werk als nachträgliche Rechtfertigung für Heinrichs III. Maßnahmen ein.[78]

In seiner 2006 veröffentlichten Skizze der Geschichte und Entwicklung des Reformpapsttums seit der Kaiserkrönung Heinrichs III. analysierte er auch die Rolle der salischen Herrscher und des römischen Adels bei der Papstwahl. Im Ergebnis würdigte er die Buße Heinrichs IV. auf der Burg der Markgräfin von Tuszien als „Meilenstein“ in der Geschichte des Papsttums.[79] Das auf der Fastensynode 1076 gegen Heinrich IV. ausgesprochene „unbefristete Herrschaftsverbot“ möchte Schieffer in einem 2009 veröffentlichten Beitrag als „eine auf Besserung abzielende Suspension“ verstehen. Zu einer definitiven Absetzung wurde diese erst später von Gregor umgedeutet.[80] Zahlreiche Arbeiten Schieffers befassten sich mit Papst Gregor VII. Er konnte nachweisen, dass es sich bei dem im päpstlichen Archiv aufbewahrten Briefregister des Papstes Gregor VII. entgegen bisheriger Behauptungen tatsächlich um das Original und nicht um eine später zusammengestellte Sammlung handelt.[81] Er legte 1978 einen „Versuch über die historische Größe“ Gregors VII. vor.[82] Schieffer befasste sich in einem weiteren Beitrag mit der Behauptung, Gregor sei vor seinem Pontifikat Mönch gewesen. Jahrzehntelang galt es als unstrittig, dass Gregor aus dem Mönchsstand hervorgegangen ist. Nach seiner erneuten Durchsicht der spärlichen Quellen könne diese Frage aber kaum eindeutig mit ja oder nein beantwortet werden.[83] Über Papst Gregor VII. legte er 2010 eine knappe Biographie vor.[84] Er stützte sich vor allem auf das Selbstzeugnis der knapp 400 überlieferten Briefe, die einen „authentischen Einblick in Stimmungen, Sorgen und Pläne des Papstes [geben], von denen wir sonst keine Vorstellung hätten“, und dafür sorgten, „dass wir über Gregor VII. besser Bescheid“ wüssten, „als über jeden anderen Menschen des 11. Jahrhunderts“.[85]

Im Jahr 2013 veröffentlichte er eine etwa 350 Seiten umfassende Darstellung über die Christianisierung und Reichsbildungen in Europa von 700 bis 1200. Es war zugleich seine umfangreichste Monographie. Er behandelte den „tiefgreifenden Wandel“ durch den „in der ersten Hälfte des Mittelalters [...] Europa in seiner (heutigen) staatlichen Vielfalt grundgelegt“ wurde, um „die geschichtlich begründete Problematik heutiger europäischer Integration besser zu verstehen“.[86] Schieffer zeichnete in seiner Darstellung „das Bild eines plurikulturellen Europa“. Er unterschied fünf Kulturzonen, den römisch-katholisch geprägten Westen, den griechisch-orthodoxen Osten, die Gebiete arabisch-muslimischer Expansion, die ausgedehnten Siedlungszonen der Slawen sowie die „nördliche und westliche Peripherie“, die von germanischen, teilweise von keltischen Völkern bewohnt wurde. Die Arbeit wurde von Michael Borgolte als „Meisterwerk“ gewürdigt.[87]

Quellenkunde und TexteditionBearbeiten

Schieffer war mit der Fortführung der Edition der Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims betraut, die Ernst Perels vor dem Zweiten Weltkrieg angefangen hatte. Er legte 1980 mit Thomas Gross eine kommentierte Edition des Traktats De ordine palatii in der Reihe MGH Fontes iuris vor.[88] Schieffer fügte dem lateinischen Text eine deutsche Übersetzung bei. Dies war eine Neuerung für MGH-Editionen in dieser Zeit.[89] Im Jahr 2003 wurde ein weiterer Band von fünf Texten Erzbischofs Hinkmar von Reims (845–882) und seines Neffen und Suffragans Hinkmar von Laon bei den MGH publiziert.[90] Als letztes Werk veröffentlichte er wenige Wochen vor seinem Tod die zweite Lieferung der Edition der Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims (Band 1 Teil 2: 868–872, Wiesbaden 2018).[91] Sie umfasst 134 Briefe aus den Jahren 868 bis 872.

Auf Grundlage der Quellen versuchte Schieffer den Archipoeta zu identifizieren. Schieffer hat dabei eine Identifizierung mit dem Notar H der Kanzlei Rainalds von Dassel und weiter mit dem Leiter der Kölner Domschule, einem gewissen Radulf vorgeschlagen.[92]

Bayerische LandesgeschichteBearbeiten

Durch den Wechsel nach München traten auch Themen der bayerischen Landesgeschichte in seinen Forschungen hervor. Thematisch und zeitlich erstreckten sich diese Arbeiten von der Integration Bayerns in das Karolingerreich bis zum Wirken des Albertus Magnus, dem zeitweiligen Bischof von Regensburg. Probleme der allgemeinen Geschichte bestimmten Schieffers landesgeschichtliche Fragestellungen. Für den Band des Handbuchs der bayerischen Kirchengeschichte verfasste er den Beitrag zu Altbayern, Franken und Schwaben für die Zeit von 1046 bis 1215.[93] Sein letzter Beitrag zur bayerischen Landesgeschichte befasste sich mit dem Verhältnis der Päpste zu den bayerischen Herzögen im Früh- und Hochmittelalter.[94]

Nach der Schließung des Max-Planck-Instituts für Geschichte 2007 musste das Repertorium der deutschen Königspfalzen neu organisiert werden. Das großangelegte Projekt verzeichnet die Pfalzen, Königshöfe und übrigen Aufenthaltsorte der Könige im deutschen Reich des Mittelalters. Schieffer übernahm für das Repertorium der deutschen Königspfalzen für Bayern mit Helmut Flachenecker die Herausgeberschaft. Der erste Teilband für Bayerisch-Schwaben konnte 2016 veröffentlicht werden.

Ehrungen und MitgliedschaftenBearbeiten

Zahlreiche wissenschaftliche Mitgliedschaften unterstreichen seine wissenschaftliche Reputation ebenso wie vielfältige Ehrungen.[95] Schieffer war von 1984 bis 1990 Mitglied im Wissenschaftsrat. Er gehörte ab 1994 der „Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii e. V.“ an. Bereits 1995 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und bekleidete dieses Amt bis 2010. Schieffer wurde 1992 zum ordentlichen Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste gewählt. Als Präsident der Monumenta Germaniae Historica gehörte er von 1994 bis 2012 der Akademie als korrespondierendes Mitglied an. Von 2012 bis 2018 war er erneut ordentliches Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Ab 2016 war er Mitglied des Präsidiums, ab 2017 Sekretär der geisteswissenschaftlichen Klasse.

Außerdem war er Mitglied der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde (1981–2018), Mitglied der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica (1983–2018), Mitglied der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1994–2018), corresponding fellow der Royal Historical Society (1995–2018), Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Albertus-Magnus-Instituts in Bonn (1996–2018), corresponding fellow der Medieval Academy of America (1997–2018), ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1997–2007), korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (1998–2018), Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt (seit 1998), korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen (2003–2018) und war Socio straniero der Accademia dei Lincei (2004–2018). Er war von 1993 bis 2016 Mitglied in der Mittelalter-Kommission der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und von 2004 bis 2013 im dortigen Beirat der MGH-Constitutiones. Von 1994 bis 2018 war er Mitglied und von 1995 bis 2010 war er Stellvertretender Vorsitzender der „Deutschen Kommission für die Bearbeitung der Regesta Imperii e. V.“ Er war auch von 1993 bis 2018 im Beirat der Römischen Quartalschrift.

Schieffer war Mitglied des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte (seit 1992) und in der Zeit von 2005 bis 2013 Mitglied in dessen Vorstand. Mit Peter Moraw hat er im Herbst 2001 zum 50-jährigen Jubiläum der Gründung des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte die Tagung „Die deutschsprachige Mediävistik im 20. Jahrhundert“ veranstaltet.[96] Dazu steuerte er einen Beitrag über die deutschsprachige Mediävistik vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1918 bei.[97] Der Tagungsband wurde 2005 veröffentlicht. Eine weitere Tagung des Konstanzer Arbeitskreises organisierte Schieffer im Frühjahr 2007 mit Theo Kölzer zum Thema „Von der Spätantike zum Frühmittelalter Kontinuitäten und Brüche, Konzeptionen und Befunde“. Den Sammelband gaben Schieffer und Kölzer 2009 heraus.[98] Schieffer hat sich an zahlreichen weiteren Tagungen des Arbeitskreises mit Beiträgen beteiligt.[99]

Auch die Historische Sektion der Bayerischen Benediktinerakademie zählte ihn ab 2002 zu seinen außerordentlichen Mitgliedern. Er war 1975 auch Mitglied der Görres-Gesellschaft und war dort von 1991 bis 2016 ehrenamtlicher Generalsekretär. Außerdem war er Mitglied in deren Präsidium und Vorstand.[100] Ab 2012 war er Mitglied des Direktoriums des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft. Im Jahr 2008 wurde ihm von der Stadt Magdeburg der Eike-von-Repgow-Preis für seine Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte Mitteldeutschlands verliehen. Im selben Jahr wurde Schieffer mit dem Winfried-Preis von der Stadt Fulda für die Erforschung des Lebens und Wirkens des Hl. Bonifatius geehrt.

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

Schriftenverzeichnis

  • Schriftenverzeichnis Rudolf Schieffer, durchgesehen und ergänzt von Claudia Zey. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 45–75.

Quelleneditionen

  • mit Thomas Gross: Hinkmar von Reims, De ordine palatii (= Monumenta Germaniae Historica Fontes iuris Germanici antiqui in usum scholarum separatim editi. Band 3). Hannover 1980, ISBN 3-7752-5127-8. (Digitalisat).
  • Die Streitschriften Hinkmars von Reims und Hinkmars von Laon 869–871 (= Monumenta Germaniae Historica Concilia. Band 4, Supplementum 2). Hannover 2003, ISBN 3-7752-5355-6. (Digitalisat).
  • Die Briefe des Erzbischofs Hinkmar von Reims. Teil 2. Nach Vorarbeiten von Ernst Perels und Nelly Ertl (= Monumenta Germaniae Historica. Episolae. Band 8 = Epsistolae Karolini aevi. Band 6.). Harrassowitz, Wiesbaden 2018, ISBN 978-3-447-10074-8.

Monographien

  • Die Entstehung von Domkapiteln in Deutschland (= Bonner Historische Forschungen. Band 43). Röhrscheid, Bonn 1976, ISBN 3-7928-0378-X (Zugleich: Bonn, Universität, Dissertation, 1974/75).
  • Die Entstehung des päpstlichen Investiturverbots für den deutschen König (= Schriften der MGH. Band 28). Hiersemann, Stuttgart 1981, ISBN 3-7772-8108-5 (Zugleich: Regensburg, Universität, Habilitations-Schrift, 1979).
  • Die Karolinger (= Urban-Taschenbücher. Band 411). Kohlhammer, Stuttgart 1992. (5., aktualisierte Auflage. Stuttgart 2014, ISBN 978-3-17-023383-6).
  • Die Zeit des karolingischen Großreichs (714–887) (= Handbuch der deutschen Geschichte. Band 2). 10., völlig neu bearbeitete Auflage. Klett-Cotta, Stuttgart 2005, ISBN 3-608-60002-7.
  • Papst Gregor VII. Kirchenreform und Investiturstreit (= Beck’sche Reihe. Band 2492). Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-58792-4.
  • Christianisierung und Reichsbildungen. Europa 700–1200 (= Beck’sche Reihe. Band 1981). Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-65375-9.
  • Die ältesten Judengemeinden Deutschlands. Schöningh, Paderborn 2015, ISBN 978-3-506-78475-9.

Herausgeberschaften

  • Beiträge zur Geschichte des Regnum Francorum. Referate beim Wissenschaftlichen Colloquium zum 75. Geburtstag von Eugen Ewig am 28. Mai 1988 (= Beihefte der Francia. Band 22). Thorbecke, Sigmaringen 1990, ISBN 3-7995-7322-4, (Digitalisat).
  • mit Peter Moraw: Die deutschsprachige Mediävistik im 20. Jahrhundert. (= Vorträge und Forschungen. Band 62). Thorbecke, Ostfildern 2005, ISBN 3-7995-6862-X (Digitalisat).
  • mit Theo Kölzer: Von der Spätantike zum frühen Mittelalter. Kontinuitäten und Brüche, Konzeptionen und Befunde (= Vorträge und Forschungen. Band 70). Thorbecke, Ostfildern 2009, ISBN 978-3-7995-6870-8 (Digitalisat).

LiteraturBearbeiten

Darstellungen

  • Eintrag Rudolf Schieffer. In: Jürgen Petersohn (Hrsg.): Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Band 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 341–347 (Digitalisat).
  • Schieffer, Rudolf. In: Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender. Bio-bibliographisches Verzeichnis deutschsprachiger Wissenschaftler der Gegenwart. Band 3: M–SD. 26. Ausgabe. de Gruyter, Berlin u. a. 2014, ISBN 978-3-11-030256-1, S. 3175.
  • Patrick Bahners: Der Jüngling an der Quelle. Dem Historiker Rudolf Schieffer zum Sechzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Januar 2007, Nr. 24, S. 36. (online).
  • Patrick Bahners: Ordnung darf sein. Dem Historiker Rudolf Schieffer zum Siebzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Januar 2017, Nr. 26, S. 12.
  • Erich Meuthen: Laudatio auf Prof. Dr. Rudolf Schieffer. In: Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1992. Opladen 1992, S. 98–101.
  • Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. Monumenta Germaniae Historica, München 2019.
  • Wer ist wer? Das deutsche Who’s Who. XLVII. Ausgabe 2008/2009, S. 1101.
  • Würdigung der neuen Mitglieder: Rudolf Schieffer. In: Bayerische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1990. München 1991, S. 145–146.
  • Würdigung der neuen Mitglieder: Rudolf Schieffer. In: Bayerische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1997. München 1998, S. 141–142.

Nekrologe

  • Patrick Bahners: Monumentist. Zum Tod des Historikers Rudolf Schieffer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 17. September 2018, Nr. 216, S. 12.
  • Patrick Bahners: Den Anfang macht das Register. Wissenschaft als Beruf bedeutet lebenslange Zuarbeit: Die deutschen Historiker nehmen Abschied von Rudolf Schieffer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. März 2019, Nr. 67, S. N3 (Digitalisat).
  • Matthias Becher: Nachruf auf Rudolf Schieffer in der Sitzung der Klasse für Geisteswissenschaften am 13. Februar 2019. In: Jahrbuch Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften. 2019, S. 127–131.
  • Enno Bünz: Nachruf Rudolf Schieffer. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 75, 2019, S. 177–180.
  • Enno Bünz: Nachruf Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte. 81, 2018, S. 793–795.
  • Arnold Esch: Rudolf Schieffer 1947–2018. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken. 99, 2019, S. 535–536 (Digitalisat).
  • Klaus Herbers: Nachruf auf Rudolf Schieffer. In: Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte. 114, 2019, S. 1–4.
  • Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historisches Jahrbuch. 139, 2019, S. 625–632.
  • Anja Ostrowitzki: Prof. Dr. Rudolf Schieffer (31. Januar 1947 – 14. September 2018). In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige. 130, 2019, S. 402–406.
  • Josef Riedmann: Rudolf Schieffer. In: Österreichische Akademie der Wissenschaften. Almanach. 2018, 168. Jahrgang, Wien 2019, S. 400–402.
  • Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historische Zeitschrift. 310, 2020, S. 90–100.

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historische Zeitschrift. 310 (2020), S. 90–100, hier: S. 93.
  2. Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 9–25, hier: S. 12.
  3. Rudolf Schieffer: Die Romreise deutscher Bischöfe im Frühjahr 1070. Anno von Köln, Siegfried von Mainz und Hermann von Bamberg bei Alexander II. In: Rheinische Vierteljahrsblätter 35 (1971) S. 152–174: Rudolf Schieffer: Zur lateinischen Überlieferung von Kaiser Justinians Ομολογία της όρθης πίστεως (Edictum de recta fide). In: Kleronomia 3 (1971) S. 285–302; Rudolf Schieffer: Der Papst als Pontifex Maximus. Bemerkungen zur Geschichte eines päpstlichen Ehrentitels. In: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 57 (1971) S. 300–309; Rudolf Schieffer: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv für Diplomatik 17 (1971) S. 169–184.
  4. Erich Meuthen: Laudatio auf Prof. Dr. Rudolf Schieffer. In: Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften Jahrbuch 1992. Opladen 1992, S. 98–101, hier: S. 100.
  5. Acta Conciliorum Oecumenicorum Tomus IV,3: Index Generalis Tomorum I–III. Pars Prima: Indices codicum et auctorum, congessit Rudolfus Schieffer. Berlin 1974.
  6. Vgl. dazu die Besprechungen von Günter Rauch in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 66 (1980), S. 487–489; Michel Parisse in: Francia 6 (1978), S. 738–740 (online); Georg Scheibelreiter in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 89 (1981), S. 121–122; Manfred Groten in: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 180 (1978), S. 172–174; Friedrich Lotter in: Historische Zeitschrift 229 (1979), S. 131–133; Janet L. Nelson in: The Journal of Ecclesiastical History 31 (1980), S. 491–492; Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 33 (1977), S. 656–657 (online) (Selbstanzeige).
  7. Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 9–25, hier: S. 11 f.
  8. Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 9–25, hier: S. 18.
  9. Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 9–25, hier: S. 16.
  10. Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 9–25, hier: S. 19.
  11. Patrick Bahners: Der Jüngling an der Quelle. Dem Historiker Rudolf Schieffer zum Sechzigsten. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 29. Januar 2007, Nr. 24, S. 36. (online).
  12. Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historisches Jahrbuch 139 (2019), S. 625–632, hier: S. 632.
  13. Patrick Bahners: Den Anfang macht das Register. Wissenschaft als Beruf bedeutet lebenslange Zuarbeit: Die deutschen Historiker nehmen Abschied von Rudolf Schieffer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20. März 2019, Nr. 67, S. N3 (online).
  14. Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historische Zeitschrift. 310 (2020), S. 90–100, hier: S. 93.
  15. Enno Bünz: Die Monumenta Germaniae Historica 1819–2019. Ein historischer Abriss. In: Mittelalter lesbar machen: Festschrift 200 Jahre Monumenta Germaniae Historica. Grundlagen, Forschung, Mittelalter. Herausgegeben von den Monumenta Germaniae Historica. Wiesbaden 2019, S. 15–36, hier: S. 32.
  16. Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historische Zeitschrift. 310 (2020), S. 90–100, hier: S. 96.
  17. Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 9–25, hier: S. 24.
  18. Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historisches Jahrbuch 139 (2019), S. 625–632, hier: S. 632.
  19. Rudolf Schieffer: Monumenta Germaniae Historica. Bericht über das Jahr 2011/12. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 68 (2012), S. I–XIII, hier: S. I und III. (online) Vgl. dazu auch Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historisches Jahrbuch 139 (2019), S. 625–632, hier: S. 632.
  20. Claudia Märtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 27–44, hier: S. 34.
  21. Martina Hartmann: Rudolf Schieffer und die Monumenta Germaniae Historica. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 9–25, hier: S. 21 f.
  22. Liste abgeschlossener Promotionen geordnet nach Erscheinungsjahren [Angabe des Promotionsortes], durchgesehen und ergänzt von Claudia Zey. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 81–83.
  23. Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historische Zeitschrift. 310 (2020), S. 90–100, hier: S. 93.
  24. Traueranzeige. In: Bonner General-Anzeiger, 21. September 2018.
  25. Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019.
  26. Rudolf Schieffer: Der Mediävist Wilhelm Levison (1876–1947). In: Kurt Düwell u. a. (Hrsg.): Vertreibung jüdischer Künstler und Wissenschaftler aus Düsseldorf 1933–1945. Düsseldorf 1998, S. 165–175.
  27. Rudolf Schieffer: Gerold Meyer von Knonaus Bild von Heinrich IV. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Heinrich IV. Ostfildern 2009, S. 73–86 (online).
  28. Rudolf Schieffer: Wilhelm von Giesebrecht (1814–1889). In: Katharina Weigand (Hrsg.): Münchner Historiker zwischen Politik und Wissenschaft. 150 Jahre Historisches Seminar der Ludwigs-Maximilians-Universität. München 2010, S. 119–136.
  29. Rudolf Schieffer: Arno Borst und die Monumenta Germaniae Historica. In: Rudolf Schieffer, Gabriela Signori: Arno Borst (1925–2007). Ostfildern 2009, S. 15–19.
  30. Rudolf Schieffer: Paul Fridolin Kehr. In: Hans-Christof Kraus (Hrsg.): Geisteswissenschaftler II (Berlinische Lebensbilder 10). Berlin 2012, S. 127–146.
  31. Rudolf Schieffer: Im Schatten des Dritten Reiches. Ein erstes Buch über die bundesdeutsche Mediävistik nach dem Zweiten Weltkrieg. In: Rheinische Vierteljahrsblätter 71 (2007), S. 283–291 (online).
  32. Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historische Zeitschrift. 310 (2020), S. 90–100, hier: S. 97.
  33. Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historisches Jahrbuch 139 (2019), S. 625–632, hier: S. 629.
  34. Rudolf Schieffer: Die Entstehung des päpstlichen Investiturverbots für den deutschen König. Stuttgart 1981.
  35. Rudolf Schieffer: Die Romreise deutscher Bischöfe im Frühjahr 1070. Anno von Köln, Siegfried von Mainz und Hermann von Bamberg bei Alexander II. In: Rheinische Vierteljahrsblätter 35 (1971), 152–174; Ders.: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv für Diplomatik 17 (1971), S. 169–184; Ders.: Spirituales latrones. Zu den Hintergründen der Simonieprozesse in Deutschland zwischen 1069 und 1075. In: Historisches Jahrbuch 92 (1972), S. 19–60; Ders.: Von Mailand nach Canossa. Ein Beitrag zur Geschichte der christlichen Herrscherbuße von Theodosius d. Gr. bis zu Heinrich IV. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 28 (1972), S. 333–370 (online).
  36. Vgl. beispielsweise Rudolf Schieffer: Die Romreise deutscher Bischöfe im Frühjahr 1070. Anno von Köln, Siegfried von Mainz und Hermann von Bamberg bei Alexander II. In: Rheinische Vierteljahrsblätter 35 (1971) S. 152–174.
  37. Vgl. beispielsweise Rudolf Schieffer: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv für Diplomatik 17 (1971) S. 169–184.
  38. Claudia Märtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 27–44, hier: S. 38. Vgl. beispielsweise Rudolf Schieffer: Von Mailand nach Canossa. Ein Beitrag zur Geschichte der christlichen Herrscherbuße von Theodosius d. Gr. bis zu Heinrich IV. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 28 (1972) S. 333–370.
  39. Claudia Märtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 27–44, hier: S. 41; Claudia Zey: Nekrolog Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historische Zeitschrift. 310 (2020), S. 90–100, hier: S. 95.
  40. Rudolf Schieffer: Zur historischen Dimension der europäischen Einigungsdebatte. In: Jahres- und Tagungsbericht der Görres-Gesellschaft 2005 (2006), 35–44; Vorabdruck: Einheit in Vielfalt. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 6. Dezember 2005; Nachdruck: Deutscher Hochschulverband (Hrsg.): Glanzlichter der Wissenschaft. Saarwellingen 2006, S. 113–120.
  41. Rudolf Schieffer: Die Karolinger. Stuttgart 1992.
  42. Rudolf Schieffer: Die Zeit der späten Salier (1056–1125). In: Franz Petri, Georg Droege (Hrsg.): Rheinische Geschichte. Band 1/3: Hohes Mittelalter. Düsseldorf 1983, S. 121–198.
  43. Rudolf Schieffer: Domkapitel und Reichskirche. In: Michael Brandt, Arne Eggebrecht (Hrsg.): Bernward von Hildesheim und das Zeitalter der Ottonen. Katalog der Ausstellung Hildesheim 1993, S. 269–273; Rudolf Schieffer: Reliquientranslationen nach Sachsen. In: Christoph Stiegemann, Matthias Wemhoff (Hrsg.): 799. Kunst und Kultur der Karolingerzeit. 3 Bände. Mainz 1999, Band 3, S. 484–497; Rudolf Schieffer: Meinwerk und seine Mitbischöfe. In: Christoph Stiegemann, Martin Kroker (Hrsg.): Für Königtum und Himmelreich. 1000 Jahre Bischof Meinwerk von Paderborn. Katalog zur Jubiläumsausstellung im Museum in der Kaiserpfalz und im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn 2009/2010. Regensburg 2009, S. 74–87.
  44. Rudolf Schieffer (Hrsg.): Mittelalterliche Texte. Überlieferung – Befunde – Deutungen. Kolloquium der Zentraldirektion der Monumenta Germaniae Historica am 28./29.Juni 1996. München 1996. Vgl. dazu die Besprechungen von Martin Bertram in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 77 (1997), S. 523–525 (online); Alberto Bartòla in: Rivista di storia della Chiesa in Italia 52 (1998), S. 583–585.
  45. Rudolf Schieffer: Die Erschließung des Mittelalters am Beispiel der Monumenta Germaniae Historica. In: Lothar Gall, Rudolf Schieffer (Hrsg.): Quelleneditionen und kein Ende? Symposium der Monumenta Germaniae Historica und der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München, 22./23.Mai 1998. München 1999, S. 1–15.
  46. Claudia Märtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 27–44, hier: S. 36.
  47. Rudolf Schieffer: Stein und die Anfänge der Monumenta. In: Heinz Duchhardt (Hrsg.): Stein. Die späten Jahre des preußischen Reformers 1815–1831. Göttingen 2007, S. 1–14.
  48. Rudolf Schieffer: Die ersten Begegnungen der Monumenta Germaniae Historica mit Frankreich. In: Klaus Hildebrand, Udo Wengst, Andreas Wirsching (Hrsg.): Geschichtswissenschaft und Zeiterkenntnis. Von der Aufklärung bis zur Gegenwart. Festschrift zum 65. Geburtstag von Horst Möller. München 2008, S. 505–517, hier: S. 511 (online).
  49. Rudolf Schieffer: Die Monumenta Germaniae Historica und das Kirchenrecht. In: Uta-Renate Blumenthal, Kenneth Pennington, Atria A. Larson (Hrsg.): Proceedings of the Twelfth International Congress of Medieval Canon Law, Washington D. C., 1–7 August 2004. Città del Vaticano 2008, S. 1097–1104.
  50. Rudolf Schieffer: Bayern und die Monumenta Germaniae Historica zur Zeit der Gründung der Historischen Kommission. In: Dieter Hein, Klaus Hildebrand, Andreas Schulz (Hrsg.): Historie und Leben. Der Historiker als Wissenschaftler und Zeitgenosse. Festschrift für Lothar Gall zum 70. Geburtstag. München 2006, S. 44–51 (online).
  51. Rudolf Schieffer: Monastisches in den Monumenta Germaniae Historica. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 118 (2007), S. 31–43.
  52. Rudolf Schieffer: Memorialquellen in den Monumenta Germaniae Historica. In: Dieter Geuenich, Uwe Ludwig (Hrsg.): Libri vitae. Gebetsgedenken in der Gesellschaft des Frühen Mittelalters. Köln u. a. 2015, S. 17–32.
  53. Rudolf Schieffer: Schriftkultur und Reichsverwaltung unter den Karolingern, Referate des Kolloquiums der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften am 17./18. Februar 1994 in Bonn. Opladen 1996, S. 7. Vgl. dazu die Besprechungen von Wilhelm Kurze in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 77 (1997), S. 545–546 (online); Clausdieter Schott in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 119 (2002), S. 460–461; Philippe Depreux in: Francia 25/1 (1998), S. 312–315 (online); Reinhard Schneider in: Rheinische Vierteljahrsblätter 64 (2000), S. 392–394 (online).
  54. Vgl. dazu die Besprechungen von Oliver Guyotjeannin in: Francia 22/1 (1995), S. 254 (online); Roger Collins in: The Journal of Modern History 22 (1996), S. 104; Wolfgang Eggert in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 104 (1996), S. 446.
  55. Matthias Becher: Nachruf auf Rudolf Schieffer in der Sitzung der Klasse für Geisteswissenschaften am 13. Februar 2019. In: Jahrbuch Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften. 2019, S. 127–131, hier: S. 129.
  56. Vgl. dazu die Besprechung von Pierre Toubert in: Francia 33 (2006), S. 261–262 (online).
  57. Rudolf Schieffer: Die Beziehungen karolingischer Synoden zum Papsttum. In: Annuarium Historiae Conciliorum 27/28 (1995/96) S. 147–163, hier: S. 161.
  58. Rudolf Schieffer: Zur Effizienz letztwilliger Verfügungen der Karolinger. In: Brigitte Kasten (Hrsg.): Herrscher- und Fürstentestamente im westeuropäischen Mittelalter. Köln u. a. 2008, S. 321–330.
  59. Rudolf Schieffer: Wissenschaftliche Arbeit im 9. Jahrhundert. Paderborn 2010.
  60. Rudolf Schieffer: Der ottonische Reichsepiskopat zwischen Königtum und Adel. In: Frühmittelalterliche Studien 23 (1989), S. 291–301.
  61. Gruppenbindung, Herrschaftsorganisation und Schriftkultur unter den Ottonen (mit Beiträgen von Gerd Althoff, Joachim Ehlers, Hagen Keller, Rudolf Schieffer). In: Frühmittelalterliche Studien. 23 (1989), S. 244–317.
  62. Hagen Keller: Gruppenbindungen, Spielregeln, Rituale. In: Claudia Garnier, Hermann Kamp (Hrsg.): Spielregeln der Mächtigen. Mittelalterliche Politik zwischen Gewohnheit und Konvention. Darmstadt 2010, S. 19–31, hier: S. 26.
  63. Rudolf Schieffer. Gruppenbindung, Herrschaftsorganisation und Schriftkultur unter den Ottonen. In: Frühmittelalterliche Studien. 23 (1989), S. 291–301, hier: S. 293.
  64. Rudolf Schieffer: Karolingische und ottonische Kirchenpolitik. In: Dieter R. Bauer, Rudolf Hiestand, Brigitte Kasten, Sönke Lorenz (Hrsg.): Mönchtum – Kirche – Herrschaft 750–1000. Sigmaringen 1998, S. 311–325.
  65. Rudolf Schieffer: Der geschichtliche Ort der ottonisch-salischen Reichskirchenpolitik. Opladen 1998, S. 8 (online). Vgl. dazu die Besprechungen von Bernd Schneidmüller in: Rheinische Vierteljahrsblätter 63 (1999), S. 340–341 (online); Elisabeth Magnou-Nortier in: Francia 27/1 (2000), S. 320–322 (online).
  66. Rudolf Schieffer: Der geschichtliche Ort der ottonisch-salischen Reichskirchenpolitik. Opladen 1998, S. 8. (online).
  67. Rudolf Schieffer: Bischofserhebungen im westfränkisch-französischen Bereich im späten 9. und im 10. Jahrhundert. In: Franz-Reiner Erkens (Hrsg.): Die früh- und hochmittelalterliche Bischofserhebung im europäischen Vergleich. Köln u. a. S. 59–82.
  68. Vgl. dazu die Besprechungen von Tilman Struve in: Historische Zeitschrift 238 (1984), S. 384–385; Harald Dickerhof in: Historisches Jahrbuch 103 (1983), S. 213–215; Hermann Jakobs in: Rheinische Vierteljahrsblätter 46 (1982), S. 328–329; Michel Bur in: Francia 11 (1983), S. 740–741 (online); Anton Scharer in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 92 (1984), S. 451–452; Friedrich Kempf in: Archivum Historiae Pontificiae 20 (1982), S. 409–415; Timothy Reuter in: The Journal of Ecclesiastical History. 33 (1982), S. 454–456.
  69. Rudolf Schieffer: Die Entstehung des päpstlichen Investiturverbots für den deutschen König. Stuttgart 1981, S. 171.
  70. Vgl. Johann Englberger: Gregor VII. und die Investiturfrage. Quellenkritische Studien zum angeblichen Investiturverbot von 1075. Köln u. a. 1996; Stefan Beulertz: Das Verbot der Laieninvestitur im Investiturstreit. Hannover 1991.
  71. Johannes Laudage: Nochmals: Wie kam es zum Investiturstreit? In: Jörg Jarnut, Matthias Wemhof (Hrsg.): Vom Umbruch zur Erneuerung? Das 11. und beginnende 12. Jahrhundert – Positionen der Forschung. München 2006, S. 133–150, hier: S. 149; Johannes Laudage: Wann erging das erste päpstliche Investiturverbot? Studien zur Fastensynode von 1075. In: Annuarium Historiae Conciliorum 38 (2006), S. 73–94.
  72. Uta-Renate Blumenthal: Gregor VII. Papst zwischen Canossa und Kirchenreform. Darmstadt 2001, S. 177–178.
  73. Rudolf Schieffer: Spirituales latrones. Zu den Hintergründen der Simonieprozesse in Deutschland zwischen 1069 und 1075. In: Historisches Jahrbuch 92 (1972) S. 19–60; Rudolf Schieffer: Geistliches Amt und schnöder Mammon. Zur Bewertung der Simonie im hohen Mittelalter. In: Jürgen Petersohn (Hrsg.): Mediaevalia Augiensia. Forschungen zur Geschichte des Mittelalters. Stuttgart 2001, S. 359–374; Rudolf Schieffer: Zum Umgang der Karolingerzeit mit Simonie. In: Oliver Münsch und Thomas Zotz (Hrsg.): Scientia veritatis. Festschrift für Hubert Mordek zum 65. Geburtstag. Ostfildern 2004, S. 117–126.
  74. Jochen Johrendt: Der Investiturstreit. Darmstadt 2018, S. 9.
  75. Rudolf Schieffer: Der Investiturstreit im Bilde der Zeit nach 1122. In: Klaus Herbers (Hrsg.): Europa an der Wende vom 11. zum 12. Jahrhundert. Beiträge zu Ehren von Werner Goez. Stuttgart 2001, S. 248–260.
  76. Rudolf Schieffer: Worms, Rom und Canossa (1076/77) in zeitgenössischer Wahrnehmung. In: Historische Zeitschrift 292 (2011) S. 593–612, hier: S. 611.
  77. Rudolf Schieffer: Motu proprio. Über die papstgeschichtliche Wende im 11. Jahrhundert. In: Historisches Jahrbuch 122 (2002), S. 27–41, hier: S. 28.
  78. Rudolf Schieffer: Zum „Sutrilied“. In: Matthias Thumser (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Mittelalters. Jürgen Petersohn zum 65. Geburtstag. Stuttgart 2000, S. 82–91.
  79. Rudolf Schieffer: Das Reformpapsttum seit 1046. In: Christoph Stiegemann, Matthias Wemhoff (Hrsg.): Canossa 1077. Erschütterung der Welt. München 2006, S. 99–109.
  80. Rudolf Schieffer: Gregor VII. und die Absetzung König Heinrichs IV. In: Inge Kroppenberg, Martin Löhnig, Dieter Schwab (Hrsg.): Recht – Religion – Verfassung. Festschrift für Hans-Jürgen Becker. Bielefeld 2009, S. 197–204 (online).
  81. Rudolf Schieffer: Tomus Gregorii papae. Bemerkungen zur Diskussion um das Register Gregors VII. In: Archiv für Diplomatik 17 (1971), S. 169–184 (online).
  82. Rudolf Schieffer: Gregor VII. – ein Versuch über die historische Größe. In: Historisches Jahrbuch 97/98 (1978) S. 87–107 (online).
  83. Rudolf Schieffer: War Gregor VII. Mönch? In: Historisches Jahrbuch 125 (2005) S. 351–362, hier: S. 360 (online).
  84. Vgl. dazu die Besprechungen von Sylvain Gouguenheim in: Francia-Recensio (2012–1), (online); Georg Schwaiger in: Das Historisch-Politische Buch 58 (2010), S. 366–367.
  85. Rudolf Schieffer: Papst Gregor VII. Kirchenreform und Investiturstreit. München 2010, S. 8 f.
  86. Rudolf Schieffer: Christianisierung und Reichsbildungen. Europa 700–1200. München 2013, S. 8 f.
  87. Vgl. dazu die Besprechung von Michael Borgolte in: Historische Zeitschrift 299 (2014), S. 457–458. Weitere Besprechung von Hendrik Hess in: Das Mittelalter 21 (2016), S. 230–231.
  88. Vgl. dazu die Besprechungen von Gerhard Schmitz in: Francia 8 (1980), S. 790–791 (online); Wilfried Hartmann in: Mittellateinisches Jahrbuch 20 (1985), S. 285–286.
  89. Claudia Märtl: Rudolf Schieffer als Wissenschaftler. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 27–44, hier: S. 40.
  90. Vgl. dazu die Besprechungen von Johannes Laudage in: Annuarium Historiae Conciliorum 37 (2005), S. 231–233; Lotte Kéry in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 91 (2005), S. 809–813; Gerhard Köbler in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 122 (2005), S. 493–494; David Ganz in: The Journal of Ecclesiastical History 56 (2005), S. 557–558; Philippe Bauss in: Analecta Bollandiana 123 (2005), S. 452–453; Swen Holger Brunsch in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 85 (2005), S. 654–655 (online); Patrick Demouy in: Revue Historique 307 (2005), S. 390–391; Brigitte Kasten in: Rheinische Vierteljahrsblätter 69 (2005), S. 301–302 (online); C. Francisco Bertelloni in: Patristica et Mediaevalia 27 (2006), S. 125–126; Brigitte Meijns in: Speculum 81 (2006), S. 596–598; Karl Josef Heidecker in: Revue d'histoire ecclésiastique 102 (2007), S. 205–206; Pierre Toubert in: Le Moyen Âge 114 (2008), S. 660–662.
  91. Vgl. dazu die Besprechungen von Linda Dohmen in: Historische Zeitschrift. 310 (2020), S. 474–475; Patrick Demouy in: Francia-Recensio 2019-1 (online).
  92. Rudolf Schieffer: Bleibt der Archipoeta anonym? Düsseldorf 1990 aus: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 98 (1990), S. 59–79 (online).
  93. Rudolf Schieffer: Altbayern, Franken und Schwaben. Die Zeit von 1046 bis 1215: Die Bischöfe zwischen König und Papst. In: Walter Brandmüller (Hrsg.): Handbuch der Bayerischen Kirchengeschichte. Band 1/1 (St. Ottilien 1998) S. 229–269.
  94. Rudolf Schieffer: Bayerische Herzöge im Blickfeld der Päpste des frühen und hohen Mittelalters. In: Zeitschrift für Bayerische Landesgeschichte 80 (2017) S. 1–21.
  95. Mitgliedschaften in Wissenschaftsorganisationen und wissenschaftlichen Beiräten – Wissenschaftsorganisatorische Tätigkeiten, zusammengestellt von Claudia Zey. In: Monumenta Germaniae Historica (Hrsg.): Rudolf Schieffer 1947–2018. München 2019, S. 76–80.
  96. Vgl. dazu die Besprechung von Hans-Werner Goetz in: Das Mittelalter 11 (2006), S. 199–200; Immo Eberl in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 56 (2006) S. 494–495 (online).
  97. Rudolf Schieffer: Weltgeltung und nationale Verführung. Die deutschsprachige Mediävistik vom ausgehenden 19. Jahrhundert bis 1918. In: Peter Moraw, Rudolf Schieffer (Hrsg.): Die deutschsprachige Mediävistik im 20. Jahrhundert. Ostfildern 2005, S. 39–61 (online). Vgl. dazu die Besprechung von Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 62 (2006), S. 232–233 (online).
  98. Vgl. dazu die Besprechungen von Ulrich Nonn in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 67 (2011), S. 279–281 (online); Stefanie Dick in: sehepunkte 10 (2010), Nr. 12 (15. Dezember 2010), online.
  99. Vgl. etwa die Beiträge Rudolf Schieffer: Gerold Meyer von Knonaus Bild von Heinrich IV. In: Gerd Althoff (Hrsg.): Heinrich IV. Ostfildern 2009, S. 73–86 (online); Rudolf Schieffer: Die Ausbreitung der Königssalbung im hochmittelalterlichen Europa. In: Matthias Becher (Hrsg.): Die mittelalterliche Thronfolge im europäischen Vergleich. Ostfildern 2017, S. 43–78.
  100. Ludger Körntgen: Rudolf Schieffer (1947–2018). In: Historisches Jahrbuch 139 (2019), S. 625–632, hier: S. 626.
Dieser Artikel wurde am 30. Juli 2020 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.