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Jürgen Petersohn (* 8. April 1935 in Merseburg; † 20. Juli 2017 in Würzburg) war ein deutscher Historiker mit den Schwerpunkten mittelalterliche Geschichte und nordostdeutsche Landesgeschichte.

Petersohn lehrte von 1981 bis 2000 als Professor für mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. In der Fachwelt trat Petersohn vor allem mit Arbeiten zur politischen Ideengeschichte, zur Geschichte von Papsttum und Kirche, zur Geschichte der Stadt Rom und zur päpstlichen Diplomatie im Quattrocento sowie zur fränkischen und vor allem pommerschen Landesgeschichte hervor.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Der 1935 in Merseburg geborene Jürgen Petersohn war der Sohn eines höheren Beamten der preußischen Schulverwaltung. Sein Vater wurde 1936 nach Köslin versetzt. Petersohn verbrachte dort seine Kindheit und die ersten Schuljahre. Die Kreisstadt in der Nähe der Ostsee war über mehrere Jahrhunderte Residenzort der Bischöfe von Kammin und hinterließ bleibenden Eindruck auf Petersohns Wahrnehmung der Welt.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er ab 1946 in Coburg. Dort hatte die Familie Aufnahme bei Verwandten gefunden. Er legte 1954 das Abitur am Gymnasium Ernestinum Coburg ab. Von 1954 bis 1960 studierte er Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Würzburg, Marburg (bei Heinrich Büttner) und Bonn (bei Helmut Beumann). Ab Sommersemester 1955 hatte er ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Bei Walter Hubatsch wurde er 1959 an der Universität Bonn promoviert mit der frühneuzeitlichen Arbeit Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach und Bayreuth als Herzog in Preußen 1578–1603. Die erste Staatsprüfung für das höhere Lehramt in den Fächern Deutsch und Geschichte legte er 1960 ab.

Von 1961 bis 1964 war Petersohn Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 1964 bis 1970 war Petersohn wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Würzburg. Dabei wurde Otto Meyer als akademischer Lehrer prägend. Durch ihn konzentrierte er sich auch fortan auf das Mittelalter in seinen Forschungen. Im Jahre 1970 wurde er in Würzburg für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften mit der Studie Sakralstruktur und Kultgeschichte des südlichen Ostseeraums habilitiert. Von 1970 bis 1972 war er Oberassistent am Institut für Geschichte der Universität Würzburg. Seine akademische Laufbahn verlief eher schleppend. An der Universität Tübingen nahm er von 1971 bis 1973 eine dreisemestrige Vertretung für den von Horst Fuhrmann geräumten Lehrstuhl wahr. In Würzburg lehrte er ab 1975 als außerplanmäßiger und ab 1978 als außerordentlicher Professor.

Im Alter von 46 Jahren wurde er 1981 als Nachfolger von Helmut Beumann Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Marburg. Dort war er 1985/86 und 1993/94 Dekan des Fachbereichs Geschichtswissenschaften. Als akademischer Lehrer betreute er 16 Dissertationen und die Habilitationen von Matthias Thumser und Irmgard Fees. Im Jahr 2000 wurde er emeritiert. Wenig später kehrte er nach Würzburg zurück. Er legte noch sieben selbständige Publikationen vor. Sein letzter Aufsatz wurde 2016 in den Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung veröffentlicht.[2] Petersohn ist am 20. Juli 2017 im Alter von 82 Jahren in seinem Zuhause in Würzburg verstorben. Er war verheiratet und hatte drei Kinder.

Ab 1983 war Petersohn Mitglied und von 1998 bis 2001 Vorsitzender des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte. Für den Konstanzer Arbeitskreis initiierte er im Herbst 1990 und im Frühjahr 1991 Tagungen auf der Insel Reichenau zum Thema Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter. Der Sammelband dazu wurde 1994 von ihm als 42. Band der Vorträge und Forschungen herausgegeben. Die Beiträge befassen sich im gesamteuropäischen Zusammenhang mit dem Problem der öffentlichen Heiligenverehrung im Mittelalter. Das Resümee wurde von Petersohn verfasst.[3] Zum 50-jährigen Jubiläum des Konstanzer Arbeitskreises im Jahr 2001 gab er die bio-bibliographische Dokumentation der Mitglieder und ihres Werkes sowie den Tagungsband Mediaevalia Augiensia. Forschungen zur Geschichte des Mittelalters heraus.

Petersohn war Mitglied der Historischen Kommission für Pommern (1959), der Gesellschaft für fränkische Geschichte (1968), des Johann Gottfried Herder-Forschungsrats (1973) und der Historischen Kommission für Hessen (1985). Petersohn wurde 1991 korrespondierendes und 1998 ordentliches Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt am Main. Im Jahr 1976 wurde ihm die Ehrengabe zum Georg-Dehio-Kulturpreis und 1988 der Pommersche Kulturpreis verliehen. Zum 65. Geburtstag wurde ihm eine Festschrift gewidmet. Der Sammelband behandelt vor allem Probleme des Kaiser- und Papsttums, die Geschichte Roms, die Literatur des Quattrocento und die Verfassungs- und Rechtsgeschichte.

ForschungsschwerpunkteBearbeiten

Schwerpunkte von Petersohns Forschungen waren die politische Ideen-, Bildungs- und Kirchengeschichte, Rom und das Kaisertum im Hochmittelalter, die Landesgeschichte Frankens und Nordostdeutschlands, der Humanismus, die Missionierung Pommerns, die Geschichte der Heiligsprechungen und ihrer Instrumentalisierung durch die Kaiser und die konziliare Bewegung im 15. Jahrhundert. Petersohns Arbeiten umspannten thematisch ein weites Feld und erstreckten sich von der northumbrischen Unziale des 8. Jahrhunderts bis zur Geschichte des preußischen Ständewesens im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert und zur Mittelalterforschung des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Ergebnisse sind in achtzehn Monographien und über einhundert Aufsätzen veröffentlicht. Seine wissenschaftlichen Anfänge lagen auf dem Gebiet der frühneuzeitlichen Geschichte. In den Jahren 1957 bis 1963 verfasste Petersohn etwa ein Dutzend Aufsätze vor allem zur preußischen Geschichte der frühen Neuzeit. Die beiden ersten Aufsätze wurden noch zu Studienzeiten verfasst.[4] Durch einen halbjährigen Forschungsaufenthalt in Rom (1960/61) konzentrierten sich seine Forschungen zunehmend auf das Mittelalter. Seit den frühen Sechzigerjahren widmete er sich der Kirchengeschichte Pommerns im Mittelalter. Seine Habilitationsschrift über den südlichen Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Er thematisierte in der Arbeit die Entstehung des obodritischen und des pommerschen Sakralraums und befasste sich mit Mission, Bistumsgründungen und Herausbildung der kirchlichen Strukturen. Die 1979 veröffentlichte Arbeit wurde ein Standardwerk zur pommerschen Geschichte der Missionszeit.[5] In Polen wurde die Studie schneller und breiter rezipiert als in der Bundesrepublik.[6] Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Einzelstudien zur Landesgeschichte und Kultgeschichte Pommerns vor allem im 12. Jahrhundert.

Petersohn befasste sich jahrzehntelang mit der Geschichte Roms. Seit Anfang der sechziger Jahre hat er im Deutschen Historischen Institut gearbeitet und im Vatikanischen Archiv und der Vatikanischen Bibliothek ungedrucktes Quellenmaterial erschlossen. Ab 1974 veröffentlichte er zahlreiche und grundlegende Beiträge über die salische und staufische Epoche zu diesem Thema.[7] Petersohn veröffentlichte eine Biographie (1985) und eine Quellenpublikation (1987) über den 1486 verstorbenen päpstlichen Diplomaten Angelo Geraldini. Die von Petersohn gewählte Form der Biographie war in der Geschichtswissenschaft angesichts der vorherrschernden sozioökonomischen Strukturen eine ungewöhnliche Variante der Darstellung.[8] Die Arbeit gilt als ein bedeutsamer Beitrag zur Geschichte des Konziliarismus, der Universitäten und des Humanismus des 15. Jahrhunderts. Dabei hat er erstmals verschiedene ungedruckte Quellen aus italienischen, französischen, schweizerischen, österreichischen und deutschen Archiven erschlossen.[9] In der kritischen Edition edierte Petersohn sieben an Papst Sixtus IV. und das Kardinalskollegium gerichtete Dokumente von Angelo Geraldini aus der Zeit vom September 1482 bis Juli 1483. Die Schriftstücke stehen im Zusammenhang mit der Unterdrückung des Konzilsversuchs des Andreas Jamometić.[10] 2004 erschien von ihm eine Darstellung zu Andreas Jamometić samt einer kritischen Edition von 18 bisher ungedruckten Quellen aus den Jahren 1479 bis 1484.[11]

Im Jahr 2009 publizierte er eine Untersuchung über die Rolle Roms für Heinrich V. und die Bedeutung der Herrschaftszeit dieses Saliers für die Entwicklung der kaiserlich-stadtrömischen Beziehungen.[12] Als Summe seiner jahrzehntelangen Forschungsarbeit erschien 2010 die Studie Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit.[13] Gegenstand der Arbeit sind die umfassenden Wechselwirkungen von Romidee und Rompolitik im Ringen von Kaiser, Papst und städtischer Kommune in spätsalischer und staufischer Zeit. Seit 1980 trug er aus vielen Archiven Material zu Andreas Jamometić und seinen Basler Konzilsversuch von 1482 sowie die Reaktion von Kaiser und Papst zusammen. Nach zahlreichen Aufsätzen erschien dazu 2015 die Darstellung Reichsrecht versus Kirchenrecht.[14] Im Zentrum der Arbeit steht die Streitfrage, ob Papst Sixtus IV. oder Kaiser Friedrich III. als Strafrichter über den Initiator des Basler Konzilsversuchs zuständig ist. Im zweiten Teil der Arbeit (S. 119–304) legte Petersohn eine Edition von 66 bislang ungedruckten Schriftstücken zu dem geschilderten Konflikt vor.

Außerdem standen Viten und Nachleben Ottos I. von Bamberg im Mittelpunkt. Ihm widmete er 1966 eine erste Spezialstudie.[15] Bereits in den 1960er Jahren hatte Petersohn der Monumenta Germaniae Historica den Plan einer Neuedition der ältesten Lebensbeschreibung des Bischofs Otto von Bamberg, die sogenannte Prüfeninger Vita, unterbreitet.[16] Die zwischen 1966 bis 1974 von polnischer Seite erschienen Textausgaben hat Petersohn einer kritischen Prüfung unterzogen.[17] Eine erste Fassung seiner Ausgabe der Prüfeninger Vita legte er in München Ende 1988 vor. Die Edition konnte 1999 erscheinen.[18] Im Jahr 2011 veröffentlichte er noch einen Beitrag zur Überlieferung der Otto-Viten.[19] Seine Absicht, auch die anderen Viten zu editieren, musste er angesichts seines Alters und zunehmender Beschwerden aufgeben.[20] Der heilige Otto war zugleich Eckpunkt für Studien zu Mission, Kult und Kirche im mittelalterlichen Pommern. Im Jahr 2015 veröffentlichte Petersohn eine Darstellung über die Kaminer Bischöfe von Adalbert und seiner 31 Nachfolger bis 1556.[21]

Er verfasste auch Studien zu Ethnogenese und Selbstverständnis Frankens. Im Jahr 2008 erschien von ihm eine Darstellung über die Wandlungen des Begriffs Franken von den Karolingern bis zum 16. Jahrhundert.[22] Diese Untersuchung widmete er seinem Lehrer Meyer. Die Arbeit gilt als grundlegende Untersuchung zu Begriff und Vorstellung von Franken im Mittelalter und damit zur Bildung der historischen Landschaft Franken. Ein weiterer Schwerpunkt war die Herrschaftspolitik Friedrich Barbarossas in Deutschland und Italien. Die Schwierigkeiten der Mittelalterforschung den persönlichen Anteil des Kaisers am politischen Geschehen auszumachen, versuchte Petersohn 1992 mit einem Definitionsvorschlag zu begegnen. Friedrich Barbarossa wird von ihm als „Chiffre“ aufgefasst und damit als Abkürzung „für die Ursache aller politischen Äußerungen, Maßnahmen und Zielsetzungen“ verstanden, „die die Quellen mit seinem Namen verbinden“.[23] Weitere Forschungen betrafen die Überlieferung und Bildung im Mittelalter, Kaisertum und Heiligenverehrung, Königsinsignien und Herrscherzeremoniell sowie Memoria und fürstliches Selbstverständnis im Hochmittelalter. Bei umstrittenen Königskrönungen (1198 oder 1314) waren nach seinen Forschungen nicht die Krönungsinsignien wie die Reichskrone, sondern der richtige Krönungsort und der rechte Konsekrator entscheidend.[24] Über die Reichsinsignien und deren Bedeutung im mittelalterlichen Reich legte er weitere Abhandlungen vor.[25]

Außerdem untersuchte er die Mittelalterforschung im 19. und 20. Jahrhundert.[26] Petersohn befasste sich mit einem Schreiben Otto Meyers vom 2. Oktober 1938 an Edmund Ernst Stengel, den damaligen Präsidenten der Monumenta Germaniae Historica. Gegenstand des Briefes ist Meyers Erstentwurf seines Nachrufes auf Ulrich Stutz (gestorben am 6. Juli 1938). Meyer hatte dort auf eine antisemitische Kritik Paul Kehrs an Harry Bresslau 1935 Bezug genommen und die unternommene Ehrenrettung für Bresslau gegenüber Kehr als einen für die Gesinnung des Verstorbenen typischen Charakterzug herausgestellt.[27] In dem von Meyer veröffentlichten Nachruf im Deutschen Archiv fehlte diese Passage.[28]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

Ein Schriftenverzeichnis erschien in: Matthias Thumser (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Mittelalters. Jürgen Petersohn zum 65. Geburtstag. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1448-4, S. 415–423.

Monographien

  • Fürstenmacht und Ständetum in Preußen während der Regierung Herzog Georg Friedrichs. 1578–1603 (= Marburger Ostforschungen. Bd. 20, ISSN 0542-6537). Holzner, Würzburg 1963.
  • Das Breviarium Caminense der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek. Ms. theol. lat. 208 der Westdeutschen Bibliothek in Marburg (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe 5: Forschungen zur Pommerschen Geschichte. H. 3, ISSN 0440-9582). Böhlau, Köln u. a. 1963.
  • Der südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Mission, Kirchenorganisation, Kultpolitik (= Ostmitteleuropa in Vergangenheit und Gegenwart. Bd. 17). Böhlau, Köln u. a. 1979, ISBN 3-412-04577-2 (Zugleich: Würzburg, Universität, Habilitations-Schrift, 1970: Sakralstruktur und Kultgeschichte des südlichen Ostseeraumes von den Anfängen der Slavenmission bis zum Abschluß der deutschen Kolonisation (10.–13. Jahrhundert).).
  • Ein Diplomat des Quattrocento. Angelo Geraldini (1422–1486) (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Bd. 62). Niemeyer, Tübingen 1985, ISBN 3-484-82062-4.
  • Rom und der Reichstitel „Sacrum Romanum Imperium“ (= Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bd. 32, 4). Steiner, Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06562-8 (PDF).
  • Heinrich Raspe und die Apostelhäupter oder: Die Kosten der Rompolitik Kaiser Friedrichs II. (= Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bd. 40, 3). Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08211-5.
  • Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung (= Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte. Vorträge und Forschungen. Sonderbd. 51). Thorbecke, Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7995-6761-9 (Digitalisat).
  • Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II. (= Monumenta Germaniae Historica. Schriften. Bd. 62). Hahn, Hannover 2010, ISBN 978-3-7752-5762-6 (Rezension).
  • Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484 (= Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Bd. 35). Böhlau, Köln u. a. 2015, ISBN 978-3-412-22375-5 (online).

Herausgeberschaften

  • Diplomatische Berichte und Denkschriften des päpstlichen Legaten Angelo Geraldini aus der Zeit seiner Basel-Legation (1482–1483) (= Historische Forschungen. Bd. 14). Steiner-Verlag, Wiesbaden, Stuttgart 1987, ISBN 3-515-05026-4.
  • Die Prüfeninger Vita Bischof Ottos I. von Bamberg nach der Fassung des Großen Österreichischen Legendars (= Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. 7 = Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi. Bd. 71). Hahn, Hannover 1999, ISBN 3-7752-5471-4.
  • Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Bd. 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5.

LiteraturBearbeiten

  • Holger Berwinkel: In memoriam Jürgen Petersohn (1935–2017). In: Baltische Studien 103 (2017), S. 7–10.
  • Oliver Jungen: Held der Knochenarbeit. Kosmos Mittelalter: Der Historiker Jürgen Petersohn wird siebzig. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. April 2005, Nr. 81, S. 36.
  • Jürgen Petersohn. In: Jürgen Petersohn (Hrsg.): Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Band 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 333–340 (Digitalisat).
  • Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Bd. 73 (2017), S. 747–750.
  • Roderich Schmidt: Laudatio auf Professor Dr. Jürgen Petersohn. In: Pommern. Kunst – Geschichte – Volkstum 26 (1988), S. 1–4.
  • Jörg Schwarz, Matthias Thumser, Franz Fuchs (Hrsg.): Kirche und Frömmigkeit – Italien und Rom. Colloquium zum 75. Geburtstag von Professor Dr. Jürgen Petersohn. Würzburg 2012, ISBN 978-3-923959-84-6 (Volltext online).
  • Jörg Schwarz: Nach Rom gelangt' er so. Über Bamberg und Basel: Zum Tode des Mittelalterhistorikers Jürgen Petersohn. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Juli 2017, Nr. 172, S. 12.
  • Matthias Thumser (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Mittelalters. Jürgen Petersohn zum 65. Geburtstag. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1448-4.
  • Matthias Thumser: Jürgen Petersohn (* 8. April 1935, † 20. Juli 2017). In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 153 (2017), S. 491–494.

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 73 (2017), S. 747–750, hier: S. 747.
  2. Jürgen Petersohn: Geschichtswissenschaft engagiert sich für Germanistik. Franz Xaver Wegele und die Berufung des Kärntners Matthias Lexer an die Universität Würzburg (1868/1869). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 124 (2016), S. 430–435.
  3. Jürgen Petersohn: Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter. Ergebnisse und Desiderate. In: Ders.: (Hrsg.): Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter. Sigmaringen 1994, S. 597–609. Vgl. dazu die Besprechung von Pierre-Marie Gy in: Revue des sciences philosophiques et théologiques 79 (1995), S. 303–304.
  4. Jürgen Petersohn: Albrecht von Preussen und Ottheinrich von der Pfalz. Ein vergleichender Beitrag zur deutschen Fürstenkultur und Bibliotheksgeschichte der Renaissance. In: Archiv für Kulturgeschichte 39 (1957) S. 323–360; Jürgen Petersohn: Stralsund als schwedische Festung. In: Baltische Studien N. F. 45 (1958), S. 95–124.
  5. Jürgen Petersohn: Der südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Mission, Kirchenorganisation, Kultpolitik. Köln u. a. 1979. Vgl. dazu die Besprechungen von Dietmar Willoweit in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 68 (1982), S. 499–502; Hartmut Boockmann in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 36 (1980), S. 634 (online); Erich Hoffmann in: Zeitschrift für Ostforschung 32 (1983), S. 419–421 (online); Felix Escher in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 29 (1980), S. 174–176; Bernhart Jähnig: Der obodritische Sakralraum. Bericht über das neue Buch von Jürgen Petersohn. In: Ders. (Hrsg.): Beiträge zur mecklenburgischen Kirchengeschichte. Köln u. a. 1983, S. 15–23.
  6. Holger Berwinkel: In memoriam Jürgen Petersohn (1935–2017). In: Baltische Studien 103 (2017), S. 7–10, hier: S. 8.
  7. Jürgen Petersohn: Kaiserliche Skriniare in Rom bis zum Jahre 1200. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 75 (1995), S. 1–31 (online); Jürgen Petersohn: Capitolium conscendimus. Kaiser Heinrich V. und Rom. Stuttgart 2009; Jürgen Petersohn: Der Brief der Römer an König Lothar III. vom Jahre 1130. Überlieferung – Text – Absenderschaft. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 50 (1994), S. 461–507.
  8. Matthias Thumser: Jürgen Petersohn (* 8. April 1935, † 20. Juli 2017). In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 153 (2017), S. 491–494, hier: S. 492.
  9. Peter Herde: Nachruf auf Jürgen Petersohn 8. April 1935 – 20. Juli 2017. Wissenschaftliche Gesellschaft an der Universität Frankfurt.
  10. Vgl. dazu die Besprechungen von Claudia Märtl in: Historische Zeitschrift 247 (1988), S. 411; Werner Maleczek in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 45 (1989), S. 227–228 (online)
  11. Jürgen Petersohn: Kaiserlicher Gesandter und Kurienbischof. Andreas Jamometić am Hof Papst Sixtus' IV. (1478–1481). Aufschlüsse aus neuen Quellen. Hannover 2004. Vgl. dazu die Besprechungen von Thomas Michael Krüger in: sehepunkte 5 (2005), Nr. 5 [15. Mai 2005], online; Thomas Wünsch in Annuarium Historiae Conciliorum 36 (2004), S. 254–255; Pablo Ubierna in: Patristica et Mediaevalia 26 (2005), S. 128–129; Simona Iaria in: Rivista di Storia della Chiesa in Italia 62 (2008), S. 280.
  12. Jürgen Petersohn: Capitolium conscendimus. Kaiser Heinrich V. und Rom. Stuttgart 2009. Vgl. dazu die Besprechung von Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 65 (2009), S. 749 (online).
  13. Vgl. dazu die Besprechungen von Wolfgang Christian Schneider in: Historische Zeitschrift 294 (2012), S. 488–490; Romedio Schmitz-Esser in: H-Soz-Kult, 30. März 2011, online; Ferdinand Opll in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, 121 (2013), S. 239–240; Jochen Johrendt in: sehepunkte 11 (2011), Nr. 11 [15. November 2011], (online); Benoît Grévin in: Francia-Recensio 2011/2 (online); Jonathan R. Lyon in Speculum 86 (2011), S. 1111–1112; Kristjan Toomaspoeg in: Rivista di Storia della Chiesa in Italia 66 (2012), S. 215–218; Sylvain Gouguenheim in: Le Moyen Âge 118 (2012), S. 191–192; Hubert Houben in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 93 (2013), S. 472 (online).
  14. Vgl. dazu die Besprechungen von Kerstin Hitzbleck in: sehepunkte 16 (2016), Nr. 9 [15. September 2016], online; Jörg Feuchter in: Historische Zeitschrift 306 (2018), S. 837–838; Hans-Jürgen Becker in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 104 (2018) S. 513–516.
  15. Jürgen Petersohn: Apostolus Pomeranorum. Studien zur Geschichte und Bedeutung des Apostelepithetons Bischof Otto I. von Bamberg. In: Historisches Jahrbuch 86 (1966) S. 257–294.
  16. Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 73 (2017), S. 747–750, hier: S. 749.
  17. Jürgen Petersohn: Bemerkungen zu einer neuen Ausgabe der Viten Ottos von Bamberg. 1. Prüfeninger Vita und Ebo. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 27 (1971) S. 175–194 (online); Jürgen Petersohn: Probleme der Otto-Viten und ihrer Interpretation. Bemerkungen im Anschluß an eine Neuerscheinung. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 27 (1971) S. 314–372 (online); Jürgen Petersohn: Bemerkungen zu einer neuen Ausgabe der Viten Ottos von Bamberg. 2. Herbords Dialog. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 33 (1977) S. 546–559 (online).
  18. Jürgen Petersohn: Die Prüfeninger Vita Bischof Ottos I. von Bamberg nach der Fassung des Großen Österreichischen Legendars, MGH Script. rer. Germ., 71, 1999; Vgl. dazu Jürgen Petersohn: Legasthenie als Ursache von Textvarianten? Beobachtungen an der Überlieferung der Prüfeninger Otto-Vita. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 52 (1996), S. 585–597 (Digitalisat)
  19. Jürgen Petersohn: Fragmente einer unbekannten Fassung der Ottoviten-Kompilationen des Michelsberger Abtes Andreas Lang. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 67 (2011), S. 593–607 (online).
  20. Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 73 (2017), S. 747–750, hier: S. 750.
  21. Jürgen Petersohn: Die Kamminer Bischöfe des Mittelalters. Amtsbiographien und Bistumsstrukturen vom 12. bis 16. Jahrhundert. Schwerin 2015. Vgl. dazu die Besprechung von Bengt Büttner in: Baltische Studien. Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte NF 103 (2017), S. 200–201 (online).
  22. Jürgen Petersohn: Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung. Ostfildern 2008. Vgl. dazu die Besprechungen von Gerhard Köbler in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 126 (2009), S. 478–480; Karl Borchardt in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 66 (2010), S. 372–374 (online).
  23. Jürgen Petersohn: Friedrich Barbarossa und Rom. In: Alfred Haverkamp (Hrsg.): Friedrich Barbarossa. Handlungsspielräume und Wirkungsweisen des staufischen Kaisers. Sigmaringen 1992, S. 129–146, hier: S. 129 (online).
  24. Jürgen Petersohn: „Echte“ und „falsche“ Insignien im deutschen Krönungsbrauch des Mittelalters? Kritik eines Forschungsstereotyps. Stuttgart 1993. Vgl. dazu die Besprechungen von Reinhard Elze in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 50 (1994), S. 303 (online); Ralph Andraschek-Holzer in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 104, 1996, S. 209.
  25. Jürgen Petersohn: Über monarchische Insignien und ihre Funktion im mittelalterlichen Reich. In: Historische Zeitschrift 266 (1998) S. 47–96; Jürgen Petersohn: Die Reichsinsignien im Herrscherzeremoniell und Herrschaftsdenken des Mittelalters. In: Die Reichskleinodien. Herrschaftszeichen des Heiligen Römischen Reiches (Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst, 16), Göppingen 1997, S. 162–183.
  26. Vgl. Jürgen Petersohn: Deutschsprachige Mediävistik in der Emigration. Wirkungen und Folgen des Aderlasses der NS-Zeit (Geschichtswissenschaft – Rechtsgeschichte – Humanismusforschung). In: Historische Zeitschrift 277 (2003), S. 1–60; Jürgen Petersohn: Geschichtswissenschaft engagiert sich für Germanistik. Franz Xaver Wegele und die Berufung des Kärntners Matthias Lexer an die Universität Würzburg (1868/1869). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 124, 2016, S. 430–435.
  27. Jürgen Petersohn: ... dass das Reichsinstitut im fraglichen Punkte nicht radikaler Auffassung sei. Zu Otto Meyers Nachruf auf Ulrich Stutz im Deutschen Archiv 1938. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 67, 2011, S. 119–126 (online)
  28. Otto Meyer: Ulrich Stutz †. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 2 (1938), S. 616–620.