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Jürgen Petersohn (* 8. April 1935 in Merseburg; † 20. Juli 2017 in Würzburg) war ein deutscher Historiker mit den Schwerpunkten mittelalterliche Geschichte und nordostdeutsche Landesgeschichte.

Petersohn lehrte von 1981 bis 2000 als Professor für mittelalterliche Geschichte an der Philipps-Universität Marburg. In der Fachwelt trat Petersohn vor allem mit Arbeiten zur politischen Ideengeschichte, zur Geschichte von Papsttum und Kirche, zur Geschichte der Stadt Rom und zur päpstlichen Diplomatie im Quattrocento sowie zur fränkischen und vor allem pommerschen Landesgeschichte hervor.

LebenBearbeiten

Der 1935 in Merseburg geborene Jürgen Petersohn war der Sohn eines höheren Beamten der preußischen Schulverwaltung. Sein Vater wurde 1936 nach Köslin in Pommern versetzt. Petersohn verbrachte dort seine Kindheit und die ersten Schuljahre. Die Kreisstadt in der Nähe der Ostsee war über mehrere Jahrhunderte Residenzort der Bischöfe von Kammin gewesen und hinterließ bleibenden Eindruck auf Petersohns Wahrnehmung der Welt.[1] Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte er ab 1946 in Coburg. Dort hatte die Familie Aufnahme bei Verwandten gefunden. Er legte 1954 das Abitur am Gymnasium Ernestinum Coburg ab. Von 1954 bis 1960 studierte er Geschichte, Germanistik und Philosophie an den Universitäten Würzburg, Marburg (bei Heinrich Büttner) und Bonn (bei Helmut Beumann). Ab Sommersemester 1955 erhielt er ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Bei Walter Hubatsch wurde er 1959 an der Universität Bonn promoviert mit der frühneuzeitlichen Arbeit Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg-Ansbach und Bayreuth als Herzog in Preußen 1578–1603.[2] Die erste Staatsprüfung für das höhere Lehramt in den Fächern Deutsch und Geschichte legte er 1960 ab.

Von 1961 bis 1964 war Petersohn Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Von 1964 bis 1970 war Petersohn wissenschaftlicher Assistent am Historischen Seminar der Universität Würzburg. Dabei wurde Otto Meyer als akademischer Lehrer prägend. Durch ihn konzentrierte er sich auch fortan in seinen Forschungen auf das Mittelalter. Im Jahre 1970 wurde er in Würzburg für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften mit der Studie Sakralstruktur und Kultgeschichte des südlichen Ostseeraums habilitiert. Von 1970 bis 1972 war er Oberassistent am Institut für Geschichte der Universität Würzburg. Seine akademische Laufbahn verlief eher schleppend. An der Universität Tübingen nahm er von 1971 bis 1973 eine dreisemestrige Vertretung für den von Horst Fuhrmann geräumten Lehrstuhl wahr. In Würzburg lehrte er ab 1975 als außerplanmäßiger und ab 1978 als außerordentlicher Professor.

Im Alter von 46 Jahren wurde er 1981 als Nachfolger von Helmut Beumann Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Universität Marburg. Dort war er 1985/86 und 1993/94 Dekan des Fachbereichs Geschichtswissenschaften. Als akademischer Lehrer betreute er 16 Dissertationen und die Habilitationen von Matthias Thumser und Irmgard Fees. Ab 1983 war Petersohn Mitglied und von 1998 bis 2001 Vorsitzender des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte. Für den Konstanzer Arbeitskreis initiierte er im Herbst 1990 und im Frühjahr 1991 Tagungen auf der Insel Reichenau zum Thema Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter. Der Sammelband dazu wurde 1994 von ihm als 42. Band der Vorträge und Forschungen herausgegeben. Zum 50-jährigen Jubiläum des Konstanzer Arbeitskreises im Jahr 2001 gab er die bio-bibliographische Dokumentation der Mitglieder und ihres Werkes sowie den Tagungsband Mediaevalia Augiensia. Forschungen zur Geschichte des Mittelalters heraus.

Petersohn war Mitglied der Historischen Kommission für Pommern (1959), der Gesellschaft für fränkische Geschichte (1968), des Johann Gottfried Herder-Forschungsrats (1973) und der Historischen Kommission für Hessen (1985). Petersohn wurde 1991 korrespondierendes und 1998 ordentliches Mitglied der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität zu Frankfurt am Main. Im Jahr 1976 wurde ihm die Ehrengabe zum Georg-Dehio-Kulturpreis und 1988 der Pommersche Kulturpreis verliehen. Zum 65. Geburtstag wurde ihm eine Festschrift gewidmet. Der Sammelband behandelt vor allem Probleme des Kaiser- und Papsttums, die Geschichte Roms, die Literatur des Quattrocento und die Verfassungs- und Rechtsgeschichte.[3]

Im Jahr 2000 wurde er an der Universität Marburg emeritiert. Nach seiner Emeritierung legte er noch sieben selbständige Publikationen vor. Mit Würzburg blieb Petersohn nicht nur durch seine Biographie, sondern auch in seinen Forschungen eng verbunden. Kurz nach seiner Emeritierung kehrte er nach Würzburg zurück. Zum 150-jährigen Bestehen des Würzburger „Historischen Seminars“ sprach er 2007 über „Franz Xaver Wegele als Organisator des Würzburger Geschichtsstudiums im 19. Jahrhundert“.[4] Er veröffentlichte 2008 seine grundlegende Darstellung über Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung. Sein letzter Aufsatz wurde 2016 in den Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung veröffentlicht und behandelte Franz Xaver Wegele und die Berufung des Kärntners Matthias Lexer an die Universität Würzburg (1868/1869).[5] Er starb am 20. Juli 2017 im Alter von 82 Jahren in seinem Zuhause in Würzburg. Er war verheiratet und hatte drei Kinder.

ForschungsschwerpunkteBearbeiten

Schwerpunkte von Petersohns Forschungen waren die politische Ideen-, Bildungs- und Kirchengeschichte, Rom und das Kaisertum im Hochmittelalter, die Landesgeschichte Frankens und Nordostdeutschlands, der Humanismus, die Missionierung Pommerns, die Geschichte der Heiligsprechungen und ihrer Instrumentalisierung durch die Kaiser und die konziliare Bewegung im 15. Jahrhundert. Petersohns Arbeiten umspannten thematisch ein weites Feld und erstreckten sich von der northumbrischen Unziale des 8. Jahrhunderts[6] bis zur Geschichte des preußischen Ständewesens im 16. und beginnenden 17. Jahrhundert und zur Mittelalterforschung des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Ergebnisse sind in achtzehn Monographien und über einhundert Aufsätzen veröffentlicht. Seine wissenschaftlichen Anfänge lagen auf dem Gebiet der frühneuzeitlichen Geschichte. In den Jahren 1957 bis 1963 verfasste Petersohn etwa ein Dutzend Aufsätze vor allem zur preußischen Geschichte der frühen Neuzeit. Die beiden ersten Aufsätze wurden noch zu Studienzeiten verfasst.[7] Durch einen halbjährigen Forschungsaufenthalt in Rom (1960/61) konzentrierten sich seine Forschungen zunehmend auf das Mittelalter.

LandesgeschichteBearbeiten

Nordostdeutsche Landesgeschichte, insbesondere PommernBearbeiten

Seit den frühen Sechzigerjahren widmete er sich der Kirchengeschichte Pommerns im Mittelalter und wandte sich damit jenem Raum zu, in dem er seine Kindheit verbracht hatte. Seine Habilitationsschrift behandelte den südlichen Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Er thematisierte in der Arbeit die Entstehung des obodritischen und des pommerschen Sakralraums und befasste sich mit Mission, Bistumsgründungen und Herausbildung der kirchlichen Strukturen. Die 1979 veröffentlichte Arbeit wurde ein Standardwerk zur pommerschen Geschichte der Missionszeit.[8] Petersohn fragte nach der Entstehung einer kirchlichen Organisation. Anschließend geht es um die Träger der Mission und schließlich um den „rechtlichen und kulturellen Gehalt“, die „äußeren Vorbilder und Muster des kirchlichen Lebens der Frühzeit“.[9] Im Hauptteil der Arbeit untersuchte Petersohn „Struktur und Aufbaukräfte des obodritischen“ und des „pommerschen Sakralraumes im 12. und 13. Jahrhundert“. Unter dem Begriff „Sakralraum“ verstand Petersohn, „daß im südlichen Ostseeraum kirchliche Hoheitsgebiete in mehr oder weniger konsequentem Anschluß an die politisch-gentilen Vorgegebenheiten der spätslavischen Zeit geschaffen wurden.“[10] In Polen wurde die Studie schneller und breiter rezipiert als in der Bundesrepublik.[11] Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Einzelstudien zur Landesgeschichte und Kultgeschichte Pommerns vor allem im 12. Jahrhundert. Anhand der Schriftquellen und archäologischen Befunde verdeutlichte er die Bedeutung der Burg und der städtischen Siedlung Usedom für das Herzogtum Pommern und die Kirche.[12]

Petersohns Forschungen zur Geschichte Pommerns bezogen auch Mecklenburg und Holstein mit ein. Die millenniumsbedingten Rückblicke des Jahres 2000 betrachteten die Politik Ottos III. gegenüber den elb- und ostseeslawischen Stämmen vorrangig als Zuspitzung der Vorgänge, die zum Akt von Gnesen führten. Petersohn versuchte sich in einem 2003 veröffentlichten Aufsatz davon zu lösen. Er richtete den Blick auf Ottos III. Politik zu den slawischen Stammesverbänden an Ostsee, Oder und Elbe im vorausgehenden Jahrzehnt. Dazu analysierte er mit dem sogenannten Mecklenburgzug, dem Privileg für das Bistum Meißen und dem Massaker an den Slavnikiden exemplarisch drei Ereignisse vor allem im Jahre 995 und damit zu Beginn der selbständigen Herrschaft Ottos III.[13]

Ethnogenese und Selbstverständnis Frankens im MittelalterBearbeiten

Er verfasste auch Studien zu Ethnogenese und Selbstverständnis Frankens. Ausgangspunkt für Petersohns Beschäftigung mit der schriftlichen Überlieferung Frankens im frühen und hohen Mittelalter war das Angebot von Andreas Kraus den Beitrag Franz-Josef Schmales Bildung und Wissenschaft, lateinische Literatur, geistige Strömungen im Band Franken/Schwaben von Max Spindlers Handbuch der bayerischen Geschichte aus dem Jahre 1971 für eine Neuausgabe auf den aktuellen Stand zu bringen.[14] Im Jahr 2008 erschien von ihm nach jahrzehntelanger Beschäftigung mit dem Thema Franken eine Darstellung über die Wandlungen des Begriffs Franken von den Karolingern bis zum 16. Jahrhundert.[15] Diese Untersuchung widmete er seinem akademischen Lehrer Otto Meyer. In seiner Untersuchung zog er nicht nur Belege aus der Onomastik, Hagiographie, dem Rechtswesen und anderen Quellen in seine Betrachtung mit ein, sondern verknüpfte sie mit aktuellen ethnogenetischen Fragestellungen nach dem „kulturellen Gedächtnis“ im Sinne von Jan Assmann, „um die Identität und das Profil einer konkreten geschichtlichen Einheit“ konturieren zu können.[16] Petersohn gliederte seine Darstellung in drei große Zeitetappen. Im frühen und hohen Mittelalter bildeten sich Bewusstsein und Vorstellung des Frankennamens heraus (S. 67–135), wobei sich ein eigener Abschnitt sich mit den geschichtlichen Hintergründen (S. 137–166) befasst. Im Spätmittelalter formte sich ein Landesbewusstsein (S. 187–329) aus. Die dritte Phase ist für Petersohn von Identitätsproblemen „beim Aufbruch in die Neuzeit“ bestimmt (S. 331–348). Nach Petersohn begann Franken sein selbständiges Dasein im 10. Jahrhundert. In seinen Konturen ist es seit der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts erkennbar und hatte sich um die Wende des 9. zum 10. Jahrhundert als räumlich-ethnische Einheit gefestigt.[17] Der Mainraum Franken löste sich in der Mitte des 10. Jahrhunderts aus dem Reichsverband und entwickelte sich zu einem eigenständigen ethnischen Gebilde. Die gesamte Darstellung ist stark auf die würzburgische Geschichte ausgerichtet. Das Frankenbewusstsein war nach seiner Darstellung „in Ausprägung und Dichte nicht gleichförmig auf den Raum projiziert, der Franken zum jeweiligen Zeitstatus ausmachte. Eindeutig sind ein – auf Würzburg bezogener – Kernbereich mit früher Anfangsphase, starker Intensität und qualitativ hochentwickeltem Vorstellungsgehalt und eine Reihe weiterer Zonen“.[18] Große Bedeutung maß Petersohn der Kiliansverehrung bei. Würzburg blieb dadurch „auch im Spätmittelalter Zentrum eines eng mit dem Identitätsbewußtsein Frankens verbundenen Heiligenkultes“, dessen Ausstrahlung besaß auch weiterhin eine „gesamtfränkische Funktion“.[19] Die Arbeit gilt als grundlegende Untersuchung zu Begriff und Vorstellung von Franken im Mittelalter und damit zur Bildung der historischen Landschaft Franken. Das Buch war bereits nach kurzer Zeit vergriffen.[20]

Viten und Nachleben Bischof Ottos I. von BambergBearbeiten

Außerdem standen Viten und Nachleben des pommerischen Missionsbischofs Ottos I. von Bamberg im Mittelpunkt. Ihm widmete er 1966 eine erste Spezialstudie.[21] Bereits in den 1960er Jahren hatte Petersohn der Monumenta Germaniae Historica den Plan einer Neuedition der ältesten Lebensbeschreibung des Bischofs Otto von Bamberg, der sogenannten Prüfeninger Vita, unterbreitet.[22] Die zwischen 1966 und 1974 von polnischer Seite erschienenen Textausgaben hat Petersohn einer kritischen Prüfung unterzogen.[23] Eine erste Fassung seiner Ausgabe der Prüfeninger Vita legte er in München Ende 1988 vor. Die Edition konnte 1999 erscheinen.[24] Die im Kloster Prüfening zwischen 1140 und 1146 entstandene älteste Prosavita des Bischofs Otto I. von Bamberg ist einzig in vier Handschriften des im ausgehenden 12. Jahrhundert angelegten Magnum legendarium Austriacum überliefert. Petersohn klärte erstmals die stemmatischen Abhängigkeitsverhältnisse. Kritisch sah Petersohn die früher vermutete Verfasserschaft Wolfgers von Prüfening und eine mögliche Identität des Autors mit dem Verfasser der ebenfalls anonym tradierten Vita Theogeri Mettensis. Er führte die auffällige Anzahl an Varianten der Fassung des Codex Zwetlensis Nr. 24 auf Legasthenie des Schreibers zurück.[25]

Petersohn untersuchte Inhalt und Aufbau dieser ältesten Vita Ottos I. von Bamberg. Er kam zum Ergebnis, dass „sein Verhältnis zu Kaiser und Fürsten und seine Rolle innerhalb der Reichs- und Universalkirche“ in Ottos Vita ausgeblendet werden.[26] In der Vita werden dafür liturgische Regelungen, die Kontemplation, Ottos Organisationsleistungen im monastischen und diözesanen Bereich sowie seine Missionstätigkeit ausführlich beschrieben.[27] Im Jahr 2011 veröffentlichte er noch einen Beitrag zur Überlieferung der Otto-Viten.[28] Seine Absicht, auch die anderen Viten zu editieren, musste er angesichts seines Alters und zunehmender Beschwerden aufgeben.[29]

Der heilige Otto war zugleich Eckpunkt für Studien zu Mission, Kult und Kirche im mittelalterlichen Pommern. Petersohn konnte anhand römischer Dokumente aus dem Vatikan nachweisen, dass der Anfangs mit dem Basler Konzil sympathisierende Bischof Hennig Iwen bereits im Jahr 1447 den Papst anerkennen musste. Im Streit mit Kolberg versuchte er dadurch seine Stellung zu behaupten.[30] Im Jahr 2015 veröffentlichte Petersohn eine Darstellung über die Kamminer Bischöfe, die Adalbert und seine 31 Nachfolger bis 1556 behandelt.[31]

Politik und HeiligenverehrungBearbeiten

Die Forschungen zu den Themenfeldern Heiligenverehrung, Reliquienkult und Patrozinien wurden von Petersohn in weiteren Studien, die über Pommern weit hinausreichten, fortgesetzt. Petersohn veranstaltete im Oktober 1990 und im März 1991 zwei international und interdisziplänär ausgerichtete Tagungen des Konstanzer Arbeitskreises auf der Insel Reichenau zum Thema „Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter“. Die Ergebnisse der Tagung wurden im 42. Band der „Vorträge und Forschungen“ in 17 Aufsätzen dokumentiert.[32] Die Beiträge von Experten aus Deutschland, England, Italien, Polen und Ungarn befassen sich im gesamteuropäischen Zusammenhang mit dem Problem der öffentlichen Heiligenverehrung im Mittelalter. Petersohn selbst befasste sich in einem Beitrag mit Kaisertum und Kultakt in der Stauferzeit.[33] Das Resümee wurde von Petersohn verfasst. Mit Blick auf offene Arbeitsfelder wies er daraufhin, dass zukünftige Forschungen unter anderem eine „Typologie der Stadtpatrone im Mittelalter“ berücksichtigen sollten.[34]

Geschichte Roms und das hochmittelalterliche KaisertumBearbeiten

Petersohn befasste sich jahrzehntelang mit der Geschichte Roms. Seit Anfang der sechziger Jahre hatte er im Deutschen Historischen Institut in Rom gearbeitet und im Vatikanischen Archiv und der Vatikanischen Bibliothek ungedrucktes Quellenmaterial erschlossen. Ab 1974 veröffentlichte er zahlreiche und grundlegende Beiträge über die salische und staufische Epoche zu diesem Thema.[35] Grundlegend wurde seine 1974 veröffentlichte Studie über den Vertrag des Römischen Senats mit Papst Clemens III. (1188).[36]

Im September 1997 wurde ein wissenschaftlicher Kongress auf der Wartburg über den Gegenkönig Heinrich Raspe veranstaltet. Auf der Tagung hielt Petersohn einen Vortrag und befasste sich mit der einzigen erhaltenen Goldbulle dieses Gegenkönigs. Der Vortrag wurde separat abgedruckt.[37]

Petersohn befasste sich mit einem Schreiben der Römer an König Lothar III. vom 18. Mai 1130. Nach dem Tod Honorius III. kam es zu einer schismatischen Wahl aus der mit Innozenz II. und Anaklet II. zwei Päpste hervorgingen. In dem Brief forderten die Römer den König auf, Anaklet II. als rechtmäßigen Papst anzuerkennen. Der Brief hat nicht nur wegen seiner geringen Bedeutung für die Entscheidung der Kirchenspaltung im Reich, sondern auch wegen einer fehlenden Edition geringe Beachtung in der Forschung erfahren. Für Petersohn besaß der Brief als Quelle für die Sozial- und Verfassungsgeschichte der Stadt Rom im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts als auch für das Selbstverständnis der Römer herausragende Bedeutung. Petersohn klärte den Überlieferungsweg und legte eine Edition des Briefes vor. Damit wollte Petersohn die Grundlage für weitere Forschungen schaffen.[38]

Petersohn sprach sich gegen die Hypothese von Johannes Fried aus, nach der Heinrich der Löwe im Jahre 1155, gemeinsam mit Friedrich Barbarossa oder allein, die Bronzefigur der Tuskulaner in Rom kennen lernte und sie somit als Vorbild für den Braunschweiger Löwen in Frage komme.[39] Nach Petersohn gibt es keinerlei Belege oder Indizien für einen Rombesuch des Herzogs, der ihm die Gelegenheit zur Besichtigung der Lupa Capitolina gegeben hätte.[40]

Im Jahr 2009 publizierte er eine Untersuchung über die Rolle Roms für Heinrich V. und die Bedeutung der Herrschaftszeit dieses Saliers für die Entwicklung der kaiserlich-stadtrömischen Beziehungen.[41] Als Summe seiner jahrzehntelangen Forschungsarbeit erschien 2010 die Studie Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit.[42] Gegenstand der Arbeit sind die umfassenden Wechselwirkungen von Romidee und Rompolitik im Ringen von Kaiser, Papst und städtischer Kommune in spätsalischer und staufischer Zeit. Er fragte danach, zu welchem Zeitpunkt es – von gelegentlichen Kontaktnahmen (Kaiserkrönung, Papstein- oder -absetzungen) abgesehen – zu längerfristigen Verbindungen kam, die „beiderseitige Anerkennung und ein Mindestmaß an Vertrauen“ einschlossen und „auf gemeinsamen Interessen [...] beruhten“.[43] Als den Initiator der imperialen Rompolitik sah Petersohn Heinrich V. an. Heinrich habe durch sein „politisches Zusammengehen mit den Vertretern des städtischen Autonomiebestrebens [...] eine Dreierkonstellation römischer Potenzen – Kommune, Kaiser, Papst –“ geschaffen, „deren Interaktionen für die kommenden Jahrzehnte das politische Spiel nachdrücklich bestimmten: Heinrichs Selbstdarstellung als Romkaiser steht im Einklang mit seinen Bemühungen, im Widerspruch zu den Versuchen des gregorianischen Papsttums, die Legitimation des deutschen Herrschers auf das nordalpine regnum Teutonicum zu beschränken, durch die Annahme der Titulatur rex Romanorum und die Durchsetzung des Reichstitels Romanum imperium die römische Qualifikation seines monarchischen Amtes unübersehbar und bleibend zu verankern“.[44] Einen Wandel in der Romidee machte Petersohn unter Konrad III. aus. Die Römer boten dem Staufer die Kaiserkrone aus den Händen der Römer an. Dies war für Petersohn der Anlass, warum zur Zeit Konrads III. „das deutsche Königtum erstmals wieder seit den Tagen Heinrichs V. Rom zum Thema seiner politischen Überlegungen und Planungen“ machte.[45] Die Entwicklung des Kaiser-Rom-Verhältnisses und des Romgedankens war in der Folgezeit durch Abbrüche und Neuansätze bestimmt. Breiten Raum in der Darstellung nimmt mit zwölf Kapiteln die Zeit Friedrich Barbarossa ein. Für ihn haben Romhoheit und Kaiserwürde untrennbar zusammengehört. Für Heinrich VI. sei Rom lediglich „ein Nebenfaktor seiner Interessen“ gewesen.[46]

Basler Konzilsversuch des Andreas Jamometić und die Reaktion von Kaiser und PapstBearbeiten

Seit 1979/80 trug Petersohn mit Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, zunächst in Basel und seinem oberrheinischen Umfeld sowie in Innsbruck, Wien, Venedig und Florenz, Material zu dem kroatischen Erzbischof Andreas Jamometić und seinem Versuch zusammen, 1482 das Basler Konzil wiederzubeleben, sowie zu den Reaktionen darauf von Kaiser und Papst. In späteren Jahren hat er diese Forschungen vor allem in Rom (Biblioteca Vaticana, Segreto Vaticano) und Mailand sowie in zahlreichen kleineren Archiven und Bibliotheken Italiens fortgeführt.[47] In diesem Zusammenhang veröffentlichte er eine Biographie (1985) und eine Quellenedition (1987) über den päpstlichen Diplomaten Angelo Geraldini. Der 1486 verstorbene Geraldini reizte ihn, weil er als Bischof von 1482 bis 1485 das Bistum Kammin verwaltete und ab 1482 im Auftrag von Papst Sixtus IV. in Basel wirkte, um Jamometićs konziliaristische Aktivitäten abzuwehren.[48] Nach Petersohn gehörte Geraldini zwar „nicht zu den Großen seines Jahrhunderts“,[49] doch könne seine Biographie „als Schlüssel zur Erkenntnis eines umfassenderen Gefüges“ dienen. Dass er sich für die Biographie als Darstellungsform entschied, erscheint angesichts der sozioökonomischen Strukturen des aktuellen Wissenschaftsbetriebs der Geschichtswissenschaft als eine ungewöhnliche Wahl.[50] Die Überlieferung für Geraldini ist weit über Europa verteilt und sehr umfangreich. Petersohn wertete für seine Biographie mindestens 24 Archive aus.[51] Dabei hat er erstmals verschiedene ungedruckte Quellen aus italienischen, französischen, schweizerischen, österreichischen und deutschen Archiven erschlossen.[52] Die Arbeit gilt als bedeutender Beitrag zur Geschichte des Konziliarismus, der Universitäten und des Humanismus des 15. Jahrhunderts. In der 1987 veröffentlichten Folgearbeit edierte Petersohn sieben an Papst Sixtus IV. und das Kardinalskollegium gerichtete Dokumente von Angelo Geraldini aus der Zeit vom September 1482 bis Juli 1483, die im Zusammenhang mit der Unterdrückung des Konzilsversuchs des Andreas Jamometić stehen.[53] Schließlich erschien 2004 eine Darstellung Petersohns zu Andreas Jamometić selbst, samt kritischer Edition von 18 bisher ungedruckten Quellen aus den Jahren 1479 bis 1484.[54] Sie gilt als wichtige Vorarbeit für eine Biographie des kaiserlichen Diplomaten, der vor allem durch den gescheiterten Basler Konzilsversuch 1482 bekannt wurde.[55] Petersohn behandelte unter vorwiegend diplomatiegeschichtlichen Aspekten einen „biographischen Teilabschnitt einer umstrittenen Persönlichkeit aus dem letzten Drittel des 15. Jahrhunderts“.[56]

Nach zahlreichen Aufsätzen veröffentlichte er 2015 die Monographie Reichsrecht versus Kirchenrecht.[57] Im Zentrum der Arbeit steht der Streit zwischen Papst Sixtus IV. und Kaiser Friedrich III. darüber, wer von ihnen für das Strafgericht über den Initiator des Basler Konzilsversuchs zuständig ist. Ein Auslieferungsersuchen von Sixtus IV. führte zum „letzten großen Kaiser-Papst-Streit des Mittelalters“.[58] Die Kontroverse blieb den Zeitgenossen und der modernen Forschung weitgehend verborgen, da sie abseits der Öffentlichkeit geführt wurde und „die Routinebeziehungen beider Institutionen ungestört weiter liefen“.[59] Im Frühjahr 1484 zeigte Sixtus Bereitschaft für einen „Verzicht auf die Auslieferung und das Zugeständnis einer Prozeßführung durch päpstliche Vertreter in Basel“.[60] Durch den Tod des Papstes und den kurz darauf begangenen Selbstmord Jamometićs wurde der Streit allerdings noch im selben Jahr gegenstandslos. Der Konflikt ist für das Bild der Geschichtsschreibung von Friedrich III. bedeutsam, der lange Zeit als „Erzschlafmütze des Reichs“ galt.[61] Nach Petersohns Forschungen war „Friedrich III. [...] der erste – und zugleich der einzige! – deutsche Herrscher, der die Überstellung eines geistlichen Delinquenten an die Papstgewalt begründet und erfolgreich verweigerte“.[62] Die Analyse des Papst-Kaiser-Streits um den Basler Konzilsdelinquenten zeigt, dass „Friedrich nicht nur entschlossen, sondern durchaus in der Lage war, sein monarchisches Selbstverständnis in einer aufs äußerste zugespitzten Hoheitsauseinandersetzung auch gegenüber der Papstgewalt politisch zu behaupten“.[63] „Sichtbar wird nunmehr [...] das Bild eines Menschen mit einer wenngleich schwer zugänglichen, so doch individuellen und differenzierten Seelenlage, geprägt durch Wunden und Verletzungen ebenso wie durch den zähen Willen zu unbedingter Selbstbehauptung.“[64] Jörg Schwarz (2017) zufolge handelt es sich um „die derzeit beste Charakteristik Kaiser Friedrichs III.“[65] Im zweiten Teil der Arbeit legte Petersohn eine Edition von 66 bislang ungedruckten Schriftstücken aus dem Zeitraum vom 4. Mai 1482 bis zum 9. Juli 1484 zu dem geschilderten Konflikt vor.[66]

Barbarossas HerrschaftspolitikBearbeiten

Ein weiterer Schwerpunkt war die Herrschaftspolitik Friedrich Barbarossas in Deutschland und Italien. Die Schwierigkeiten der Mittelalterforschung, den persönlichen Anteil des Kaisers am politischen Geschehen auszumachen, versuchte Petersohn 1992 mit einem Definitionsvorschlag zu begegnen. Friedrich Barbarossa wird von ihm als „Chiffre“ aufgefasst und damit als Abkürzung „für die Ursache aller politischen Äußerungen, Maßnahmen und Zielsetzungen“ verstanden, „die die Quellen mit seinem Namen verbinden“.[67]

Königsinsignien und HerrscherzeremoniellBearbeiten

Bei umstrittenen Königskrönungen (1198 oder 1314) waren nach Petersohns Auswertung der Quellen nicht die Krönungsinsignien, wie die Reichskrone, sondern der richtige Krönungsort und der rechte Konsekrator entscheidend.[68] Der Besitz der Reichsinsignien und Reichsreliquien bot nach Petersohn allerdings „eine Herrschaftslegitimation eigener Art“. Sie symbolisierten ihrem Inhaber einen allgemeinem Anspruch auf das regnum und bekräftigten das Recht auf Ausübung der Königsherrschaft im Reich.[69] Über die Reichsinsignien und deren Bedeutung im mittelalterlichen Reich legte er weitere Abhandlungen vor.[70]

Geschichte der MittelalterforschungBearbeiten

Außerdem befasste er sich mit der Mittelalterforschung im 19. und 20. Jahrhundert.[71] Auf breiter Materialgrundlage untersuchte er anhand von zwanzig Fachvertretern die Wirkungen und Folgen der Emigration jüdischer oder politisch missliebiger Mediävisten vor der NS-Herrschaft nach dem Jahre 1933 auf den Feldern der Geschichtswissenschaft im eigentlichen Sinn, der Rechtsgeschichte und der Humanismusforschung. In Deutschland und Österreich haben sich nach 1933 verfassungs- und sozialgeschichtliche Fragestellungen durchgesetzt. Im akademischen Exil haben diese Mediävisten mit ihrer vorwiegend geistes- und ideengeschichtlichen Ausrichtung in Verbindung mit kirchen- und theologiegeschichtlichen Fragestellungen zahlreiche zukunftsweisende Forschungsansätze und methodische Innovationen etabliert. Auch nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft haben diese Neuerungen nur begrenzten Einfluss in Deutschland gehabt. Ihren Höhepunkt habe die geistes- und ideengeschichtliche Mittelalterforschung der deutschsprachigen Mediävistik des 20. Jahrhunderts daher nicht in der Heimat, sondern im anglo-amerikanischen Exil erlebt. Die Folgen dieser Entwicklung seien bis in die Gegenwart spürbar.[72]

Petersohn befasste sich mit einem Schreiben Otto Meyers vom 2. Oktober 1938 an Edmund Ernst Stengel, den damaligen Präsidenten der Monumenta Germaniae Historica. Gegenstand des Briefes ist Meyers Erstentwurf seines Nachrufes auf Ulrich Stutz (gestorben am 6. Juli 1938). Meyer hatte dort auf eine antisemitische Kritik Paul Kehrs an Harry Bresslau 1935 Bezug genommen und die unternommene Ehrenrettung für Bresslau gegenüber Kehr als einen für die Gesinnung des Verstorbenen typischen Charakterzug herausgestellt.[73] In dem von Meyer veröffentlichten Nachruf im Deutschen Archiv fehlte diese Passage.[74]

Memoria und fürstliches Selbstverständnis im HochmittelalterBearbeiten

Weitere Forschungen betrafen Memoria und fürstliches Selbstverständnis im Hochmittelalter. Petersohn widmete sich der bisher in der Forschung nicht behandelten Memoria des pommerschen Adelsgeschlechts der Greifen im 12. und beginnenden 13. Jahrhundert.[75] In einem 1992 veröffentlichten Beitrag datierte er die Nekrolognotizen im Codex 5 der Aschaffenburger Hofbibliothek auf frühestens 1297. Für ihn waren diese Nekrolognotizen Zeugnisse des persönlichen Gebetsgedenkens, die Gertrud von Altenberg ihrer Mutter, der heiligen Elisabeth von Thüringen, widmete.[76] In einem weiteren Aufsatz widmete er sich der Frage nach Individualität und Selbstverständnis des 1131 zur thüringischen Landgrafenwürde aufgestiegenen Adelsgeschlechts der Ludowinger anhand von vier Punkten: Formierung und territoriale Verwurzelung, Selbstverständnis nach dem Erwerb der Landgrafenwürde, Traditionslinien und Traditionsbrüche sowie genutzte und vertane Chancen für das dynastische Selbstverständnis.[77] Petersohn arbeitete einen Traditionsbruch des ludowingischen Selbstverständnisses bei Hermann I. (1190–1217) heraus, der sich beispielsweise in der Wahl seines Begräbnisortes und damit in der Gestaltung seiner Memoria zeigte.[78] In der Gestaltung seines Seelengedenkens brach der letzte Ludowinger Heinrich Raspe noch stärker mit der Tradition des Geschlechtes als sein Vater Hermann.[79] Das Gedenken der heiligen Elisabeth wirkte nicht integrierend für das Identitätsbewusstsein der Ludowinger. Von seiten der Landgrafen ist für Elisabeth weder eine Altarweihe noch eine Kirchenstiftung überliefert.[80] In einer weiteren Studie untersuchte er die Schrift De ortu principum Thuringie und kam zum Ergebnis, dass es sich um eine eigenständige Schrift handelt, deren Ziel es war, den Weg der Ludowinger zur Landgrafenwürde aufzuzeigen. Verfasst wurde die Darstellung vermutlich um 1180 von einem Reinhardsbrunner Mönch.[81]

Schriften (Auswahl)Bearbeiten

Ein Schriftenverzeichnis erschien in: Matthias Thumser (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Mittelalters. Jürgen Petersohn zum 65. Geburtstag. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1448-4, S. 415–423.

Monographien

  • Fürstenmacht und Ständetum in Preußen während der Regierung Herzog Georg Friedrichs. 1578–1603 (= Marburger Ostforschungen. Bd. 20, ISSN 0542-6537). Holzner, Würzburg 1963.
  • Das Breviarium Caminense der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts in der ehemaligen Preußischen Staatsbibliothek. Ms. theol. lat. 208 der Westdeutschen Bibliothek in Marburg (= Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Pommern. Reihe 5: Forschungen zur Pommerschen Geschichte. H. 3, ISSN 0440-9582). Böhlau, Köln u. a. 1963.
  • Der südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Mission, Kirchenorganisation, Kultpolitik (= Ostmitteleuropa in Vergangenheit und Gegenwart. Bd. 17). Böhlau, Köln u. a. 1979, ISBN 3-412-04577-2 (Zugleich: Würzburg, Universität, Habilitations-Schrift, 1970: Sakralstruktur und Kultgeschichte des südlichen Ostseeraumes von den Anfängen der Slavenmission bis zum Abschluß der deutschen Kolonisation (10.–13. Jahrhundert).).
  • Ein Diplomat des Quattrocento. Angelo Geraldini (1422–1486) (= Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Rom. Bd. 62). Niemeyer, Tübingen 1985, ISBN 3-484-82062-4.
  • Rom und der Reichstitel „Sacrum Romanum Imperium“ (= Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bd. 32, 4). Steiner, Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06562-8 (online).
  • Heinrich Raspe und die Apostelhäupter oder: Die Kosten der Rompolitik Kaiser Friedrichs II. (= Sitzungsberichte der Wissenschaftlichen Gesellschaft an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main. Bd. 40, 3). Steiner, Stuttgart 2002, ISBN 3-515-08211-5.
  • Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung (= Konstanzer Arbeitskreis für Mittelalterliche Geschichte. Vorträge und Forschungen. Sonderbd. 51). Thorbecke, Ostfildern 2008, ISBN 978-3-7995-6761-9 (online).
  • Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II. (= Monumenta Germaniae Historica. Schriften. Bd. 62). Hahn, Hannover 2010, ISBN 978-3-7752-5762-6.
  • Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484 (= Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Bd. 35). Böhlau, Köln u. a. 2015, ISBN 978-3-412-22375-5 (online).

Editionen

  • Die Prüfeninger Vita Bischof Ottos I. von Bamberg nach der Fassung des Großen Österreichischen Legendars (= Monumenta Germaniae Historica. Scriptores. 7 = Scriptores rerum Germanicarum in usum scholarum separatim editi. Bd. 71). Hahn, Hannover 1999, ISBN 3-7752-5471-4.
  • Diplomatische Berichte und Denkschriften des päpstlichen Legaten Angelo Geraldini aus der Zeit seiner Basel-Legation (1482–1483) (= Historische Forschungen. Bd. 14.). Steiner, Stuttgart 1987, ISBN 3-515-05026-4.

Herausgeberschaften

  • Diplomatische Berichte und Denkschriften des päpstlichen Legaten Angelo Geraldini aus der Zeit seiner Basel-Legation (1482–1483) (= Historische Forschungen. Bd. 14). Steiner-Verlag, Wiesbaden, Stuttgart 1987, ISBN 3-515-05026-4.
  • Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Bd. 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5.

LiteraturBearbeiten

  • Holger Berwinkel: In memoriam Jürgen Petersohn (1935–2017). In: Baltische Studien 103 (2017), S. 7–10.
  • Oliver Jungen: Held der Knochenarbeit. Kosmos Mittelalter: Der Historiker Jürgen Petersohn wird siebzig. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8. April 2005, Nr. 81, S. 36.
  • Jürgen Petersohn. In: Jürgen Petersohn (Hrsg.): Der Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Die Mitglieder und ihr Werk. Eine bio-bibliographische Dokumentation (= Veröffentlichungen des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte aus Anlass seines fünfzigjährigen Bestehens 1951–2001. Band 2). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-6906-5, S. 333–340 (online).
  • Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. Bd. 73 (2017), S. 747–750.
  • Roderich Schmidt: Laudatio auf Professor Dr. Jürgen Petersohn. In: Pommern. Kunst – Geschichte – Volkstum 26 (1988), S. 1–4.
  • Jörg Schwarz, Matthias Thumser, Franz Fuchs (Hrsg.): Kirche und Frömmigkeit – Italien und Rom. Colloquium zum 75. Geburtstag von Professor Dr. Jürgen Petersohn. Würzburg 2012, ISBN 978-3-923959-84-6 (Volltext online).
  • Jörg Schwarz: Nach Rom gelangt' er so. Über Bamberg und Basel: Zum Tode des Mittelalterhistorikers Jürgen Petersohn. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Juli 2017, Nr. 172, S. 12.
  • Matthias Thumser (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Mittelalters. Jürgen Petersohn zum 65. Geburtstag. Theiss, Stuttgart 2000, ISBN 3-8062-1448-4.
  • Matthias Thumser: Jürgen Petersohn (* 8. April 1935, † 20. Juli 2017). In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 153 (2017), S. 491–494.

WeblinksBearbeiten

AnmerkungenBearbeiten

  1. Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 73 (2017), S. 747–750, hier: S. 747.
  2. Vgl. dazu die Besprechung von Heinz Quirin in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 100 (1964), S. 664–667 (online).
  3. Matthias Thumser (Hrsg.): Studien zur Geschichte des Mittelalters. Jürgen Petersohn zum 65. Geburtstag. Stuttgart 2000.
  4. Jürgen Petersohn: Franz Xaver Wegele als Organisator des Würzburger Geschichtsstudiums im 19. Jahrhundert. In: Helmut Flachenecker, Franz Fuchs (Hrsg.): Anfänge der geschichtlichen Forschung an der Universität Würzburg. 150 Jahre Historisches Institut. Regensburg 2010, S. 82–107.
  5. Jürgen Petersohn: Geschichtswissenschaft engagiert sich für Germanistik. Franz Xaver Wegele und die Berufung des Kärntners Matthias Lexer an die Universität Würzburg (1868/1869). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 124 (2016), S. 430–435.
  6. Jürgen Petersohn: Neue Bedafragmente in northumbrischer Unciale saec. VIII In: Scriptorium 20 (1966), S. 215–247.
  7. Jürgen Petersohn: Albrecht von Preussen und Ottheinrich von der Pfalz. Ein vergleichender Beitrag zur deutschen Fürstenkultur und Bibliotheksgeschichte der Renaissance. In: Archiv für Kulturgeschichte 39 (1957) S. 323–360; Jürgen Petersohn: Stralsund als schwedische Festung. In: Baltische Studien N. F. 45 (1958), S. 95–124.
  8. Jürgen Petersohn: Der südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Mission, Kirchenorganisation, Kultpolitik. Köln u. a. 1979. Vgl. dazu die Besprechungen von Dietmar Willoweit in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 68 (1982), S. 499–502; Klaus Conrad in: Zeitschrift für Historische Forschung 9 (1982), S. 224–226; Hartmut Boockmann in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 36 (1980), S. 634 (online); Erich Hoffmann in: Zeitschrift für Ostforschung 32 (1983), S. 419–421 (online); Felix Escher in: Jahrbuch für die Geschichte Mittel- und Ostdeutschlands 29 (1980), S. 174–176; Bernhart Jähnig: Der obodritische Sakralraum. Bericht über das neue Buch von Jürgen Petersohn. In: Ders. (Hrsg.): Beiträge zur mecklenburgischen Kirchengeschichte. Köln u. a. 1983, S. 15–23; Jürgen Reetz: Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte 68 (1982), S. 200–201 (online); Bernhart Jähnig in: Blätter für deutsche Landesgeschichte 124 (1998), S. 762–765 (online).
  9. Jürgen Petersohn: Der südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Mission, Kirchenorganisation, Kultpolitik. Köln u. a. 1979, S. 6.
  10. Jürgen Petersohn: Der südliche Ostseeraum im kirchlich-politischen Kräftespiel des Reichs, Polens und Dänemarks vom 10. bis 13. Jahrhundert. Mission, Kirchenorganisation, Kultpolitik. Köln u. a. 1979, S. 7.
  11. Holger Berwinkel: In memoriam Jürgen Petersohn (1935–2017). In: Baltische Studien 103 (2017), S. 7–10, hier: S. 8.
  12. Jürgen Petersohn: Usedom im frühpommerschen Herzogsstaat. In: Roderich Schmidt (Hrsg.): Tausend Jahre pommersche Geschichte. Köln u. a. 1999, S. 27–65.
  13. Jürgen Petersohn: König Otto III. und die Slawen an Ostsee, Oder und Elbe um das Jahr 995. Mecklenburgzug – Slavnikidenmassaker – Meißenprivileg. In: Frühmittelalterliche Studien 37 (2003), S. 99–139 (online).
  14. Jürgen Petersohn: Bildung und Buchwesen, lateinische Literatur und Wissenschaft. In: Handbuch der bayerischen Geschichte, begründet von Max Spindler, neu herausgegeben von Andreas Kraus, Bd. 3, 1: Geschichte Frankens bis zum Ausgang des 18. Jahrhunderts. München 1997, S. 331–369.
  15. Jürgen Petersohn: Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung. Ostfildern 2008. Vgl. dazu die Besprechungen von Gerhard Köbler in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Germanistische Abteilung 126 (2009), S. 478–480; Karl Borchardt in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 66 (2010), S. 372–374 (online); Dieter Weiß in: sehepunkte 9 (2009), Nr. 2 [15. Februar 2009], (online); Rainer S. Elkar in: Jahrbuch für Regionalgeschichte 28 (2010), S. 142–144..
  16. Jürgen Petersohn: Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung. Ostfildern 2008, S. 58 (online).
  17. Jürgen Petersohn: Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung. Ostfildern 2008, S. 163 (online).
  18. Jürgen Petersohn: Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung. Ostfildern 2008, S. 119 (online).
  19. Jürgen Petersohn: Franken im Mittelalter. Identität und Profil im Spiegel von Bewußtsein und Vorstellung. Ostfildern 2008, S. 253 (online).
  20. Rainer S. Elkar in: Jahrbuch für Regionalgeschichte 28 (2010), S. 142–144, hier: S. 143.
  21. Jürgen Petersohn: Apostolus Pomeranorum. Studien zur Geschichte und Bedeutung des Apostelepithetons Bischof Otto I. von Bamberg. In: Historisches Jahrbuch 86 (1966) S. 257–294.
  22. Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 73 (2017), S. 747–750, hier: S. 749.
  23. Jürgen Petersohn: Bemerkungen zu einer neuen Ausgabe der Viten Ottos von Bamberg. 1. Prüfeninger Vita und Ebo. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 27 (1971) S. 175–194 (online); Jürgen Petersohn: Probleme der Otto-Viten und ihrer Interpretation. Bemerkungen im Anschluß an eine Neuerscheinung. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 27 (1971) S. 314–372 (online); Jürgen Petersohn: Bemerkungen zu einer neuen Ausgabe der Viten Ottos von Bamberg. 2. Herbords Dialog. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 33 (1977) S. 546–559 (online).
  24. Jürgen Petersohn: Die Prüfeninger Vita Bischof Ottos I. von Bamberg nach der Fassung des Großen Österreichischen Legendars. Hannover 1999. Vgl. dazu die Besprechungen von Joseph Van der Straeten in Analecta Bollandiana 119 (2001), S. 179–180; Swen Holger Brunsch in: Studi medievali 42 (2001), S. 495–496; Philippe Depreux in: Le Moyen Âge 108 (2002), S. 435; Monique Goullet in: Francia 28 (2001), S. 335–336 (online); Máximo Diago Hernando in: Anuario de Estudios Medievales 32 (2002), S. 569; Benoît-Michel Tock in: Scriptorium 54 (2000), S. 103; Rosamond McKitterick in: Journal of Ecclesiastical History 54 (2003), S. 536; Friedrich Prinz in: Zeitschrift für Kirchengeschichte 106 (1995), S. 242–243.
  25. Jürgen Petersohn: Legasthenie als Ursache von Textvarianten? Beobachtungen an der Überlieferung der Prüfeninger Otto-Vita. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 52 (1996), S. 585–597 (online).
  26. Jürgen Petersohn: Spirituelle Dimensionen der Prüfeninger Vita Bischof Ottos I. von Bamberg. In: Andreas Bihrer, Elisabeth Stein (Hrsg.): Nova de Veteribus. Mittel- und neulateinische Studien für Paul Gerhard Schmidt. Leipzig 2004, S. 453–462, hier: S. 455 (online).
  27. Jürgen Petersohn: Spirituelle Dimensionen der Prüfeninger Vita Bischof Ottos I. von Bamberg. In: Andreas Bihrer, Elisabeth Stein (Hrsg.): Nova de Veteribus. Mittel- und neulateinische Studien für Paul Gerhard Schmidt. Leipzig 2004, S. 453–462, hier: S. 456–459 (online).
  28. Jürgen Petersohn: Fragmente einer unbekannten Fassung der Ottoviten-Kompilationen des Michelsberger Abtes Andreas Lang. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 67 (2011), S. 593–607 (online).
  29. Rudolf Schieffer: Nachruf Jürgen Petersohn. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 73 (2017), S. 747–750, hier: S. 750.
  30. Jürgen Petersohn: Bischof, Konzil und Stiftsstadt. Die Bischöfe von Kammin und die Hansestadt Kolberg im Obedienzkampf zwischen Basel und Rom. Mit Quellenbeilagen. In: Johannes Helmrath, Heribert Müller (Hrsg.): Studien zum 15. Jahrhundert. Festschrift für Erich Meuthen. Bd. 1, München 1994, S. 255–268. Vgl. dazu die Besprechung von Franz Fuchs in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 50 (1994), S. 147–177 (online).
  31. Jürgen Petersohn: Die Kamminer Bischöfe des Mittelalters. Amtsbiographien und Bistumsstrukturen vom 12. bis 16. Jahrhundert. Schwerin 2015. Vgl. dazu die Besprechungen von Bengt Büttner in: Baltische Studien. Pommersche Jahrbücher für Landesgeschichte NF 103 (2017), S. 200–201 (online); Klaus Guth in: Bericht des Historischen Vereins Bamberg 152 (2016), S. 331–332.
  32. Vgl. dazu die Besprechungen von Máximo Diago Hernando in: Anuario de Estudios Medievales 26 (1996), S. 1094–1096; Immo Eberl in: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte 47 (1997), S. 822–823 (online); Pierre-Marie Gy in: Revue des sciences philosophiques et théologiques 79 (1995), S. 303–304; Andreas Sohn in: Historische Zeitschrift 264 (1997), S. 459–461; Friedrich Prinz: Macht der Heiligen, Heiligkeit der Mächtigen. Reiche Früchte der Arbeit über Herrschaft und Kult, Staat und Kirche im Mittelalter. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7. September 1994, Nr. 208, S. 37; Francesco Panarelli in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 51 (1991), S. 284–285 (online); Wilhelm Kurze in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 75 (1995), S. 639–640 (online); Ingrid Baumgärtner in: Early Medieval Europe 5 (1996), S. 111–113; Josef Riedmann in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 104 (1994), S. 150–151; Thomas Head in: Journal of Ecclesiastical History 48 (1997), S. 139–143.
  33. Jürgen Petersohn: Kaisertum und Kultakt in der Stauferzeit. In: Ders. (Hrsg.): Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter. Sigmaringen 1994, S. 101–146 (online).
  34. Jürgen Petersohn: Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter. Ergebnisse und Desiderate. In: Ders.: (Hrsg.): Politik und Heiligenverehrung im Hochmittelalter. Sigmaringen 1994, S. 597–609, hier: S. 609 (online).
  35. Jürgen Petersohn: Kaiserliche Skriniare in Rom bis zum Jahre 1200. In: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 75 (1995), S. 1–31 (online); Jürgen Petersohn: Capitolium conscendimus. Kaiser Heinrich V. und Rom. Stuttgart 2009; Jürgen Petersohn: Der Brief der Römer an König Lothar III. vom Jahre 1130. Überlieferung – Text – Absenderschaft. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 50 (1994), S. 461–507.
  36. Jürgen Petersohn: Der Vertrag des Römischen Senats mit Papst Clemens III. (1188) und das Pactum Friedrich Barbarossas mit den Römern (1167). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 82 (1974), S. 289–337.
  37. Jürgen Petersohn: Heinrich Raspe und die Apostelhäupter oder: Die Kosten der Rompolitik Kaiser Friedrichs II. Stuttgart 2002 (online). Vgl. dazu die Besprechungen von Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 59 (2003), S. 721; Ralf Lützelschwab in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 83 (2003), S. 540 (online).
  38. Jürgen Petersohn: Der Brief der Römer an König Lothar III. vom Jahre 1130. Überlieferung – Text – Absenderschaft. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 50 (1994), S. 461–507 (online).
  39. Johannes Fried: Die Rückkehr der Wölfin. Hypothesen zur Lupa Capitolina im Mittelalter. In: Johannes Fried, Edilberto Formigli, Maria Radnoti-Alföldi: Die römische Wölfin. Ein antikes Monument stürzt von seinem Sockel. Stuttgart 2011, S. 107–137, hier: S. 130.
  40. Jürgen Petersohn: Tusculum – Rom – Braunschweig. Wegmarken der Entstehungsgeschichte der Lupa Capitolina? In: Frühmittelalterliche Studien 47 (2013), S. 143–148.
  41. Jürgen Petersohn: Capitolium conscendimus. Kaiser Heinrich V. und Rom. Stuttgart 2009. Vgl. dazu die Besprechung von Rudolf Schieffer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 65 (2009), S. 749 (online).
  42. Vgl. dazu die Besprechungen von Wolfgang Christian Schneider in: Historische Zeitschrift 294 (2012), S. 488–490; Romedio Schmitz-Esser in: H-Soz-Kult, 30. März 2011, online; Ferdinand Opll in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 121 (2013), S. 239–240 (online); Jochen Johrendt in: sehepunkte 11 (2011), Nr. 11 [15. November 2011], (online); Benoît Grévin in: Francia-Recensio 2011/2 (online); Jonathan R. Lyon in Speculum 86 (2011), S. 1111–1112; Kristjan Toomaspoeg in: Rivista di Storia della Chiesa in Italia 66 (2012), S. 215–218; Sylvain Gouguenheim in: Le Moyen Âge 118 (2012), S. 191–192; Hubert Houben in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 93 (2013), S. 472 (online).
  43. Jürgen Petersohn: Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II. Hannover 2010, S. 8.
  44. Jürgen Petersohn: Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II. Hannover 2010, S. 387.
  45. Jürgen Petersohn: Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II. Hannover 2010, S. 110.
  46. Jürgen Petersohn: Kaisertum und Rom in spätsalischer und staufischer Zeit. Romidee und Rompolitik von Heinrich V. bis Friedrich II. Hannover 2010, S. 350.
  47. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 7 (online).
  48. Rudolf Schieffer: Nachruf auf Prof. Dr. Jürgen Petersohn, vorgetragen auf der Reichenau am 10. Oktober 2017.
  49. Jürgen Petersohn: Ein Diplomat des Quattrocento. Angelo Geraldini (1422–1486). Tübingen 1985, S. XIII.
  50. Matthias Thumser: Jürgen Petersohn (* 8. April 1935, † 20. Juli 2017). In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 153 (2017), S. 491–494, hier: S. 492.
  51. Jürgen Petersohn: Ein Diplomat des Quattrocento. Angelo Geraldini (1422–1486). Tübingen 1985, S. 341–344. Vgl. zu der Biographie die Besprechungen von Burkhard Roberg in: Historische Zeitschrift 253 (1991), S. 184–186; Erich Meuthen in: Historisches Jahrbuch 108 (1988), S. 275–277; Jill Kraye in: Bibliothèque d'Humanisme et Renaissance 50 (1988), S. 796–798.
  52. Peter Herde: Nachruf auf Jürgen Petersohn 8. April 1935 – 20. Juli 2017. Wissenschaftliche Gesellschaft an der Universität Frankfurt.
  53. Vgl. dazu die Besprechungen von Claudia Märtl in: Historische Zeitschrift 247 (1988), S. 411; Werner Maleczek in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 45 (1989), S. 227–228 (online).
  54. Vgl. dazu die Besprechungen von Thomas Michael Krüger in: sehepunkte 5 (2005), Nr. 5 [15. Mai 2005], online; Thomas Wünsch in Annuarium Historiae Conciliorum 36 (2004), S. 254–255; Pablo Ubierna in: Patristica et Mediaevalia 26 (2005), S. 128–129; Simona Iaria in: Rivista di Storia della Chiesa in Italia 62 (2008), S. 280; D. S. Chambers in: The English Historical Review 120 (2005), S. 824–825; Ivan Hlaváček in: Český časopis historický 102 (2004), S. 872; Alberto Bartòla in: Studi Medievali 49 (2008), S. 487–490; Christiane Schuchard in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 85 (2005), S. 682–683 (online); Götz-Rüdiger Tewes in: Historische Zeitschrift 284 (2007), S. 183–184; Paolo Cherubini in: Rivista di Storia della Chiesa in Italia 60 (2006), S. 188–193.
  55. Christiane Schuchard in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 85 (2005), S. 682–683 (online).
  56. Jürgen Petersohn: Kaiserlicher Gesandter und Kurienbischof. Andreas Jamometić am Hof Papst Sixtus' IV. (1478–1481). Aufschlüsse aus neuen Quellen. Hannover 2004, S. VII.
  57. Vgl. dazu die Besprechungen von Kerstin Hitzbleck in: sehepunkte 16 (2016), Nr. 9 [15. September 2016], online; Jörg Feuchter in: Historische Zeitschrift 306 (2018), S. 837–838 (online); Hans-Jürgen Becker in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte, Kanonistische Abteilung 104 (2018) S. 513–516; Martin Wagendorfer in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 74 (2018), S. 351–352; Tobias Daniels in: Francia-Recensio 2015-3 (online); Jessica Nowak in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 125 (2017), S. 468–469 (online); Joachim Kemper in: Zeitschrift für Historische Forschung 43 (2016), S. 385–386 (online); Christiane Schuchard in: Quellen und Forschungen aus italienischen Archiven und Bibliotheken 97 (2017), S. 521–522 (online); Stefan Schima in: Archivum Historiae Pontificiae 50, 2012, S. 229–232.
  58. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 103 (online).
  59. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 104 (online).
  60. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 82 (online).
  61. Der Urheber dieser bis heute prägnanten Formulierung ist unklar. Vgl. Gabriele Annas: Hoftag – Gemeiner Tag – Reichstag. Studien zur strukturellen Entwicklung deutscher Reichsversammlungen des späten Mittelalters (1349–1471). Bd. 1, Göttingen 2004, S. 421.
  62. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 111 (online).
  63. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 116 (online).
  64. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 115 (online).
  65. Jörg Schwarz: Nach Rom gelangt' er so. Über Bamberg und Basel: Zum Tode des Mittelalterhistorikers Jürgen Petersohn. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27. Juli 2017, Nr. 172, S. 12.
  66. Jürgen Petersohn: Reichsrecht versus Kirchenrecht. Kaiser Friedrich III. im Ringen mit Papst Sixtus IV. um die Strafgewalt über den Basler Konzilspronuntiator Andreas Jamometić 1482–1484. Köln u. a. 2015, S. 119–304 (online).
  67. Jürgen Petersohn: Friedrich Barbarossa und Rom. In: Alfred Haverkamp (Hrsg.): Friedrich Barbarossa. Handlungsspielräume und Wirkungsweisen des staufischen Kaisers. Sigmaringen 1992, S. 129–146, hier: S. 129 (online).
  68. Jürgen Petersohn: „Echte“ und „falsche“ Insignien im deutschen Krönungsbrauch des Mittelalters? Kritik eines Forschungsstereotyps. Stuttgart 1993. Vgl. dazu die Besprechungen von Reinhard Elze in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters. 50 (1994), S. 303 (online); Ralph Andraschek-Holzer in: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 104 (1996), S. 209.
  69. Jürgen Petersohn: „Echte“ und „falsche“ Insignien im deutschen Krönungsbrauch des Mittelalters? Kritik eines Forschungsstereotyps. Stuttgart 1993, S. 45.
  70. Jürgen Petersohn: Über monarchische Insignien und ihre Funktion im mittelalterlichen Reich. In: Historische Zeitschrift 266 (1998) S. 47–96; Jürgen Petersohn: Die Reichsinsignien im Herrscherzeremoniell und Herrschaftsdenken des Mittelalters. In: Die Reichskleinodien. Herrschaftszeichen des Heiligen Römischen Reiches (= Schriften zur staufischen Geschichte und Kunst, 16), Göppingen 1997, S. 162–183; Jürgen Petersohn: Die Reichsinsignien im Krönungsbrauch und Herrscherzeremoniell des Mittelalters. In: Mario Kramp (Hrsg.): Krönungen. Könige in Aachen – Geschichte und Mythos. Katalog der Ausstellung. Bd. 1, Mainz 2000, S. 151–160.
  71. Vgl. Jürgen Petersohn: Deutschsprachige Mediävistik in der Emigration. Wirkungen und Folgen des Aderlasses der NS-Zeit (Geschichtswissenschaft – Rechtsgeschichte – Humanismusforschung). In: Historische Zeitschrift 277 (2003), S. 1–60; Jürgen Petersohn: Geschichtswissenschaft engagiert sich für Germanistik. Franz Xaver Wegele und die Berufung des Kärntners Matthias Lexer an die Universität Würzburg (1868/1869). In: Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung 124 (2016), S. 430–435.
  72. Jürgen Petersohn: Deutschsprachige Mediävistik in der Emigration. Wirkungen und Folgen des Aderlasses der NS-Zeit (Geschichtswissenschaft – Rechtsgeschichte – Humanismusforschung). In: Historische Zeitschrift 277 (2003), S. 1–60.
  73. Jürgen Petersohn: ... dass das Reichsinstitut im fraglichen Punkte nicht radikaler Auffassung sei. Zu Otto Meyers Nachruf auf Ulrich Stutz im Deutschen Archiv 1938. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 67 (2011), S. 119–126 (online).
  74. Otto Meyer: Ulrich Stutz †. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 2 (1938), S. 616–620.
  75. Jürgen Petersohn: Anfänge und Frühzeit der Greifenmemoria. In: Werner Buchholz und Günter Mangelsdorf (Hrsg.): Land am Meer. Pommern im Spiegel seiner Geschichte. Roderich Schmidt zum 70. Geburtstag. Köln u. a. 1995, S. 85–110. Vgl. dazu die Besprechung von Michael Lindner in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 53 (1997), S. 355–356 (online).
  76. Jürgen Petersohn: Das Aschaffenburger Psalterium der Gertrud von Altenberg und sein Ludowinger-Nekrolog. In: Alma mater philippina. WS 1992/93, Marburg 1992, S. 15–18. Vgl. dazu die Besprechung von Claudia Märtl in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 49 (1993), S. 285 (online).
  77. Jürgen Petersohn: Die Ludowinger. Selbstverständnis und Memoria eines hochmittelalterlichen Reichsfürstengeschlechts. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 129 (1993), S. 1–39, hier: S. 5 (online). Vgl. dazu die Besprechung von Gerhard Schmitz in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 51 (1995), S. 287 (online).
  78. Jürgen Petersohn: Die Ludowinger. Selbstverständnis und Memoria eines hochmittelalterlichen Reichsfürstengeschlechts. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 129 (1993), S. 1–39, hier: S. 26 (online).
  79. Jürgen Petersohn: Die Ludowinger. Selbstverständnis und Memoria eines hochmittelalterlichen Reichsfürstengeschlechts. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 129 (1993), S. 1–39, hier: S. 37. (online).
  80. Jürgen Petersohn: Die Ludowinger. Selbstverständnis und Memoria eines hochmittelalterlichen Reichsfürstengeschlechts. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte 129 (1993), S. 1–39, hier: S. 30 (online).
  81. Jürgen Petersohn: „De ortu principum Thuringie“. Eine Schrift über die Fürstenwürde der Landgrafen von Thüringen aus dem 12. Jahrhundert. In: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 48 (1992), S. 585–608, hier: S. 592 (online).