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Elektronische Datenverarbeitung

Sammelbegriff für Verarbeitung von Daten durch elektronische Maschinen oder Computer

Elektronische Datenverarbeitung (EDV) ist der Sammelbegriff für die Datenverarbeitung, d. h. die Erfassung und Bearbeitung von Daten, durch elektronisch rechnende Maschinen oder Computer.

GeschichteBearbeiten

Elektronische MaschineBearbeiten

Am 5. Oktober 1959 stellte IBM den Transistorrechner IBM 1401 vor. Er wurde, wie hier im Film[1] (Paris 1960) zu sehen, positioniert unter dem Banner „electronic data processing“, deutsch elektronische Datenverarbeitung (EDV).

bei 0:46 Min. wird diese Maschine als Weiterentwickelung der (damals) tradierten Lochkartentechnik vorgestellt, links gezeigt wird die Tabelliermaschine,
bei 0:53 Min. links ein Lochkartenmischer, rechts ein Lochkartensortierer (den die IBM 1401 nicht ersetzen konnte, da sie selber stark Lochkartenorientiert war).
bei 03:39 Min. eine druckende Tabelliermaschine im Vergleich mit der Druckgeschwindigkeit eines Druckers der IBM 1401

RPGBearbeiten

Zeitgleich stellte IBM den Reportgenerator RPG vor.

„Um die große Anzahl der Umsteiger von Lochkartenmaschinen auf EDV-Systeme, insbesondere auf die IBM 1400-Serie zu unterstützen, entwickelte IBM den Report Program Generator (RPG). Dies ist eine Beschreibungssprache, mit der der Listenaufbau von Tabelliermaschinenanwendungen beschrieben werden konnte und einem Übersetzungsprogramm, das aus den abgelochten Beschreibungsformularen ein 1401-Programm erzeugte.“[2]

Hier wurde der Begriff elektronische Datenverarbeitung geboren. Er dokumentierte die Transformation damals real existierender elektromechanischer Datenverarbeitungsmaschinen (Tabelliermaschine, Lochkartenmischer und Co.) in die programmierte virtuelle Softwareumgebung eines Computers. Dies bot Vorteile:

  1. Die langsame Rechnung insbesondere der Multiplikation/Division elektromechanischer Rechenwerke war Vergangenheit.
  2. Eine 1401 bot beim Mietpreis zweier Tabelliermaschinen einen deutlichen Mehrwert (mehrfachen Durchsatz), ein Vorteil, den Banken und Versicherungen sowie der Mittelstand zu Nutzen wussten; die IBM 1401 wurde bis Produktionsende am 8. Februar 1971 über 12 000 Mal verkauft.
  3. Noch heute finden sich per Reportgenerator (RPG) erarbeitete Lösungen und werden gepflegt.[3]

SicherheitBearbeiten

Die EDV wird von Unternehmen, der Verwaltung, Vereinen, privaten und sonstigen Anwendern eingesetzt. Für einen reibungslosen Ablauf ist die Gewährleistung einer größtmöglichen Sicherheit von hoher Bedeutung. Hacker, Cracker oder Scriptkiddies können die Systeme durch Schadprogramme oder andere Manipulationen wie Überlastung stören oder schädigen. Durch Schutzsoftware und weitere präventive Maßnahmen kann den Attacken vorgebeugt werden.[4]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. IBM 1401 französische Präsentation mit englischen Untertiteln auf YouTube
  2. Günther Sander, Hans Spengler: Die Entwicklung der Datenverarbeitung von Hollerith Lochkartenmaschinen zu IBM Enterprise-Servern. Seite 39 PDF Selbstverlag, Böblingen 2006, ISBN 3-00-019690-0.
  3. „Von Lochkarten zu Webservices: IBM i 7.3“ Heise online 12. April 2016
  4. Claudia Eckert: IT-Sicherheit: Konzepte - Verfahren - Protokolle. 9. Auflage. De Gruyter Oldenbourg, 2014