Recycling

Vorgang, im Zuge dessen Abfallprodukte wiederverwertet werden

Beim Recycling (gelegentlich als RC abgekürzt), Rezyklierung bzw. Müllverwertung werden Abfallprodukte wiederverwertet bzw. deren Ausgangsmaterialien werden zu Sekundärrohstoffen. Die so produzierten Stoffe werden als Recyclat/Rezyklat oder Regenerat bezeichnet.

Universelles Recycling-Symbol angelehnt an das Möbiusband

Gesetzlich wird erst von „Recycling“ gesprochen, wenn der Rohstoff zuvor als „Abfall“ einzustufen war; andernfalls handelt es sich um „Wiederverwendung“. Der umgangssprachliche Gebrauch des Begriffs Recycling umfasst oft beide Bedeutungen.

Der Begriff „Recycling“ ist ein Lehnwort aus dem Englischen (recycling – ausgesprochen [ɹɪˈsaɪklɪŋ] – für „Wiederverwertung“ oder „Wiederaufbereitung“); etymologisch leitet es sich vom griechischen kýklos (Kreis) sowie dem lateinischen Präfix re- (zurück, wieder) ab.

Recyclingstelle an der Technischen Universität Danzig

Einordnung und AbfallhierarchieBearbeiten

 
Möbel aus alten Reifen (aufgenommen in Osttimor)

Gemäß EU-Vorgaben besteht folgende Abfallhierarchie,[Anm. 1] die allen Rechtsvorschriften und politischen Maßnahmen im Bereich der Abfallvermeidung und -bewirtschaftung als Prioritätenfolge zugrunde liegt:

  1. Abfallvermeidung: Hierzu gehört unter anderem auch das Verbot von umweltgefährdenden Stoffen wie PCB und FCKW.
  2. Vorbereitung zur Wiederverwendung: Das heißt eine erneute Nutzung des Guts wie bei Pfandflaschen oder Second-Hand-Nutzung.
  3. Recycling durch stoffliche Verwertung: Definierte Abfallstoffströme oder Teile davon werden aufbereitet, um daraus wieder vermarktungsfähige Sekundärrohstoffe zu gewinnen.
  4. sonstige Verwertung, z. B. durch energetische Verwertung: Die Stoffe werden verbrannt oder vergast, jedoch mit dem alleinigen Ziel der Energiegewinnung.
  5. Beseitigung, z. B. durch Deponieren.

Entgegen dem häufig etwas unklaren allgemeinen Sprachgebrauch beinhaltet Recycling demnach nur den Punkt 3) dieser Liste. Recycling wird gemäß EU-Richtlinie definiert als jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfallmaterialien zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden. Es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, aber nicht die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind.

„Recycling [...] ist jedes Verwertungsverfahren, durch das Abfälle zu Erzeugnissen, Materialien oder Stoffen entweder für den ursprünglichen Zweck oder für andere Zwecke aufbereitet werden; es schließt die Aufbereitung organischer Materialien ein, nicht aber die energetische Verwertung und die Aufbereitung zu Materialien, die für die Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung bestimmt sind.“

§ 3 Abs. 25 Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)[1]

Hat ein Abfallgegenstand das Ende der Abfallhierarchie erreicht und soll beseitigt werden, ist dies gemäß § 28 KrWG nur in den dafür zugelassenen Anlagen (z. B. Deponien) vorzunehmen. Die Nichteinhaltung kann mit einem Bußgeld nach § 69 Abs. 1 Nr. 2 KrWG, in schweren Fällen auch ein Strafverfahren aufgrund § 326ff. Strafgesetzbuch nach sich ziehen.

Downcycling und UpcyclingBearbeiten

Das Ausgangsprodukt entscheidet darüber welche Recyclingrouten möglich sind, und damit ob die Qualität das gewonnene Recyclates höher (Upcycling) oder niedriger (Downcycling) ausfällt. Viele vermischte oder verschmutzte Stoffe können nicht ökonomisch aufbereitet werden ohne die Stoffeigenschaften oder die Verarbeitbarkeit zu verschlechtern. Hier ist nur ein Downcycling in Produkte niedriger Qualität möglich. Andere Stoffe können mit wenig Aufwand sortenrein getrennt werden oder verbessern durch das Recycling bzw. Upcycling ihre Eigenschaften zu Produkten höherer Qualität.

Die Verwertung von Kunststoffabfällen ist in der Regel ein Downcycling, da Polymere bei der Wiederverarbeitung dazu neigen zu degradieren.[2] Der Grad der Degradation hängt vom gewählten Aufbereitungsverfahren, dem Grundpolymer sowie dem Gehalt an Additiven ab. Gerade die Additive oder Kontamination können den thermisch-oxidativen Abbau der Molekülketten bei der Verarbeitung stark herabsetzen.[3] In einigen Fällen erreicht der verwertete Kunststoff durchaus das Eigenschaftsniveau der Originalware. Insbesondere bei hoher Qualität und Sortenreinheit der Ausgangsstoffe.[4] In der Textilindustrie lassen sich Naturfasern besser und häufiger recyceln als kürzere Synthetikfasern.

Reststoffe, die während des Recyclingvorganges bestimmter organischer Materialien anfallen, werden Spuckstoffe genannt.

Bei der Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen ist kein vollständiges Recycling möglich. Nach der Abtrennung und Entsorgung der Spaltprodukte können die restlichen Bestandteile des Kernbrennstoffs jedoch wieder zur Produktion neuer Brennelemente genutzt werden.

Nach SekundärrohstoffBearbeiten

KunststoffeBearbeiten

Die Verwertung von Kunststoffabfällen beginnt in der Regel mit dem Schreddern und Zerkleinern. Die sortenreinen Teile können wieder für die Primärverarbeitung gemischt oder granuliert werden. Vermischte Rohstoffe können chemisch oder thermisch z. B. durch Hydrierung, Thermolyse, Pyrolyse verarbeitet werden. Letztlich werden stark verschmutzte Abfälle nur noch energetisch genutzt werden, indem sie verbrannt oder in der Zementherstellung beigemischt werden.[3]

Der Gesamtenergieverbrauch bei der Wiederaufbereitung wird vielfach überschätzt. Mit nicht mehr als rund 10 bis 15 MJ/kg Polymer (Thermoplast) ist bei Teilen, die eine Einzelmasse von mehr als 100 g besitzen, die komplette Aufbereitung durchführbar.[5][6][7]

Recycling lässt sich in unterschiedliche Arten unterteilen. Beim Kunststoffrecycling wird z. B. in werkstoffliches Recycling, bei welchem Altkunststoffe zu neuen Kunststoffprodukten verwertet werden, und in chemisches Recycling, bei welchem Kunststoffe in kleinteilige, wiederverwertbare Bausteine aufgespalten werden, unterschieden.[2] Polystyrol wird beispielsweise zu 30 bis 50 % werkstofflich recycelt.

MetalleBearbeiten

Metalle werden üblicherweise in hohem Maße recycelt, da die Gewinnung aus Erz sehr aufwändig und kostenintensiv ist. Ein Umschmelzen bedarf nur ein Bruchteil der Energie und Rohstoffkosten. In einem Schmelzofen, häufig Hochofen oder Lichtbogenofen, werden Legierungen aufgetrennt und die Schmelze in eine neue Form gegossen und der Metallwirtschaft zugeführt. Bestimmte Legierungselemente die sich aufgrund ihrer Stoffeigenschaften chemisch und physikalisch ähnlich verhalten, lassen sich hingegen nur bedingt oder mit großen Aufwand trennen.

In Elektroschrott sind häufig wertvolle Metalle und seltene Erden in kleinen Mengen enthalten, was das stoffliche Recycling lukrativ aber auch aufwendig macht. Je nach Komplexität und Schadstoffgehalt muss das Gerät oder die Baugruppe manuell demontiert werden, bevor eine maschinelle Verarbeitung (z. B. Schredder) vorgenommen werden kann. In der Europäischen Union werden nur etwa die Hälfte des Elektronikschrotts dem Recycling zugeführt.[8][9]

StahlBearbeiten

 
Recycling-Code für Eisenwerkstoffe und Stahl

In der Praxis wird Stahl zuerst aus Erz hergestellt (Primärerzeugung) und dann oft mehrfach recycelt (Sekundärproduktion). Stahl ist mit 500 Mio. t pro Jahr der weltweit meistrecycelte Industriewerkstoff. Die Recyclingquote von Stahl liegt bei 70 %,[10] die von einzelnen Stahlanwendungen z. T. bei deutlich über 90 %.[11]

KupferBearbeiten

Kupfer erreicht in Deutschland eine Recyclingrate von gut 50 % (Stand 2020), weltweit sind es etwa ein Drittel. Kupferprodukte sind in der Regel sehr langlebig und im Bedarf stetig steigend. Unter Annahme einer durchschnittlichen Lebensdauer von ca. 33 Jahren und unter Beachtung der Produktionskapazitäten ergibt sich ein Anteil von wiederverwertetem Kupfer in Höhe von ca. 80 Prozent ergibt.[12]

AluminiumBearbeiten

Wenn Aluminiumlegierungen sortenrein gesammelt und recycelt werden, können die entsprechenden Legierungen aus dem resultierenden Umschmelzaluminium ohne Qualitätsverlust recycelt werden. Da verschiedene Legierungselemente (z. B. Magnesium) beim Umschmelzen nicht entfernt werden können, kommt es bei nicht sortenreiner Erfassung zum Downcycling. In Europa stammen ca. 52 % des produzierten Aluminiums aus der Recyclingroute, weltweit sind es ca. 30 %.

GlasBearbeiten

Altglas wird im Allgemeinen in öffentlichen Glascontainern gesammelt und nach Farben getrennt. Die Farbtrennung ist wichtig für den Recyclingprozess, denn eine grüne Sektflasche beispielsweise führt zu ungewollten Farbstichen im Schmelzprozess für farbloses Glas.[13] In Deutschland werden jährlich rund 2 Mio. t Recyclingglas gesammelt.[14] Die Recyclingquote beträgt 87 %[15] und in der Schweiz 94 %. Die gesammelten Glasverpackungen sind Rohstoff für die Produktion neuer Glasverpackungen. Ihr Anteil kann 60–90 % am Rohstoffgemenge im Glaswerk sein (bei Grünglas etwa 90 %, bei Weißglas etwa 60 %).

BodenBearbeiten

Im Zuge von Erdbauarbeiten anfallende Böden, mineralische Baustoffe und Ersatzbaustoffe können im Rahmen von Tiefbauarbeiten ausgehoben, aufbereitet und zu einem späteren Zeitpunkt wieder in den Boden eingebaut werden.

Batterien und AkkumulatorenBearbeiten

Für gebrauchte Batterien besteht in Deutschland eine gesetzliche Rückgabepflicht für Verbraucher und eine Rücknahmepflicht für Handel, öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger, Hersteller und Importeure. Die Zweitnutzung von Batterien kann kostengünstige ortsfeste Zwischenspeicherung für elektrische Energie zwischen dem öffentlichen Netz und privaten Verbrauchern/Erzeugern oder Haushalten ermöglichen.

Durch Kombination von Elektrolytrückgewinnung[16], mechanischen, hydrometallurgischen und pyrometallurgischen Verfahren können theoretisch bis zu 90 % der Materialien einer Batteriezelle stofflich recycelt werden.[17] Besonders relevant sind dabei die Gewinnung von Blei, Kupfer, Aluminium, Graphit, Mangan, Kobalt, Nickel, Lithium und organische Karbonate des Elektrolyts. Recyclingverfahren für Lithium-Ionen-Akkumulatoren sind komplex aber technisch machbar.[18]

Ebenso wichtig ist es, durch getrenntes Sammeln von Altbatterien Müll von Giftstoffen, konkret Blei, Nickel, Cadmium, Quecksilber und der ätzenden Schwefelsäure zu entlasten.

Auch kleine Batterien werden oft händisch sortiert, eine klare Markierung des Materialtyps am Gehäuse fehlt bis heute (2022).

GeschichteBearbeiten

 
US-Regierungsplakat aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs, das zur Trennung von Essens- und Metallabfällen auffordert

Vor der Industrialisierung bestand der Abfall hauptsächlich aus den Exkrementen von Menschen und Tieren, aus Lebensmittelabfällen, Ton- oder Glasscherben und wahrscheinlich auch Asche von den Feuerstellen. Die wohl älteste Form des Recyclings ist die traditionelle Düngemittelnutzung von pflanzlichen und tierischen Abfällen, insbesondere Ernteresten, Mist und Gülle, in der Landwirtschaft, die wohl so alt ist wie diese selbst. Diese vollständige Wiederverwertung ist Basis der Subsistenzwirtschaft. Im antiken Rom wurden die Exkremente eingesammelt und den Bauern im Umland verkauft. Im Mittelalter verfiel diese Organisation größtenteils – Exkremente und Abfälle wurden teilweise einfach nur auf die Straße gekippt und allenfalls von Haustieren „verwertet“. Später waren es Schrott- und Lumpensammler, die sich um das Einsammeln, Sortieren und Weiterleiten von wiederverwertbarem Material kümmerten. Die „Wegwerf-Mentalität“ der Industriezeit existierte aufgrund des Mangels an Gütern wie leeren Flaschen, gebrauchten Holz- oder Metallgegenständen und Ähnlichem nicht. Es war selbstverständlich, diese Gegenstände weiter zu verwerten. Aus Lebensmittelabfall wurde Haustierfutter, aus Knochen und Haaren wurden nützliche Dinge und aus Lumpen wurde Papier hergestellt. Holz- und Papierabfälle verheizte man und Metallteile wurden sowieso eingeschmolzen oder umgeschmiedet.

Mit der Industrialisierung veränderte sich auch Menge und Zusammenstellung des Mülls, so dass in London erste Kehrichtöfen entstanden, später auch die ersten Deponien. Im Ersten Weltkrieg wurde mit großem Propagandaerfolg für die Sammlung auch von wieder verwertbaren Abfällen geworben.

Auch im 2. Weltkrieg wurde Eisen und Buntmetall für Waffen und Munition so knapp, dass wiederum Haushalte zur Abgabe Von Metallgegenständen aufgerufen wurden und ein hoher Anteil an Kirchenglocken aus Bronze eingeschmolzen wurde.

Als die Menschen nach den Weltkriegen zu immer mehr Wohlstand gelangten und sich auch Luxusgüter leisten konnten, zu denen auch eine aufwändigere Verpackung gehörte (Flaschen, Alufolie, Frischhaltebeutel, Blechdosen, Kunststoffflaschen), standen die Industrieländer vor einem akuten Müllnotstand. Ein normaler Haushalt, der vor 150 Jahren mit etwa 150 Dingen auskam, verwendete nun mehr als 20.000 Gegenstände, vom Zahnstocher bis zum Haarfestiger, vom Kleiderschrank bis zur Heftzwecke, und produzierte beispielsweise in der Bundesrepublik in den 1970er Jahren im Durchschnitt eine Hausmüllmenge von 4,7 kg pro Einwohner und Woche, das sind 244 kg pro Einwohner und Jahr. Dieser wurde großteils nicht mehr wiederverwendet, sondern weitgehend vollständig deponiert. Wiederverwendung war nur in Notzeiten, besonders während und nach Kriegen, ein Thema.

Der Club of Rome publizierte um 1970 Grenzen des Wachstums, eine Abschätzung. Erst mit Aufkommen der grünen Bewegung in den 1970/80er-Jahren begann ein Umdenken und die Einsicht verbreitete sich, dass Müllentsorgung einen der Hauptfaktoren der Umweltverschmutzung darstellt. Gleichzeitig entstand einerseits ein Bewusstsein um die Begrenztheit natürlicher Ressourcen insgesamt (etwa nach dem Ölschock der frühen 80er-Jahre), andererseits wurde das Deponieren etwa in urbanen Ballungsräumen wie Megastädten zunehmend undurchführbar. Erste Anfänge zurück zu einer neuen Wiederverwertung war die anfangs freiwillige Mülltrennung, die zum Sinnbild einer ganzen Generation in der westlichen Welt wurde. Ausgehend von Altpapier-Wiederverwendung wurden zunehmend Technologien erarbeitet, die die Wiederaufbereitung aller Arten von Altstoffen wirtschaftlich machen, wodurch Abfall zu einem bedeutenden Wirtschaftsgut wurde: Geprägt wurde dafür der Ausdruck Sekundärrohstoff.

Zunehmende Bedeutung erlangt das Recycling auch bei Elementen, deren Vorkommen begrenzt sind oder deren Gewinnung aufwändig ist. Das trifft besonders auf die in der Elektro- und Elektronikindustrie häufig verwendeten Seltenen Erden zu, die früher mit den weggeworfenen Geräten auf dem Müll landeten.

WirtschaftstheorieBearbeiten

Die neoklassische Wirtschaftstheorie bietet keinen theoretischen Rahmen für das Recycling, weil sie vom Individuum aus geht, das seinen Nutzen maximieren will. Die Neoklassik modelliert den Wirtschaftsprozess mit einer Produktionsfunktion, wobei das Produkt wesentlich verschieden ist von den eingesetzten Produktionsfaktoren. Um Recycling zu modellieren, braucht es ein zyklisches Wirtschaftsmodell, wie es Piero Sraffa vorgeschlagen hat. In seiner Theorie der Kuppelproduktion können unerwünschte und schädliche Nebenprodukte und Abfälle der Produktion als Kuppelprodukte mit negativen Preisen aufgefasst werden[19]. Erst wenn die Abfälle als Rohstoffe in den zyklischen Produktionsprozess zurückgeführt werden können, werden ihre Preise positiv.[20]

NationalesBearbeiten

Recyclingquote Europa 2001/2011 in %
(Siedlungsabfälle, Auswahl)
W … werkstoffliches Recycling 2011
O … organisches Recycling 2011
Land 2001 2011 ± W O
Europa  Europa* 26 39 +13 25 14
Belgien  Belgien 50 56 +06 36 20
Tschechien  Tschechien 01 17 +16 15 02
Danemark  Dänemark* 27 50 +23 31 19
Deutschland  Deutschland 49 62 +13 45 17
Irland  Irland 12 36 +24 33 03
Griechenland  Griechenland 09 20 +11 08 12
Spanien  Spanien 21 29 +08 17 12
Frankreich  Frankreich 26 37 +11 19 18
Kroatien  Kroatien* 08 07 01
Italien  Italien 18 32 +14 20 12
Luxemburg  Luxemburg 37 47 +10 27 20
Ungarn  Ungarn 01 22 +21 17 05
Niederlande  Niederlande 45 51 +06 27 24
Osterreich  Österreich* 57 63 +06 30 33
Polen  Polen 04 23 +19 09 14
Slowenien  Slowenien 02 34 +32 29 05
Slowakei  Slowakei 03 10 +07 04 06
Finnland  Finnland 34 35 +01 22 13
Schweden  Schweden 39 48 +09 33 15
Vereinigtes Konigreich  Vereinigtes Königreich 10 39 +29 25 14
Island  Island 16 15 01 13 02
Norwegen  Norwegen 44 40 04 25 15
Schweiz  Schweiz 49 51 +02 35 16
Quelle: Eurostat, 2012[Anm. 2]
klein … geschätzte Daten;[Anm. 3] * … Zeitreihenkorrekturen[Anm. 4]

DeutschlandBearbeiten

Schrott wird schon seit Urzeiten teils wiederverwertet, Eisenteile etwa durch Umschmieden. Besonders in Zeiten der Kriegswirtschaft wird auf Metallgegenstände des zivilen Gebrauches zurückgegriffen zwecks Sekundär-Rohstoffgewinnung zur Waffenproduktion, wie etwa 1940 unter dem Motto Metallspende des deutschen Volkes.

Die Verwertung von Fasern aus verwertbaren Altkleidern beherrschten bereits Papiermühlen der Renaissance. Altpapier-Wiederverwertungsverfahren gab es schon seit 1774, sodann beschrieben von Justus Claproth. Erst später kam es zur Anwendung in größerem Maßstab, verstärkt in Zeiten der Kriegswirtschaft.[Anm. 5] Mit zunehmendem Umwelt- und Kostenbewusstsein ab den 1980er Jahren wuchs die Nachfrage nach Recyclingpapier erheblich, so dass der Altpapiermarkt unter Recyclingunternehmen bereits umkämpft ist.[21]

In den 1960er Jahren begann die DDR vermittels Altstoffsammlungsaktionen und dem SERO-System der VEB Kombinat Sekundär-Rohstofferfassung Rohstoffe, unter anderem zwecks Deviseneinsparung, systematisch mehrfach zu nutzen. Dabei gab es festgelegte Rücknahmepreise für verschiedene Altmaterialien.

In den 1970er Jahren wurden Umweltschutz und Abfallvermeidung zum offiziellen Aufgabengebiet der Bundesrepublik erklärt: 1972 wurde das erste Abfallbeseitigungsgesetz der BRD beschlossen, 1975 das Abfallwirtschaftsprogramm '75 der Bundesregierung und 1986 die TA Luft für die Vermeidung von Emissionen durch Abfälle und ihre Behandlung. Hinzu kamen später die Altölverordnung, die Verpackungsverordnung und 1996 das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (KrW-/AbfG).[Anm. 6] Dieses Gesetz und die zugehörigen Verordnungen verzeichnen detaillierte Vorschriften zur Vermeidung, Verwertung und Ablagerung von Abfällen. Prinzipiell ging es nicht mehr vorrangig um Kapazitätsfragen von Deponien, sondern in erster Linie darum, Müll zu vermeiden, wenn nicht möglich, ihn zu verwerten, und erst wenn dies nicht möglich ist, ihn zu deponieren (vgl. § 4 Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz). Es folgte der Europäische Abfallkatalog und das Duale System Deutschland (Grüner Punkt).

1994 wurde die Direktive des Umweltschutzes im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen, wo es in Artikel 20a heißt:

„Der Staat schützt auch in Verantwortung für die zukünftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsgemäßen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.“

Artikel 20a des Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland 1994

Seit 2005 gilt das Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG). Diese Richtlinie nahm die EU-Mitgliedstaaten in die Pflicht, bis zum 13. August 2005 ein funktionierendes E-Schrott-Recycling-System in Betrieb einzurichten und ab Dezember 2006 mindestens vier Kilogramm pro Person und Jahr zu recyclen. Neben gängigem Elektronikschrott fallen auch LED- und Energiesparlampen (Kompaktleuchtstofflampen) unter diese Richtlinie, denn sie enthalten neben Quecksilber und weiteren problematischen Stoffen auch elektronische Bauteile. Die Sammlung wird in Deutschland von dem Retourlogistikunternehmen Lightcycle organisiert und erfolgt unter anderem in mehr als 2100 kommunalen Sammelstellen (Wertstoffhöfen, Schadstoffmobile usw.) und 4000 Sammelstellen im Handel und Handwerk (Drogeriemärkte, Baumärkte, Elektrohandwerker usw.). Für gewerbliche Mengen stehen mehr als 400 Großmengensammelstellen zur Verfügung. Mengen ab einer Tonne (etwa 5000 Altlampen) werden von dem Logistikunternehmen abgeholt.

Eine Systematik wurde durch den Recycling-Code eingeführt, den man im Wesentlichen auf Produkten aus Kunststoff, aber auch auf anderen Gegenständen finden kann.

Als Wiederverwertung sollte in erster Linie eine Wieder-/Weiterverwendung (Second Hand) verstanden werden, auch wenn sich dies in der einschlägigen Gesetzgebung nicht in dieser Form wiederfindet. Direkte Wiederverwendung von gebrauchten Gegenständen und Stoffen ist die am wenigsten energie- und damit am wenigsten CO2-aufwändige Weiternutzung von Ressourcen.

1991 wurde von der Bundesregierung die Verpackungsverordnung erlassen, der zufolge zwecks Müllvermeidung ab einem bestimmten Marktanteil von Einwegverpackungen für Getränke ein Einwegpfand erhoben werden sollte. Dieses Pfand wird seit 2003 auf die meisten Einweg-PET-Flaschen und Getränkedosen erhoben. Die halbautomatische Pfandflaschen-Rücknahme in Supermärkten wurde inzwischen vielerorts entsprechend angepasst durch Rücknahme-Automaten, die Dosen und PET-Einwegflaschen zusammenpressen und separieren von Pfandflaschen, oder ergänzt um entsprechende separate Einwegverpackungs-Rücknahmeautomaten. Für die Getränkedosen wurde dadurch eine Recyclingquote erreicht, die fast dem Ideal der Kreislaufwirtschaft entspricht, während PET-Flaschen teils auch verbrannt oder zu Polyesterfasern verarbeitet werden.

Wertstoffhöfe werden in der Regel in einer Gemeinde in Ergänzung zu den aufgestellten Mülltonnen und der Sperrmüll-Straßensammlung angeboten. Der Einzugsbereich je Einrichtung liegt in Deutschland in der Regel bei 50.000 Haushalten und einem Anlieferungsradius von 15 km. Diese Sammelstellen für die Entsorgung von Abfällen gibt es deutschlandweit. Allein in Berlin sind über 20 Wertstoffhöfe zu finden, wobei die Berliner Stadtreinigung (BSR) in Deutschland als größter kommunaler Entsorger gilt.

Trotz einer Kunststoffrecyclingquote von mehr als 50 Prozent im Jahr 2019 werden der Kosten wegen lediglich etwa sieben Prozent des Verpackungsmülls in Deutschland tatsächlich wiederverwendet, weil der Anschaffungspreis von Neuplastik günstiger ist als der von recyceltem Kunststoff. Zwar verpflichtet § 21 des Verpackungsgesetzes von 2017 die Systeme, Anreize zu schaffen, um die Verwendung von Recyclaten sowie von nachwachsenden Rohstoffen zu fördern. Eine Verwendung von recyceltem Kunststoff, die sich jedoch über die bestehende Freiwilligkeit hinaus verbindlich auf die Herstellung neuer Kunststoffprodukte erstrecken würde, ist hingegen vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Die für die Einhaltung des Verpackungsgesetzes zuständige Zentrale Stelle Verpackungsregister warnte im Jahr 2020 vor einer Ineffizienz des Gesetzes.[22]

Seit 2017 gibt es in Deutschland mit der neuen Klärschlammverordnung für die meisten Kläranlagen eine Recyclingpflicht für Phosphor.[23] Phosphor ist ein kritischer Rohstoff. Er wird vor allem als Düngemittel in der Landwirtschaft eingesetzt, aber auch als Futtermittel und in diversen industriellen Anwendungen[24]. Die nutzbaren Reserven sind jedoch begrenzt. Deutschland und Europa sind nahezu vollständig von Importen abhängig.[25] Durch das Phosphor-Recycling aus Klärschlamm könnten rein rechnerisch etwa 40 % des heute eingesetzten mineralischen Phosphordüngers in Deutschland ersetzt werden.[26] Auch Mist und Gülle enthalten große Mengen an Phosphor, die noch nicht optimal genutzt werden.

ÖsterreichBearbeiten

In Österreich ist Recycling heute als zentrale Zielsetzung im § 1 des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG 2002) verankert.[Anm. 7] Sammel- und Verwertungssysteme sind genehmigungspflichtig, haben die Maßgaben und Zielsetzungen der Umweltgesetze zu erfüllen und unterliegen der Aufsicht des Umweltministers.[Anm. 8] Sie müssen „für zumindest eine Sammel- und Behandlungskategorie errichtet und betrieben werden“,[Anm. 9] ob der Betreiber selbst recycelt oder einer Spezialfirma zuführt, bleibt der Geschäftsgebarung überlassen. In der Praxis beruht Recycling auf Organisationen wie der Altstoff Recycling Austria (ARA-System im Verpackungsrecycling) oder dem Baustoff-Recycling Verband (BRV), die eine Schnittstelle zwischen den Verursachern, den Abfallsammlern (Gemeinden, gewerbliche Sammler, Altstoffsammelzentrum) und den spezialisierten Recyclingunternehmen darstellt. Dieses System entwickelte sich auf freiwilligen Kooperationen ab den 1960ern.

Recycling ist in Österreich, das über wenig eigene Massenbodenschätze verfügt und sich schon lange auf Veredelung spezialisiert hat, eine gut entwickelte Branche. Dazu gehört beispielsweise die Spezialstahlindustrie, auch Buntmetall wird vollständig in heimischen Betrieben wiederverwertet, oder die Verarbeitung von Holzabfall zu Werkstoffen (Spanplatten) oder Brennstoffen (Pellets, Pressbriketts) und von Papier und Kartonagen, die zu 100 % recycelt werden, ist gut entwickelt.[Anm. 10] Insgesamt liegt Österreich beim werkstofflichen Recycling mit einer Quote von 30 % (2011) im guten europäischen Mittelfeld.

In der Gesamtrecyclingquote findet sich Österreich aber seit vielen Jahren an der Spitze aller europäischen Länder. Dies ist insbesondere dem organischen Recycling, also der Wiederaufbereitung biologisch abbaubarer Materialien, zu verdanken. Aus den etwa 4 Millionen Tonnen Bioabfällen (biogene Abfälle ohne Holz und Papier, etwa 8 % des Gesamtabfalls von 52 Millionen Tonnen), davon 700.000 Tonnen Pflanzen- und Speisereste aus Haushalten,[Anm. 11] etwa dieselbe Menge aus Kleingärten und in der Landwirtschaft und 750.000 Tonnen aus öffentlicher Grünflächenpflege,[Anm. 12] werden geschätzt 1,5 Millionen Tonnen privat zu Kompost verarbeitet[Anm. 13] und mindestens 1,3 Millionen Tonnen gewerblich (es gibt etwa 465 technische Kompostierungsanlagen in Österreich),[Anm. 14] weitere 300.000 Tonnen werden in Biogasanlagen verarbeitet (169 Anlagen, Kapazität bis 1 Million Tonnen).[Anm. 15] Zusammen mit der traditionellen Düngemittelnutzung in der Landwirtschaft (Mist, Gülle und Ernteabfälle) ist die Recyclingquote bei Bioabfällen sehr hoch, und erreicht mit 33 % im Bereich der Siedlungsabfälle einen europäischen Spitzenwert mit Ausnahmecharakter (Niederlande als Nummer 2: 24 %, EU-27-Durchschnitt 14 %).[Anm. 16]

Bei den getrennt erfassten Altstoffen aus Haushalten (und ähnlichen Einrichtungen, etwa 1,4 Millionen Tonnen) liegt die Recyclingquote mit 85 % weit über der Gesamtquote,[Anm. 17] während der gemischte Siedlungsabfall (etwa dieselbe Menge) nur zu 2,1 % stofflich und zu 19,6 % biotechnisch verwertet wird, der Rest wird der thermischen Verwertung zugeführt.[Anm. 18] Das zeigt, dass die Entwicklungsfelder zum einen eine noch bessere Mülltrennung im Haushalt sind und zum anderen hauptsächlich die Mülltrennung in Gewerbe und Industrie.

900.000 Tonnen Plastikmüll fallen jährlich in Österreich an. Rund 50.000 Tonnen davon entfallen auf Getränkeverpackungen. Das Abfallwirtschaftsgesetz sieht ab 2025 ein Pfandsystem für Flaschen und Dosen vor, mit dem die Recyclingquote verbessert werden soll.[27] Die Sammelquoten von ca. 1,6 Milliarden Kunststoffverpackungen und 0,8 Milliarden Dosen sollen so von 70 % und 37 % im Jahr 2021 auf 90 % gesteigert werden.[28]

SchweizBearbeiten

Die Schweiz erreicht heute sowohl im Investitions- wie im Konsumgüterbereich beachtliche Recycling-Quoten. So gilt das Land beim Rücklauf von Alu-Dosen mit einer Quote deutlich über 90 % als „Weltmeister“, beim Papier blieb die Sammelmenge trotz rückläufigem Verbrauch von 2007 bis 2011 konstant hoch.[Anm. 19] Möglich macht dies eine optimierte logistische Organisation und die verursachergerechte Volumengebühr durch eine steuerliche Belastung der Abfallsäcke, die sogenannte Sackgebühr.

Auch in der Schweiz wurde die Verwertung der industriellen Abfallprodukte in der Verfassung verankert:

„Bund und Kantone streben ein auf Dauer ausgewogenes Verhältnis zwischen der Natur und ihrer Erneuerungsfähigkeit einerseits und ihrer Beanspruchung durch den Menschen andererseits an. Der Bund erlässt Vorschriften über den Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt vor schädlichen oder lästigen Einwirkungen.“

Schweizer Verfassung

Der Verein PET-Recycling Schweiz ist für die flächendeckende getrennte Sammlung von PET-Einweggetränkeflaschen verantwortlich. Vetrorecycling ist der Geschäftsbereich der Vetropack, der das gesamte Glas-Recycling übernimmt. Für die Sammlung von Aluminium ist die Igora-Genossenschaft zuständig. Die Getränkekartonsammlung (Schweiz) ist nicht weit verbreitet und wird im Detailhandel erst von Aldi Suisse mit entsprechenden Sammelstellen unterstützt.[29]

Recyclist EFZ ist ein schweizerischer Lehrberuf im Recyclingwesen. Recyclisten verarbeiten Altstoffe zu Wertstoffen und sortieren und lagern diese fachgerecht. Nach der Aufbereitung mit Maschinen und Werkzeugen verladen sie die Wertstoffe sicher und stellen sie für die Wiederverwertung bereit. Nebenprodukte entsorgen sie umweltgerecht. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen.

ItalienBearbeiten

2000 wurden in Italien 14,2 % des städtischen Festmülls gesammelt, behandelt und wiederverwertet. 2012 wurden 34,9 % des Mülls wiederverwertet,[Anm. 20] 2014 45,2 %,[30] 2016 52,5 %[31] und 2017 55,5 %.[32]

Siehe auchBearbeiten

Konzepte
Recyclingkreislauf, Recyclinggerechte Konstruktion, Grüne IT, Recycling-Code, Recycling-Designpreis
Rohstoffrückgewinnung
Altlampen-Recycling, Betonrecycling, Recycling von digitalen Datenträgern, Getränkekartonrecycling, Papierrecycling, Urban Mining, Wasseraufbereitung
Downcycling
Fahrzeugrecycling, Elektronikschrott (Elektro-/Elektronikrecycling), Kunststoffrecycling, Kernschrott
Abfallentsorgung
Bioabfall
Weiterverwendung von Gegenständen
Abfallbanken, Abfallbörsen, Flohmärkte, Secondhandladen, Brockenhaus, Bring- und Holtag, Refurbishing, Remarketing, Umsonstladen, Freecycle, Containern, Repair-Cafés, Sozialkaufhäuser

LiteraturBearbeiten

  • Johannes Brandrup, Muna Bittner, Walter Michaeli, Georg Menges: Die Wiederverwertung von Kunststoffen. / Herausgegeben v. Johannes Brandrup. Hanser Verl., München 1995, ISBN 3-446-17412-5.
  • Klaus Grefermann, Karin Halk, Klaus-Dieter Knörndel: Die Recycling-Industrie in Deutschland. (Ifo-Studien zur Industriewirtschaft; 58) Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, München 1998, ISBN 3-88512-349-5.
  • Hans Martens, Daniel Goldmann: Recyclingtechnik: Fachbuch für Lehre und Praxis. 2. Aufl., Springer Vieweg, Berlin 2016, ISBN 978-3-658-02785-8.
  • Heike Weber: Müll und Recycling. Der Glaube an das technische Schließen von „Stoffkreisläufen“. In: WerkstattGeschichte 85 (2022), S. 13–34.

WeblinksBearbeiten

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AnmerkungenBearbeiten

  1. Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. November 2008 über Abfälle und zur Aufhebung bestimmter Richtlinien.
  2. Managing municipal solid waste — a review of achievements in 32 European countries. EEA Report No 2/2013, ISSN 1725-9177, Figure 2.5 Municipal waste recycling rates in 32 European countries, 2001 and 2010, S. 13; eea.europa.eu (PDF; 5,3 MB); Artikel, mit Links auf die Länderberichte eea.europa.eu
    EUROSTAT Data Explorer: Themen → Umwelt → Abfallstatistik → Abfallströme → Kommunale Abfälle (env_wasmun)
    Vergl. auch Highest recycling rates in Austria and Germany – but UK and Ireland show fastest increase. European Environment Agency, eea.europa.eu/pressroom, 19. März 2013.
  3. Indizes e geschätzt und s Eurostat Schätzung in EUROSTAT Data Explorer.
  4. EU: EU-27 mit Assoziierten und schon früher erhobenen Daten der Beitrittskandidaten.
    Dänemark: per 2010 neue Richtlinien für recyclebares Material aus Unternehmen; Municipal waste management in Denmark. (PDF; 780 kB) eea.europa.eu, Februar 2013, S. 3 u. 5.
    Kroatien: Keine Angaben für 2001.
    Österreich: Werte für Klärschlamm im Ausmaß von etwa 7 % wurden bei organischem Recycling angegeben, obwohl sie die Kriterien nicht erfüllen und deponiert wurden. Werte bezüglich Eurostat Data Explorer korrigiert laut Municipal waste management in Austria. (PDF; 1,2 MB) eea.europa.eu, Februar 2013, S. 3, Fußnote 1 sowie Figure 2.1 Recycling of MSW in Austria, S. 7. Vgl. auch allgemeine Quellen.
  5. Fazit aus einem Report über Altpapier-Recycling 1939/40 (Zweiter Weltkrieg) von Harald Ditges.
  6. Kreislaufwirtschaftsgesetz – KrWG.
  7. "§ 1 Ziele und Grundsätze Abs. 2 Z. 3. und Abs. 2a Z. 4. Bundesgesetz über eine nachhaltige Abfallwirtschaft (Abfallwirtschaftsgesetz 2002 – AWG 2002) StF BGBl. I Nr. 102/2002 (ris.bka).
  8. § 29 ff AWG 2002; siehe auch Genehmigung von Sammel- und Verwertungssystemen. usp.gv.at.
  9. § 29 (4) Weiters … AWG 2002.
  10. Die Bestandsaufnahme der Abfallwirtschaft in Österreich – Statusbericht 2013. (Memento vom 9. Januar 2016 im Internet Archive; PDF) Umweltbundesamt, Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft – Abteilung VI/3, diverse Abschnitte aus 1.2 Zusammenfassung der Bestandsaufnahme zur Abfallwirtschaft in Österreich, S. 2 ff und Spezialkapitel.
  11. Statusbericht 2012, 2.6 Getrennt gesammelte biogene Abfälle aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen, S. 40 f.
  12. Statusbericht 2012, 2.8 Abfälle aus dem Grünflächenbereich, S. 43 f.
  13. Statusbericht 2012, 2.7 Einzel- und Gemeinschaftskompostierung in Hausgärten, S. 42.
  14. Statusbericht 2012, 3.9. Aerobe biotechnische Behandlungsanlagen (Kompostierungsanlagen), S. 135 f.
  15. Statusbericht 2012, 3.10. Anaerobe biotechnische Behandlungsanlagen (Biogasanlagen), S. 137 f.
  16. Municipal waste management in Austria. (PDF; 1,2 MB) European Environment Agency, eea.europa.eu, Februar 2013, S. 3, sowie Figure 2.1 Recycling of MSW in Austria, S. 7. Vgl. auch Managing municipal solid waste — a review of achievements in 32 European countries. In: EEA Report, No 2/2013, ISSN 1725-9177, Figure 2.5 Municipal waste recycling rates in 32 European countries, 2001 and 2010, S. 13; eea.europa.eu (PDF; 5,3 MB).
  17. Statusbericht 2012, 2.5 Getrennt gesammelte Altstoffe aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen, S. 39.
  18. Statusbericht 2012, 2.2 Gemischter Siedlungsabfall aus Haushalten und ähnlichen Einrichtungen, S. 30.
  19. Zahlen Papier-Recycling für die Schweiz 2011
  20. dati.istat.it

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Gesetz zur Förderung der Kreislaufwirtschaft und Sicherung der umweltverträglichen Bewirtschaftung von Abfällen. In: Kreislaufwirtschaftsgesetz - KrWG. Bundesamt für Justiz, abgerufen am 4. November 2021.
  2. a b Kunststoff in der Umwelt - ein Kompendium | Plastik in der Umwelt. Abgerufen am 12. Oktober 2021.
  3. a b Wolfgang Weißbach: Werkstoffkunde: Strukturen, Eigenschaften, Prüfung. 16., überarbeitete Auflage. Friedr. Vieweg & Sohn Verlag GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden, Wiesbaden 2007, ISBN 978-3-8348-0295-8, S. 4.
  4. J. Brandrup; M. Bittner; W. Michaeli; G. Menges (Hrsg.): Die Wiederverwertung von Kunststoffen./ J. Brandrup (Hrsg.), Hanser Verl., München 1995, ISBN 3-446-17412-5.
  5. K. Grefermann, K. Halk, K.-D. Knörndel: Die Recycling-Industrie in Deutschland. (Ifo-Studien zur Industriewirtschaft; 58) Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung, München 1998, ISBN 3-88512-349-5.
  6. VDI-Gesellschaft Entwicklung, Konstruktion, Vertrieb (Hrsg.): Recycling - eine Herausforderung für den Konstrukteur. Tagung Bad Soden, 14. und 15. November 1991 (VDI-Berichte; 906), VDI-Verlag, Düsseldorf 1991, ISBN 3-18-090906-4.
  7. H. Kindler, A. Nikles: Energieaufwand zur Herstellung von Werkstoffen – Berechnungsgrundsätze und Energieäquivalenzwerte von Kunststoffen. In: Kunststoffe. Bd. 70, H. 12, 1980, S. 802–807.
  8. Elektroaltgeräte. In: umweltbundesamt.de. Umweltbundesamt, 5. Dezember 2017, abgerufen am 31. Januar 2019.
  9. Volker Mrasek: Elektroschrott - Das schwierige Recycling wertvoller Rohstoffe. Deutschlandfunk, 14. Oktober 2021, abgerufen am 15. Oktober 2021.
  10. Steels: Facts, Figures, Environment and Green Steels. Bei: dierk-raabe.com.
  11. Sachstandsbericht zum Stahlrecycling im Bauwesen. (PDF; 386 kB) Bergische Universität Wuppertal (PDF).
  12. Recycling von Kupferwerkstoffen. (PDF) Deutsches Kupferinstitut, 28. Juni 2011, S. 4, abgerufen am 8. Mai 2021: „Insgesamt beträgt der Anteil des recycelten Kupfers etwas mehr als ein Drittel der gesamten Weltproduktion. In Deutschland stammen mehr als 50 Prozent des hierzulande hergestellten Kupfers aus Recylingmaterial.“
  13. Hans Jebsen-Marwedel: Glastechnische Fabrikationsfehler. 4. Auflage, S. 214, 232 f.
  14. Warum Glas recyceln? Initiative der Glasrecycler im Aktionsforum Glasverpackung im Bundesverband Glasindustrie e. V., abgerufen am 6. Januar 2012.
  15. Recycling-Zahlen :: Aktionsforum Glasverpackung. 26. Februar 2015, abgerufen am 22. März 2021.
  16. Larry Weaver: Myth busting: Battery recycling does work. 20. Januar 2019, abgerufen am 14. Juni 2019 (amerikanisches Englisch).
  17. ATZ WORLDWIDE. Abgerufen am 14. Juni 2019 (englisch).
  18. Hellmuth Nordwig: Das mühsame Recycling von Lithium-Ionen-Akkus. In: Forschung aktuell (Rundfunksendung auf DLF). 23. Januar 2019, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  19. Sraffa, Piero: Production of Commodities by Means of Commodities. (deutsch: Warenproduktion mittels Waren, mit Nachworten von Bertram Schefold, Frankfurt a. M. 1976). Cambridge University Press, Cambridge 1960.
  20. Helmut Knolle: Die Wachstumsgesellschaft. Aufstieg, Niedergang und Veränderung. Papyrossa, Köln 2016, S. 79–81.
  21. Alexandra Sillgitt: Kostbarer Müll: Brutaler Kampf ums Altpapier. In: Der Spiegel, Rubrik "Wirtschaft", 31. März 2008.
  22. Nils Klawitter: Die neue Müllflut durch Corona. In: Der Spiegel. Nr. 35, 2020 (online).
  23. Der letzte Dreck? Phosphor-Recycling aus Klärschlamm. 9. März 2021, abgerufen am 4. November 2021.
  24. Phosphorverbrauch in Deutschland und Europa. 12. Februar 2021, abgerufen am 4. November 2021.
  25. Phosphor in Zahlen: Marktmacht und Preise. 12. Februar 2021, abgerufen am 4. November 2021.
  26. Elke Örtl: Klärschlammentsorgung in der Bundesrepublik Deutschland. Umweltbundesamt, 3. Mai 2018 (umweltbundesamt.de [abgerufen am 4. November 2021]).
  27. Pfand auf Plastikflaschen und Dosen kommt. In: orf.at. ORF, archiviert vom Original am 13. Oktober 2021; abgerufen am 30. August 2022 (österreichisches Deutsch).
  28. Eva Schrittwieser: 25 Cent Pfand pro Flasche und Dose ab 2025 in Österreich. In: Die Presse. 8. September 2022, abgerufen am 4. Oktober 2022.
  29. Isabel Strassheim: Kommt die Milchkarton-Rückgabe – samt Gebühr? In: 20 Minuten (Zürich), 25. Oktober 2017.
  30. Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca (Hrsg.): Rapporto Rifiuti Urbani: Edizione 2015. (PDF; 13 MB) isprambiente.gov.it-Internetportal (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca, Roma), 2015, Kapitel 2.2.
  31. Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca (Hrsg.): Rapporto Rifiuti Urbani: Edizione 2017. (ISPRA, Rapporti; 272/2017) (PDF; 18 MB) isprambiente.gov.it-Internetportal (Istituto Superiore per la Protezione e la Ricerca, Roma), Oktober 2017, ISBN 978-88-448-0852-5, S. 38.
  32. Giorgio Zampetti: Premessa. (PDF; 14 MB) In: Rifiuti Oggi: La newsletter di ecosportello. 29. Jg., H. 1, (2019), S. 5.