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Recycling-Code

Kennzeichnung zur Wiederverwendbarkeit
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Zu wenig Quellen --2003:C6:CF19:2300:4801:5A98:581E:E87E 16:41, 10. Jul. 2019 (CEST)
Allgemeines Recycling-Symbol

Der Recycling-Code dient der Kennzeichnung verschiedener Materialien zur Rückführung in den Wiederverwertungskreislauf (Recycling). Der Code besteht aus dem Recyclingsymbol: drei (oft grüne) Pfeile – die den Verwertungskreislauf widerspiegeln sollen – und einer Nummer, die das Material kennzeichnet. Zumeist wird darunter auch noch ein Kürzel angegeben, das die Werkstoffgruppe angibt. Weil dieses Kürzel variieren kann (z. B. PET aber auch PETE ist möglich), ist die Nummer das Ausschlaggebende.

Die Kennzeichnungen für Kunststoffe (Nummern 01 bis 07) wurden unter der Bezeichnung SPI resin identification coding system 1988 erstmals von der Society of the Plastics Industry (SPI) veröffentlicht. Die Buchstaben-Kürzel für Kunststoffe basieren auf den genormten Kurzzeichen für Kunststoffe.

Um den Sortieraufwand zu reduzieren, werden die Wertstoffe teilweise mit Unterstützung des Konsumenten vor der Wiederverwertung vorsortiert. Zu diesem Zweck haben viele Städte Recyclinghöfe zur Entsorgung von Wertstoffen eingerichtet. Diese können neben dem in Deutschland etablierten System „Grüner Punkt“ und dem Entsorgen von Altglas an den entsprechenden Sammelstellen genutzt werden.

In Deutschland regelt die Verpackungsverordnung vom 21. August 1998 (BGBl. I S. 2379) die Recycling-Codes, zuletzt geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 17. Juli 2014 (BGBl. I S. 1061).

Für Kunststoffe gibt es eine chinesische Norm mit einer weitaus feineren Unterteilung der verschiedenen Polymere.[1]

Recycling-NummernBearbeiten

Recycling-Nummer Kürzel Name des Werkstoffs Verwendung/Recycling zu
  PET oder PETE Polyethylenterephthalat Polyesterfasern, Folien, Flaschen für Lebensmittel und andere Flüssigkeiten, Lebensmittelverpackungen
  PE-HD oder HDPE Polyethylen High-Density Plastikflaschen, Abfalleimer, Plastikrohre, Kunstholz
  PVC Polyvinylchlorid Fensterrahmen und Rohre
  PE-LD oder LDPE Polyethylen Low-Density Plastiktaschen, Eimer, Seifenspenderflaschen, Plastiktuben, Folien
  PP Polypropylen Stoßstangen, Innenraumverkleidungen, Industriefasern, Lebensmittelverpackungen, DVD- und Blu-ray-Hüllen
  PS Polystyrol Spielzeug, Blumentöpfe, Videokassetten, CD-Hüllen, Aschenbecher, Koffer, Schaumpolystyrol, Lebensmittelverpackungen
  O (OTHER) Andere Kunststoffe wie Polycarbonat (PC), Polyamid (PA), Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS), Polymethylmethacrylat (PMMA), Polylactide (PLA), u. a. Die Nr. 7 ist weder in der deutschen Verpackungsverordnung noch in der europäischen Verpackungsrichtlinie definiert. Der Grundsatz lautet: Die Kennzeichnung ist freiwillig, aber wenn ich kennzeichne, dann gemäß Vorgaben. Somit kann die Nr. 7 nicht nach Lust und Laune belegt werden. Das Grundproblem stellt hier die veraltete Rechtsgrundlage dar – so fehlen z. B. auch LLDPE und andere in der Kunststoffverarbeitung eingesetzte Materialien wie EVOH oder Haftvermittler in dieser Aufstellung.
  PAP Wellpappe Verpackungen
  Sonstige Pappe Verpackungen
  Papier Zeitungen, Zeitschriften etc.
  FE Stahl Stahl
  ALU Aluminium
  FOR Holz
  Kork Korken (in Flaschen), Dämmmaterial, Bodenbeläge
  TEX Baumwolle
  Jute
  GL Farbloses Glas „Neues“ Glas
  Grünes Glas
  Braunes Glas
80 Verbundstoffe: CX
mit X=Abkürzung des Hauptbestandteils
Papier und Pappe/verschiedene Metalle
81 Papier und Pappe/Kunststoff
82 Papier und Pappe/Aluminium
83 Papier und Pappe/Weißblech
  Papier und Pappe/Kunststoff/Aluminium
85 Papier und Pappe/Kunststoff/Aluminium/Weißblech
  Kunststoff/Aluminium
91 Kunststoff/Weißblech
92 Kunststoff/verschiedene Metalle
95 Glas/Kunststoff
96 Glas/Aluminium
97 Glas/Weißblech
98 Glas/verschiedene Metalle

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Standardization Administration of the People’s Republic of China (SAC) GB16288, 2008. Marking of plastics products. Chinese Standard Publishing House, Beijing; 2008, zitiert nach E. J. Hunt, C. Zhang, N. Anzalone, and J. M. Pearce. Polymer Recycling Codes for Distributed Manufacturing with 3-D Printers, Resources, Conservation and Recycling 97, S. 24–30 (2015). doi:10.1016/j.resconrec.2015.02.004