Pat Fallon

US-amerikanischer Politiker

Patrick „Pat“ Edward Fallon (* 19. Dezember 1967 in Pittsfield, Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Politiker (Republikanische Partei). Er ist seit dem 3. Januar 2021 Abgeordneter des 4. Kongresswahlbezirkes des Bundesstaates Texas im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Zuvor gehörte er von 2013 bis 2019 dem Repräsentantenhaus und anschließend bis 2021 dem Senat von Texas an.

Pat Fallon (2020)

LebenBearbeiten

Pat Fallon ist der Sohn zweier Lehrer und wuchs in verschiedenen Orten innerhalb der Vereinigten Staaten auf. Er studierte Internationale Beziehungen an der University of Notre Dame und war dort Spieler in der American-Football-Mannschaft, die 1988 unter Trainer Lou Holtz in einer Perfect Season den Fiesta Bowl gewann. Während des Studiums meldete Fallon sich für den Reserve Officer Training Corps der United States Air Force. Anschließend war er vier Jahre aktiv im Dienst und wurde mit der Air Force Achievement Medal ausgezeichnet. Nach dem Abschluss seines Studiums zog Fallon in das Denton County in Texas um. Er ist Vorsitzender eines Bekleidungsherstellers mit knapp 100 Mitarbeitern mit Sitz in der Stadt Prosper.

Fallon ist Susan Kimberly Garner verheiratet, hat zwei Söhne und lebte zum Zeitpunkt der Kongresswahlen nach eigenen Angaben in Prosper. Im Vorfeld der Wahlen kamen an dieser Angabe Zweifel auf, da seine Kinder öffentliche Schulen in Frisco besuchen. Frisco liegt, im Gegensatz zu Prosper, nicht im 4. Kongresswahlbezirk. Heute lebt Fallon in Sherman.[1]

Politische KarriereBearbeiten

2009 wurde Fallon in den Stadtrat von Frisco gewählt. Im Mai 2011 übernahm er kurzzeitig das Amt des Mayor Pro-Tem. Am 6. November 2012 gewann Fallon die Wahl zum Repräsentantenhaus von Texas mit 83,2 Prozent der Stimmen gegen den Kandidaten Rodney Caston von der Libertarian Party. Zwei Jahre später konnte er das Amt mit knapp 70 Prozent der Stimmen gegen Caston sowie die Demokratin Lisa Osterholt verteidigen.[2] 2016 wurde er wiederum mit sehr großem Vorsprung für eine dritte Amtszeit bestätigt. Während seiner Zeit im Repräsentantenhaus positionierte Fallon sich als Abtreibungsgegner und unterstützte entsprechende Gesetzesentwürfe.[3] Er lehnte zudem ein Gesetz zur Einführung einer steuerfinanzierten Schulverpflegung ab und forderte, United States Marshals als Sicherheitsleute für Schulen zur Verfügung zu stellen.

Im Juli 2017 kündigte Fallon an, bei den Senatswahlen in Texas für den 30. Senatswahlbezirk antreten und den Amtsinhaber Craig Estes herausfordern zu wollen. In einer Vorwahl am 6. März 2018 wurde er als Kandidat der Republikanischen Partei ausgewählt. Bei der Wahl am 6. November 2018 setzte Fallon sich mit 73,9 Prozent der Stimmen gegen den Demokraten Kevin Lopez durch. Im Mai 2020 startete Fallon seine Kampagne für die Wahl zum Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten im November. Zuvor war der bisherige Abgeordnete John Ratcliffe zum Director of National Intelligence ernannt worden. Am 3. November 2020 gewann Fallon, dem bereits im Vorfeld ein sicherer Erfolg vorausgesagt wurde, die Repräsentantenhauswahl gegen den Demokraten Russell Foster und einen weiteren Kandidaten. Fallon erhielt 75,4 Prozent der Stimmen.[4]

Mit dem Beginn der neuen Legislaturperiode trat Pat Fallon sein Amt am 3. Januar 2021 an. Er ist Mitglied im United States House Committee on Armed Services. Fallon ist einer der 139 republikanischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus, die am 7. Januar 2021, nach der Erstürmung des Kapitols, gegen die Verifizierung von Joe Biden als Gewinner der Präsidentschaftswahl stimmten.[5]

WeblinksBearbeiten

Commons: Pat Fallon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. U.S. Representative Pat Fallon. The Texas Tribune, abgerufen am 7. März 2021.
  2. 2014 General Election Results. Texas Secretary of State, 4. November 2014, abgerufen am 7. März 2021.
  3. Pat Fallon’s Voting Records. In: justfacts.votesmart.org, abgerufen am 7. März 2021.
  4. 2020 General Election Results. The Texas Tribune, 3. November 2020, abgerufen am 7. März 2021.
  5. Karen Yourish, Larry Buchanan, Denise Lu: The 147 Republicans Who Voted to Overturn Election Results. New York Times, 7. Januar 2021, abgerufen am 7. März 2021.