Niels Giffey

deutscher Basketballspieler
Basketballspieler
Niels Giffey
Giffey (2021)
Spielerinformationen
Geburtstag 8. Juni 1991
Geburtsort Berlin, Deutschland
Größe 200 cm
Position Small Forward
College University of Connecticut
NBA Draft nicht gedraftet (2014)
Vereinsinformationen
Verein Žalgiris Kaunas
Liga LKL / EuroLeague
Trikotnummer 5
Vereine als Aktiver
2007–2008 DeutschlandDeutschland TuS Lichterfelde Berlin
2008–2010 DeutschlandDeutschland Alba Berlin II / Alba (NBBL)
2010–2014 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten University of Connecticut
2014–2021 DeutschlandDeutschland Alba Berlin
seit 0 2021 LitauenLitauen Žalgiris Kaunas
Nationalmannschaft1
seit002013 DeutschlandDeutschland Deutschland 73 Spiele[1]
1Stand: 09.09.2019

Niels Giffey (* 8. Juni 1991 in Berlin) ist ein deutscher Basketballspieler. Er steht bei Žalgiris Kaunas in Litauen unter Vertrag. Der 2,00 Meter große Small Forward spielte 2013 als jüngster Spieler im Kader der Nationalmannschaft seine erste Europameisterschaft. Darüber hinaus ist er der zweite Deutsche, der die amerikanische College-Meisterschaft zweimal, 2011 und 2014, gewann.

Die SPD-Politikerin Franziska Giffey ist Ehefrau seines Onkels.[2]

KarriereBearbeiten

Giffey spielte in seiner Jugend zunächst beim BBC Berlin und den Marzahner Basket Bären, mit deren U16-Mannschaft er 2006 Deutscher U16-Meister wurde. Anschließend spielte er beim TuS Lichterfelde Berlin unter anderem in der ersten Mannschaft in der ProB 2007/08 unter Trainer Matej Mamić. Nach dem Abstieg aus der ProB 2008 endete die Kooperation der Lichterfelder mit dem mehrfachen deutschen Herrenmeister Alba Berlin, Giffey wechselte in die Alba-Nachwuchsmannschaften, wo er mit einigen Mannschaftskameraden aus seiner Zeit bei den Basket Bären 2009 in der NBBL erneut die deutsche Meisterschaft der Altersklasse U19 erreichte.[3] Ein Jahr später verpasste man die Titelverteidigung im Finale gegen Ehingen/Urspring. Dafür gelang Giffey mit der zweiten Mannschaft von Alba Berlin in der Regionalliga der Aufstieg in die dritthöchste deutsche Spielklasse ProB.

2010 begann Giffey ein Studium in den Vereinigten Staaten, wo er ein Sportstipendium der University of Connecticut erhielt. Deren Hochschulmannschaft Huskies zählte zu den führenden Mannschaften der damaligen Big East Conference in der Collegeliga NCAA. Gleich in seiner Freshman-Saison konnte Giffey mit den Huskies die prestigeträchtige NCAA Division I Basketball Championship 2011 gewinnen und war dabei erst der dritte Deutsche mit Einsatzzeit im Endspiel beim Titelgewinn.[4][5][Anmerkung 1] Zum Ende seiner College-Karriere 2014 gewann er mit den Huskies erneut die NCAA-Meisterschaft. Damit wurde er der zweite Deutsche, der die College-Meisterschaft zweimal gewinnen konnte.[6] Giffey war als College-Senior automatisch für den NBA-Draft 2014 angemeldet, wurde jedoch nicht ausgewählt. Nachdem er sich in der NBA Summer League bei Utah Jazz und Memphis Grizzlies nicht empfehlen konnte, wurde er am 15. Juli 2014 von Alba Berlin verpflichtet.[7]

Giffey erhielt in seinem ersten Bundesligajahr im Schnitt 17 Minuten Einsatzzeit pro Begegnung und erzielte 6,8 Punkte je Partie. Er stieg in Berlin 2017 zum Mannschaftskapitän auf[8] und erzielte in der Saison 2018/19 mit einem Wert von 9,6 Punkten je Begegnung seinen bislang höchsten Wert seiner Bundesliga-Zeit in dieser statistischen Kategorie.[9] Giffey wurde zugeschrieben, sich in Berlin insbesondere mit seinen Stärken in der Verteidigung sowie mit seiner mannschaftsdienlichen und konstanten Spielweise hervorzutun.[10] In der Saison 2019/20 gewann er als Mannschaftskapitän mit Berlin die deutsche Meisterschaft[11] sowie den Pokalwettbewerb.[12] Giffey erzielte im Meisterjahr in der Bundesliga im Schnitt 10,2 Punkte je Begegnung.[13] Im Spieljahr 2020/21 wurde er mit Berlin wieder deutscher Meister, Giffey brachte es auf dem Weg zum wiederholten Titel in 34 Bundesliga-Einsätzen wie im Vorjahr auf 10,2 Punkte je Begegnung.[9]

Im Juni 2021 wurde Giffey von der litauischen Spitzenmannschaft Žalgiris Kaunas verpflichtet und wurde dort Spieler des österreichischen Trainers Martin Schiller.[14]

NationalmannschaftBearbeiten

Er durchlief alle DBB-Nachwuchsnationalmannschaften und wurde 2011 Fünfter bei der U20-Europameisterschaft. Bei der Basketball-Europameisterschaft 2013 erhielt er von Bundestrainer Frank Menz im Schnitt 25 Minuten Spielzeit[15] und wurde gleich als „Starter“ auf das Parkett beordert.[16]

WeblinksBearbeiten

Commons: Niels Giffey – Sammlung von Bildern

AnmerkungenBearbeiten

  1. Drei weitere Deutsche, darunter Giffeys Mannschaftskollegen Enosch Wolf im Jahr 2011 und Leon Tolksdorf 2014, standen im Kader von Gewinnern des NCAA Tournament, kamen im jeweiligen Finale aber nicht zum Einsatz.

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Länderspiel-Statistiken von Niels Giffey.
  2. Lars Spannagel: Alba-Kapitän Niels Giffey über Franziska Giffey: „Sie kommt immer sehr ambitioniert rüber“. In: Tagesspiegel.de. 9. März 2018, abgerufen am 22. Februar 2020.
  3. Jan Buchholz: Meister! ALBAs NBBL-Team besiegt Paderborn im Herzschlagfinale. (Nicht mehr online verfügbar.) ALBA Berlin, 10. Mai 2009, archiviert vom Original am 10. Januar 2015; abgerufen am 15. Februar 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.albaberlin.de
  4. "Giffs" Huskies erklimmen den Thron. Sport1, 5. April 2011, abgerufen am 14. Februar 2014.
  5. Associated Press: Connecticut wins third national title thanks to Butler's woeful shooting. ESPN, 4. April 2011, abgerufen am 15. Februar 2014 (englisch, Spielbericht mit ausführlichen Statistiken).
  6. College-Basketball: Zweiter Titel für Nationalspieler Giffey. Spiegel, 8. April 2014, abgerufen am 8. April 2014.
  7. Berliner Junge Niels Giffey kehrt zurück an die Spree (Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.albaberlin.de
  8. WELT: Nationalspieler Giffey ist neuer Kapitän bei ALBA Berlin. 17. August 2017 (welt.de [abgerufen am 5. Juli 2019]).
  9. a b 5787 Niels GIFFEY. In: BBL GmbH. Abgerufen am 5. Juli 2019.
  10. Niels Giffey ist Albas Dauerspieler. Abgerufen am 5. Juli 2019.
  11. Alba Berlin ist deutscher Basketball-Meister. Rundfunk Berlin-Brandenburg, abgerufen am 28. Juni 2020.
  12. Alba Berlin hat Durst – auf mehr. Abgerufen am 28. Juni 2020.
  13. https://www.easycredit-bbl.de/de/easycredit-bbl/historie/teams/t/2019-2020/413-ber/
  14. Kauno „Žalgiryje“ – Vokietijos čempionas N.Giffey. In: Žalgiris. 18. Juni 2021, abgerufen am 18. Juni 2021 (litauisch).
  15. Niels Giffey / EuroBasket 2013. (Nicht mehr online verfügbar.) FIBA Europa, archiviert vom Original am 22. Februar 2014; abgerufen am 15. Februar 2014 (englisch, Spielerprofil / Statistiken EM-Endrunde 2013).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurobasket2013.org
  16. Jan Finken: EM: Vom NBBL-Champ in Deutschlands Starting Five. (Nicht mehr online verfügbar.) Nachwuchs-Basketball-Bundesliga, 6. September 2013, archiviert vom Original am 22. Februar 2014; abgerufen am 15. Februar 2014.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nbbl-basketball.de