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Max Weber

deutscher Soziologe, Jurist, National- und Sozialökonom (1864-1920)
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Max Weber (1894)
Max Weber (1878)
Der 15-jährige Max Weber (links) und seine Brüder Alfred (Mitte) und Karl (rechts) im Jahr 1879

Maximilian Carl Emil Weber (* 21. April 1864 in Erfurt; † 14. Juni 1920 in München) war ein deutscher Soziologe und Nationalökonom. Er gilt als einer der Klassiker der Soziologie sowie der gesamten Kultur- und Sozialwissenschaften. Mit seinen Theorien und Begriffsprägungen hatte er großen Einfluss insbesondere auf die Wirtschafts-, die Herrschafts- und die Religionssoziologie. Mit seinem Namen verknüpft sind die „Protestantismus-Kapitalismus-These“, das Prinzip der „Werturteilsfreiheit“ sowie die Unterscheidung von „Gesinnungs-“ und „Verantwortungsethik“. Als früher Theoretiker der Bürokratie wurde er über den Umweg der US-amerikanischen Rezeption zu einem der Gründungsväter der Organisationssoziologie gekürt.

LebenBearbeiten

Jugendzeit und StudiumBearbeiten

Max Weber wurde am 21. April 1864 als erstes von acht Kindern in Erfurt geboren.[1] Seine Eltern waren der Jurist und spätere Reichstagsabgeordnete der Nationalliberalen Partei Max Weber sen. (1836–1897) und Helene Weber, geb. Fallenstein (1844–1919). Sein 1868 geborener Bruder Alfred wurde ebenfalls Nationalökonom und Universitätsprofessor im Fach Soziologie, der 1870 geborene Bruder Karl wurde Architekt. Er war über die mütterliche Linie Neffe von Hermann Baumgarten und Vetter von Fritz Baumgarten und Otto Baumgarten.

Max Weber galt als Sorgenkind, das bereits im Alter von zwei Jahren an Meningitis erkrankt war. Das Recht des Erstgeborenen machte er früh geltend; er fühlte sich als Vermittler von Streitigkeiten zwischen Kindern und Eltern in der Familie. Schon mit dreizehn Jahren las er Werke der Philosophen Schopenhauer, Spinoza und Kant, aber auch literarische Autoren wie Johann Wolfgang Goethe.

Nach dem Abitur am Königlichen Kaiserin-Augusta-Gymnasium in Charlottenburg studierte Weber von 1882 bis 1886 – unterbrochen von seinem Wehrdienst 1883/1884 als Einjährig-Freiwilliger in Straßburg – Jura, Nationalökonomie, Philosophie und Geschichte in Heidelberg, Göttingen und Berlin. Seine Militärzeit erlebte er anfangs als „stumpfsinnig“ und beendete sie als Reserveoffizier.[2] Webers Alltag war einerseits geprägt von harter Arbeit, ausgiebigen Lektüren und intellektuellen Kontakten, andererseits vom damaligen Studentenleben zwischen Mensuren und exzessiven Trinkgewohnheiten.[3] Weber war Mitglied der Studentenverbindung Burschenschaft Allemannia (SK), aus der er per Brief vom 17. Oktober 1918 seinen Austritt erklärte.[4] Weber begründete im Austrittsbrief an den Vorsitzenden der Philisterkommission, dass ihn die „geistige Inzucht“ und „Beschränkung des persönlichen Verkehrs“ des Verbindungswesens zu dieser Entscheidung bewegt habe.[5]

Nach bestandenem Ersten Juristischen Staatsexamen am 15. Mai 1886 am Oberlandesgericht Celle begann Max Weber das vierjährige Referendariat in Berlin, das er am 18. Oktober 1890 mit dem Zweiten Juristischen Staatsexamen abschloss.[6] Noch während des Referandariats wurde er am 1. August 1889 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin zum Dr. jur. (magna cum laude) mit der Dissertation Die Entwickelung des Solidarhaftprinzips und des Sondervermögens der offenen Handelsgesellschaft aus den Haushalts- und Gewerbegemeinschaften in den italienischen Städten promoviert. Sein Doktorvater war der Jurist und Handelsrechtler Levin Goldschmidt. Bei der öffentlichen Disputation kam es dann zu der berühmten Intervention von Theodor Mommsen: "Sohn, da hast Du meinen Speer, meinem Arm wird er zu schwer."[7]

Universitätslaufbahn und politische PositionenBearbeiten

1892 erfolgte die Habilitation für Römisches (Staats- und Privat-)Recht und Handeslrecht in Berlin bei August Meitzen. Webers Habilitationsschrift trug den Titel Die römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht.[8] Ein Jahr später, 1893, wurde er im Alter von 29 Jahren außerordentlicher Professor für Handelsrecht in Berlin. Im selben Jahr heiratete er in Oerlinghausen seine entfernte Cousine Marianne Schnitger, die später als Frauenrechtlerin, Schriftstellerin und Politikerin aktiv wurde. Vieles spricht dafür, dass die beiden eine sogenannte Gefährtenehe führten. Die Ehe blieb kinderlos.

Ebenfalls 1893 wurde Max Weber erstmalig in den Ausschuss des Vereins für Socialpolitik kooptiert. Vorangegangen war die große empirische Studie zur Lage der Landarbeiter im ostelbischen Deutschland, die 1892 in der Schriftenreihe des Vereins erschienen war.[9] Dem Verein gehörte Weber bis zu seinem Lebensende an. Weber gehörte der jüngeren linksliberalen Generation des Vereins an, nicht der älteren Generation der sogenannten Kathedersozialisten um Gustav Schmoller und Adolph Wagner. 1893 trat Weber auch in den Alldeutschen Verband ein, der eine nationalistische Politik vertrat. Diese Organisation verließ er jedoch 1899, als er sich in der sogenannten „Polenfrage“ mit seiner Forderung nach Schließung der Grenzen für polnische Wanderarbeiter nicht durchsetzen konnte. In seinem Austrittsschreiben vom 22. April 1899 gibt Max Weber ausdrücklich die Polenfrage als Grund seines Austritts an und beschwert sich, dass der Alldeutsche Verband den völligen Ausschluss der Polen nicht mit der gleichen Vehemenz gefordert habe, mit der er sich für die Ausweisung der Tschechen und Dänen eingesetzt hatte.[10] Insofern scheiterte Weber an dieser Stelle daran, dass im Alldeutschen Verband die bäuerlichen Mitglieder, welche die Überwindung des Landarbeitermangels in den Vordergrund stellten, ihre Interessen durchsetzen konnten.[11]

Bereits 1894 bekam er einen Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Dort hielt er am 13. Mai 1895 seine Antrittsrede Der Nationalstaat und die Volkswirtschaftspolitik, die im selben Jahr veröffentlicht wurde.[12] 1896 nahm er einen Ruf auf den renommierten Lehrstuhl von Karl Knies an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an. Weber war seit Anfang der 1890er Jahre bis zu seinem Lebensende Mitglied im Verein für Socialpolitik. In den 1890ern war er Mitglied des Evangelisch-sozialen Kongreßes und unterstützte Friedrich Naumann und den von ihm gegründeten Nationalsozialen Verein.

Aufgabe der Lehrtätigkeit und wissenschaftlichen ArbeitBearbeiten

 
Max Weber, etwa 1907

1898 musste Weber wegen eines als Neurasthenie diagnostizierten Nervenleidens seine Lehrtätigkeit einschränken. Seit 1900 unterrichtete er nicht mehr, und 1903 gab er seine Professur auf. Er lebte bis 1918 als Privatgelehrter von den Zinserträgen des familiären Vermögens.

1904 übernahm Weber zusammen mit Edgar Jaffé und Werner Sombart die Redaktion des Archivs für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik und nahm damit seine publizistische Tätigkeit wieder auf. Im selben Jahr unternahm er eine dreimonatige Reise in die USA, wo er protestantische Gemeinden, die Schlachthöfe von Chicago, Indianerschulen und das Tuskegee Institute besuchte und den von ihm sehr geschätzten schwarzen Wissenschaftler W. E. B. Du Bois traf; Eindrücke, die bei Weber zu einer zunehmenden Ablehnung rassisch orientierter Erklärungsmuster für historische und gesellschaftliche Zusammenhänge führten.[13]

Seit 1909 widmete sich Weber intensiv der Konzeption eines großangelegten neuen Handbuchs, des Grundrißes der Sozialökonomik. Als sein eigener Beitrag hierzu erschien postum 1922 Wirtschaft und Gesellschaft.[14]

1909 gründete er zusammen mit Rudolf Goldscheid sowie Ferdinand Tönnies, Georg Simmel und Werner Sombart die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS). Von großer Bedeutung für die Gestaltung seines sozialen Umfeldes war der Gesprächszirkel, der sogenannte "Sonntagskreis" (Marianne Weber), der nach Webers Heidelberger Umzug von 1910 in die großelterliche "Fallensteinvilla" in der Ziegelhäuser Landstraße 17, stattfand. Daran beteiligt waren Wissenschaftler, Politiker und Intellektuelle wie Ernst Troeltsch, Georg Jellinek, Friedrich Naumann, Emil Lask, Karl Jaspers, Friedrich Gundolf, Georg Simmel, Georg Lukács, Ernst Bloch, Gustav Radbruch, Theodor Heuss und andere. Der sogenannte „Mythos von Heidelberg“ wurde nicht zuletzt durch diese Zusammentreffen begründet.

Erster WeltkriegBearbeiten

 
Weber (Mitte, im Profil) 1917 auf der Lauensteiner Tagung, auf dem Bild direkt rechts neben ihm Ernst Toller

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges war Max Weber ein Jahr lang Disziplinaroffizier der Lazarettkommission in Heidelberg. Während der Lauensteiner Tagungen 1917 plädierte er für eine konsequente Weiterführung des Krieges. Er warnte jedoch seit Kriegsbeginn mit Nachdruck vor übertriebenen Annexionsforderungen, die einen Friedensschluss erschweren würden, und vor einer Kriegsführung, die einen Kriegseintritt der USA provozieren könnte.[15] Gleichzeitig setzte er sich für ein parlamentarisches System nach britischem Vorbild ein, das die politische Führungsrolle der Monarchen in Deutschland deutlich beschränken sollte.

Anfang September 1917 wurde Weber an die Universität Wien berufen. Dort nahm er die Lehrtätigkeit auf, fühlte sich aber bald überlastet und kehrte im Juni 1918 wieder nach Heidelberg zurück.

Nach KriegsendeBearbeiten

Nach Kriegsende gehörte Weber zum Gründungskreis der links-liberalen Deutschen Demokratischen Partei (DDP), für die er sogar zur Verfassunggebenden Nationalversammlung kandidieren wollte. 1919 wurde er zum Sachverständigen der deutschen Delegation bei der Friedenskonferenz zum Versailler Vertrag unter der Leitung des Reichsaußenministers Graf Brockdorff-Rantzau berufen.

1919 folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Nationalökonomie an der Universität München, den zuvor Lujo Brentano innegehabt hatte. Im selben Jahr wurde er auch ordentliches Mitglied in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Angebote der Universitäten Göttingen und Berlin sowie einen speziell auf seine Interessen ausgerichteten Lehrstuhl in Bonn lehnte er ab.

Anfang Mai 1919 wurde von Freikorps- und Reichswehrtruppen die linksrevolutionäre Münchner Räterepublik gewaltsam niedergeschlagen. Obwohl Weber kein Anhänger dieser Räterepublik war, setzte er sich als Zeuge der von Hugo Haase geführten Verteidigung beim im Juli 1919 erfolgenden „Hochverratsprozess“ gegen Ernst Toller (zu der Zeit bayerischer USPD-Vorsitzender und einer der bedeutendsten Anführer der ersten Phase der Räterepublik), den Weber bei der Lauensteiner Tagung kennen und schätzen gelernt hatte, für den Angeklagten ein: Er attestierte Toller die „absolute Lauterkeit eines radikalen Gesinnungsethikers“.[16] Aufgrund dieser Aussage dürfte Toller der Todesstrafe, wie sie gegenüber anderen Protagonisten der Räterepublik ausgesprochen wurde, entgangen sein.

Auf die nach Kriegsende weiter fortschreitende Radikalisierung der deutschen Rechten, die die Niederlage nicht akzeptieren wollte, reagierte Max Weber mit zunehmendem Befremden. Hierbei wirkte sich auch der Umstand aus, dass rechtsradikale Studentengruppen seine Vorlesung zu sabotieren versuchten.[17]

 
Auf dem Heidelberger Bergfriedhof befindet sich die Grabstätte von Max Weber und seiner Ehefrau Marianne Weber, geschmückt von einer Grabstele, auf der die Lebensdaten des Paares eingemeißelt sind

Erkrankung und TodBearbeiten

Webers Gesundheit war durch die für ihn ungewohnten Belastungen aus dem Lehramt, dazu durch eine eklatante, jahrelang betriebene arbeitsmäßige Überlastung so angegriffen, dass er seine Vorlesungen nicht mehr halten konnte. Er erkrankte an der Spanischen Grippe, zog sich eine Lungenentzündung zu und starb an deren Folgen am 14. Juni 1920 in München. Zur Trauerfeier und Beerdigung auf dem Heidelberger Bergfriedhof, bei der seine Frau Marianne die Trauerrede hielt, kamen etwa tausend Menschen. Die Grabstätte von Weber und seiner Frau befindet sich in der Abteilung E.

WerkBearbeiten

Max Weber ist der jüngste der drei Gründerväter der deutschen Soziologie (neben Tönnies und Simmel). Er wird als Begründer der Herrschaftssoziologie und neben Émile Durkheim als Begründer der Religionssoziologie betrachtet. Auch zählt er neben Karl Marx und Georg Simmel zu den bedeutenden Klassikern der Wirtschaftssoziologie. Für zahlreiche andere Teilgebiete der Soziologie, etwa die Rechts-, Organisations- und Musiksoziologie gab Weber ebenfalls wesentliche Anregungen.

 
Eine Manuskriptseite aus der Rechtssoziologie innerhalb von Wirtschaft und Gesellschaft

Zu seinen bekanntesten und den weltweit verbreitetsten Werken der Soziologie zählen die 1904 und 1905 unter dem Titel Die protestantische Ethik und der 'Geist' des Kapitalismus veröffentlichten Abhandlungen sowie sein Monumentalwerk Wirtschaft und Gesellschaft, welches erst 1921/22 nach seinem Tod von seiner Frau Marianne Weber postum als 3. Abteilung des Grundrisses der Sozialökonomik veröffentlicht wurde und eine umfassende Darstellung seines Begriffs- und Denkhorizontes bietet. Max Weber prägte darin den Begriff der „Socialökonomie“, welche heute auch als Sozialökonomik und Sozialökonomie bezeichnet wird.[18]

SoziologieBearbeiten

Er beschrieb die Soziologie als „Wissenschaft, welche soziales Handeln deutend verstehen und dadurch in seinem Ablauf und seinen Wirkungen ursächlich erklären will“. Der Begriff des sozialen Handelns markiert in dieser Definition den zentralen (wenngleich nicht einzigen) Tatbestand, welcher für die Soziologie als Wissenschaft konstitutiv ist.

Soziales Handeln wird von Weber dadurch definiert, dass es nach dem subjektiven Sinn der Handlung und faktisch, in dessen Ablauf, an dem Verhalten anderer orientiert ist. Er unterscheidet zudem vier Idealtypen des sozialen Handelns, je nach Art der Gründe, die dafür geltend gemacht werden können: zweckrationales, wertrationales, affektuelles oder traditionelles Handeln. Für die beiden rationalen Handlungstypen gilt, dass die Gründe auch als Ursachen des Handelns aufgefasst werden können. Die Handlungstypen dienen schließlich der empirischen Forschung als kausale Hypothesen und als Kontrastfolien für die Beschreibung des tatsächlichen Verhaltens.[19]

Wissenschaftstheoretisch trat er für eine qualitative Methode ein; siehe auch Methodenstreit. Des Weiteren bestand Weber auf einer Soziologie als werturteilsfreier Wissenschaft, siehe Werturteilsstreit.

SozialgeschichteBearbeiten

Darüber hinaus hat er wichtige Erkenntnisse zur Ökonomie beigesteuert. Webers zentrale Forschung befasste sich mit den Gründen für die spezifischen Eigenarten des Kapitalismus im Okzident, der westlichen Hemisphäre. Auch bei seinen soziologischen Arbeiten ging er letztendlich von einem sozial-ökonomischen Erkenntnisinteresse aus.[20] Zentrales Thema waren dabei Gründe und Erscheinungen des sich in der westlichen Welt als kulturelle Basis von 'Wirtschaft und Gesellschaft' spätestens mit dem ausgehenden Mittelalter etablierenden „okzidentalen Rationalismus“. Man kann Webers ersten soziologischen Aufsatz im engeren Sinne, Die sozialen Gründe des Untergangs der antiken Kultur von 1896,[21] als Grundlegung für seine späteren Arbeiten ansehen. Die besondere Entwicklung des Okzidents zeigt sich danach in einer großen Zahl von gesellschaftlichen Bereichen. Er nennt neben dem Ende der Sklaverei die Entwicklung der okzidentalen Stadt, die rationale Betriebsgestaltung und Verwaltungsorganisation („Bürokratie“), nicht zuletzt auch die „methodische“ Gestaltung des Alltags der Gesellschaftsmitglieder („Lebensführung“).

„Politik als Beruf“Bearbeiten

In einem im Januar 1919 in München gehaltenen Vortrag über Politik als Beruf formuliert Weber drei Grundanforderungen für den Politiker: Leidenschaft im Sinne von Sachlichkeit, Verantwortlichkeit im Interesse des Sachanliegens, „Augenmaß“ als notwendige persönliche Distanz zu Dingen und Menschen. Ein Verhältnis zur Politik, das der Gesinnungsethik den Vorzug gegenüber der Verantwortungsethik gab, lehnte er als irrational ab.

TerminologieBearbeiten

Seine Begriffsbildungen werden bis heute in der Soziologie und der Politikwissenschaft als Grundlage weiterer Forschungen genommen, z. B. seine Definitionen von Macht und Herrschaft, der Begriff des Idealtypus sowie die – trotz ihrer weiten Verbreitung aufgrund der impliziten Wertung vielfach als fragwürdig betrachteten – Einteilung des moralischen Handelns in Gesinnungs- und Verantwortungsethik. In den Politikwissenschaften werden etwa Webers Hinweise auf die Bedeutung des Berufspolitikers, des staatlichen Gewaltmonopols oder die Wirkung von Charisma aufgegriffen.

„Idealtyp“Bearbeiten

Der Idealtypus ist ein theoretisches Konstrukt, das bestimmte, für relevant gehaltene Aspekte der sozialen Realität bewusst überzeichnet und in einen Zusammenhang bringt. Er ist stets auf logisch-gedankliche Perfektion hin angelegt und wird über Beobachtung sozialer Phänomene, Abstraktion und auf der Grundlage von allgemeinen Erfahrungsregeln gewonnen. Ziel der idealtypischen Konstruktion sind trennscharfe Begriffe, mit denen empirische Phänomene unter dem Gesichtspunkt ihrer Kulturbedeutung verstanden werden können. Weber spricht sich eindeutig gegen eine normative Betrachtung des Idealtypus aus, die Inbezugsetzung von Wirklichkeit und Idealtypus mit dem Ziel des Vergleichs dürfe nicht verwechselt werden mit deren Bewertung.[22]

Protestantismus und KapitalismusBearbeiten

Den Kern der Weberschen Analyse („Die protestantische Ethik und der ‚Geist‘ des Kapitalismus“, 1904/05; überarbeitet 1920) bildet sein Nachweis, dass eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Entstehung des modernen, betriebswirtschaftlichen Kapitalismus besteht, wenn bestimmte ökonomische Komponenten mit einem religiös „fundamentierten“, innerweltlich-asketischen Berufsethos zusammentreffen. Eine direkte Ableitbarkeit des kapitalistischen Wirtschaftshandelns aus protestantischen Mentalitätsursprüngen behauptet Weber nicht.

Das besondere „Wahlverwandtschaftsverhältnis“ zwischen Protestantismus und Kapitalismus ist durch den Gedanken der Berufspflicht geschaffen. Die Entwicklung des „Berufsmenschentums“, als einer Komponente (unter mehreren) des „kapitalistischen Geistes“, war nach Weber durch einzelne, im 17., 18. und auch noch im 19. Jahrhundert hochwirksame religiöse Motive – Beruf als „Berufung“ und das daraus sich bildende Ethos „rationaler“, innerweltlich-asketischer Lebensführung – bedingt. In dem von der Prädestinationslehre geprägten Calvinismus sowie bei weiteren protestantischen Richtungen, dem Methodismus, dem Quäkertum und dem täuferischen Sektenprotestantismus, daneben zum Teil auch im Pietismus, findet Weber eine Fassung des Motivs der Bewährung, die er für die Entstehung einer das ganze Leben strukturierenden Methodik verantwortlich macht.

Angesichts der Ungewissheit über den eigenen religiösen Status wurde hier der Gedanke von der Notwendigkeit einer dauerhaften und konsequenten Bewährung im Leben und speziell im Berufsleben zum wichtigsten Anhaltspunkt für die eigene Bestimmung zur Seligkeit. Es handelt sich dabei, wie Weber immer wieder gegen diverse Missverständnisse betont hat, nicht um einen „Realgrund“, sondern um einen „Erkenntnisgrund“, also um eine rein subjektive Verbürgung der Heilsgewissheit. Der Gläubige verdient sich seine „Seligkeit“ also nicht durch die Befolgung der Berufspflicht (und den sich dadurch einstellenden Erfolg), sondern er versichert sich ihrer für sich selbst durch sie. Das dadurch entstehende Konzept der rationalen Lebensführung ist nach Weber ein wesentlicher Faktor in der Entstehungsgeschichte des modernen okzidentalen Kapitalismus wie überhaupt der westlichen Kultur.[23]

Die begrenzte Reichweite seiner Erörterungen hat Weber gleichfalls mehrfach hervorgehoben. Dass „der ‚kapitalistische Geist‘ […] nur als Ausfluß bestimmter Einflüsse der Reformation habe entstehen können oder wohl gar: daß der Kapitalismus als Wirtschaftssystem ein Erzeugnis der Reformation sei“, bezeichnete er selbst als eine „töricht-doktrinäre These“. Der Unterstellung, er wolle eine konsequent „idealistische“ Gegenposition zum marxistischen Materialismus formulieren, entgegnete er: „[…] so kann es dennoch natürlich nicht die Absicht sein, an Stelle einer einseitig ‚materialistischen‘ eine ebenso einseitig spiritualistische kausale Kultur- und Geschichtsdeutung zu setzen. Beide sind gleich möglich, aber mit beiden ist, wenn sie nicht Vorarbeit, sondern Abschluss der Untersuchung zu sein beanspruchen, der historischen Wahrheit gleich wenig gedient.“

Der von Weber aufgewiesene Zusammenhang ist Gegenstand einer äußerst intensiv geführten Diskussion. Wahrscheinlich handelt es sich überhaupt um die am meisten erörterte wissenschaftliche Einzelleistung im Bereich von Soziologie, Geschichts- und Kulturwissenschaft. Dabei lassen sich methodische, faktisch-historische und biographisch-zeitgeschichtliche Zugangsweisen unterscheiden. Einige Kritiker werfen Weber vor, seine „These“ so formuliert zu haben, dass sie methodisch „unwiderlegbar“ sei.[24] Eine umfangreiche Forschungsliteratur widmet sich der empirischen Überprüfung von Webers Befunden und den daraus gezogenen Schlussfolgerungen.[25] Doch auch als Ausdruck des Selbstverständnisses, wie es im deutschen Bürgertum um 1900 bestanden hat, wird Webers Text gedeutet und problematisiert.

Jenseits der Kritik im Einzelnen ist der außerordentliche wissenschaftliche Rang der Schrift unbestritten: Webers Analyse der mentalitäts- (bzw. religions-)geschichtlichen Prägung der Moderne bietet einen substantiell fundierten Verstehensrahmen für wesentliche Aspekte der politischen, ökonomischen und kulturellen Gegenwart („Rationalisierung“, „Bürokratisierung“, Massengesellschaft u. a.). Für viele soziologische, kulturwissenschaftliche, theologiegeschichtliche oder philosophische (etwa für Habermas' „Theorie des kommunikativen Handelns“) Ansätze der neuesten Zeit bilden Webers „Protestantismus-Kapitalismus-These“ und die mit ihr verknüpfte Theorie des Rationalisierungsprozesses einen wichtigen Orientierungspunkt.

Weber dehnte seine Religionssoziologie später erheblich weiter aus. In seinem Werk Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen, die 1913 verfasst wurde und 1915 erstmals im Druck erschien, thematisierte er nicht nur den Einfluss religiöser Ideen auf das außerreligiöse Handeln, sondern auch den entgegengesetzten Einfluss. Unter dem Titel Typen religiöser Vergemeinschaftung als fünftes Kapitel von Wirtschaft und Gesellschaft (1921/22) beschäftigte er sich erneut mit den Haltungen der Religionen gegenüber der „Welt“. Axel Michaels wertete dies ausschließlich als Bemühen Webers, seine ursprüngliche These zu fundieren: „Indien, China, Israel und der Vordere Orient waren für Weber das Experiment, das den Beweis seiner Protestantismus-These bringen sollte, nicht aber stand am Anfang die Beschäftigung mit den Weltreligionen, aus der diese Theorie erwuchs.“[26]

HerrschaftssoziologieBearbeiten

In Webers letztes Lebensjahrzehnt fällt die Ausarbeitung seiner Herrschaftssoziologie.[27] Weber unterscheidet zwischen Macht und Herrschaft. Er definiert Macht als „jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht“, und Herrschaft als “die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden“.[28]

Webers Herrschaftssoziologie wurde vornehmlich für das Konstuktionsprinzip des Geltungsgrundes, d. h. das Bestehen einer legitimen Ordnung berühmt.[29] Mit seiner Herrschaftstypologie differenziert er zwischen drei reinen (Ideal-)Typen: traditionale, charismatische und legale Herrschaft. Sie unterscheiden sich nach zwei Kriterien: 1. Legitimitätegrundlage und 2. Art des Verwaltungsstabes. Die legale Herrschaft beruht auf dem Glauben an die Legalität gesatzter Ordnungen; den Verwaltungstab bildet die Bürokratie mit ihren Beamten. Die traditionale Herrschaft beruhr auf dem Glauben an die Heiligkeit von jeher geltender Traditionen; ihr Verwaltungsstab besteht aus der Dienerschaft. Die charismatische Herrschaft basiert auf der Hingabe an die Heiligkeit/Heldenkraft/Verbindlichkeit einer Person; als ihr Verwaltungsstab ist die Gefolgschaft anzusehen.[30]

Die Bürokratie nimmt in Webers Werk einen zentralen Stellenwert ein. Sie spielt für ihn, nach einem Wort von Talcott Parsons, die gleiche Rolle wie der Klassenkampf für Karl Marx.[31] Da sich jede Herrschaft als Verwaltung äußert und funktioniert, ist die bürokratische Verwaltung das rationalste Herrschaftsmittel, das indessen die Gefahr der Verselbständigung birgt: Die Herrschaft mittels eines bürokratischen Verwaltungsstabes kann umschlagen in eine Herrschaft des Verwaltungsstabes.[32]

RezeptionBearbeiten

Zu Lebzeiten standen Webers Arbeiten nicht im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Diskurses, obwohl seine Wirkung bereits in der Weimarer Republik beträchtlich war und im Nationalsozialismus anhielt. Ein Beispiel für die Rezeption Webers in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus stellen die beiden Werke Christoph Stedings von 1931 und 1938 dar: Politik und Wissenschaft bei Max Weber und Das Reich und die Krankheit der europäischen Kultur.[33] Auch nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Max Weber als Soziologe, anders als z. B. Ferdinand Tönnies und Georg Simmel, nicht an Bedeutung. Seine Werke finden weiterhin große Beachtung.

Im Fokus standen in der Nachkriegszeit in Deutschland zwar zunächst die Untersuchungen zur nivellierten Mittelstandsgesellschaft Schelskys, die Konfliktsoziologie von Dahrendorf und danach die Dialektik der Aufklärung von Horkheimer und Adorno, der Philosoph Karl Jaspers bezog sich aber explizit auf Weber.

Die deutsche Neubelebung des Weberschen Werkes begann mit dem Heidelberger Soziologentag 1964, auf dem den deutschen Soziologen zu Webers 100. Geburtstag durch Parsons, Herbert Marcuse, Reinhard Bendix, Raymond Aron und Pietro Rossi der Stand der internationalen Weber-Rezeption vor Augen geführt wurde. Seitdem wächst die Sekundärliteratur zu Werk und Bedeutung Webers kontinuierlich an. Für die deutsche Rezeption wurden insbesondere zwei Herausgeber der Max-Weber-Gesamtausgabe, M. Rainer Lepsius und Wolfgang Schluchter, zu Fixpunkten einer beständigen Auseinandersetzung mit dem Weberschen Werk.

In den USA wurde die Verbreitung der Ideen Webers durch den nach 1945 in der Soziologie vorherrschenden Strukturfunktionalismus Talcott Parsons’ und durch dessen Übersetzungen der Weberschen Werke Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus sowie Wirtschaft und Gesellschaft ins Englische maßgeblich vorangetrieben. Insbesondere Webers Schrift zur Bedeutung der protestantischen Ethik für die Entwicklung des modernen Kapitalismus wurde dort, aber auch in Deutschland, ausgesprochen häufig und kontrovers diskutiert, siehe oben. Webers Analyse der modernen Bürokratie, insbesondere sein Typus der „legalen Herrschaft mit bürokratischem Verwaltungsstab“ als die formal rationalste Herrschaftsform, benutzten amerikanische Organisationssoziologen in ihren Analysen der Verwaltung von staatlichen und wirtschaftlichen Organisationen.[34] Für den Organisationstheoretiker Alfred Kieser haben Webers Analysen zur Bürokratie ihn zum „Wegbereiter der modernen Organisationstheorie“ gemacht.[35] Obwohl Weber kein genuiner Organisationsforscher ist, hat sein Bürokratiemodell „seine enorme Wirkung hauptsächlich in der Organisationsforschung gehabt und hat sie dort immer noch“.[36] Seit Jahrzehnen gehört Webers Bürokratieansatz, neben Taylors und Fayols Managementlehren zum Kanon organisationssoziologischer Lehrbücher.

Bis in die jüngste Zeit zählt Weber zu den am häufigsten zitierten Soziologen. In dieser Hinsicht stellt Klaus Feldmann fest: „Von den Klassikern erweist sich Weber als der dauerhafteste.“[37] So sind auch in den jüngeren Theorieangeboten der Soziologie vielfältige Bezüge zum Weberschen Werk enthalten. Der französische Soziologe Pierre Bourdieu griff beispielsweise bei der Formulierung seiner Theorie der Praxis auf Max Weber zurück. Selbst die frühe Systemtheorie von Niklas Luhmann und nicht zuletzt die Theorie kommunikativen Handelns von Jürgen Habermas grenzen sich zwar in zentralen Punkten von Weber ab, dennoch tritt gerade darin dessen anhaltende Bedeutung für die deutsche Soziologie zu Tage.

Habermas zufolge begegnet das Abendland „anderen Kulturen heute in Gestalt der überwältigenden Infrastruktur einer durch Wissenschaft und Technik bestimmten kapitalistischen Weltzivilisation“. Umgekehrt begegneten den Menschen des Abendlands „andere Kulturen vor allem in der Eigenschaft ihres religiösen Kerns. In unseren Augen ist die fremde Religion die Quelle der Inspiration der anderen Kultur.“ Das erkläre „die Aktualität Max Webers“.[38]

Die nach dem US-amerikanischen Soziologen Robert King Merton benannte Merton-These besagt, dass die naturwissenschaftlich-technologische Revolution des 17. und 18. Jahrhunderts hauptsächlich von englischen Puritanern und deutschen Pietisten getragen worden sei. Den Grund sah Merton vor allem in der von Max Weber beschriebenen asketischen Einstellung von Protestanten.[39][40]

Der Soziologe Gerhard Lenski fand 1958 in einer breit angelegten empirischen Untersuchung im Großraum Detroit (US-Bundesstaat Michigan) eine Reihe von Webers Thesen bestätigt. Beispielsweise sei sozialer Aufstieg für (weiße) Protestanten wahrscheinlicher als für Katholiken, vor allem in der oberen Mittelschicht. Protestanten hätten im Allgemeinen kleinere Familien als Katholiken. Und Protestanten hätten eher eine „rationalistische“ Orientierung (am Unerforschten interessiert), Katholiken dagegen seien eher „traditionalistisch“ ausgerichtet (dem Überkommenen verpflichtet). Allerdings konnte Lenski kaum noch asketische Züge im Verhalten von Protestanten feststellen. Auch der „Beruf“ („calling“), wie Weber ihn beschrieb, spiele bei ihnen keine wesentliche Rolle mehr. Signifikante Unterschiede zwischen den beiden Konfessionsgruppen hätten sich auch im Hinblick auf ihre jeweilige Einstellung zu Naturwissenschaft und Technik ergeben. Weber hatte beobachtet, dass Protestanten naturwissenschaftlich orientierte Schulen bevorzugten, Katholiken dagegen eine humanistische Schulbildung. Lenski zufolge hat seine Untersuchung gezeigt, dass (weiße) Protestanten und die kleine Minderheit der Juden ein hohes Maß an „intellektueller Autonomie“ („intellectual autonomy“) besäßen, die eine günstige Voraussetzung für einen naturwissenschaftlichen Beruf sei. Dagegen hätten Katholiken eine intellektuelle Orientierung, die „Gehorsam“ („obedience“) und Zustimmung zu den „geoffenbarten Wahrheiten“ der Kirchenlehre höher wertete als intellektuelle Autonomie, was für eine naturwissenschaftliche Berufskarriere abträglich sei. Untersuchungen katholischer Soziologen seien zu denselben Erkenntnissen gelangt.[41][42] Lenski führte diese Unterschiede auf die Reformation und die katholische Reaktion darauf zurück. Die Reformation habe das Wachstum intellektueller Autonomie bei den Protestanten gefördert, insbesondere bei Täufern, Puritanern, Pietisten, Methodisten und englischen Presbyterianern. Dagegen hätten nach der Reformation die katholischen Kirchenführer intellektuelle Autonomie zunehmend mit Protestantismus und Häresie gleichgesetzt und stattdessen von ihren Mitgliedern Gehorsam verlangt. Diese Unterschiede seien bis in die Gegenwart wirksam geblieben. Lenski sah in diesen Forschungsergebnissen eine weitere Bestätigung von Webers Anschauungen.[43]

EhrungenBearbeiten

 
Tafel am Max-Weber-Haus der Universität Heidelberg, 2014.

Die Universität Heidelberg übernahm das Haus Fallenstein, das ab 1910 der Wohnsitz Webers und Ernst Troeltschs war, in dem die Sonntagsgespräche stattgefunden haben und in der Marianne Weber, seine Frau, gestorben ist. Es erhielt den Namen Max-Weber-Haus. Darin befindet sich seit 1992 das Kolleg für deutsche Sprache und Kultur. Der Salon ist erhalten geblieben.[44]

Der Max-Weber-Platz im Münchner Stadtteil Au-Haidhausen war seit 1905 nach einem gleichnamigen Magistratsrat der bayrischen Hauptstadt benannt. Auf Initiative von Ulrich Beck wurde er 1998 zusätzlich auch dem Soziologen Max Weber gewidmet.

Am Münchener Wohnhaus in der Seestraße 3, seinem letzten Wohnort, befindet sich eine Gedenktafel.

Das Max-Weber-Kolleg in seinem Geburtsort Erfurt, welches eine Einrichtung der Universität Erfurt für kultur- und sozialwissenschaftliche Studien ist, wurde ebenso nach ihm benannt, ferner das Max-Weber-Institut für Soziologie an der Universität Heidelberg.

WerkeBearbeiten

Bei den Werken, die in den Gesammelten Aufsätzen, Tübingen 1988, enthalten sind, wird der dortige Veröffentlichungsort mit angegeben.

  • 1889: Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter. Stuttgart 1889. Habilitationsschrift in Handelsrecht, GASW 312–443, daraus das 3. Kapitel Die Familien- und Arbeitsgemeinschaften separat veröffentlicht: Entwickelung des Solidarhaftprinzips und des Sondervermögens der offenen Handelsgesellschaft aus den Haushalts- und Gewerbegemeinschaften in den italienischen Städten. Stuttgart 1889, Inauguraldissertation
  • 1891: Die römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht. Stuttgart 1891. Habilitationsschrift in Römischem Recht, Reprint Amsterdam 1962.
  • 1891–1892: Die Verhältnisse der Landarbeiter im ostelbischen Deutschland. Die Verhältnisse der Landarbeiter in Deutschland, geschildert auf Grund der vom Verein für Socialpolitik veranstalteten Erhebungen. Band 3, Leipzig 1892.
  • 1895: Freiburger Antrittsvorlesung Der Nationalstaat und die Volkswirtschaftspolitik. Akademische Verlagsbuchhandlung J.C.B Mohr, Freiburg i. Br. und Leipzig 1895, GPS 1–25 (Wikisource).
  • 1896: Die sozialen Gründe des Untergangs der antiken Kultur. In: Die Wahrheit. Band 3, H. 63, Fr. Frommanns Verlag, Stuttgart 1896, S. 57–77, GASW 289–311.
  • 1904: Veröffentlichung von
    • Die ‚Objektivität‘ sozialwissenschaftlicher und sozialpolitischer Erkenntnis. In: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik. 19 1904, S. 22–87, GAW 146–214
    • Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus. In: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik. 20, 1904, S. 1–54 und 21, 1905, S. 1–110, überarbeitet in GARS I 1–206.
  • 1909: Agrarverhältnisse im Altertum. [3. Fassung], in: Handwörterbuch der Staatswissenschaften. Band 1, Jena 1909 3. Auflage. 52–188, GASW 1–288.
  • 1910: Enquete über das Zeitungswesen (Rede auf dem 1. Deutschen Soziologentag vor der neugegründeten Deutschen Gesellschaft für Soziologie, 20. Oktober 1910, siehe dazu zeit.de).
  • 1915–1919: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen erscheint in Form von elf Einzelaufsätzen GARS I 237–573, II–III.
  • 1918: Veröffentlichung der gesammelten Aufsatzreihe Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland. Zur politischen Kritik des Beamtentums und Parteiwesens (GPS 306–443), mit der Weber eine Fundamentalkritik an dem deutschen Beamtentum und dessen althergebrachten Traditionen übt.
  • 1919: Erscheinen der Vortragsverschriftlichungen
  • 1920–1921: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie. Drei Bände (zum Teil Überarbeitung früher erschienener Aufsätze).
    • Band 1: Vorbemerkung, Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus, Die protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus sowie Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen (Einleitung; Teil 1: Konfuzianismus und Taoismus); Zwischenbetrachtung, Tübingen 1920, 9. Auflage. 1988, ISBN 3-8252-1488-5 GARS I.
    • Band 2: (Teil 2: Hinduismus und Buddhismus), Tübingen 1921, 7. Auflage. 1988, ISBN 3-8252-1489-3 GARS II.
    • Band 3: (Teil 3: Das antike Judentum), Tübingen 1921, 8. Auflage. 1988, ISBN 3-8252-1490-7 GARS III.
  • Nach seinem Tode:
    • 1921–1924: Fortsetzung der Aufsatzsammlung:
      • 1921: Gesammelte Politische Schriften, München 1921, 5. Auflage. Tübingen 1988, ISBN 3-8252-1491-5 GPS.
      • 1922: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre, Tübingen 1922, 7. Auflage. 1988, ISBN 3-8252-1492-3 GAW.
      • 1924: Gesammelte Aufsätze zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Tübingen 1924, 2. Auflage. 1988, ISBN 3-8252-1493-1 GASW.
      • 1924: Gesammelte Aufsätze zur Soziologie und Sozialpolitik, Tübingen 1924, 2. Auflage. 1988, ISBN 3-8252-1494-X GASS.
    • 1921: Die rationalen und soziologischen Grundlagen der Musik, München 1921. Dann in Wirtschaft und Gesellschaft von der 2. Auflage 1925 bis zur 4. Auflage 1956 enthalten. Erneute Separatveröffentlichung: Tübingen 1972, ISBN 3-16-533351-3.
    • 1922: erscheint sein kompiliertes Hauptwerk Wirtschaft und Gesellschaft, Tübingen 1921/22, 5. Auflage. 1972, ISBN 3-16-533631-8 (diverse Nachdrucke, zuletzt Studienausgaben 1980, ISBN 3-16-538521-1 und 2002, ISBN 3-16-147749-9) Der Textkorpus erfuhr im Verlaufe seiner Auflagengeschichte mehrere Umschichtungen und Zusätze, die zur 5. Auflage teilweise wieder getilgt wurden. Im Rahmen der Max-Weber-Gesamtausgabe (siehe unten) ist eine kritische Revision des Textes unternommen worden. Wiedergaben der Erstauflage: (Online Text, unvollständig und stellenweise fehlerhaft) – Faksimile – vollständige Wiedergabe aller 840 Seiten (Online-Text) – auch als PDF (mit Volltextsuche) downloadbar, Umfang jedoch ca. 80 MB.
    • 1922: Die drei reinen Typen der legitimen Herrschaft. In: Preußische Jahrbücher. 187, 1922, S. 1–12, GAW 475–488 (ab 3. Aufl. 1968).
    • 1923: Wirtschaftsgeschichte. Abriß der universalen Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Berlin 1923, 5. Auflage. 1991, ISBN 3-428-07215-4, 6. Auflage. 2011, ISBN 978-3-428-13511-0 (von Sigmund Hellmann und Melchior Palyi zusammengestelltes Werk aus Webers Notizen und den Mitschriften seiner Studenten zu seiner letzten vollständig gehaltenen Vorlesung 1919/1920).

AusgabenBearbeiten

Ausgaben einzelner Werke stehen in den jeweiligen Artikeln.

  • Horst Baier, M. Rainer Lepsius, Wolfgang J. Mommsen (Hrsg.): Max-Weber-Gesamtausgabe (MWG). 41 Bände, 1984 ff. Mohr-Siebeck, Tübingen (mohrsiebeck.com – bisher – 2014 – noch nicht alle Bände erschienen).
    • Horst Baier, Mario Rainer Lepsius, Wolfgang J. Mommsen (Hrsg.): Max Weber-Studienausgabe (MWS). Studienausgabe. Mohr-Siebeck, Tübingen (mohrsiebeck.com – 1988 ff. Texte der Gesamtausgabe ohne wissenschaftlichen Apparat, bisher – 2009 – noch nicht alle Bände erschienen).
  • Max Weber: Gesammelte Aufsätze. 7 Bände. UTB / Mohr-Siebeck, Tübingen 1988, ISBN 3-8252-1496-6.
  • Eduard Baumgarten: Max Weber. Werk und Person. Dokumente. Tübingen 1964.
  • Max Weber; Marianne Weber (Hrsg.): Jugendbriefe. Tübingen (o. J., vermutlich 1936).
  • Max Weber: Schriften 1894–1922 (= Kröners Taschenausgabe. Band 233). Herausgegeben von Dirk Kaesler. Kröner, Stuttgart 2002, ISBN 3-520-23301-0 (Auswahlausgabe mit z. T. gekürzten Texten).
  • Max Weber, gesammelte Werke [Elektronische Ressource, CD-ROM]: mit einem Lebensbild von Marianne Weber. Directmedia Publishing, Berlin 2004, ISBN 3-89853-458-8.

SekundärliteraturBearbeiten

Philosophiebibliographie: Max Weber – Zusätzliche Literaturhinweise zum Thema

BiographienBearbeiten

Einführungen und GesamtbetrachtungenBearbeiten

Einzelne FragestellungenBearbeiten

  • Andreas Anter und Stefan Brauer (Hrsg.): Max Webers Staatssoziologie. Positionen und Perspektiven. 2. Auflage, Nomos, Baden-Baden 2016, ISBN 978-3-8487-2730-8.
  • Stefan Breuer: Max Webers Herrschaftssoziologie. Campus, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-593-34458-0.
  • Stefan Breuer: Bürokratie und Charisma. Zur politischen Soziologie Max Webers. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1994, ISBN 3-534-12336-0.
  • Hinnerk Bruhns: Max Weber und der Erste Weltkrieg. Mohr Siebeck, Tübingen 2017, ISBN 978-3-16-152542-1.
  • Gregor Fitzi: Max Webers politisches Denken. UVK, Konstanz 2004, ISBN 978-3-8252-2570-4.
  • Benedikt Giesing: Religion und Gemeinschaftsbildung. Max Webers kulturvergleichende Theorie. Leske und Budrich, Opladen 2002, ISBN 3-8100-3673-0.
  • Wilhelm Hennis: Nachträge zur Biographie des Werks. Mohr Siebeck, Tübingen 2003, ISBN 978-3-16-147973-1.
  • Stephen Kalberg: Deutschland und Amerika aus der Sicht Max Webers. Übersetzt von Christiane Goldmann und Ursel Schäfer. Springer VS, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-658-02839-8.
  • Wolfgang J. Mommsen: Max Weber und die deutsche Politik 1890–1920. 3. Auflage, Mohr Siebeck, Tübingen 2004, ISBN 978-3-16-148480-3.
  • Talcott Parsons: Kapitalismus bei Max Weber – zur Rekonstruktion eines fast vergessenen Themas. Herausgegeben, eingeleitet und kommentiert von Uta Gerhardt, Springer VS, Wiesbaden 2019, ISBN 978-3-658-10110-7.
  • Kari Palonen: „Objektivität“ als faires Spiel. Wissenschaft als Politik bei Max Weber. Nomos, Baden-Baden 2010. ISBN 978-3-8329-5740-7.
  • Jan Rehmann: Max Weber. Modernisierung als passive Revolution. Kontextstudien zu Politik, Philosophie und Religion im Übergang zum Fordismus. Argument-Verlag, Berlin/Hamburg 1998, ISBN 978-3-88619-253-3.
  • Lawrence A. Scaff: Max Weber in Amerika. Aus dem Englischen übersetzt von Axel Walter, mit einem Geleitwort von Hans-Peter Müller. Duncker & Humblot, Berlin 2013, ISBN 978-3-428-13891-3 (englischsprachige Originalausgabe: Princeton 2011).
  • Alexander von Schelting: Max Webers Wissenschaftslehre. Mohr, Tübingen 1934.
  • Wolfgang Schluchter: Rationalismus der Weltbeherrschung. Studien zu Max Weber. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, ISBN 3-518-07922-0.
  • Wolfgang Schluchter: Religion und Lebensführung. Band 1: Studien zu Max Webers Kultur- und Werttheorie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-28561-0.
  • Wolfgang Schluchter: Religion und Lebensführung. Band 2: Studien zu Max Webers Religions- und Herrschaftssoziologie. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-28562-9.
  • Siegfried Weischenberg: Max Weber und die Entzauberung der Medienwelt. Theorien und Querelen – eine andere Fachgeschichte. Springer VS, Wiesbaden 2012, ISBN 978-3-531-18717-4.
  • Siegfried Weischenberg: Max Weber und die Vermessung der Medienwelt. Empirie und Ethik des Journalismus – eine Spurenlese. Springer VS, Wiesbaden 2014, ISBN 978-3-658-03088-9.

FilmBearbeiten

  • Max Weber – Die Entzauberung der Welt. Dokumentarfilm, Deutschland, 2006, 29 Min., Buch und Regie: Anette Kolb, Produktion: BR-alpha, Reihe: München leuchtet für die Wissenschaft – Berühmte Forscher und Gelehrte, Erstsendung: 10. Februar 2006 bei BR-alpha, Inhaltsangabe und online-Video von BR-alpha, mit M. Rainer Lepsius.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Max Weber – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
  Wikiquote: Max Weber – Zitate
 Wikisource: Max Weber – Quellen und Volltexte

Biographien

Schriften

Sekundärliteratur

Vorlesungsmitschnitt

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Steffen Raßloff: Pionier der Soziologie. Max Weber wurde vor 150 Jahren als Sohn eines Erfurter Juristen und Stadtrates geboren. In: Thüringer Allgemeine. 22. Februar 2014. Angaben zur Biographie beruhen, falls nicht anders belegt, auf Dirk Kaesler: Max Weber. Preuße, Denker, Muttersohn, München: C.H. Beck 2014; Jürgen Kaube: Max Weber. Ein Leben zwischen den Epochen, Berlin: Rowohlt 2014; Joachim Radkau: Max Weber. Die Leidenschaft des Denkens, München: Hanser 2015: Angaben zum Werk auf Hans-Peter Müller/Steffen Sigmund (Hg.): Max Weber Handbuch. Leben - Werk - Wirkung, Stuttgart: J.B. Metzler 2014.
  2. So z. B. im Brief Max Webers an seine Mutter Helene Weber vom 21. und 23. Oktober 1883, in: Max Weber: Briefe 1875–1886. Max Weber-Gesamtausgabe (MWG), Abteilung II, Band 1, hrsg. von Gangolf Hübinger in Zusammenarbeit mit Thomas Gerhards und Uta Hinz. Tübingen 2017, S. 361. Vgl. dazu ebenda, S. 1720, und Jürgen Kaube: Max Weber. Ein Leben zwischen den Epochen. Berlin 2014, S. 74.
  3. Jürgen Kaube: Max Weber. Ein Leben zwischen den Epochen. Berlin 2014, S. 65 ff.
  4. Brief Max Webers an Friedrich Keller vom 17. Oktober 1918, in: Max Weber: Briefe 1918–1920, MWG II/10, hrsg. von Gerd Krumeich und M. Rainer Lepsius in Zusammenarbeit mit Uta Hinz, Sybille Oßwald-Bargende und Manfred Schön. Tübingen 2012, S. 269271; dass. auch in: Max Weber: Zur Neuordnung Deutschlands. Schriften und Reden 1918–1920. MWG I/16, hrsg. von Wolfgang J. Mommsen, Wolfgang Schwentker. Tübingen 1988, S. 191 (books.google.com).
  5. Arne Lankenau: „Dunkel die Zukunft – Hell der Mut!“ Die Heidelberger Studentenverbindungen in der Weimarer Republik, 1918–1929. Heidelberg 2008, S. 27.; Max Weber: Briefe 1918–1920, hrsg. von Gerd Krumeich und M. Rainer Lepsius in Zusammenarbeit mit Uta Hinz, Sybille Oßwald-Bargende und Manfred Schön, Tübingen 2012 (MWG II/10), S. 270.
  6. Max Weber: Zur Geschichte der Handelsgesellschaften. In: Gerhard Dilcher und Susanne Lepsius (Hrsg.): Max Weber-Gesamtausgabe. Band I/1. Mohr, Tübingen 2008, ISBN 978-3-16-149494-9, S. 353–357.
  7. Der Dissertationsdruck erschien in Stuttgart: Gebrüder Kröner 1889 und wurde nochmals als Kapitel III der Langfassung: Max Weber: Zur Geschichte der Handelsgesellschaften im Mittelalter. Nach südeuropäischen Quellen. Stuttgart: Ferdinand Enke 1889, abgedruckt. Vgl. die historisch-kritische Edition in: MWG I/1, S. 109–340, dort auch der Beleg zu Theodor Mommsens Äußerung (S. 343), sowie Lutz Kaelber: Max Webers Dissertation. (uvm.edu letzter Zugriff: 5. September 2012).
  8. Vgl. "Gesuch des Gerichtsassessors Dr. jur. Max Weber um Zulassung zur Habilitation", adressiert an die Juristische Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin vom 22. Oktober 1891, in: Max Weber, Briefe 1887-1894, MWG II/2, hrsg. von Rita Aldenhoff-Hübinger in Zusammenarbeit mit Thomas Gerhards und Sybille Oßwald-Bargende, Tübingen 2017, S. 254–256. Dem Gesuch waren je zehn Exemplare des Dissertationsdrucks und der Habilitationsschrift beigefügt. Max Weber: Die Römische Agrargeschichte in ihrer Bedeutung für das Staats- und Privatrecht. Ferdinand Enke, Stuttgart 1891 (dasselbe historisch-kritisch ediert von Jürgen Deininger in: MWG I/2, Tübingen 1986).
  9. Max Weber: Die Lage der Landarbeiter im ostelbischen Deutschland 1892. In: Martin Riesebrodt (Hrsg.): MWG I/3. J. C. B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen 1984, ISBN 3-16-544862-0.
  10. Vgl. Max Webers Brief an den geschäftsführenden Vorsitzenden des Alldeutschen Verbandes, Ernst Hasse, vom 22. April 1899, in: Max Weber: Briefe 1895-1902, MWG II/3, hrsg. von Rita Aldenhoff-Hübinger in Zusammenarbeit mit Uta Hinz, Tübingen 2015, S. 658–660. Marianne Weber: Max Weber: A Biography. Transaction Publishers, 1988, ISBN 0-88738-702-0, S. 224/225.
  11. Angaben zum politischen Kontext beruhen, falls nicht anders belegt, auf Wolfgang J. Mommsen: Max Weber und die deutsche Politik 1890–1920. Tübingen: Mohr Siebeck, 2004, ISBN 1-84520-034-9.
  12. Veröffentlicht bei J. C. B. Mohr (Paul Siebeck) 1895, dass. ediert in: Max Weber: Landarbeiterfrage, Nationalstaat und Volkswirtschaftspolitik. Schriften und Reden 1892-1899, MWG I/4, hrsg. von Wolfgang J. Mommsen in Zusammenarbeit mit Rita Aldenhoff, Tübingen 1993, S. 535–574.
  13. Jürgen Kaube: Max Weber. Ein Leben zwischen den Epochen. Berlin 2014, S. 210 ff.; die ausführlichen Reisebriefe von Max und Marianne Weber sind enthalten in: Max Weber: Briefe 1903–1905, hg. von Gangolf Hübinger und M. Rainer Lepsius in Zusammenarbeit mit Thomas Gerhards und Sybille Oßwald-Bargende, Tübingen 2015 (MWG II/4), S. 261–407; vgl. auch Lawrence A. Scaff: Max Weber in America, Princeton 2011.
  14. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Wolfgang Schluchter (Hrsg.): MWG. Band I/24. Tübingen 2009.
  15. Max Weber: Zur Frage des Friedensschließens. (1915/16), In: Gesammelte Politische Schriften. 5. Auflage. Tübingen 1988, S. 130–141 und: Der verschärfte U-Bootkrieg. (1916), ebenda S. 146–154.
  16. Ernst Toller – Der Dramatiker als Revolutionär. Porträt und Rezeption zu Ernst Toller auf der Webdomain des Bayerischen Rundfunks/Kultur (br.de, abgerufen am 8. September 2014)
  17. Siehe die Schilderung eines solchen Vorkommnisses bei Joseph E. Drexel: Geschichte und Geschichten – Ein Leben in Franken. Vortrag: Bayerischer Rundfunk, Studio Nürnberg, 27. März 1969. Verlag Nürnberger Presse, Nürnberg 1969, S. 14 f.
  18. Andrea Maurer: Sozioökonomie. In: Gabler Wirtschaftslexikon (abgerufen am 25. Dezember 2017); Alfred Oppolzer: Sozialökonomie: Zu Gegenstand, Begriff und Geschichte. In: Sozialökonomische Beiträge. Zeitschrift für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. 1. Jg. Hamburg. 1/1990, S. 6–29.
  19. Gert Albert: Hermeneutischer Positivismus und dialektischer Essentialismus Vilfredo Paretos. VS, Wiesbaden 2005, S. 161 ff.
  20. Bernhard K. Quensel: Max Webers Konstruktionslogik. Sozialökonomik zwischen Geschichte und Theorie. Baden-Baden 2007.
  21. Jürgen Deininger (Hrsg.): Max Weber Gesamtausgabe. Abt. I: Schriften und Reden. Band VI: Zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Altertums. Mohr Siebeck, Tübingen u. a. 2006, S. 82–127 (auch in Gesammelte Aufsätze zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Mohr Siebeck, Tübingen 1924, S. 289–311; Erstdruck in: Die Wahrheit. 3, Heft 63, Fr. Frommanns Verlag, Stuttgart 1896, S. 57–77)
  22. Max Weber: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Tübingen 1968, S. 200.
  23. Siehe Webers Zusammenfassung in „Antikritisches Schlusswort zum ‘Geist des Kapitalismus’“ von 1910, in: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus. Hrsg. und eingeleitet von Dirk Kaesler, München 2004, S. 396 (hier auch die Unterscheidung von „Real-“ und „Erkenntnisgrund“).
  24. Heinz Steinert: Max Webers unwiderlegbare Fehlkonstruktionen: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus. Campus, Frankfurt am Main 2010, S. 20 f.
  25. Siehe die Ausführungen bei Dirk Kaesler, wonach die „Weber-These“ vom Zusammenhang von protestantischer Ethik und Erfolg des Kapitalismus „in so gut wie allen Einzelheiten und als Gesamtaussage als widerlegt“ gelten müsse: Max Weber. München 2011, S. 59.
  26. Klassiker der Religionswissenschaft. Von Friedrich Schleiermacher bis Mircea Eliade. Herausgegeben von Axel Michaels, Einleitung. Verlag C. H. Beck, München 1997, 3. Auflage 2010, S. 15
  27. Stefan Breuer: Max Webers Herrschaftssoziologie. Campus, Frankfurt am Main 1991, S. 13.
  28. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. Erster Teil, Erstes Kapitel: Soziologische Grundbegriffe, § 16. Verschiedene Ausgaben.
  29. Stefan Breuer: Max Webers Herrschaftssoziologie. Campus, Frankfurt am Main 1991, S. 19.
  30. Max Weber: Wirtschaft und Gesellschaft. Grundriss der verstehenden Soziologie. Erster Teil, Dittes Kapitel: Die Typen der Herrschaft, §§ 1–10. Verschiedene Ausgaben.
  31. Zitiert nach Wolfgang Schluchter: Bürokratie und Demokratie. Zum Verhältnis von politischer Effizienz und politischer Freiheit bei Max Weber. In: Ders.: Rationalismus der Weltbeherrschung. Studien zu Max Weber. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, S. 75–133, hier S. 81.
  32. Wolfgang Schluchter: Bürokratie und Demokratie. Zum Verhältnis von politischer Effizienz und politischer Freiheit bei Max Weber. In: Ders.: Rationalismus der Weltbeherrschung. Studien zu Max Weber. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1980, S. 75–133, hier S. 88.
  33. Wolfgang J. Mommsen schreibt dazu, Steding habe Weber „aus dem Blickwinkel des Faschismus als widerspruchsvollen Repräsentanten des zum Niedergang verurteilten Bürgertums dargestellt“. In ders. Max Weber und die deutsche Politik. S. 444.
  34. Veronika Tacke, Thomas Drepper: Sozioloige der Organisation.‘Springer VS, Wiesbaden 2018, S. 23–30.
  35. Alfred Kieser: Max Webers Analyse der Bürokratie. In: Ders. (Hrsg.): Organisationstheorien. Kohlhammer, Stuttgart 1993, S. 37–62, hier S. 37.
  36. Frank Meier und Uwe Schimank: Bürokratie als Schicksal?`- Max Webers Bürokratiemodell im Lichte der Organizational Studies‘. In: Hans-Perer Müller und Steffen Sigmund (Hrsg.): Max Weber-Handbuch. Leben - Werk - Wirkung. Metzle, Stuttgart 2014, S. 355–361, hier S. 356.
  37. Klaus Feldmann: Soziologie kompakt. Eine Einführung. 2. durchges. Auflage. WDV, Opladen 2001, S. 53 f.
  38. Jürgen Habermas: Zeit der Übergänge. Frankfurt am Main 2001, S. 183.
  39. I. Bernard Cohen: Puritanism and the Rise of Modern Science: The Merton Thesis. Rutgers University Press, 1990, ISBN 0-8135-1530-0.
  40. Russell Heddendorf: Religion, Science, and the Problem of Modernity. In: JASA. 38, Dezember 1986, S. 226–231.
  41. Thomas F. O’Dea: American Catholic Dilemma: An Inquiry into the Intellectual Life. New York, N.Y., 1958.
  42. Frank L. Christ, Gerard Sherry (Hrsg.): American Catholicism and the Intellectual Ideal. New York, N.Y., 1961.
  43. Gerhard Lenski: The Religious Factor: A Sociological Study of Religion's Impact on Politics, Economics, and Family Life. Revised Edition, Garden City, N.Y., 1963, S. 279, 283, 347–349, 357–358.
  44. Georg Friedrich Fallenstein, der Bauherr dieses wohl traditionsreichsten Professorenwohnhauses in Heidelberg, war ein Großvater Max Webers; nach einer Information der Benutzerseite des Universitätsrechenzentrums zum Haus Fallenstein (Memento vom 10. Dezember 2014 im Webarchiv archive.today)