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Herbert Marcuse

deutsch-amerikanischer Philosoph und Soziologe
Herbert Marcuse (1955)

Herbert Marcuse [marˈkuːzə] (* 19. Juli 1898 in Berlin; † 29. Juli 1979 in Starnberg) war ein deutsch-US-amerikanischer Philosoph, Politologe und Soziologe. Während der deutschen Novemberrevolution 1918/19 betätigte er sich früh politisch als Mitglied eines Berliner Arbeiter- und Soldatenrates. Sein in Berlin begonnenes Studium der Germanistik und Philosophie setzte er in Heidelberg bei Heidegger fort. Wie viele seiner Generation war er von dem Philosophen und seiner Schrift Sein und Zeit fasziniert. Seine zur gleichen Zeit erfolgte Rezeption der erstmals publizierten „ökonomisch-philosophischen Manuskripte“ von Marx machten ihn zum ersten „Heidegger-Marxisten“ (Habermas). In der Emigration wurde er in New York Mitglied des Instituts für Sozialforschung und arbeitete zunächst eng mit Horkheimer zusammen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte er nicht nach Deutschland zurück, sondern lehrte an amerikanischen Universitäten. In den 1960er und 1970er Jahren wurde er zu einem der wichtigsten Theoretiker der studentischen Protestbewegung, die er aktiv mit Sympathie und Engagement begleitete.

Inhaltsverzeichnis

LebenBearbeiten

Ausbildung und frühe ForschungenBearbeiten

Herbert Marcuse wurde 1898 als erster Sohn des jüdischen Textilfabrikanten Carl Marcuse und dessen Ehefrau Gertrud, geb. Kreslawsky, in Berlin geboren. 1916, nach dem Notabitur, wurde er zum kaiserlichen Heer einberufen. Wegen eines Augenleidens leistete er Heeresdienst bei einer Luftschiffer-Ersatz-Abteilung in Darmstadt und Berlin.[1] 1917 trat er der SPD bei. Nach dem militärischen Zusammenbruch Deutschlands wurde er 1918 in den Soldatenrat in Reinickendorf gewählt, aus dem er nach eigenen Angaben austrat, als frühere Generäle hineingewählt wurden.[2] Nach der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg verließ Marcuse Anfang 1919 die SPD. Zu diesem Zeitpunkt sei ihm klar gewesen, äußerte er 1977 in einem Gespräch mit Jürgen Habermas, dass seine politische Haltung nur kompromisslos gegen die Politik der SPD gerichtet sein konnte und in diesem Sinne revolutionär gewesen sei.[3]

1918 begann Marcuse mit dem Studium der Germanistik und der neueren deutschen Literaturgeschichte im Hauptfach, der Philosophie und der Nationalökonomie im Nebenfach, zunächst vier Semester an der Humboldt-Universität Berlin, dann vier Semester an der Universität Freiburg. 1922 wurde Marcuse mit einer Arbeit über den deutschen Künstlerroman von Philipp Witkop promoviert.[4]

Nach der Promotion war er im Buchhandel und Verlagswesen in Berlin tätig. 1924 heiratete er die Statistikerin Sophie Wertheim. 1928 setzte er seine Philosophiestudien bei Edmund Husserl und Martin Heidegger fort. Er wurde Heideggers Assistent. Einerseits bewunderte er Heideggers „Konkrete Philosophie“ und dessen Versicherung, dass die Geschichtlichkeit als Grundbestimmtheit des Daseins „auch eine ‚Destruktion‘ der bisherigen Geschichte“ forderte.[5] Andererseits kritisierte er dessen Individualismus und mangelnde materiale Konstitution der Geschichte, die er bei Wilhelm Dilthey stärker ausgeprägt sah. Seine Absicht, sich bei Heidegger in Freiburg über Hegels Ontologie und die Theorie der Geschichtlichkeit zu habilitieren, blieb aufgrund von Heideggers Ablehnung unerfüllt.[6] Habermas bezeichnete Marcuse als den „ersten Heidegger-Marxisten“.[7]

Zu gleichen Zeit beschäftigte sich Marcuse mit den im Rahmen der ersten Marx-Engels-Gesamtausgabe erstmals veröffentlichten Ökonomisch-philosophischen Manuskripten von Karl Marx. Marx’ Jugendschriften von 1844 beeinflussten Marcuses Philosophieren erheblich. Diese Arbeit, die ihn als Marx-Kenner auswies, und die Distanzierung von Heidegger in seiner Hegel-Schrift empfahlen ihn gewissermaßen dem Frankfurter Institut, das bereits seinen Sitz im Ausland plante.

EmigrationBearbeiten

Nach der Machtübertragung an Hitler verließ Marcuse 1933 Deutschland und ging in die Schweiz. In Genf stieß er zu dem aus Frankfurt am Main emigrierten Institut für Sozialforschung, das von Max Horkheimer geleitet wurde. Kurzfristig arbeitete Marcuse auch für die Pariser Außenstelle des Instituts, bevor er im Frühsommer 1934 endgültig in die Vereinigten Staaten emigrierte.

In der Zeitschrift des Instituts für Sozialforschung erschien 1934 Marcuses Aufsatz Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung, in dem er sich unter anderem mit Heideggers Stellung zum Nationalsozialismus auseinandersetzt. Er referiert darin insbesondere Heideggers Rektoratsrede, in der ausgeführt wird, die Wissenschaft solle dem Dienst am Volk gewidmet werden. Die geistige Bewegung sei Macht zur Bewahrung der „erd- und bluthaften“ Kräfte des Volkes; darüber hinaus zitiert er einen Satz Heideggers aus der Freiburger Studentenzeitung vom November 1933: „Der Führer selbst und allein ist die heutige und künftige deutsche Wirklichkeit und ihr Gesetz.“[8] Marcuse wandte sich 1947 an Heidegger und forderte ihn auf, sich öffentlich vom Nationalsozialismus zu distanzieren, was dieser jedoch ablehnte.[9]

Im nach New York übergesiedelten Institut für Sozialforschung erhielt Marcuse eine feste Anstellung. Horkheimer wies ihm die Funktion des zweiten Philosophen nach ihm zu.[10] 1937 veröffentlichte er, formal zusammen mit Horkheimer,[11] in der Zeitschrift für Sozialforschung den Aufsatz Philosophie und kritische Theorie,[12] in dem er den von Horkheimer zuvor veröffentlichten programmatischen Aufsatz Traditionelle und kritische Theorie[13] um den normativen philosophischen Grundbegriff der Vernunft, der Freiheit und Autonomie einschließe, korrigierend erweiterte. Horkheimer ging es in seiner produktivsten Phase um die „Aufhebung der Philosophie in Gesellschaftstheorie“;[14] im ersten Teil des gemeinsamen Aufsatzes bekannte er sich nunmehr zum „philosophischen Charakter der kritischen Theorie“.[15] Hauke Brunkhorst und Gertrud Koch werten Marcuses Aufsatz als „wichtigsten Anteil am Programm der frühen Kritischen Theorie“.[16] 1940 wurde Marcuse US-amerikanischer Staatsbürger.

Als erster folgte Marcuse Horkheimer im Mai 1941 an die Westküste nach Los Angeles, um mit ihm das von Horkheimer geplante Dialektik-Buch in Angriff zu nehmen. Aber offensichtlich war auch Adorno dafür vorgesehen. Hoffte Horkheimer anfangs noch, aus Marcuse, Adorno und sich selbst „ein gutes Gespann zu machen“,[17] sah sich Marcuse doch durch die ökonomische Situation des Instituts und das Drängen Max Horkheimers dazu genötigt, 1942 eine neue Stellung in Washington, D.C. beim Office of Strategic Services (OSS) anzunehmen. Dazu beigetragen haben mag auch Adornos eifersüchtiges Buhlen um Horkheimers Gunst, indem er an Marcuses Beiträgen „fortwährend ätzende Kritik anzumelden hatte“.[18][19] Im OSS war er in einer Gruppe tätig, zu der unter anderem auch die Intellektuellen H. Stuart Hughes und Franz Neumann gehörten. Für eine OSS-Nachfolgeorganisation arbeitete er nach dem Krieg bis 1951 auch zeitweise als Europasektions-Leiter. Danach arbeitete er an dem Russian Institute der New Yorker Columbia University (1952/53) und dem Russian Research Center der Harvard University (1954/55) an Studien über den Sowjet-Marxismus.[20]

1954 heiratete Marcuse Inge Neumann. Im selben Jahr erhielt er seine erste Professur für Philosophie und Politikwissenschaft an der Brandeis University in Waltham (Massachusetts). 1964 wurde er Professor für Politikwissenschaft an der University of California, San Diego. Neben seiner dortigen Lehrtätigkeit nahm er 1965 eine außerordentliche Professur an der Freien Universität Berlin an.

Einfluss auf die StudentenbewegungBearbeiten

Die Werke Triebstruktur und Gesellschaft und Der eindimensionale Mensch sowie die Schriften zur Repressiven Toleranz 1965 und zu dem Sammelband Studien über Autorität und Familie von 1936 gehören zu den wichtigsten Arbeiten der Kritischen Theorie und zählten zu den Standardwerken der Studentenbewegung in aller Welt, vorwiegend in den USA und Deutschland. Sein Engagement zugunsten seiner Schülerin Angela Davis, seine Stellungnahmen gegen den Vietnamkrieg und für die Studentenbewegung machten ihn zum Protagonisten der Neuen Linken.[21] 1967 und 1969 verbrachte er mehrere Monate in Europa. Marcuse hielt Vorträge mit Diskussionen vor Studenten in Berlin, Paris, London und Rom. Literarisch schlugen sich diese Aktivitäten in dem Essay Versuch über die Befreiung (1969) nieder. In ihm verarbeitete er nicht nur den französischen Mai 1968 und die studentische Revolte, sondern auch die internationalen Befreiungsbewegungen unter dem Schlagwort „Die große Weigerung“.[22] Für Jürgen Habermas war Marcuse der einzige aus der Frankfurter Schule, „der eine direkte politische Rolle übernahm“.[23] Dass er dabei für die rebellierenden Studenten Partei ergriff, brachte ihn in offenen Konflikt mit den Frankfurter Institutsleitern, denen er im Umgang mit den Studenten falsches Verhalten vorwarf, etwa den von ihnen veranlassten Polizeieinsatz gegen die Institutsbesetzer.[24] In einem Gespräch mit dem amerikanischen Soziologen Philip Slater bezeichnete er Horkheimes letzte Arbeiten als „betrayel of critical theory“.[25]

Morddrohung des Ku-Klux-KlanBearbeiten

Im Sommer 1968 verließ er nach einer Morddrohung des Ku-Klux-Klan auf Anraten des FBI und einiger Kollegen mit seiner Frau sein Haus in La Jolla, Kalifornien, und hielt sich im Norden des Landes verborgen.[26]

Tod und BestattungBearbeiten

 
Grab auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, Berlin.

Marcuse starb an den Folgen eines Hirnschlags während eines Deutschlandbesuches bei Jürgen Habermas in Starnberg. Nach seinem Tod wurde der Leichnam in Österreich kremiert und die Urne von seiner Frau in die USA überführt. Die Asche wurde jedoch nicht bestattet, geriet in Vergessenheit und gelangte erst im Jahr 2003 in den Besitz seines Sohnes Peter und seines Enkels Harold. Die Nachkommen entschlossen sich schließlich dazu, Marcuse in seiner Geburtsstadt Berlin bestatten zu lassen. Die Beerdigung fand im Sommer 2003 unter großer Anteilnahme der Medien auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin statt, auf dem auch Bertolt Brecht, Heinrich Mann, Johann Gottlieb Fichte und Georg Wilhelm Friedrich Hegel bestattet sind.[27] Der Entwurf des Grabsteins stammt von Bruno Flierl, Architekturkritiker, Städteplaner und Freund Peter Marcuses. Der Stein assoziiert sowohl ein Katheder als auch eine 1, womit an Marcuses Hauptwerk "Der eindimensionale Mensch" erinnert wird.[28] Am Vortag richtete das Philosophische Institut der Freien Universität Berlin eine Veranstaltung zur Aktualität der Philosophie Herbert Marcuses im Auditorium maximum der FU Berlin aus, wo Marcuse 1967 seinen berühmten Vortrag Das Ende der Utopie gehalten hatte.[29]

WerkBearbeiten

Frühe SchriftenBearbeiten

In seiner Dissertation Der deutsche Künstlerroman sah er Thomas Mann als den Höhepunkt des romantischen Künstlertums, das dieser zugleich durch die Aufhebung der Spannung zwischen Kunst und Leben überwunden habe.[30] Die von Heidegger abgelehnte Habilitationsschrift Hegels Ontologie und die Grundlegung einer Theorie der Geschichtlichkeit wurde 1932 dennoch im Verlag Klostermann veröffentlicht. Adorno rezensierte sie in der Zeitschrift für Sozialforschung und konstatierte darin eine entscheidende Abweichung von Heideggers „publiker Lehrmeinung“.[31]

Er verfasste 1932 erste Interpretationen der wiederentdeckten Marx-Texte über Nationalökonomie und Philosophie (1844) in der Zeitschrift Die Gesellschaft.[32] Dort kritisierte er mit Marx den Kapitalismus als ultimative Krise des menschlichen Wesens, das in der Kategorie der Arbeit gründe. Unter kapitalistischen Verhältnissen träten Wesen und Existenz des Menschen auseinander, der Mensch sei „entfremdet“ und könne sich nicht seinen Möglichkeiten entsprechend entfalten. Obwohl bei Marx die „Wesensphilosophie“ später in den Hintergrund trat oder, nach anderer Lesart, aufgegeben wurde, blieb sie für Marcuse auch in späteren Werken bestimmend.

Für den vom Institut für Sozialforschung 1936 herausgegebenen Sammelband Studien über Autorität und Familie verfasste er – neben Max Horkheimer und Erich Fromm – einen der drei gewichtigen Eröffnungsbeiträge mit dem Titel Ideengeschichtlicher Teil.[33] Die umfangreiche Studie analysiert die bürgerlichen Autoritäts- und Familienkonzepte von Luther, Calvin, Kant, Hegel bis zu Sorel und Pareto.

Vernunft und RevolutionBearbeiten

Marcuses zweites Hegelbuch – Reason and Revolution. Hegel and the Rise of Social Theory[34] – erschien zehn Jahre nach dem ersten, 1941 in den frühen Jahren der Emigration und richtete sich an ein amerikanisches Publikum. Gewidmet war es Max Horkheimer und dem Institut für Sozialforschung. War das erste, die Habilitationsschrift, noch in dem expressionistisch aufgeladenen Stil von Sein und Zeit verfasst, so war das zweite rationalistisch klar und durchsichtig, fast didaktisch formuliert.[35] Ins Zentrum seiner Analyse stellte er die Begriffe Vernunft und Freiheit.

Kontroverse mit Erich FrommBearbeiten

In einem Gespräch mit Habermas und anderen in Starnberg im Juli 1977 betonte Marcuse rückblickend die bedeutende Rolle, die der frühe Erich Fromm mit seiner Vermittlung von Marx und Freud für die Formationsperiode der Kritischen Theorie gespielt habe. Seine „radikale marxistische Sozialpsychologie“ habe Fromm jedoch später revidiert.[36]

In einer Kontroverse Marcuses mit dem „Revisionisten“ Erich Fromm, die 1955 begann, ging es um zwei grundlegende Fragen: 1. Wie interpretieren wir Freuds Ideen heute? 2. Wie ist das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis in der Anwendung der psychoanalytischen Theorie auf Geschichte und Gesellschaft zu bestimmen? Während Marcuse dem späten Fromm vorwarf, die wichtigsten Theorien Freuds preisgegeben zu haben, vornehmlich die des Primats der Sexualität und des Todestriebs, verteidigte der Fromm-Biograph Daniel Burston Fromm darin, dass er Freud in seinem historischen und kulturellen Zusammenhang gestellt habe, um so zu unterscheiden, welche Elemente seines Denkens von dauerhafter Bedeutung, und welche seiner Zeit und Kultur verpflichtet waren.[37]

Auseinandersetzung mit dem Sowjet-MarxismusBearbeiten

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Sowjet-Marxismus veröffentlichte Marcuse mit der Publikation Die Gesellschaftslehre des sowjetischen Marxismus.[38] Der kroatische Politologe Žarko Puhovski wertet die Schrift als die wahrscheinlich erste theoretische Beschreibung des „realen Sozialismus“.[39] Marcuse unterzog die Kategorien der sowjetischen Marxismus-Ideologen einer strengen Analyse und stellte die Frage, ob sich der Marxismus im Stalinismus bis zur Unkenntlichkeit verwandelt habe. Originell an Marcuses Analyse ist, dass er bloßlegt, wie im „realen Sozialismus“ das traditionell marxistische Basis–Überbau-Schema „buchstäblich auf den Kopf gestellt wurde“, dass es sich um ein System handelt, das „auf der Ideologie als Basis beruht“.[40]

Noch kurz vor seinem Tod bezeichnete Marcuse das Buch Die Alternative. Zur Kritik des real existierenden Sozialismus von Rudolf Bahro als den „wichtigsten Beitrag zur marxistischen Theorie und Praxis, der in den letzten Jahrzehnten erschienen ist“.[41]

HauptwerkeBearbeiten

In den USA erschienen seine beiden Hauptwerke Eros and Civilization 1955 (eine deutsche Neuauflage erschien 1965 unter dem Titel Triebstruktur und Gesellschaft) und One-Dimensional Man 1964.

Kunst und RevolutionBearbeiten

In seinen letzten Lebensjahrzehnten hat sich Marcuse zweimal mit dem Verhältnis von Kunst und Revolution auseinandergesetzt: in den Publikationen Versuch über die Befreiung (1969) und Konterrevolution und Revolte (1973). Den Essay über die Befreiung hatte er noch unter dem Eindruck der weltweiten Revolte der Studenten, dem Aufruhr der schwarzen Ghettobewohner in den USA und den internationalen Befreiungsbewegungen geschrieben. Die spätere Publikation wurde bereits „in der Flaute der Protestbewegung“ verfasst.[42]

Der Versuch über die Befreiung atmet noch den Geist vom Aufbruch unterschiedlicher Kräfte gegen die vorherrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse, entnahm aber zahlreiche Belege und Motive für die „neue Sensibilität“ und die veränderte Rolle der Kunst im Befreiungskampf weitgehend der studentischen Protestbewegung im Pariser Mai 1968. Gerhard Schweppenhäuser zufolge habe Marcuse, beeindruckt von den kulturrevolutionären Implikationen der Neuen Linken in den USA und Westeuropa, in den aktionsorientierten Kunstformen die „Aufhebung der Kunst als Kunst“ und die „Vorboten nahender gesellschaftlicher Umwälzungen“ gesehen.[43] Die „neuen Bedürfnisse“, die die wohlstands- und konsumorientierte kapitalistische Gesellschaft hervorbringe, „manifestieren sich in den Werten und Verhaltensweisen subversiver Gegenkulturen, in denen das Potential der Kunst [...] zur politischen Kraft entbunden wird“.[44]

In Konterrevolution und Revolte revidiert Marcuse seine überschwengliche Sicht auf aktionistische Ansätze und surrealistische Aspirationen mit dem Ziel, die Spannung zwischen Kunst und Leben aufzuheben. Mit Habermas Worten „lernen wir einen Marcuse kennen, der vor den Folgen einer Entdifferenzierung von Kunst und Leben erschrickt“.[45] Nach Schweppenhäuser handelt es sich jedoch um eine „Revision der Revision“,[46] da Marcuse zu einer Denkfigur zurückkehrte, die er bereits in seiner Abhandlung von 1937 Über den affirmativen Charakter der Kultur ausformuliert hatte. Darin beschreibt er den ambivalenten Charakter der Kunst in der bürgerlichen Gesellschaft. Ihm zufolge sei die Kunst affirmativ, weil sie „die Glücklosigkeit des Bestehenden“[47] kompensiere. Affirmativ sei die falsche Versöhnung mit dem Elend der gesellschaftlichen Verhältnisse. Mit der Abspaltung eines autonomen Bereichs von der Gesellschaft dürften die Menschen nur im Medium der Schönheit am Glück teilhaben. Doch sei die Kunst nicht auf ihren affirmativen Charakter zu reduzieren; in ihrem Gehalt bleibe sie kritisch und subversiv, weil sie einen glücklichen Zustand vorwegnehme, in den Worten Stendhals: eine „promesse du bonheur“ beinhalte. Insofern war für Marcuse die Kunst Wahrheit und Ideologie zugleich.[48]

Im Gegensatz zu Adorno, der sich in hegelianisch-marxistischer Tradition ein Ende der Kunst in der verwirklichten Utopie einer befreiten Gesellschaft vorstellen konnte,[49] blieben für Marcuse die Künste auch in der klassenlosen Gesellschaft, die das „Reich der Notwendigkeit“ nur auf ein Minimum reduzieren könne, „Ausdruckformen einer Schönheit und Wahrheit, die die Wirklichkeit so nicht kennt“.[50] Daher würde die Kunst ihre Existenzberechtigung niemals verlieren.

SchriftenBearbeiten

WerkausgabeBearbeiten

  • Herbert Marcuse: Schriften. 9 Bände. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978–1989, ISBN 3-518-57997-5 (Nachdruck dieser Ausgabe: Zu Klampen Verlag, Springe 2004, ISBN 3-934920-46-2).
  • Herbert Marcuse: Nachgelassene Schriften. Hrsg. Peter-Erwin Jansen. 6 Bände. Dietrich zu Klampen, Lüneburg 1999–2009.
    • Bd. 1: Das Schicksal der bürgerlichen Demokratie. Aus dem Amerikanischen von Michael Haupt, Einleitung von Oskar Negt. Zu Klampen Verlag Springe 1999, ISBN 3-924245-83-5.
    • Bd. 2: Kunst und Befreiung. Übersetzt von Michael Haupt und Stephan Bundschuh, Einleitung von Gerhard Schweppenhäuser. Zu Klampen Verlag Springe 2000, ISBN 3-924245-84-3.
    • Bd. 3: Philosophie und Psychologie. Aus dem Amerikanischen von Cornelia Lösch, Einleitung von Alfred Schmidt. Zu Klampen Verlag Springe 2002, ISBN 3-924245-85-1.
    • Bd. 4: Die Studentenbewegung und ihre Folgen. Aus dem Amerikanischen von Thomas Laugstien, Einleitung von Wolfgang Kraushaar. Zu Klampen Verlag Springe 2004, ISBN 3-924245-86-X.
    • Bd. 5: Feindanalysen. Über die Deutschen. Aus dem Amerikanischen von Michael Haupt, Einleitung von Detlev Claussen. Zu Klampen Verlag Springe 2007, ISBN 978-3-924245-86-3.
    • Bd. 6: Ökologie und Gesellschaftskritik. Aus dem Amerikanischen und Französischen von Thomas Laugstien, Einleitung von Iring Fetscher. Zu Klampen Verlag Springe 2009, ISBN 978-3-924245-87-0.

Aufsätze & Monographien (Auswahl)Bearbeiten

Sortiert nach dem Erscheinungsjahr der deutschen Erstausgabe:

  • Hegels Ontologie und die Grundlegung einer Theorie der Geschichtlichkeit. Vittorio Klostermann, Frankfurt am Main 1932. – (3. Aufl. 1975, ISBN 3-465-00309-8).
  • Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung. In: Zeitschrift für Sozialforschung 3, 1934, Heft 2, S. 161–194.
  • Autorität und Familie in der deutschen Soziologie bis 1933. In: Studien über Autorität und Familie. Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung. Paris 1936.
  • Über den affirmativen Charakter in der Kultur. In: Zeitschrift für Sozialforschung, VI. Jahrgang, Heft 1. Paris 1937.
  • Some social implications of modern technology In: Studies in Philosophy and Social Science 9.3 (1941): 414–439.
  • Eros und Kultur. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Marianne von Eckardt-Jaffe. Ernst Klett, Stuttgart 1957 (Originalausgabe: Eros and civilisation. A philosophical inquiry into Freud. The Beacon Press, Boston, MA 1955; dt. Neuauflage unter dem Titel: Triebstruktur und Gesellschaft. Ein philosophischer Beitrag zu Sigmund Freud. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1965. – (17. Auflage 1995, ISBN 3-518-01158-8)).
  • Die Gesellschaftslehre des sowjetischen Marxismus. Übers. von Alfred Schmidt, Luchterhand, Neuwied/Berlin 1964. – (Originaltitel: Soviet-Marxism. A critical Analysis. 1958).
  • Zusammen mit Peter Furth: Emanzipation der Frau in der repressiven Gesellschaft. Ein Gespräch. In: Das Argument 1962, Hf. 23, S. 2–11.
  • Kultur und Gesellschaft 1. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1965.
  • Kultur und Gesellschaft 2. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1965.
  • Der eindimensionale Mensch. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1967. – (Engl. 1964, mehrere Neuaufl., zuletzt 2014).
  • Befreiung von der Überflussgesellschaft. in: Dialectics of Liberation, Penguin, London 1968. Übers. von Hans-Werner Saß, in: Dialektik der Befreiung, Rowohlt, Reinbek 1969 (2. Auflage bahoe books, Wien 2017)
  • Psychoanalyse und Politik. Europäische Verlagsanstalt/Europa Verlag, Frankfurt am Main/Wien 1968. – (6. Auflage 1980, ISBN 3-434-30071-6; vier Vorträge: Trieblehre und Freiheit. Die Idee des Fortschritts im Licht der Psychoanalyse. 1956, Das Problem der Gewalt in der Opposition. Das Ende der Utopie. 1967).
  • Aggressivität in der gegenwärtigen Industriegesellschaft. In: Aggression und Anpassung in der Industriegesellschaft. Mit Beiträgen von Herbert Marcuse, Anatol Rapoport, Klaus Horn, Alexander Mitscherlich, Dieter Senghaas und Mihailo Marcović. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1968, S. 7–29.
  • Ideen zu einer kritischen Theorie der Gesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1969.
  • Versuch über die Befreiung. Aus dem Amerikanischen übersetzt von Helmut Reinicke und Alfred Schmidt. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1969.
  • Repressive Toleranz. In: Robert Paul Wolff, Barrington Moore, Herbert Marcuse: Kritik der reinen Toleranz. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1970, ISBN 3-518-10181-1.
  • Zusammen mit Alfred Schmidt: Existentialistische Marx-Interpretation. Europäische Verlagsanstalt, Frankfurt am Main 1973, ISBN 3-434-20055-X.
  • Konterrevolution und Revolte. edition suhrkamp, 1973, DNB 881293989 (en: Counterrevolution and Revolt, Beacon Press, Boston 1972).
  • Die Permanenz der Kunst. Wider eine bestimmte marxistische Ästhetik. Hanser, München 1977, ISBN 3-446-12200-1.
  • Gespräche mit Herbert Marcuse. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978
  • Protosozialismus und Spätkapitalismus – Versuch einer revolutionstheoretischen Synthese von Bahros Ansatz. In: Kritik Nr. 19, Hrsg. von Ulf Wolter, ISSN 0170-4761, Verlag Olle & Wolter, Berlin 1978. – (Auch in: Herbert Marcuse: Spuren der Befreiung, Hrsg. von Detlev Claussen, Luchterhand, Darmstadt/Neuwied 1981; englisch in: Ulf Wolter (Hrsg.): Rudolf Bahro – Critical Responses. M. E. Sharpe, White Plains, NY 1980, ISBN 978-0-87332-159-4 online auf opentheory.org).
  • Im Kampf gegen Nazideutschland. Berichte für den amerikanischen Geheimdienst 1943–1949. Campus, Frankfurt 2016, ISBN 978-3-593-50345-5

LiteraturBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Herbert Marcuse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Emil Walter-Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Fink, München 2010, S. 191.
  2. Selbstauskunft in: Jürgen Habermas: Gespräch mit Herbert Marcuse (1977). In: Jürgen Habermas: Politisch-philosophische Profile. Erweiterte Ausgabe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-28259-X, S. 269.
  3. Selbstauskunft in: Jürgen Habermas: Gespräch mit Herbert Marcuse (1977). In: Jürgen Habermas: Politisch-philosophische Profile. Erweiterte Ausgabe, Frankfurt am Main 1987, ISBN 3-518-28259-X, S. 268.
  4. Emil Walter-Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Fink, München 2010, S. 192.
  5. Herbert Marcuse: Beiträge zu einer Phänomenologie des Historischen Materialismus (1928); zitiert nach Stefan Breuer: Kritische Theorie. Mohr Siebeck, Tübingen 2016, S. 163.
  6. Stefan Breuer: Kritische Theorie. Mohr Siebeck, Tübingen 2016, S. 165.
  7. Jürgen Habermas: Herbert Marcuse. d) Psychischer Thermidor und die Wiedergeburt der Rebellischen Subjektivität (1980). In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Erweiterte Ausgabe. 2. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 319–335, hier S. 326.
  8. Herbert Marcuse: Der Kampf gegen den Liberalismus in der totalitären Staatsauffassung. In: Zeitschrift für Sozialforschung 3, 1934, Heft 2, S. 161–194.
  9. Vgl. Brief Heideggers in: Martin Heidegger: Gesamtausgabe. Band 16: Reden und andere Zeugnisse eines Lebensweges (1910–1976). Klostermann, 2000, S. 430f. Siehe auch [1].
  10. Emil Walter-Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Fink, München 2010, S. 193.
  11. Der erste Teil von Horkheimer umfasst nur sechseinhalb Seiten über das Verhältnis von Philosophie und Kritischer Theorie.
  12. Max Horkheimer und Herbert Marcuse: Philosophie und kritische Theorie. In: Zeitschrift für Sozialforschung. 6. Jg. (1937), Heft 3, S. 625–647.
  13. Max Horkheimer: Traditionelle und kritische Theorie. In: Zeitschrift für Sozialforschung. 6. Jg. (1937), Heft 2, S. 245–294.
  14. Jürgen Habermas: Bemerkungen zur Entwicklungsgeschichte des Horkheimerschen Werkes. In: Alfred Schmidt, Norbert Altwicker (Hrsg.): Max Horkheimer heute: Werk und Wirkung. Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1986, S. 163–179, hier S. 164.
  15. Max Horkheimer und Herbert Marcuse: Philosophie und kritische Theorie. In: Zeitschrift für Sozialforschung. 6. Jg. (1937), Heft 3, S. 625–647, hier S. 627.
  16. Hauke Brunkhorst und Gertrud Koch: Herbert Marcuse. Eine Einführung. Panorama Verlag, Wiesbaden 2005, S. 38.
  17. Rolf Wiggershaus: Die Frankfurter Schule. Geschichte, theoretische Entwicklung, politische Bedeutung. 2. Aufl. Hanser, München 1986, S. 295.
  18. Stefan Breuer: Kritische Theorie. Mohr Siebeck, Tübingen 2016, S. 174.
  19. Bezeichnend ist der denunziatorische Brief Adornos an Horkheimer vom 13. Mai 1935 (In: Max Horkheimer: Gesammelte Schriften, Band 15: Briefwechsel 1913-1936. Fischer, Frankfurt am Main, S. 345–351), in dem er Marcuse als „einen durch Judentum verhinderten Faszisten“ hielt (S. 347).
  20. Zu Marcuses Tätigkeit im Zweiten Weltkrieg und im Kalten Krieg vgl. Tim B. Müller: Krieger und Gelehrte. Herbert Marcuse und die Denksysteme im Kalten Krieg. Hamburger Edition, Hamburg 2010.
  21. Emil Walter-Busch: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Fink, München 2010, S. 195.
  22. Herbet Marcuse: Versuch über die Befreiung. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1969, S. 9.
  23. Jürgen Habermas: Herbert Marcuse. d) Psychischer Thermidor und die Wiedergeburt der Rebellischen Subjektivität (1980). In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Erweiterte Ausgabe. 2. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 319–335, hier S. 323. - Ähnlich auch Emil Walter-Busch, der ihn als „politisch aktivsten Exponent der Frankfurter Schule“ in den Jahren 1965–1975 charakterisierte. In: Ders.: Geschichte der Frankfurter Schule. Kritische Theorie und Politik. Fink, München 2010, S. 194.
  24. Wolfgang Kraushaar (Hrsg.): Frankfurter Schule und Studentenbewegung. Von der Flaschenpost zum Molotowcocktail 1946-1995. Band 2: Dokumente. Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins, Hamburg 1998, S. 601 f.
  25. Zitiert nach Stefan Breuer: Kritische Theorie. Mohr Siebeck, Tübingen 2016, S. 187.
  26. Der Spiegel vom 29.07.1968.
  27. Hendrik Werner: Die Asche meines Vaters. 24 Jahre nach seinem Tod ist der Philosoph Herbert Marcuse in Berlin beigesetzt worden. In: Die Welt, 19. Juli 2003.
  28. Bruno Flierl: Haus. Stadt. Mensch. Über Architektur und Gesellschaft. Gespräche. Das Neue Berlin, Berlin 2019, ISBN 978-3-360-01343-9, S. 47 ff.
  29. Jan Engelmann: Der Traum von der großen Verweigerung. Aus Anlass des Ehrenbegräbnisses von Herbert Marcuse erinnerte ein FU-Kolloquium unter dem Titel "Die Praxis folgt der Wahrheit" an die Julitage 1967, als der Philosoph erstmals an die FU kam. Leider wurde daraus vor allem ein Nostalgietrip, auf den sich auch die Bürgerrechtsikone Angela Davis begab. 19. Juli 2003, abgerufen am 20. Juli 2015 (Artikelsammlung der taz vom 29. Juli 2003 anlässlich der Beisetzung).
  30. Stefan Breuer: Kritische Theorie. Mohr Siebeck, Tübingen 2016, S. 160.
  31. Zeitschrift für Sozialforschung. 1. Jg. (1932), Heft 3, S. 409 f.
  32. Herbert Marcuse: Neue Quellen zur Grundlegung des historischen Materialismus. In: Die Gesellschaft. IX. Jg. (1932), Nr. 8, S. 136–174.
  33. Studien über Autorität und Familie. Forschungsberichte aus dem Institut für Sozialforschung. Librairie Félix Alcan Paris 1936, S. 136–228.
  34. Die amerikanische Originalausgabe erschien 1941 bei Humanities Press, New York
  35. Hauke Brunkhorst und Gertrud Koch: Herbert Marcuse. Eine Einführung. Panorama Verlag, Wiesbaden 2005, S. 56.
  36. Theorie und Politik. In: Gespräche mit Herbert Marcuse. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1978, S. 14 f.
  37. Daniel Burston: Verdrängung, Realität und die Autonomie der Theorie in der Fromm-Marcuse Kontroverse (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive). Übersetzt von Karl von Zimmermann. In: erich-fromm.de, 2003 (PDF-Datei; 58 kB).
  38. Erschienen im Luchterhand Verlag, Neuwied 1964. Originalausgabe: Soviet-Marxism: A Critical Analysis Columbia University Press, New York 1958.
  39. Žarko Puhovski: Marcuses Entdeckung des „realen Sozialismus“. In: Institut für Sozialforschung (Hrsg.): Kritik und Utopie im Werk von Herbert Marcuse. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, S. 101–109, hier S. 103.
  40. Žarko Puhovski: Marcuses Entdeckung des „realen Sozialismus“. In: Institut für Sozialforschung (Hrsg.): Kritik und Utopie im Werk von Herbert Marcuse. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1992, S. 101–109, hier S. 104 f.
  41. Herbert Marcuse: Über Bahro, den Protosozialismus und den Spätkapitalismus. In: kritik. Zeitschrift für sozialistische Diskussion. 6. Jahrgang (1978) Heft 19, S. 5–27, hier S. 5.
  42. Jürgen Habermas: Herbert Marcuse. b) Über Kunst und Revolution (1973). In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Erweiterte Ausgabe. 2. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 259–265, hier S. 260.
  43. Gerhard Schweppenhäuser: Einleitung. Kunst als Erkenntnis und Erinnerung. In: Herbert Marcuse. Nachgelassene Schriften. Band 2: Kunst und Befreiung. Dietrich zu Klampen, Lüneburg 2000, S. 13–40, hier S. 21 f.
  44. Jürgen Habermas: Herbert Marcuse. b) Über Kunst und Revolution (1973). In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Erweiterte Ausgabe. 2. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 259–265, hier S. 260.
  45. Jürgen Habermas: Herbert Marcuse. b) Über Kunst und Revolution (1973). In: Ders.: Philosophisch-politische Profile. Erweiterte Ausgabe. 2. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1984, S. 259–265, hier S. 261.
  46. Gerhard Schweppenhäuser: Einleitung. Kunst als Erkenntnis und Erinnerung. In: Herbert Marcuse. Nachgelassene Schriften. Band 2: Kunst und Befreiung. Dietrich zu Klampen, Lüneburg 2000, S. 13–40, hier S. 27.
  47. Herbert Marcuse: Über den affirmativen Charakter der Kultur. In: Ders.: Kultur und Gesellschaft 1. Frankfurt am Main [1937] 1965), S. 56–101, hier S. 86.
  48. Gerhard Schweppenhäuser: Einleitung. Kunst als Erkenntnis und Erinnerung. In: Herbert Marcuse. Nachgelassene Schriften. Band 2: Kunst und Befreiung. Dietrich zu Klampen, Lüneburg 2000, S. 13–40, hier S. 28.
  49. Theodor W. Adorno: Kunst und die Künste. In. Ders.: Ohne Leitbild. Parva Aesthetica. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1967, S. 158–182, hier S. 182.
  50. Herbert Marcuse: Kunst als Form der Wirklichkeit. In: Ders.: Nachgelassene Schriften. Band 2: Kunst und Befreiung. zu Klampen, Lüneburg 2000, S.95–107. hier S. 106.
  51. mit einer Auswahlbibliografie
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