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Gedächtnis der Nation ist ein Projekt, ins Leben gerufen vom Verein Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation e.V., wobei die Erinnerungen der Menschen in Deutschland aufgezeichnet und archiviert werden. Die Vorsitzenden des Vereins waren Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges. Inzwischen ist das Projekt an die Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland übergegangen.[1]

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Im Jahr 1998 startete das ZDF eine Sammlung von Interviews von Menschen über deren Erlebnisse im 20. Jahrhundert. Dabei wurde mit einem Bus („Jahrhundertbus“) durch Deutschland gefahren, um die Menschen direkt zu erreichen. Dabei wurden etwa 6000 Gespräche aufgezeichnet, welche die Grundlage der Arbeit des 2006 von Guido Knopp und Hans-Ulrich Jörges gegründeten Vereins Unsere Geschichte. Das Gedächtnis der Nation bilden. Als Auslöser für die Gründung nennt Jörges allerdings die Dokumentation von Erinnerungen von Holocaust-Überlebenden durch die Shoah Foundation.[2]

Seit Oktober 2011 ist erneut ein „Jahrhundertbus“ unterwegs, in dem Zeitzeugen zu ihren Erinnerungen befragt werden, um die deutsche Geschichte in Form von Video-Interviews aufzuzeichnen und im Internet für nachfolgende Generationen, insbesondere für Schulen und Universitäten, dauerhaft aufzubewahren. Das Portal startete am 6. Oktober 2011, seither fährt der als TV-Studio eingerichtete „Jahrhundertbus“ durch Deutschland, um Zeitzeugen zu befragen. Zunächst war Christian Wulff Schirmherr des Projekts, dann Joachim Gauck. Der Kulturstaatsminister a. D. Bernd Neumann war Vorsitzender des Kuratoriums.[3]

Partner des ProjektsBearbeiten

Das Projekt wird von mehreren Unterstützern gefördert. So sind die Daimler AG, die Bertelsmann AG (gemeinsam mit den Konzerntöchtern Gruner + Jahr und stern), Google (mit der Tochter YouTube), die Robert Bosch Stiftung und das ZDF aktiv.[3] Auch PM History berichtet über Themen des Portals.[4]

KritikBearbeiten

Das Projekt wurde vom Historiker Norbert Frei negativ kritisiert, denn „Geschichte [werde] geformt und nicht abgefragt oder konserviert“.[5]

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Impressum Zeitzeugenportal Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Abgerufen am 7. Juli 2017.
  2. Interview von Jens Müller-Bauseneik mit Hans-Ulrich Jörges: Das macht Geschichte lebendig, PM History #6/2012, S. 29.
  3. a b Internetseite des Projekts Das Gedächtnis der Nation, Zugriff am 11. Mai 2012.
  4. Jens Müller-Bauseneik: Zeitzeugen für das Archiv der Erinnerungen, PM History, #6/2012, S. 26–29
  5. Norbert Frei im Gespräch mit Britta Bürger: „Erinnerungen verändern sich“, deutschlandradiokultur.de (12. Oktober 2011), Zugriff am 15. Februar 2014