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Lana Del Rey

US-amerikanische Pop- und Soulsängerin

Lana Del Rey (* 21. Juni 1985[1][2] in New York als Elizabeth Woolridge Grant[3]) ist eine US-amerikanische Sängerin, Songschreiberin und Musikproduzentin. Sie wurde mit dem Song Video Games bekannt, mit dem sie im Dezember 2011 ihren internationalen Durchbruch hatte. Ihr zweites Studioalbum Born to Die verkaufte sich weltweit mehr als fünf Millionen Mal und war auf dem fünften Platz der bestverkauften Alben von 2012.[4]

Inhaltsverzeichnis

Frühe JahreBearbeiten

Lana Del Rey wurde als Elizabeth Grant in New York geboren und wuchs in Lake Placid im Bundesstaat New York auf. Ab ihrem 18. Lebensjahr war sie als Sozialarbeiterin in New Yorker Obdachlosenheimen und in Rehabilitationszentren für Alkoholiker und Drogensüchtige tätig.[5] Mittlerweile lebt sie überwiegend in Kalifornien. Sie steht bei der Plattenfirma Universal unter Vertrag.

Von August 2011 bis Juni 2014 hatte sie eine Beziehung mit dem schottischen Sänger Barrie-James O’Neill von der Band Kassidy.[6] Bis November 2015 war sie mit dem italienischen Fotografen Francesco Carrozzini liiert.

Musikalischer WerdegangBearbeiten

 
Lana Del Rey live im „Paradiso“ in Amsterdam (2011)

2003–2010: Beginn der KarriereBearbeiten

Im Alter von 17 Jahren begann sie ihre musikalische Karriere. Sie trat anfangs unter mehreren Pseudonymen mit Gitarre oder kleinem Ensemble in kleineren Clubs in Brooklyn und in der Lower East Side auf. Zwischen 2005 und 2006 nahm sie unter dem Pseudonym May Jailer das Album Sirens auf, das im Mai 2012 an die Öffentlichkeit gelangte.[7] Im Jahr 2010 veröffentlichte sie unter dem Namen Lizzy Grant das Album Lana Del Ray a.k.a Lizzy Grant.

Ihren Künstlernamen wählte sie nach dem Ort Delray Beach in Florida. Ihr Freund aus dieser Zeit stammte von dort[8] und sie war häufig in Miami und in Kontakt mit kubanischen Freunden:

“I wanted a name I could shape the music towards […]. I was going to Miami quite a lot at the time, speaking a lot of Spanish with my friends from Cuba – Lana Del Rey reminded us of the glamour of the seaside. It sounded gorgeous coming off the tip of the tongue.”

Elizabeth Grant alias Lana Del Rey: Vogue-Interview[9]

2011–2013: Musikalischer Durchbruch mit Born to DieBearbeiten

Vor ihrem Durchbruch war sie mit Mando Diao auf Tour gegangen. Sie war an den Aufnahmen des MTV-Unplugged-Albums Above and Beyond beteiligt, das im November 2010 veröffentlicht wurde.[10]

 
Lana Del Rey wirbt für ihr Album Born to Die in Seattle (2012)

Im Jahr darauf veröffentlichte sie ihren Titel Video Games. Bei YouTube erreichte er innerhalb eines Monats über eine Million Aufrufe.[11] Mittlerweile wurde das Video mehr als 207 Millionen Mal angesehen (Stand: 8. April 2019).[12] Zudem erreichte das Lied Platz eins der deutschen Single-Charts. Ihre ersten Auftritte vor deutschem Publikum hatte Lana Del Rey in der am 12. November 2011 ausgestrahlten Folge der ARD-Sendung Inas Nacht[13] sowie bei zwei ausverkauften Konzerten ebenfalls am 12. November 2011 in Köln und am 14. November 2011 in Berlin. In Frankreich, Österreich und der Schweiz kam das Lied auf Platz zwei, in vielen Ländern erhielt es Gold- und Platinauszeichnungen.

Das Album Born to Die erschien am 27. Januar 2012.[14] Es erreichte unter anderem Platz eins der Charts in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Großbritannien sowie Platz zwei in den Vereinigten Staaten. Das Video zur gleichnamigen Singleauskopplung wurde bereits im Dezember des Vorjahres veröffentlicht.

Als dritte Single erschien am 22. Juni in Deutschland der Song Summertime Sadness. Er erreichte die Top 5 in Deutschland und der Schweiz. Eine Veröffentlichung in den USA oder Großbritannien war nicht vorgesehen. In diesen Ländern wurde dafür National Anthem als Single veröffentlicht.

Das Album wurde unter dem Namen Born to Die – The Paradise Edition, auf dem acht neue Songs enthalten sind, am 16. November 2012 neu veröffentlicht.[15] Im Zuge einer H&M-Kampagne veröffentlichte Lana Del Rey vorab den Song Blue Velvet, ein Cover des Songs von Bobby Vinton. Die Single erschien am 20. September 2012 und platzierte sich in den Charts, unter anderem in Großbritannien.[16] Die erste Single aus der Neuauflage war der Song Ride, der am 25. September veröffentlicht wurde.[17] Der Song Burning Desire wurde als Download bereitgestellt.[18] Als weitere Single erschien der Titel Dark Paradise am 1. März 2013.[19] Der Song Young & Beautiful, ein Teil des Soundtracks zum Film The Great Gatsby, erschien am 23. April 2013,[20] das dazugehörige Video einen Tag davor.[21] In den USA ist dies Del Reys erfolgreichste Single nach Video Games. Sie erreichte Platz 22 der Billboard Hot 100.

Von April bis September 2013 war sie auf großer Europatournee. Die Paradise Tour für Europa begann am 3. April in Amnéville (Frankreich) und endete am 20. September 2013 in Istanbul. Im Verlauf der Tour trat sie Ende April 2013 auch in Berlin, Düsseldorf, Wien, Frankfurt und München auf.[22] Im November 2013 schloss sie die Paradise Tour mit Auftritten in Lateinamerika ab.

2014–2015: Ultraviolence und HoneymoonBearbeiten

 
Lana Del Rey beim Coachella-Musikfestival in Indio (2014)

Die ersten Arbeiten an einem neuen Studioalbum nahm sie im Februar 2013 auf. Laut eigener Aussage solle dieses „etwas reduzierter“, aber immer noch „filmisch und düster“ werden.[23]

Am 5. Dezember 2013 veröffentlichte Lana Del Rey den Kurzfilm Tropico.[24] Bei der Premiere bestätigte sie den Titel des neuen Albums, das Ultraviolence heißt.[25][26] Die erste Singleauskopplung West Coast wurde am 14. April 2014 veröffentlicht, als zweite Single wurde Shades of Cool am 26. Mai 2014 ausgekoppelt.

Für den Film Maleficent – Die dunkle Fee coverte sie den Song Once Upon a Dream.

Die dritte Singleauskopplung Ultraviolence folgte am 6. Juni 2014. Das Album erschien am 13. Juni 2014. Am 17. Juni 2014 folgte die bislang letzte Singleauskopplung Brooklyn Baby.[27]

Lana Del Rey trug für den Film Big Eyes die Songs I Can Fly und Big Eyes bei. Big Eyes verschaffte ihr eine Nominierung für den besten Filmsong bei den Golden Globe Awards 2015.

Ende 2014 gab Lana Del Rey bekannt, an einem neuen Album zu arbeiten. Auf Konzerten ihrer Tour gab sie bekannt, dass dieses im September 2015 veröffentlicht werden solle und den Namen Honeymoon trägt.[28] 2015 erstellte sie für ihr neues Album einen Instagram-Account, auf dem sie zeitweise Bilder und kleine Mitschnitte von der ersten, gleichnamigen Single, vor dessen Veröffentlichung zeigte. Der Song wurde am 14. Juli 2015 veröffentlicht. Als zweite Single wurde der Song High by the Beach am 10. August 2015 veröffentlicht. Nach Premiere des Videos bestätigte Lana Del Rey, dass das Album am 18. September 2015 veröffentlicht werde.[29] Laut Lana Del Rey solle ihr neuestes Studioalbum stilistisch mehr in Richtung des zweiten Albums Born to Die als in Richtung des dritten Albums Ultraviolence gehen.

2017: Lust for LifeBearbeiten

Am 18. Februar 2017 wurde die zuvor inoffiziell als Love angekündigte Single zunächst von Fans dann von Lana Del Rey veröffentlicht. Das zugehörige Video wurde von Rich Lee produziert.[30] Mit Lust for Life erschien am 19. April 2017 die zweite Singleauskopplung aus dem gleichnamigen Album. Es handelt sich um eine gemeinsame Singleveröffentlichung mit The Weeknd. Am 14. Mai 2017 erschien mit Coachella – Woodstock in My Mind ein weiterer Song. Am 25. Mai 2017 gab Lana Del Rey auf Twitter[31] bekannt, dass Lust for Life am 21. Juli 2017 veröffentlicht wird. Zuvor erschienen mit Groupie Love und Summer Bummer noch zwei weitere Singleauskopplungen. Am 14. September 2017 erschien die bisher letzte Single White Mustang.

Seit 2018: Norman Fucking RockwellBearbeiten

Mit Mariners Apartment Complex erschien am 12. September 2018 die erste Singleauskopplung aus Del Reys kommendem sechsten Studioalbums. Vier Tage später erschien mit Venice Bitch die nächste Singleauskopplung. Am 9. Januar 2019 erschien mit Hope Is a Dangerous Thing for a Woman like Me to Have – but I Have It die dritte Vorab-Single aus dem kommenden Studioalbum. Lana Del Rey gab an, dass dieses neue Album Norman Fucking Rockwell heißen wird.[32] Am 17. Mai 2019 veröffentlichte Del Rey eine Coverversion zu Sublimes Doin’ Time.[33] Am Tag der Veröffentlichung feierte ebenfalls eine Dokumentation über die Band seine Premiere auf dem Tribeca Film Festival.[34] Die Single erreichte Platz 74 der Schweizer Hitparade und wurde zu Del Reys 17. Charterfolg als Interpretin in der Schweiz.[35] Im Vereinigten Königreich erreichte die Coverversion Platz 75 und wurde zu Del Reys 22. Charthit im Vereinigten Königreich.[36]

DiskografieBearbeiten

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH Vereinigtes Konigreich  UK Vereinigte Staaten  US
2010 Lana Del Ray a.k.a Lizzy Grant
5 Points
300! 300! 300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 4. Januar 2010
2012 Born to Die
Interscope Records / Polydor
1
 Vierfachplatin

(94 Wo.)
1
 Doppelplatin

(70 Wo.)
1
 Doppelplatin

(103 Wo.)
1
 Dreifachplatin

(140 Wo.)
2
 Platin

(… Wo.)
Erstveröffentlichung: 27. Januar 2012
Verkäufe: + 5.000.000[37]
2014 Ultraviolence
Interscope Records / Polydor
3
 Gold

(19 Wo.)
5
 Gold

(13 Wo.)
2
(21 Wo.)
1
 Gold

(21 Wo.)
1
 Gold

(53 Wo.)
Erstveröffentlichung: 13. Juni 2014
Verkäufe: + 1.007.500
2015 Honeymoon
Interscope Records / Polydor / Universal Music
4
(8 Wo.)
4
(6 Wo.)
3
(12 Wo.)
2
 Gold

(16 Wo.)
2
(17 Wo.)
Erstveröffentlichung: 18. September 2015
Verkäufe: + 170.000
2017 Lust for Life
Interscope Records / Polydor
8
(10 Wo.)
5
(7 Wo.)
2
(10 Wo.)
1
 Gold

(12 Wo.)
1
(22 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. Juli 2017
Verkäufe: + 200.000

AuszeichnungenBearbeiten

 
Lana Del Rey bei der Verleihung des Echo 2013 in Berlin
  • BRIT Awards
    • 2012: in der Kategorie International Breakthrough Act
    • 2013: in der Kategorie International Female Solo Artist
    • 2016: in der Kategorie International Female Solo Artist
  • Echo Pop
    • 2013: in der Kategorie Künstlerin International Rock/Pop
    • 2013: in der Kategorie Newcomer des Jahres (international)
  • MTV Europe Music Awards
    • 2012: in der Kategorie: Bester Alternative-Act
    • 2015: in der Kategorie: Bester Alternative-Act

Für eine Auflistung aller Plattenauszeichnungen siehe Lana Del Rey/Auszeichnungen für Musikverkäufe.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Lana Del Rey – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

BelegeBearbeiten

  1. Interview: Lana Del Rey Talks Backlash, Plastic Surgery, and New Album auf complex.com vom 7. Oktober 2011
  2. 18 things you learn after two long days with Lana Del Rey auf Rollingstone.com Juli 2014
  3. Echo-Gewinner 2012 – Im ewigen zweiten Leben. In: Süddeutsche Zeitung, 23. März 2012
  4. IFPI Digital Music Report 2013 (Memento des Originals vom 25. September 2013 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.ifpi.com (PDF)
  5. hna.de: Lana Del Rey war Sozialarbeiterin, 25. November 2012, abgerufen am 26. November 2012
  6. 20min.ch: Ich fühlte mich nicht mehr frei
  7. Lana Del Rey, May Jailer: Did Singer Have ANOTHER Alter Ego? (Memento vom 10. Januar 2013 im Internet Archive)
  8. Lana Del Rey – Ich will ich sein (Memento des Originals vom 14. September 2016 im Internet Archive)   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.intro.de, Interview mit Emanuel Bergmann, Intro, 9. Mai 2014
  9. Meet Lana Del Rey in British Vogue vom 20. Oktober 2011
  10. Interview von hitparade.ch mit Mando Diao im November 2011
  11. Popsängerin Lana Del Rey: Der Glanz der alten Tage in Die Zeit vom 11. Oktober 2011
  12. Video Games auf YouTube, abgerufen am 21. Februar 2015
  13. Sendung vom 12. November 2011: Stammtisch mit Comedian und Talk-Urgestein (Memento vom 17. Dezember 2011 im Internet Archive) in DasErste.de
  14. Heute ohne Gegenwart in: FAZ vom 16. Januar 2012, Seite 29
  15. Lana Del Rey To Re-Release Born To Die With 7 New Songs
  16. Blue Velvet (Single) bei last.fm, abgerufen am 20. Februar 2012
  17. Lana Del Rey unveils new single 'Ride' artwork
  18. Born to Die – The Paradise Edition, Lana Del Rey
  19. Lana Del Rey – Dark Paradise (2-Track)
  20. Lana Del Rey – Young And Beautiful auf amazon.com
  21. 'Great Gatsby' Soundtrack Tracklist Includes Jay-Z, Beyonce, Andre 3000, Florence, The XX & More
  22. Lana Del Rey Tour Dates 2013 (Memento vom 21. August 2013 im Internet Archive)
  23. “Spirituell und düster”: Lana Del Rey spricht über ihr neues Album
  24. Lana del Rey kündigt neues Album „Ultraviolence“ an
  25. Lana Del Rey’s Got A New Album Coming Out, And It’s Called
  26. Lana Del Rey Announces New Album 'Ultra-Violence'
  27. Sad girl, mad girl, bad girl in FAZ vom 16. Juni 2014, Seite 10
  28. Lana Del Rey Unveils 'Honeymoon': Hear The Epic New Single
  29. Lana Del Rey Debuts Dreamy Video For „Music To Watch Boys To“
  30. Lana Del Rey 'Love' by Rich Lee
  31. Lana Del Rey: July 21 fam. In: @LanaDelRey. 24. Mai 2017, abgerufen am 11. Juni 2017.
  32. Lana Del Rey Norman Fucking Rockwell Release Date, Things We Know. 19. Januar 2019, abgerufen am 26. April 2019 (amerikanisches Englisch).
  33. Lana Del Rey – Doin’ Time. discogs.com, abgerufen am 31. Mai 2019 (englisch).
  34. Lana Del Rey: Lana Del Rey auf Instagram. instagram.com, 15. Mai 2019, abgerufen am 31. Mai 2019 (englisch).
  35. Lana Del Rey – Doin’ Time. hitparade.ch, abgerufen am 31. Mai 2019.
  36. Official Singles Chart results matching: Doin’ Time. officialcharts.com, abgerufen am 31. Mai 2019 (englisch).
  37. Lana Del Rey Breaks into the Top 10. bizjournals.com, abgerufen am 22. Juni 2014 (englisch).