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Kontra K auf dem ZMF 2018 in Freiburg
Kontra K bei den Fritz DeutschPoeten 2018

Kontra K (* 3. Juli 1987 in Berlin als Maximilian Diehn, auch als KOИTRA K stilisiert) ist ein deutscher Rapper, der bei dem Label BMG unter Vertrag steht.

LebenBearbeiten

Kontra K wuchs in Berlin auf. Nach seinem Realschulabschluss entdeckte er mit 16 Jahren die Liebe zum Rap und eiferte seinen US-amerikanischen Idolen Nas, 2Pac, The Notorious B.I.G. und Naughty by Nature nach. Gleichzeitig begann er mit dem Kickboxen. 2006 gründete er mit KiezSpezial das Rapduo Vollkontakt. Das Duo wurde von Kaisa auf dessen Label Hell Raisa Records unter Vertrag genommen. Dort erschien das Fight Club Mixtape Vol.1. Allerdings löste Kaisa anschließend das Label auf. Mit den ehemaligen Labelzugehörigen Skinny Al und Fatal gründete Kontra K anschließend das Label DePeKaRecords. Den Vertrieb übernahm Distributionz.[1]

2010 erschien Kontra Ks Debütalbum Dobermann, 2012 folgte ein Dubstep-Mixtape namens Electrosmog. Das zweite Album, Was die Zeit bringt, erschien ebenfalls 2012 und war eins der bestverkauften Alben von Distributionz und maßgeblich daran beteiligt, dass Distributionz „Label des Monats April“ bei Amazon wurde.[2] Es folgte 2013 die EP Auf Teufel komm raus (zusammen mit Bonez MC) sowie das dritte Album 12 Runden,[1] das Platz 8 der deutschen Albumcharts erreichte.

Im Mai 2014 unterschrieb Kontra K einen Vertrag bei Four Music. Die erste Veröffentlichung war die EP Wölfe.[3] Am 6. Februar 2015 veröffentlichte er sein viertes Soloalbum Aus dem Schatten ins Licht und erreichte Platz 2 der deutschen Charts.

Am 20. Mai 2016 folgte das fünfte Soloalbum Labyrinth, an dem unter anderem Bonez MC, RAF Camora und die Band Haudegen mitwirkten. Zu An deiner Seite wurde einen Tag davor ein interaktives Video mit unter anderem Lex Shrapnel, Kyra Sophia Kahre und Bill Fellows veröffentlicht.[4] Das Album stieg am 27. Mai 2016 auf Platz 1 der deutschen Albumcharts ein.

Am 28. April 2017 erschien sein sechstes Soloalbum Gute Nacht über BMG. Die Zusammenarbeit mit Four Music, das Label über welches die beiden vorherigen Alben erschienen, hatte er beendet, und sprach in diesem Zusammenhang von einer gütlichen Trennung aufgrund von Differenzen bezüglich der Arbeitsweise.[5]

 
Kontra K bei den Fritz DeutschPoeten 2018

Am 11. Mai 2018 erschien sein siebtes Soloalbum Erde und Knochen.

Am 24. Mai 2019 erschien sein achtes Album Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin.

Image und MusikBearbeiten

Kontra K Musik entsteht vor allem in Zusammenarbeit mit seinem Hauptproduzenten, The Cratez aus Berlin. Er vermarktet sich als Junge von der Straße mit Hang zum Kampfsport.[1] Dabei fordert Kontra K den Zusammenhalt der Straße und vermischt gesellschaftskritische Töne mit eigenen Erfahrungen.[6] Im Laufe seiner Rap-Karriere wandelten sich neben seinem Image auch seine Themen. So klangen seine ersten Rapalben (z. B. Dobermann, Fight Club Mixtape Vol. 1) noch stark nach deutschem Gangsta-Rap.

Spätestens seit der EP Wölfe im Jahr 2014 und dem Album Aus dem Schatten ins Licht im Jahr 2015 entfernte sich Kontra K von seinem „Brutalo-Image“ eines Jungen von der Straße und somit auch vom klassischen Gangsta-Rap, sowie dessen typischen Textelementen. Seine neueren Texte enthalten vor allem Zeilen, in denen er die Themen Kampfsport, „Versuche meine Hörer auf den Sportfilm zu bringen“,[7] und Motivation gemischt mit Erfahrungen aus seinem eigenem Leben in den Vordergrund stellt. In einem Interview sagte er „Ich bin noch zu einem guten Menschen geworden“.[8]

KontroversesBearbeiten

In einem 1-Live-Interview im Jahr 2016 des WDR für die Reportage „Homophobie im Deutschrap“ vertrat Kontra K die Meinung, dass in der Jugendsprache das Wort „schwul“ eine Beleidigung sei, und dies „mit Rap unbedingt nicht viel zu tun“ habe.[9] Weiter fand er, dem Vorwurf, ein Text gehe „zu weit“, lasse sich entgegensetzen, „Es gibt auch eben Meinungsfreiheit. Für jeden.“[9] Obwohl vermutet wird, dass sexuelle Orientierung eine genetische Komponente hat,[10] äußerte er sich dazu mit einer abweichenden Meinung:

„Ich glaube nicht, dass das eine Sache ist, die in den Genen liegt. Oder dass du schwul geboren wirst, das glaube ich nicht. Dafür können mich jetzt tausend Menschen hassen — ich glaube es einfach nicht.“

Kontra K: Reportage „Homophobie im Deutschrap“ von 1 Live des WDR[11]

DiskografieBearbeiten

 
Kontra K bei den Fritz DeutschPoeten 2018

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen Anmerkungen
Deutschland  DE Osterreich  AT Schweiz  CH
2010 Dobermann
DePeKa Records
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 12. Dezember 2010
2012 Was die Zeit bringt
DePeKa Records
300! 300! 300!
Erstveröffentlichung: 30. November 2012
2013 12 Runden
DePeKa Records
8
(1 Wo.)
300! 300!
Erstveröffentlichung: 6. September 2013
2015 Aus dem Schatten ins Licht
Four Music
2
 Gold

(11 Wo.)
19
(2 Wo.)
14
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Februar 2015
Verkäufe: + 100.000
2016 Labyrinth
Four Music
1
 Gold

(20 Wo.)
4
(3 Wo.)
8
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2016
Verkäufe: + 100.000
2017 Gute Nacht
BMG Rights Management
1
 Gold

(55 Wo.)
2
(6 Wo.)
7
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 28. April 2017
Verkäufe: + 100.000
2018 Erde & Knochen
BMG Rights Management
1
 Gold

(38 Wo.)
1
(15 Wo.)
2
(7 Wo.)
Erstveröffentlichung: 11. Mai 2018
Verkäufe: + 100.000
2019 Sie wollten Wasser doch kriegen Benzin
BMG Rights Management
1
(… Wo.)
2
(… Wo.)
4
(18 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. Mai 2019

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kontra K – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. a b c Kontra K. Laut.de, abgerufen am 2. November 2013.
  2. Distributionz ist Label des Monats bei Amazon. Rap.de, 5. Juni 2012, abgerufen am 28. September 2013.
  3. Kontra K unterschreibt bei Four Music. (Nicht mehr online verfügbar.) Musikmarkt.de, 26. Mai 2014, archiviert vom Original am 31. Mai 2014; abgerufen am 30. Mai 2014.   Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.musikmarkt.de
  4. Kritik zum Album Labyrinth. Popshot.over-blog.de, 19. Mai 2016, abgerufen am 20. Mai 2016.
  5. Kontra K: "Das Album hat die Härte von früher und die Motivation von heute". Abgerufen am 4. August 2017.
  6. Dani Fromm: 12 Runden. Laut.de, abgerufen am 2. November 2013.
  7. Jakob Paur: Kontra K: Danke, gut. In: Juice. Nr. 153, 2013, S. 96–97.
  8. Rapper Kontra K - "Authentizität ist das Wichtigste". In: Deutschlandfunk. (deutschlandfunk.de [abgerufen am 11. Oktober 2017]).
  9. a b Kontra K: Homophobie im Deutschrap. In: 1Live, Plan B. WDR, Juli 2017, abgerufen am 2. August 2017.
  10. nähere Informationen hierzu beispielsweise im Abschnitt Genetik des Artikels über Homosexualität
  11. Plan B - Homophobie im Deutschrap - einslive.de. WDR, Juli 2016, abgerufen am 2. August 2017.