Horst Weinheimer

deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher

Horst Weinheimer (* 27. Februar 1930; † 1. Dezember 2017[1]) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

LebenBearbeiten

1950 sah der gelernte Autoschlosser erstmals mit Goethes „Faust“ eine Theateraufführung. Davon war er so beeindruckt, dass er sich entschied, selbst Schauspieler zu werden. Er bewarb sich bei der Staatlichen Schauspielschule Berlin und beendete diese mit Erfolg.[2]

Als Horst Schönemann 1954 als Oberspielleiter an das Stadttheater in Senftenberg berufen wurde, nahm er mehrere Absolventen der Schauspielschule, darunter auch Horst Weinheimer, mit.[3] Gemeinsam mit Horst Schönemann ging dieser 1959 nach Berlin an das Maxim-Gorki-Theater, wo er bis 1965 blieb. Von hier aus ging es anschließend an die Volksbühne Berlin und dann 1968 an das Deutsche Theater.

FilmografieBearbeiten

TheaterBearbeiten

HörspieleBearbeiten

  • 1963: Thorbjørn Egner: Annette und die wilden Räuber (Tobby) – Regie: Fritz Göhler (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1964: Ernst Röhl (Nach Johann Peter Hebel): Zundelfrieders Abenteuer – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1969: Fritz Selbmann: Ein weiter Weg – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Hörspiel (8 Teile) – Berliner Rundfunk)
  • 1970: Michail Filippowitsch Schatrow: Der sechste Juli (Soldat) – Regie: Helmut Hellstorff (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1970: Rolf Schneider: Platanenstraße 10 (Fritz) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Deutschlandsender)
  • 1970: Horst Bastian: Deine Chance zu leben – Regie: Detlef Kurzweg (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1971: Heinrich Mann: Die Vollendung des Königs Henri Quatre – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1971: Günther Rücker: Porträt einer dicken Frau (Gussmeister) – Regie: Günther Rücker (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1971: Boris Djacenko: Der Physiker und die Nixe (Stefan, der Physiker) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1972: Rolf Schneider: Einzug ins Schloß (Matecka) – Regie: Theodor Popp (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1972: Uwe Kant: Die Nacht mit Mehlhose – Regie: Wolfgang Beck/Theodor Popp (Rundfunk der DDR)
  • 1972: Heinrich von Kleist: Amphitryon (Sosias und Merkur) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1972: Rudolf Bartsch: Der geschenkte Mörder – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1973: Horst Dembny: Der General kommt – Regie: Albrecht Surkau (Kurzhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1973: Werner Gawande: Benders Abschluß (Heinicke) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1973: Johann Wolfgang von Goethe: Geschichte des Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1974: Herbert Fischer: Autofahrt (Dumper-König) – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1974: Lia Pirskawetz: Vox Humana (Fahrer) – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1974: Wolfgang Müller: Die Spur des Helfried Pappelmann (Muschke, Arbeiter) – Regie: Wolfgang Schonendorf (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1974: Helga Schütz: Le Rossignol heißt Nachtigall (Mann) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1974: Helfried Schreiter: Immer wieder (Grigori) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1974: Alexander Wolkow: Der Zauberer der Smaragdenstadt (Erzähler) – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1975: Lothar Kleine: Michael Gaismair oder Neun Sätze aus der Heiligen Schrift – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1975: Jules Verne: Die Erfindung des Verderbens (6 Rollen) – Regie: Andreas Scheinert (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1975: Prosper Mérimée: Die Jacquerie (Gaillon) – Regie: Albrecht Surkau (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1976: Adolf Glaßbrenner: Antigone in Berlin (Buchdrucker Feist) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel (Kunstkopf) – Rundfunk der DDR)
  • 1976: Rudolf Bartsch: Der geschenkte Mörder (Herbert Lohm) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1977: Hans Siebe: Herzogs Frau (Herzog) – Regie: Achim Scholz (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1977: Rudolf Elter: Die Kronzeugin – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1978: Hans Siebe: Sommer in Kriebusch (Gorgas) – Regie: Fritz-Ernst Fechner (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1978: Erich Schlossarek Der Aufschub – Regie: Christoph Schroth (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1979: Horst Berensmeier: Lösegeld – Regie: Hans Knötzsch (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1980: Walter Püschel: Das Schulschwein – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1981: Werner Buhss: Hotte, einfach Hotte (Ede) – Regie: Horst Liepach (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1981: Samuil Marschak: Das Tierhäuschen (Wolf) – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1981: Brigitte Hähnel: Die Einladung (Mann) – Regie: Barbara Plensat (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1981: Katrin Lange: Die Adoption – Regie: Maritta Hübner (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1982: Walentin Rasputin: Matjora (Pawel) – Regie: Fritz Göhler (Hörspiel- Rundfunk der DDR)
  • 1982: Hans Siebe: Der Tote im fünften Stock (Brigadier Miersch) – Regie: Barbara Plensat (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1984: Peter Gauglitz: Feuer bitte (Schwarz) – Regie: Edith Schorn (Hörspielreihe: Fälle des Kriminalanwärters Marzahn (Nr.: 5) – Rundfunk der DDR)
  • 1984: Brigitte Hänel: Erläutern Sie die Herstellung eines Sudes Vollbier – Regie: Horst Liepach (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1984: Wilhelm Hampel: Die Karriere (Kombinatsdirektor) – Regie: Joachim Gürtner (Kurzhörspiel aus der Reihe Waldstraße 7 – Rundfunk der DDR)
  • 1985: Hans Siebe: Feuersteine (Borchert) – Regie: Werner Grunow (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1987: Franz Fühmann: Rumpelstilzchen (Müller) – Regie: Achim Scholz (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1987: Georg Hirschfeld: Pauline (Radtke) – Regie: Werner Grunow (Hörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1987: Katrin Lange: Die Brandstifterin (Lühmann) – Regie: Werner Grunow (Hörspielreihe Tatbestand, Nr. 35 – Rundfunk der DDR)
  • 1988: Hans Siebe: Porzellan – Regie: Achim Scholz (Kriminalhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1989: Marion Seelig: Das Mädchen Secunda und der Dieb (Kondor) – Regie: Manfred Täubert (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1990: Siegfried Stadler: Ein Teddy mit Brille (Mond) – Regie: Rüdiger Zeige (Kinderhörspiel – Rundfunk der DDR)
  • 1991: Paul Zech: Das Trunkene Schiff (Zugführer) – Regie: Wolfgang Rindfleisch (Hörspiel – Funkhaus Berlin)
  • 1991: Alexander Wolkow: Urfin und seine Holzsoldaten (Enkin Fled, Statthalter) – Regie: Dieter Scharfenberg (Hörspiel – LITERA)
  • 1991: Edgar Hilsenrath: Das Märchen vom letzten Gedanken – Regie: Peter Groeger (Hörspiel – SFB/HR)
  • 1991: Waldemar Bonsels: Die Biene Maja (Eine Hornisse) – Regie: Werner Grunow (Kinderhörspiel – DS Kultur)
  • 1991: Linde von Kayserlingk: Aber am meisten mitten im Herzen (Polizist) – Regie: Beate Rosch (Kinderhörspiel/Hörkurzspiel – Funkhaus Berlin)
  • 1998: Michail Bulgakow: Der Meister und Margarita – Regie: Petra Meyenburg (Hörspiel (30 Teile) – MDR)
  • 1998: Volker Braun: Der Staub von Brandenburg – Regie: Joachim Staritz (Hörspiel – DLF/SFB)
  • 2000: Damon Runyon: Butch passt aufs Baby auf (Bulle 1) – Regie: Regine Ahrem (Hörspielreihe: Schwere Jungs und leichte Mädchen, (Nr.: 1) SFB/ORB)
  • 2000: Damon Runyon: Blutdruck (Doc) – Regie: Regine Ahrem (Hörspielreihe: Schwere Jungs und leichte Mädchen, (Nr.: 3) – SFB/ORB)
  • 2004: Holger Siemann Mordspiel (Berger) – Regie: Christa Kowalski (Kriminalhörspiel – RBB)

SynchronarbeitenBearbeiten

  • 1976: Der Brünette erscheint am Abend (Polen); Rolle: Michal Roman; Schauspieler: Krzysztof Kowalewski
  • 1977: Die Olsenbande schlägt wieder zu (Dänemark); Rolle: Meister Hansen; Schauspieler: Paul Hagen
  • 1982: Das verhexte Haus (Italien); Rolle: Giorgio; Schauspieler: Renato Pozzetto

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. DEFA-Newsletter 01/2018. (Nicht mehr online verfügbar.) DEFA-Stiftung, 7. Februar 2018, archiviert vom Original am 9. Februar 2018; abgerufen am 8. Februar 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.defa-stiftung.de
  2. Vgl. Schauspielschule Berlin
  3. Vgl. Geschichte Stadttheater Senftenberg (Memento des Originals vom 25. Februar 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.theater-senftenberg.de