Michail Filippowitsch Schatrow

sowjetischer bzw. russischer Dramatiker

Michail Filippowitsch Schatrow (russisch Михаил Филиппович Шатров; * 3. April 1932 in Moskau als Michail Filippowitsch Marschak, russisch Михаил Филиппович Маршак; † 23. Mai 2010 ebenda) war ein sowjetischer beziehungsweise russischer Dramatiker, der als der "Historiker unter den russischen Dramatikern[1]" gilt.

Er schrieb mehrere Dramen, die sich von einem Standpunkt der kritischen Sympathie mit Lenin und der Geschichte der Sowjetunion auseinandersetzen, z. B.

  • Der 6. Juli (Шестое июля), 1964, verfilmt UdSSR 1968
  • Bolschewiki (Большевики), 1969, 1983
  • Das Wetter für morgen, 1974
  • Blaue Pferde auf rotem Gras (Синие кони на красной траве), 1979
  • So werden wir siegen (Так победим!), 1982
  • Diktatur des Gewissens (Диктатура совести), 1986
  • Weiter, weiter, weiter (Дальше... дальше... дальше!), 1988

Die Stücke Schatrows wurden in vielen Theatern der DDR, unter anderem im Ost-Berliner Maxim-Gorki-Theater, im Berliner Ensemble und im Staatsschauspiel Dresden aufgeführt.

Sein Roman Der Frieden von Brest-Litowsk (russ. Брестский мир / Brestski mir / Brester Frieden) erschien in deutscher Übersetzung bei Kiepenheuer & Witsch in Köln (1991).

1983 wurde er mit dem Staatspreis der UdSSR ausgezeichnet.

1993 schrieb er für Vanessa Redgrave ein Drama über die Verfolgungen unter Joseph McCarthy.

FilmografieBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Artikel im Tagesspiegel über einen Auftritt Schatrows in Berlin 2002 - abgerufen am 21. November 2018

WeblinksBearbeiten