Franz Fühmann

deutscher Schriftsteller

Franz Antonia Josef Rudolf Maria Fühmann, laut Taufschein Franz Antonie Josef,[1] (* 15. Januar 1922 in Rokytnice nad Jizerou, Tschechoslowakei; † 8. Juli 1984 in Ost-Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und einer der bedeutendsten Autoren der DDR. Er lebte und wirkte als (Nach-)Erzähler, Essayist, Lyriker und Kinderbuchautor. In seiner Jugend durch den Nationalsozialismus geprägt, wurde er nach dem Krieg Anhänger des Sozialismus, verhielt sich allerdings zunehmend kritisch gegenüber der Entwicklung der DDR, von der er in seinen späten Jahren bitter enttäuscht war.

Franz Fühmann (rechts) 1981 bei der Berliner Begegnung zur Friedensförderung

LebenBearbeiten

 
Gedenktafel am Haus Strausberger Platz 1 in Berlin-Friedrichshain

Franz Fühmann, als Sohn eines Apothekers in Rochlitz an der Iser (Rokytnice nad Jizerou) im böhmischen Riesengebirge geboren. Im späteren Sudetenland wuchs er nach eigenen Angaben in einer „Atmosphäre von Kleinbürgertum und Faschismus“ auf. Nach der Volksschule besuchte er vier Jahre das Jesuitenkonvikt Kalksburg bei Wien. Aus diesem flüchtete Fühmann nach eigenen Angaben 1936, möglicherweise musste er es aber auch aus Kostengründen verlassen.[2] Er absolvierte dann das Gymnasium in Reichenberg (Liberec), trat dem Deutschen Turnverein (spätere sudetendeutsche Hitlerjugend) bei und wurde 1937 Mitglied der pennalen Burschenschaft Hercynia. Im Jahr der Annexion des tschechoslowakischen Sudetenlandes durch NS-Deutschland trat er der Reiter-SA bei. In der Reichspogromnacht beteiligte er sich an der Zerstörung der Synagoge von Reichenberg. Nach Kriegsbeginn 1939 wollte er sich sofort zur Wehrmacht melden, was sowohl sein Vater als auch die Musterungsbehörde angesichts seines jungen Alters ablehnten. Im Januar 1941 legte er sein Notabitur am Reformrealgymnasium in Hohenelbe (Vrchlabí), nunmehr im Reichsgau Sudetenland, ab.

Noch 1941 folgte die kurzzeitige Immatrikulation an der Universität Prag (Mathematik), die Verpflichtung im Reichsarbeitsdienst und schließlich der Eintritt in die Wehrmacht. Er war als Nachrichtensoldat, zuletzt im Rang eines Obergefreiten/Unteroffizieranwärters, in der Sowjetunion und in Griechenland im Einsatz. Noch während des Zweiten Weltkriegs erschienen von ihm einige Gedichte in der Wochenzeitung „Das Reich“. 1945 geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft und wurde 1946 zur Antifa-Schule in Noginsk bei Moskau abkommandiert. Nach Absolvieren des Kurses wurde er selbst Assistenzlehrer an den Antifa-Schulen in Rjasan und Ogre bei Riga.

Zu Weihnachten 1949 kam Fühmann aus der Kriegsgefangenschaft in die DDR, wo er bis zu seinem Tode in Berlin und Märkisch Buchholz (ab 1958) lebte. Zum überzeugten Kommunisten umerzogen, wollte er zunächst der SED beitreten, wurde aber gedrängt, sich stattdessen in der Blockpartei NDPD zu engagieren, der er kurz darauf beitrat.[2] Von 1950 bis 1958 war er als Parteiangestellter in der NDPD-Zentrale tätig, zunächst als persönlicher Referent des Generalleutnants, stellvertretenden NDPD-Vorsitzenden und Volkskammer-Vizepräsidenten Vincenz Müller, dann als Leiter des Arbeitsgebiets Kulturpolitik. Er schrieb Artikel für die parteieigenen Zeitungen Die Nation und National-Zeitung. Ab 1952 war er Mitglied des Parteivorstands der NDPD. Fühmann heiratete 1950 Ursula Böhm, zwei Jahre später kam die gemeinsame Tochter Barbara zur Welt. Von 1954 bis 1959 war Fühmann vom Ministerium für Staatssicherheit als inoffizieller Mitarbeiter mit dem Decknamen „Salomon“ erfasst. Da er jedoch weder Berichte lieferte, noch zu konspirativen Treffen bereit war, entpflichtete die Stasi ihn wieder.[3] Durch die Abkehr vom Stalinismus auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 wurde er in seinen ideologischen Überzeugungen erschüttert.[4] Von 1958 bis zu seinem Tode war Fühmann freier Schriftsteller.[3]

Neben eigener schriftstellerischer Tätigkeit war Fühmann auch kulturpolitisch aktiv. Ab 1952 war er Vorstandsmitglied des Deutschen Schriftstellerverbandes (DSV). Er förderte viele junge Autoren und setzte sich in späteren Jahren für Schriftsteller ein, die unter Schikanen und Repressionen der DDR-Führung zu leiden hatten. Nach den kulturpolitischen Beschlüssen des 11. Plenum des ZK der SED (1965) erklärte er seinen Rücktritt aus dem Vorstand des Schriftstellerverbandes,[4] machte diesen aber kurz darauf wieder rückgängig.[3] Anschließend wandte er sich auch künstlerisch vom Sozialistischen Realismus des Bitterfelder Weges ab und mythologischen Themen zu. Die Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 durch Truppen des Warschauer Paktes stürzte Fühmann in eine tiefe Lebenskrise[4] und den Alkoholismus.[2] Er ging in der Folgezeit weiter auf Distanz zur DDR-Führung und zog sich schrittweise aus staatsnahen Gremien zurück. Aus der NDPD trat er 1972 aus. 1976 gehörte er zu den Erstunterzeichnern eines Protestbriefes gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann aus der DDR. Seitdem führte die Stasi einen Operativen Vorgang gegen Fühmann unter der Bezeichnung „Filou“.[3] Nach der Ausreise von Sarah Kirsch und Bernd Jentzsch aus der DDR sowie dem Austritt Jurek Beckers aus dem DSV, trat Fühmann 1977 endgültig vom Vorstand des Schriftstellerverbands zurück.[5] In der Folgezeit war er in der DDR künstlerisch wie politisch zunehmend isoliert.[3] Er trat für die Friedensbewegung ein und nahm 1981 an der ersten Berliner Begegnung zur Friedensförderung teil.[4] Eine von Fühmann initiierte Anthologie junger kritischer DDR-Autoren wurde 1981 durch die Leitung der Akademie der Künste und führende Kräfte der SED verhindert.[3]

Franz Fühmann erhielt 1955 den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze[6], 1956 den Heinrich-Mann-Preis; er wurde 1957 und 1974 mit dem Nationalpreis der DDR, 1977 mit dem Deutschen Kritikerpreis und 1982 mit dem Geschwister-Scholl-Preis ausgezeichnet. Er erhielt weitere nationale und internationale Auszeichnungen und war Mitglied der Akademie der Künste.[3]

Fühmann starb 1984 an einer Krebserkrankung. Auf seinen Wunsch hin wurde er in Märkisch Buchholz, nicht im ungeliebten Berlin, begraben.

WerkBearbeiten

 
Franz Fühmann, 1973

Franz Fühmann war ein sehr vielseitiger Autor, der neben frühen eigenen Gedichten, Nachdichtungen aus dem Tschechischen und Ungarischen, vielen Büchern für Kinder und junge Leser, Essays und einem reichhaltigen erzählerischen Werk auch viele ungewöhnliche literarische Versuche unternommen hat. So schrieb er beispielsweise ein Ballett (Kirke und Odysseus), brachte zusammen mit dem Fotografen Dietmar Riemann ein Buch über Menschen mit geistiger Behinderung heraus (Was für eine Insel in was für einem Meer), mit denen er drei Jahre lang immer wieder gearbeitet hatte, und stellte einen Band mit Gedichten zusammen, die er nicht etwa geschrieben (nur die manchmal recht langen Überschriften waren von ihm), sondern Steputats Reimlexikon entnommen hatte (Urworte. Deutsch).

Literatur für Kinder und Jugendliche zu schreiben, war Fühmann zeit seines Lebens ein wichtiges Anliegen. Sein erstes Kinderbuch verfasste er auf Wunsch seiner Tochter Barbara. Später folgte eine Vielzahl weiterer Bücher, unter anderem Märchen, Kasperlstücke, Bücher, die sich mit Sprache beschäftigten und damit spielten (Lustiges Tier-ABC, Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel), und etliche Nacherzählungen von klassischen literarischen Stoffen und Sagen (Reineke Fuchs, Das Hölzerne Pferd (Ilias und Odyssee), Prometheus. Die Titanenschlacht, Das Nibelungenlied). Fühmann korrespondierte zudem viel mit Kindern, seinen Lesern. So entstanden auch „Auftragswerke“ (Märchen auf Bestellung).

Fühmann hinterließ ein umfangreiches erzählerisches Werk. Seine frühen Erzählungen tragen häufig autobiographischen Charakter. Im Erzählungsband Das Judenauto beschreibt er Sujets aus seiner Kindheit und Jugend. In weiteren Erzählungen setzt er sich intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus und seiner eigenen Verstrickung damit auseinander. Der Begriff der „Wandlung“, bei ihm persönlich die vom Anhänger des Nationalsozialismus zum damals noch überzeugten Sozialisten, die Möglichkeit der Wandlung überhaupt, ist für Fühmann äußerst wichtig. Diese Themen spielen neben vielen anderen in Zweiundzwanzig Tage oder Die Hälfte des Lebens, einem von Fühmanns Hauptwerken, eine große Rolle. In Form eines Tagebuches einer Ungarnreise reflektiert Fühmann darin über unterschiedliche Themen und flicht auch kleine Erzählungen ein.

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt von Fühmanns literarischem Schaffen waren Märchen, Sagen und Mythen. Die Beschäftigung damit durchdringt viele seiner Werke, von der Kinderliteratur über viele seiner Erzählungen (Das Ohr des Dionysios) bis hin zu seinem essayistischen Werk. Mit seinen Essays trug Fühmann auch zur Veröffentlichung von Autoren bei, deren Werke in der DDR kaum oder nicht erschienen (Georg Trakl, Sigmund Freud).

Beginnend mit den Zweiundzwanzig Tagen setzte sich Fühmann zunehmend kritischer mit der sozialistischen Gesellschaft der DDR auseinander. Er versuchte – später auch öffentlich – mit einer Vielzahl von Briefen an DDR-Politiker, sie von Änderungen ihrer Politik, vor allem der Kulturpolitik, zu überzeugen. Sein Werk spiegelt das zunehmend wider, in besonderer Weise Saiäns-fiktschen. Er zog sich aus kulturpolitischen Zusammenhängen der DDR, wie dem Schriftstellerverband der DDR und der Akademie der Künste, zurück. In seinen letzten Lebensjahren begann er, an den politischen Bedingungen in der DDR zu verzweifeln; sein Briefwechsel mit Christa Wolf (Monsieur – wir finden uns wieder) zeigt dies besonders deutlich. Auch sein lange geplantes Hauptwerk, das in seinen Briefen und Notizen immer wieder auftauchende „Bergwerksprojekt“, konnte er nicht vollenden. Es erschien postum, versehen mit dem von ihm selbst hinzugefügten Untertitel „Fragment eines Scheiterns“, unter dem Titel Im Berg. Dieses 1991 erschienene Buch, das neben dem Fragment weitere Texte enthält, zeigt aber auch, dass dieses Spätwerk dennoch vom literarischen Gesichtspunkt aus gelungen ist. Die unter Literaturwissenschaftlern nicht einheitliche Beurteilung zeigt sich darin, dass manche, wie die Literaturwissenschaftlerin und sehr gute Kennerin des Werks Sigrid Damm, Fühmanns Selbsteinschätzung direkt auf ebendies Werk beziehen.

Zitat aus seinem Testament, ein Jahr vor seinem Tod:

Ich habe grausame Schmerzen. Der bitterste ist der, gescheitert zu sein: In der Literatur und in der Hoffnung auf eine Gesellschaft, wie wir sie alle einmal erträumten.

RezeptionBearbeiten

Den literarischen Nachlass Fühmanns pflegt die Akademie der Künste in Berlin, seine etwa 17.000 Bände umfassende, mit vielen Anstreichungen und Notizen versehene Arbeitsbibliothek ist Teil der Historischen Sammlungen der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.

Die Faszination des Werkes Fühmanns zeigt sich unter anderem darin, dass sich auch heute noch junge Künstler wie beispielsweise Barbara Gauger für sein Werk einsetzen. Auch die Arbeit des Franz-Fühmann-Freundeskreises Märkisch Buchholz/Berlin zeugt von dem Weiterwirken des Werkes Franz Fühmanns. Der Internationale Franz Fühmann Freundeskreis hat seinen Sitz in Berlin-Kreuzberg und hat sich zur Aufgabe gemacht, „… das Werk des Prosaschriftstellers, Essayisten, Dichters und Nachdichters im Bewußtsein der Menschen lebendig zu erhalten und so in Gegenwart und Zukunft weiterwirken zu lassen“[7]. Einen wesentlichen Beitrag zur Rezeption des Werkes leistet die seit 2016 im Hinstorff Verlag erscheinende Briefedition, worin u. a. die für Fühmann so wichtigen Beziehungen zu seinen Lektoren Kurt Batt und Ingrid Prignitz in eigenen Bänden Würdigung finden.

Im Roman Der Turm von Uwe Tellkamp trägt die Figur des Georg Altberg deutlich Fühmann'sche Züge.

Darstellung Fühmanns in der bildenden Kunst (Auswahl)Bearbeiten

  • Dieter Goltzsche: Portrait Franz Fühmanns (Kaltnadelradierung, 1983); 2019 an den internationalen Franz Fühmann Freundeskreis übergeben
  • Annette Peuker-Krisper: Franz Fühmann (Lithografie, 1988)

WerkeBearbeiten

 
Fühmann-Büste von Wieland Förster in Kiskőrös

WerkverzeichnisBearbeiten

Werke (Auswahl)Bearbeiten

  • Die Fahrt nach Stalingrad. Eine Dichtung. Aufbau, Berlin 1953 (Schriften an die deutsche Nation).
  • Vom Moritz, der kein Schmutzkind mehr sein wollte. Erzählung. Der Kinderbuchverlag, Berlin 1959.
  • Kabelkran und Blauer Peter. Hinstorff, Rostock 1961.
  • Die Richtung der Märchen .Gedichte. Aufbau, Berlin 1962
  • Das Judenauto. Vierzehn Tage aus zwei Jahrzehnten. [Erstausgabe] Aufbau, Berlin 1962 (erste Auflage der ungekürzten Ausgabe: Hinstorff Verlag, Rostock 1979; Neuauflage Rostock 2019).
  • Das Nibelungenlied. Hinstorff, Rostock 1971.
  • Zweiundzwanzig Tage oder die Hälfte des Lebens. Hinstorff, Rostock 1973.
  • Erzählungen 1955–1975. Hinstorff, Rostock 1977/1993.
  • Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel: ein Spielbuch in Sachen Sprache; ein Sachbuch der Sprachspiele; ein Sprachbuch voll Spielsachen. Illustrationen von Egbert Herfurth. Kinderbuchverlag, Berlin 1978.
  • Gedichte und Nachdichtungen. Hinstorff, Rostock 1978/1993.
  • Irrfahrt und Heimkehr des Odysseus. Prometheus. Der Geliebte der Morgenröte und andere Erzählungen. Hinstorff, Rostock 1980, 1993.
  • Vor Feuerschlünden. Erfahrung mit Georg Trakls Gedicht. Hinstorff, Rostock 1982.
  • Essays, Gespräche, Aufsätze 1964–1981. Hinstorff, Rostock 1983/1993.
  • Unter den Paranyas. Traum-Erzählungen und -Notate. Hinstorff, Rostock 1988/1993.
  • Märchen auf Bestellung. Hrsg. von Ingrid Prignitz. Hinstorff, Rostock 1990.
  • Im Berg. Texte und Dokumente aus dem Nachlaß, herausgegeben von Ingrid Prignitz. Hinstorff, Rostock 1991.

FilmografieBearbeiten

Filme, die nach Werken von Franz Fühmann entstanden sind oder für die er das Drehbuch schrieb:

LiteraturBearbeiten

  • Marcel Reich-Ranicki: Kamerad Fühmann. In: Deutsche Literatur in West und Ost. Piper Verlag, München 1963, S. 422–433 (zahlreiche Nachdrucke auch unter dem Titel Der treue Dichter seiner Herrn).
  • Erich Loest: Bruder Franz. 3 Vorlesungen über Franz Fühmann, geh. an d. Univ. Paderborn (= Schriften der Universität-Gesamthochschule Paderborn Reihe Sprach- und Literaturwissenschaft, Bd. 7). Schöningh, Paderborn.
  • Horst Simon (Hrsg.): Zwischen Erzählen und Schweigen. Ein Buch des Erinnerns und Gedenkens. Franz Fühmann zum 65. Hinstorff, Rostock 1987, ISBN 3-356-00064-0 (enthält eine umfangreiche Bibliographie, die auch Beiträge in Zeitschriften und Literatur über Fühmann sowie Rezensionen seiner Werke berücksichtigt).
  • Irmgard Wagner: Franz Fühmann. Nachdenken über Literatur. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg 1989, ISBN 3-533-04087-9.
  • Hartmut Mechtel: Franz Fühmann. In: Erik Simon, Olaf R. Spittel (Hrsg.): Die Science-fiction der DDR. Autoren und Werke. Ein Lexikon. Verlag Das Neue Berlin, Berlin 1988, ISBN 3-360-00185-0, S. 139–141.
  • Uwe Wittstock: Franz Fühmann (= Beck’sche Reihe 610: Autorenbücher). Beck, München 1988.
  • Hans Richter: Franz Fühmann. Ein deutsches Dichterleben. Aufbau-Verlag, Berlin 1992, ISBN 3-7466-1743-X. Aktualisierte Taschenbuchausgabe: Franz Fühmann. Ein deutsches Dichterleben. Biographie. Aufbau Taschenbuch Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-7466-1743-X.
  • Fritz J. Raddatz: Volksgenosse, Genosse, Dissident. Ein Porträt Franz Fühmanns: Der Weg des DDR-Schriftstellers ist exemplarisch für eine deutsche Generation – aus Anlaß eines Nachlaßbandes. In: Die Zeit. 48. Jg. Nr. 16, 10. April 1992, S. 10–11 (Nachdruck unter dem gekürzten Titel Volksgenosse, Genosse, Dissident. In: Ders.: Schreiben heißt, sein Herz waschen. Literarische Essays. Klampen, Springe 2006, ISBN 3-934920-95-0, S. 171–184).
  • Eberhard Sauermann: Fühmanns Trakl-Essay – das Schicksal eines Buches. Zur Autorisation der Ausgaben in der DDR und der BRD (= Arbeiten zur Editionswissenschaft, Bd. 3). Peter Lang, Bern u. a. 1992.
  • Barbara Heinze: Franz Fühmann. Es bleibt nichts anderes als das Werk. Ausstellungskatalog. Akademie der Künste, Berlin 1993, ISBN 978-3-88331-139-5.
  • Dennis Tate: Franz Fühmann. Innovation and Authenticity. A studie of his prose-writing. Editions Rodopi B.V., Amsterdam/Atlanta 1995.
  • Ihmku Kim: Franz Fühmann – Dichter des „Lebens“. Zum potentialgeschichtlichen Wandel in seinen Texten. Peter Lang, Frankfurt/M. 1996, ISBN 3-631-30298-3.
  • Barbara Heinze (Hrsg.): Franz Fühmann: eine Biographie in Bildern, Dokumenten und Briefen. Geleitwort von Sigrid Damm. Hinstorff Verlag, Rostock 1998, ISBN 3-356-00716-5.
  • Brigitte Krüger u. a. (Hrsg.): Jeder hat seinen Fühmann. Herkunft – Prägung – Habitus. Zugänge zu Poetologie und Werk Franz Fühmanns. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 1998.
  • Arne Born: Fühmanns Offener Brief vom November 1977. Ein Postulat und seine Unterdrückung. Mit unveröffentlichten Schriftstücken. In: Berliner Hefte zur Geschichte des literarischen Lebens 3 (2000), ISSN 0949-5371, S. 81–115.
  • Brigitte Krüger u. a. (Hrsg.): Dichter sein heißt aufs Ganze aus sein. Zugänge zur Poetologie und Werk Franz Fühmanns. Peter Lang, Frankfurt am Main u. a. 2003.
  • Henk de Wild: Bibliographie der Sekundärliteratur zu Franz Fühmann. Lang, Frankfurt am Main 2003.
  • Christian Sachse: Der schwarze Stoff, aus dem die Wahrheit ist. Franz Fühmann auf der Suche nach seiner Wahrheit. In: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat Nr. 15/2003, ISSN 0948-9878.
  • Gunnar Decker: Franz Fühmann. Die Kunst des Scheiterns. Eine Biographie. Hinstorff-Verlag, Rostock 2009, ISBN 978-3-356-01294-1.
  • Christian Schobeß: Technikgeschichten. Franz Fühmanns Doppelstrategie der Technik in seinem Erzählband „Saiäns-Fiktschen“. In: Walter Delabar, Frauke Schlieckau (Hrsg.): Bluescreen. Visionen, Träume, Albträume und Reflexionen des Phantastischen und Utopischen. Aisthesis Verlag, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89528-769-5, S. 132–143.
  • Kurzbiografie zu: Fühmann, Franz. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  • Jürgen Krätzer (Gasthg.): Franz Fühmann. In: Text + Kritik (H. 202/203, IV/14). Boorberg, München 2014, ISBN 978-3-86916-321-5.
  • Roland Berbig, Stephan Krause, Volker Scharnefsky (Hrsg.): Literarisches Bergwerk – Arbeitswelt und Bibliothek Franz Fühmanns. Zentral- und Landesbibliothek Berlin, Berlin 2014, ISBN 978-3-925516-44-3.
  • Peter Braun, Martin Straub (Hrsg.): Ins Innere. Annäherungen an Franz Fühmann. Mit Photographien von Dietmar Riemann. Göttingen: (Wallstein Verlag) 2016, ISBN 978-3-8353-1971-4.
  • Paul Alfred Kleinert, Irina Mohr, Franziska Richter (Hrsg.): „Auf’s Ganze aus sein“. (FES und iFFF), Berlin 2017, ISBN 978-3-95861-648-6.
  • Uwe Buckendahl: Franz Fühmann: «Das Judenauto» – ein Zensurfall im DDR-Literaturbetrieb. Eine historisch-kritische Erkundung mit einer Synopse aller publizierten Textvarianten. Mit einer MP3-CD (Beiträge zur Literatur und Literaturwissenschaft des 20. und 21. Jahrhunderts. Bd. 28). Peter Lang, Frankfurt am Main 2017, ISBN 978-3-631-66124-6.
  • Christoph Schreiber: Soldat, Marxist, Kulturfunktionär. Die Metamorphosen des Franz Fühmann. In: Tilman Pohlmann (Hrsg.): Die LDPD und das sozialistische „Mehrparteiensystem“ in der DDR. V&R unipress, Göttingen 2020, ISBN 3-8471-1003-9, S. 179–197.

NekrologBearbeiten

  • Christa Wolf: Franz Fühmann. Gedenkrede. In: Frankfurter Rundschau v. 29. September 1984, S. ZB 3.

WeblinksBearbeiten

Commons: Franz Fühmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Barbara Heinze (Hrsg.): Franz Fühmann. Eine Biographie in Bildern, Dokumenten und Briefen. Hinstorff, Rostock 1998, S. 8 f.
  2. a b c Manfred Jäger: Franz Fühmann. Eine Biographie in Bildern und Dokumenten. Deutschlandfunk, Sendung Büchermarkt, 24. Januar 1999.
  3. a b c d e f g Kurzbiografie zu: Fühmann, Franz. In: Wer war wer in der DDR? 5. Ausgabe. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4.
  4. a b c d Günther Rüther: Franz Fühmann. Ein deutsches Dichterleben in zwei Diktaturen. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Nr. B 13/2000.
  5. Małgorzata Dubrowska: Franz Fühmann – ein gescheiterter Künstler? In: Nina Nowara-Matusik: Facetten des Künstler(tum)s in Literatur und Kultur. Peter Lang, Berlin u. a. 2019.
  6. Neues Deutschland, 6. Oktober 1955, S. 3.
  7. Freundeskreis – franz-fuehmann.de