Prager Zeitung
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Beschreibung Wochenzeitung
Verlag PRAGO-MEDIA s.r.o.
Erstausgabe 5. Dezember 1991
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage ca. 10.000 Exemplare
Reichweite 0,03 Mio. Leser
Chefredakteur Marcus Hundt
Herausgeber PRAGO-MEDIA s.r.o.
Weblink www.pragerzeitung.cz

Die Prager Zeitung ist eine deutschsprachige Auslandspublikation, die seit dem 5. Dezember 1991 wöchentlich in Prag erscheint und in Tschechien, Deutschland und Österreich verkauft wird.

Inhaltsverzeichnis

GeschichteBearbeiten

Nach der politischen Wende in der Tschechoslowakei gründete der aus Zwickau stammende Historiker Uwe Müller im Jahr 1991 die "Prager Zeitung" und übernahm die Position des geschäftsführenden Chefredakteurs. Müller war zuvor Mitarbeiter der "Prager Volkszeitung". Mit der "PZ" wollte er eine moderne Publikation schaffen, die einerseits neu ins Land strömende deutschsprachige Geschäftsleute und Touristen ansprach, aber andererseits auch an die jahrhundertealte deutschsprachige Pressetradition in Böhmen und Mähren anknüpfte. Die "PZ" sieht sich als Nachfolgepublikation des berühmten "Prager Tagblatt", für das Reporter-Legenden wie Egon Erwin Kisch schrieben. Sie führte den Titel "Prager Tagblatt", an dem sie alle Rechte erworben hatte, auch lange als Zweitnamen.

Bis zur Gründung der Landeszeitung im Jahr 1994 enthielt die "Prager Zeitung" eine Beilage für die deutsche Minderheit in der Tschechischen Republik (Deutschböhmen und Deutschmährer). Bei Prago-Media, dem Verlag der "Prager Zeitung", erschien bis Dezember 2006 auch die deutschsprachige Karlsbader Zeitung.

Anfang 2016 hatte die "Prager Zeitung" 16 Seiten und eigenen Angaben zufolge eine Auflage von ca. 10.000 Exemplaren, wovon etwa die Hälfte in Tschechien verkauft wurde. Der Rest wurde zum Großteil nach Deutschland und Österreich verschickt. Ende 2015 beschäftigte die Wochenzeitung 15 Mitarbeiter.

Die "Prager Zeitung" wird am 22. Dezember 2016 zum letzten Mal erscheinen.[1][veraltet]

ProfilBearbeiten

Die "Prager Zeitung" ist die meistgelesene fremdsprachige Wochenzeitung in Tschechien.[2]

Thematisch beschäftigt sich die "PZ" mit Politik, Wirtschaft, Kultur und Tourismus – insbesondere mit den Beziehungen der Tschechischen Republik zu ihren deutschsprachigen Nachbarländern. Im Mai 2012 wurde sie im Rahmen der Verleihung des erstmals vergebenen Medienpreises Dialog für Deutschland mit dem Ehrenpreis der Jury ausgezeichnet. Die "PZ" erhielt den Preis, weil sie die erste deutschsprachige Zeitung Osteuropas war, die sich besonders auf Touristen und Geschäftsleute ausrichtete. Damit hatte sie eine Vorbildfunktion für viele Zeitungen, die später mit einem ähnlichen Konzept starteten.[3]

Siehe auchBearbeiten

WeblinksBearbeiten

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. "Deutschsprachige „Prager Zeitung“ schließt nach 25 Jahren", Český rozhlas, 09.12.2016
  2. Daten, Fakten, Zahlen, pragerzeitung.cz
  3. [1], Stiftung Verbundenheit