Gedersdorf

Gemeinde in Österreich
Gedersdorf
Wappen Österreichkarte
Wappen von Gedersdorf
Gedersdorf (Österreich)
Gedersdorf
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Krems-Land
Kfz-Kennzeichen: KR
Hauptort: Theiß
Fläche: 18,83 km²
Koordinaten: 48° 26′ N, 15° 41′ OKoordinaten: 48° 26′ 1″ N, 15° 41′ 14″ O
Höhe: 194 m ü. A.
Einwohner: 2.182 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 116 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3494
Vorwahl: 02735
Gemeindekennziffer: 3 13 10
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Obere Hauptstraße 1
3494 Gedersdorf
Website: www.gedersdorf.at
Politik
Bürgermeister: Franz Brandl (ÖVP)
Gemeinderat: (2020)
(21 Mitglieder)
14
5
2
14 
Insgesamt 21 Sitze
Lage von Gedersdorf im Bezirk Krems-Land
AggsbachAlbrechtsberg an der Großen KremsBergern im DunkelsteinerwaldDroßDürnsteinFurth bei GöttweigGedersdorfGföhlGrafeneggHadersdorf-KammernJaidhofKrumau am KampLangenloisLengenfeldLichtenau im WaldviertelMaria Laach am JauerlingMautern an der DonauMühldorfPaudorfRastenfeldRohrendorf bei KremsRossatz-ArnsdorfSchönberg am KampSenftenbergSpitzSt. Leonhard am HornerwaldStraß im StraßertaleStratzingWeinzierl am WaldeWeißenkirchen in der WachauKrems an der DonauLage der Gemeinde Gedersdorf im Bezirk Krems-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gedersdorf.jpg
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Gedersdorf ist eine Gemeinde mit 2182 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich.

GeografieBearbeiten

Die Gemeinde liegt am südöstlichen Rand des Waldviertels am Übergang in die westlichen Ausläufer des Tullnerfeldes nördlich der Donau in Niederösterreich. Die Fläche der Gemeinde umfasst 18,87 Quadratkilometer. 8,5 Prozent der Fläche sind bewaldet.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende sieben Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Altweidling (90)
  • Brunn im Felde (693)
  • Donaudorf (45)
  • Gedersdorf (468)
  • Schlickendorf (159)
  • Stratzdorf (151)
  • Theiß (576)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Altweidling, Brunn im Felde, Donaudorf, Gedersdorf, Schlickendorf, Stratzdorf und Theiß.

Die Gemeinde Gedersdorf in ihrer heutigen Form entstand 1967 durch den freiwilligen Zusammenschluss der Gemeinden Gedersdorf, Brunn im Felde mit Stratzdorf, sowie Theiß mit Altweidling, Schlickendorf und Donaudorf.

NachbargemeindenBearbeiten

Langenlois
Rohrendorf   Grafenegg
Krems an der Donau Traismauer (St. Pölten) Grafenwörth (Tulln)

GeschichteBearbeiten

Besiedelt wurde dieses Gebiet schon in der Jungsteinzeit, der späteren Latènezeit (Funde in Gedersdorf), später von den Kelten, den Quaden sowie den Germanen. Die Römer erreichten auch das nördliche Donauufer, wie ein Grabsteinfund eines römischen Soldaten unter Marc Aurel in Brunn beweist. Im 6. Jahrhundert hielten sich hier Langobarden auf, bis schließlich Karl der Große die Region von den Franken und Baiern besiedeln ließ.

Die Orte der Gemeinde litten des Öfteren unter kriegerischen Ereignissen wie 1442 unter den Hussiten, die mit Raub und Brand die Umgebung von Krems verheerten. 1447 und 1486 zog Matthias Corvinus durch die Orte und belagerte Krems. Von 1645 bis 1646 litt die Bevölkerung unter den Schweden. Während 1683 Wien von den Türken belagert wurden, sammelten sich in der Region die deutschen Einsatztruppen, welche auch verpflegt werden sollten. Zur Zeit der Erbfolgekriege überfielen 1741 die Ungarn die Orte. Im Jahre 1805 zogen Russen durch und 1809 hausten dann die Franzosen mit 30 000 Mann im Gebiet. Im Jahre 1945 marschierte die Rote Armee in die Gemeinde ein.

Im August 2002 versank die Gemeinde im Hochwasser. Der nahegelegene Kamp durchbrach die Schutzdämme und überflutete das gesamte Gebiet. Die Ortschaften wurden von zwei Flutwellen überrollt. Nur die Ortschaft Gedersdorf war nicht vom Jahrtausendhochwasser betroffen.

Im Juni 2013 entging die Ortschaft Theiß nur sehr knapp einer Katastrophe durch einen brechenden Damm.

WappenBearbeiten

Blasonierung: „Ein grüner Schild, über geflutetem blauem Schildfuß mit vier silbernen Wellenleisten durch eine silberne Leiste gespalten, rechts übereinander eine goldene Jakobsmuschel und eine goldene heraldische Lilie, links ein goldener Weinstock mit drei Trauben und drei Blättern.“

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Die starke Zunahme der Bevölkerungszahl beruht auf der Kombination von positiver Geburtenbilanz und starker Zuwanderung.[2]

PolitikBearbeiten

BW

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1990 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 6 SPÖ und 2 FPÖ.
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 1995 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 10 ÖVP, 7 SPÖ und 2 FPÖ.[3]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2000 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 11 ÖVP, 7 SPÖ und 1 FPÖ.[4] (19 Mitglieder)
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2005 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 7 SPÖ und 1 Liste Lebensraum Gemeinde Gedersdorf (LLGG).[5]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2010 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 6 SPÖ und 2 Liste Lebensraum Gemeinde Gedersdorf (LLGG).[6]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2015 hatte der Gemeinderat folgende Verteilung: 13 ÖVP, 5 SPÖ, 2 FPÖ und 1 Liste Lebensraum Gemeinde Gedersdorf (LLGG).[7]
  • Mit den Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2020 hat der Gemeinderat folgende Verteilung: 14 ÖVP, 5 SPÖ und 2 FPÖ.[8]
Bürgermeister
  • bis 2013 Franz Gartner (ÖVP)
  • seit 2013 Franz Brandl (ÖVP)

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

  • Katholische Pfarrkirche Brunn im Felde hl. Jakobus
  • Filialkirche Gedersdorf, den Hll. Philippus und Jakobus geweiht. Sie zählt zu den ältesten Kirchen am Wagram. Sie wurde um 1300 errichtet und bis 1734 weiter ausgebaut.
  • Güterwege laden zu Wanderungen mit herrlicher Aussicht über den Donauraum ein. Wander- und Radwege entlang der Donau und des Kampes führen durch romantische Aulandschaften sowie an Obstanlagen und Feldern vorbei.
  • Weiters ist die Gemeinde an den Jakobsweg Weinviertel angeschlossen.

WirtschaftBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 45, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 135. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 977. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 49,17 Prozent. Gedersdorf gehört zum Weinbaugebiet Kremstal.

VerkehrBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

Ehrenbürger der Gemeinde
  • 2010 Johann Penz: Anlässlich seines 60. Geburtstages und in Würdigung seiner langjährigen und besonderen Verdienste um das Wohl der Gemeinde der Gemeinde Gedersdorf hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am 24. Juni 2010 Landtagspräsident Hans Penz zum Ehrenbürger der Gemeinde Gedersdorf ernannt. Die Überreichung der Ehrenbürgerurkunde erfolgte am 27. August 2010.[9]

WeblinksBearbeiten

Commons: Gedersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Gedersdorf, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 6. April 2019.
  3. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1995 in Gedersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 30. März 2000, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  4. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2000 in Gedersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 4. Februar 2005, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  5. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2005 in Gedersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 4. März 2005, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  6. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2010 in Gedersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 8. Oktober 2010, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  7. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Gedersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 19. Dezember 2019.
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2020 in Gedersdorf. Amt der NÖ Landesregierung, 26. Januar 2020, abgerufen am 29. Februar 2020.
  9. Ehrenbürgerschaft für Ing. Hans Penz. In: Gedersdorf.at. 30. August 2010.