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Droß
Wappen Österreichkarte
Wappen von Droß
Droß (Österreich)
Droß
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Niederösterreich
Politischer Bezirk: Krems-Land
Kfz-Kennzeichen: KR
Fläche: 10,26 km²
Koordinaten: 48° 27′ N, 15° 34′ OKoordinaten: 48° 27′ 0″ N, 15° 34′ 0″ O
Höhe: 394 m ü. A.
Einwohner: 1.018 (1. Jän. 2019)
Bevölkerungsdichte: 99 Einw. pro km²
Postleitzahl: 3552
Vorwahl: 02719
Gemeindekennziffer: 3 13 56
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 250
3552 Droß
Website: www.dross.gv.at
Politik
Bürgermeister: Andreas Neuwirth (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(15 Mitglieder)
9
4
2
Insgesamt 15 Sitze
Lage von Droß im Bezirk Krems-Land
AggsbachAlbrechtsberg an der Großen KremsBergern im DunkelsteinerwaldDroßDürnsteinFurth bei GöttweigGedersdorfGföhlGrafeneggHadersdorf-KammernJaidhofKrumau am KampLangenloisLengenfeldLichtenau im WaldviertelMaria Laach am JauerlingMautern an der DonauMühldorfPaudorfRastenfeldRohrendorf bei KremsRossatz-ArnsdorfSchönberg am KampSenftenbergSpitzSt. Leonhard am HornerwaldStraß im StraßertaleStratzingWeinzierl am WaldeWeißenkirchen in der WachauKrems an der DonauLage der Gemeinde Droß im Bezirk Krems-Land (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Blick auf Droß
Blick auf Droß
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Droß ist eine Gemeinde mit 1018 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2019) im Bezirk Krems-Land in Niederösterreich und liegt etwa 10 km von Krems sowie rund 80 km von Wien entfernt.

GeografieBearbeiten

Geografische LageBearbeiten

Droß liegt auf einem Hochplateau ungefähr 10 Kilometer von Krems an der Donau entfernt und im Waldviertel. Im Norden beginnt mit dem Gföhlerwald eine sehr waldreiche und hügelige Gegend, während sich im Westen mit dem Kremstal ein tiefes Flusstal erstreckt.

GemeindegliederungBearbeiten

Das Gemeindegebiet umfasst folgende zwei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2019[1]):

  • Droß (992)
  • Droßeramt (26)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Droß und Droßeramt.

NachbargemeindenBearbeiten

Gföhl Lengenfeld
 
Senftenberg Stratzing

GeschichteBearbeiten

Droß war ursprünglich eine eigene Herrschaft, nach dem Aussterben des Geschlechts wurde Jörg Mühlfelder 1427 von Herzog Albrecht mit der Herrschaft belehnt.

Bei der großen Gemeindereform 1971 wurde Droß mit der benachbarten Gemeinde Stratzing zusammengelegt. Doch 1993 wurden die beiden Gemeinden wieder getrennt.

BevölkerungsentwicklungBearbeiten

 
Das Schloss und die Kirche von Droß.
Jahr Einwohnerzahl
1951 515
1961 485
1971 535
1981 591
1991 648
2001 778
2011 951
2018 983

Die Einwohnerzahl von Droß nimmt zu, da sowohl die Geburtenbilanz als auch Wanderungsbilanz positiv sind, seit 1991 ist vor allem die Zuwanderung sehr stark.[2]

ReligionenBearbeiten

Die Religionszugehörigkeit der Droßer Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001 wie folgt zusammen:[3]

römisch-katholisch: 91 %
ohne Bekenntnis: 6 %
evangelisch: 1 %
islamisch: 0,8 %
orthodox: 0,4 %
Sonstige: 0,4 %
Unbekannt: 0,4 %

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

BauwerkeBearbeiten

Schloss DroßBearbeiten

 
Das Schloss Droß

Das Schloss[4] wurde im 16. Jahrhundert erbaut und 1726 von Georg Freiherr von Pichelsdorf in der heutigen Form als mächtiger Vierkanter fertiggestellt. Der Renaissancebau mit spätbarocken Elementen hat 2 Stockwerke, vorspringende Ecktürme und einen hohen Uhrturm mit Zwiebelhelm über dem großen Rundportal. Im Innenhof befinden sich Laubengänge und ein Brunnen. Der Festsaal weist ein gut erhaltenes Deckenfresko auf.

Schlosskapelle St. GeorgBearbeiten

Sie war bis zur Errichtung eines Neubaues im Jahre 1953 als Pfarrkirche in Verwendung. Die Pfarre ist eine herrschaftliche Gründung aus der Zeit um 1300, die im 14. Jahrhundert im Pfründenverzeichnis ohne Angabe des Lehenherrn aufscheint. Nach dem Aussterben derer von Droß fiel die Lehenspfarre mit der Herrschaft an den Landesfürsten. Jörg Mühlfelder, dem Herzog Albrecht 1427 das „Haus Droß“ verlieh, erscheint 1429 als Lehnsherr der landesfürstlichen Pfarre.

FatimakircheBearbeiten

 
Die Kirche von Droß

Die heutige Pfarrkirche Droß, ein von ihrem Stil her einmaliger Bau in der Diözese St. Pölten, wurde auf Initiative des damaligen Seelsorgers Franz Gravogel errichtet und am 3. Mai 1953 durch den damaligen Erzbischof von Wien Kardinal Franz König geweiht. Das Gnadenbild der Kirche, eine Marienstatue, wurde von Otto Moroder aus Mayrhofen im Zillertal geschaffen. Das ganze Jahr über, besonders aber zu den Fatimafeiern jeweils am 13. eines jeden Monats kommen die Wallfahrer mit ihren Anliegen nach Droß.

Am 24. Juli 2016 etwa 00:00 Uhr fing das Kirchturmdach nach einem Blitzschlag Feuer. Der Dachstuhl wurde massiv beschädigt.[5][6]

Körnerkasten SchäferhofBearbeiten

30 Jahre lang war der Körnerkasten Schäferhof in Droß als halbverfallenes Gebäude dagestanden. 2005/06 wurde das Gebäude dann von Heinz und Angelika Winkler generalsaniert. Heute ist dort ein Orthopädisches Zentrum eingerichtet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

VerkehrBearbeiten

Droß hat einen Anschluss an die Kremser Straße (B37). Einen Anschluss an das Schienennetz der ÖBB gibt es nicht, dafür verkehren stündlich Busse von Krems aus nach Langenlois durch Droß.

Ansässige UnternehmenBearbeiten

Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 17, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 64. Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 357. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 46,91 Prozent. Es gibt 376 Erwerbspersonen in Droß, 211 Männer und 165 Frauen.[3]

Droß ist eine bekannte Weinbaugemeinde und liegt im Weinbaugebiet Kremstal. Es gibt 6 Heurige, die zu verschiedenen Terminen im Jahr geöffnet haben.

Im Jahr 2005 war Droß Weinherbstgemeinde in Niederösterreich.

VereineBearbeiten

 
Der Körnerkasten Schäferhof in Droß
  • DROSSER WINZER
  • Elternverein der Volksschule Stratzing-Droß
  • FF Droß
  • Kulturkreis Droß
  • Österr. Kameradschaftsbund, OV Droß und Umgebung
  • RC Cavallo Droß
  • SV Raiffeisen Droß, Sektion Fußball
  • Volkstanzgruppe Droß

BildungBearbeiten

Die Volksschule Droß-Stratzing ist zu einem Teil in Droß und zu einem Teil in Stratzing. Die 1. und die 2. Klassen sind in Stratzing und die 3. und 4. Klassen in Droß. Der Kindergarten in Droß ist für Kinder aus Stratzing und Droß. Es gibt drei Gruppen, in denen jeweils drei Kindergärtnerinnen sind. Seit 2006 findet auch die Nachmittagsbetreuung von Volksschul- und Kindergartenkindern im Droßer Kindergarten statt.

PolitikBearbeiten

 
Das Kriegerdenkmal in Droß.

GemeinderatBearbeiten

Von den 15 Mandaten des Gemeinderats entfallen auf Grund der Gemeinderatswahl 2015 auf ÖVP 9, FPÖ 4, SPÖ 2.[7][8]

9 Mandate ÖVP: Bürgermeister Andreas Neuwirth, Vizebürgermeister Johannes Reithner, Eleonore Reithner, Lintner Erhard, Dietmar Wurzer, Franz Steiner, Judith Damköhler-Spitzer, Birgit Perr, Ingrid Malina

2 Mandate SPÖ: Silvia Edlinger, Heinz Edlinger

4 Mandate FPÖ: Gunther Lenzatti, Gudrun Lenzatti, Hartmut Schmid

WappenBearbeiten

Blasonierung: Gespalten; vorne in Grün eine silberne heraldische Lilie, hinten in Rot ein goldener, aufgerichteter schwarz bewehrter Löwe.

Die Lilie ist das Zeichen des Wallfahrtsortes Droß, der Löwe stammt aus dem Wappen des Erbauers des Schlosses, Georg Freiherr von Pichelsdorf. Die Wappenverleihung erfolgte am 18. November 1997.

StädtepartnerschaftenBearbeiten

PersönlichkeitenBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Josef Stern: Droß bei Krems. Wallfahrtskirche Maria von Fatima. Pfarramt Droß, Droß 1985.
  • Leonhard Schmid: Drosser Heimatbuch. Herausgegeben anlässlich der 850-Jahr-Feier 1985. Marktgemeinde Stratzing-Droß, Droß 1985.

WeblinksBearbeiten

  Commons: Droß – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2019 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2019), (CSV)
  2. Statistik Austria, Ein Blick auf die Gemeinde Droß, Bevölkerungsentwicklung. Abgerufen am 5. April 2019.
  3. a b http://www.statistik.at/blickgem/gemDetail.do?gemnr=31356
  4. Eintrag über Schloss Droß auf NÖ-Burgen online – Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Universität Salzburg
  5. http://orf.at/#/stories/2350949/ Unwetter in NÖ: Kirchturm in Flammen, orf.at, 24. Juli 2016, abgerufen 24. Juli 2016.
  6. http://noe.orf.at/news/stories/2787379/ Blitzschlag: Kirchturm in Flammen, orf.at, 24. Juli 2016, abgerufen 24. Juli 2016. - Video.
  7. http://www.dross.gv.at/
  8. Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Droß. Amt der NÖ Landesregierung, 1. Dezember 2015, abgerufen am 20. Februar 2019.