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GeographieBearbeiten

LageBearbeiten

Fischach liegt im tertiären Hügelland des Naturparks Westliche Wälder südlich von Augsburg. Der Ort entstand an der Stelle, an der das Neufnachtal auf das Schmuttertal trifft.

GemeindestrukturBearbeiten

Die Gemeinde hat 13 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Es gibt die Gemarkungen Aretsried, Fischach, Itzlishofen, Reitenbuch, Siegertshofen, Tronetshofen, Willmatshofen und Wollmetshofen.

GeschichteBearbeiten

Fischach war bis in das 14. Jahrhundert Sitz eines alten Ortsadelgeschlechts, der Herren von Fischach. Diese waren Ministerialen der bischöflichen Augsburger Schirmvögte, der Herren von Schwabegg. Im Zuge der Säkularisation kam der Ort 1803 an das Kurfürstentum Bayern. Von 1862 bis 1929 gehörte Fischach zum Bezirksamt Zusmarshausen und ab 1929 zum Bezirksamt Augsburg, das ab 1939 als Landkreis Augsburg bezeichnet wurde. Die Markterhebung erfolgte 1952.

EingemeindungenBearbeiten

Am 1. Juli 1972 wurden Aretsried, Willmatshofen und Wollmetshofen eingegliedert.[3] Am 1. Juli 1975 kamen Teile der aufgelösten Gemeinde Kreuzanger hinzu. Siegertshofen folgte am 1. Januar 1976. Schließlich wurde noch ein Teil der aufgelösten Gemeinde Reitenbuch am 1. Mai 1978 eingegliedert.[4]

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 3.977 auf 4.822 um 845 Einwohner bzw. um 21,3 %.

PolitikBearbeiten

BürgermeisterBearbeiten

Peter Ziegelmeier (SPD/Unabhängige) wurde bei der Bürgermeisterwahl 2014 ohne einen Gegenkandidaten im Amt bestätigt.

GemeinderatBearbeiten

Sitzverteilung im 17-köpfigen Gemeinderat (Stand Kommunalwahl 2014):

WappenBearbeiten

Blasonierung: „In Rot ein silberner Wellenbalken begleitet oben von einem nach rechts, unten von einem nach links schwimmenden silbernen Fisch.“

Kultur und SehenswürdigkeitenBearbeiten

In Fischach befindet sich ein jüdischer Friedhof, der im Jahr 1774 von der damaligen jüdischen Gemeinde gegründet wurde. Er wird heute von der Gemeindeverwaltung gepflegt und erhalten und kann nach Rücksprache besucht werden. Daneben gibt es eine ehemalige Synagoge und ein ehemaliges jüdisches Gemeindehaus mit Schule. Im Jahr 1999 wurde in Fischach ein Judendenkmal errichtet, das an die vierhundertjährige Geschichte des christlich-jüdischen Zusammenlebens in der Gemeinde bis zur Judenverfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus erinnern soll. Eine aus Fischach stammende bemalte Sukka (Laubhütte für das jüdische Laubhüttenfest) befindet sich heute im Israel-Museum in Jerusalem.

Im Ortsteil Heimberg befindet sich das älteste erhaltene Mozarthaus, aus dem nachweislich die direkten Vorfahren des Wolfgang Amadeus Mozart stammen. 1486 wurde das unscheinbare Bauernhaus als Wohnsitz eines Ändris (Andreas) Mozart beurkundet.

BaudenkmälerBearbeiten

FreizeitBearbeiten

Seit Juni 2008 hat in Fischach ein Naturfreibad in den Sommermonaten geöffnet.

Wirtschaft und InfrastrukturBearbeiten

Im Januar 2007 wurden 404 Gewerbebetriebe und ca. 2200 Arbeitsplätze gezählt.

Das bedeutendste Unternehmen in der Gemeinde ist die Molkerei Alois Müller GmbH & Co. KG (Müllermilch) in Aretsried. In Fischach ist der Sitz der Raiffeisenbank Stauden.

VerkehrBearbeiten

Der Bahnhof Fischach (Schwab) liegt an der Staudenbahn von Gessertshausen nach Markt Wald. Die Strecke wird derzeit nur von einzelnen Sonderzügen befahren.

Schulen und KindergärtenBearbeiten

  • Grund- und Mittelschule Fischach
  • Kindergarten St. Michael Fischach
  • Kindergarten St. Vitus Willmatshofen
  • Wohlfühlhaus Westliche Wälder

FeuerwehrenBearbeiten

Die Freiwillige Feuerwehr Fischach ist die Stützpunktwehr der Gemeinde und arbeitet mit den sechs Ortsteilwehren zusammen.

PersönlichkeitenBearbeiten

Söhne und Töchter der GemeindeBearbeiten

Persönlichkeiten mit Verbindung zur GemeindeBearbeiten

LiteraturBearbeiten

  • Michael Piller: Fischach – Geschichte einer Mittelschwäbischen Marktgemeinde, Anton H. Konrad Verlag 1981, ISBN 3-87437-178-6

WeblinksBearbeiten

  Commons: Fischach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Fischach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2019.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 424.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 767 und 768.