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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Kühlenthal
Kühlenthal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Kühlenthal hervorgehoben

Koordinaten: 48° 34′ N, 10° 49′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Augsburg
Verwaltungs­gemeinschaft: Nordendorf
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 7,13 km2
Einwohner: 826 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 116 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86707
Vorwahl: 08273
Kfz-Kennzeichen: A, SMÜ, WER
Gemeindeschlüssel: 09 7 72 166
Gemeindegliederung: 4 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schmutterweg 1
86707 Kühlenthal
Website: www.kuehlenthal.de
Bürgermeisterin: Iris Harms
Lage der Gemeinde Kühlenthal im Landkreis Augsburg
AugsburgLandkreis Aichach-FriedbergLandkreis DachauLandkreis Dillingen an der DonauLandkreis Donau-RiesLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis GünzburgLandkreis Landsberg am LechLandkreis OstallgäuLandkreis StarnbergLandkreis UnterallgäuLandkreis Neuburg-SchrobenhausenSchmellerforstAdelsriedAllmannshofenAltenmünsterAystettenBiberbach (Schwaben)BobingenBonstetten (Schwaben)DiedorfDinkelscherbenEhingen (Landkreis Augsburg)EllgauEmersackerFischachGablingenGersthofenGessertshausenGraben (Lechfeld)GroßaitingenHeretsriedHiltenfingenHorgauKleinaitingenKlosterlechfeldKönigsbrunnKühlenthalKutzenhausenLangenneufnachLangerringenLangweid am LechMeitingenMickhausenMittelneufnachNeusäßNordendorfOberottmarshausenScherstettenSchwabmünchenStadtbergenThierhauptenUntermeitingenUstersbachWalkertshofenWehringenWeldenWestendorf (Landkreis Augsburg)ZusmarshausenKarte
Über dieses Bild

Kühlenthal ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Augsburg und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf.

GemeindeteileBearbeiten

Die Gemeinde hat vier amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

GeschichteBearbeiten

Anhand von Ausgrabungen konnte nachgewiesen werden, dass es im Gemeindegebiet bereits eine keltische Siedlung gegeben hat. Der heutige Gemeindenamen geht jedoch nicht auf die Kelten zurück. Vielmehr trat dieser erst später auf und deutete vermutlich auf sumpfiges Gelände hin. So wird angenommen, dass sich aus dem altschwäbischen Wort „Hülbe“ (sumpfiges Tal) der heutige Gemeindenamen entwickelt hat.[3] In urkundlichen Schriften aus dem 12. Jahrhundert wird dann der Name „Küllental“ erstmals erwähnt.

Hoheitliche Rechte wurden in den Orten der heutigen Gemeinde Kühlental im Alten Reich von verschiedenen Herrschaftsträgern ausgeübt:

  • Ahlingen: Im Weiler Ahlingen hatte das Reichsstift St. Ulrich und Afra in Augsburg Landeshoheit, Steuerrecht und Niedergericht (Ortsherrschaft) inne, die Hochgerichtsbarkeit besaß Österreich.
  • Anzenhof: Auf der früheren Gemarkung der Einöde Anzenhof wurden Hochgericht und Niedergericht (Ortsherrschaft) durch die Grafschaft Fugger-Babenhausen (Oberamt Markt) ausgeübt. Landeshoheit und Steuerrecht lagen bei Österreich.
  • Fertingen: Der Weiler Fertingen wies am Ende des Alten Reiches die gleiche politische Zugehörigkeit auf wie das Dorf Kühlental.

Alle vier Orte hatten keinen eigenen Pfarrer. Kühlental gehörte zur Pfarrei Westendorf, die übrigen drei Orte Ahlingen, Anzenhof und Fertingen zur Pfarrei Ehingen.

1806 wurden alle vier Orte bayerisch. Mit dem Gemeindeedikt in Bayern am Anfang des 19. Jahrhunderts wurden diese vier Orte samt ihren Gemarkungen zu einer Gemeinde mit einer Gemarkung zusammengelegt. Daran hat sich bis heute nichts geändert, und auch bei den Gemeindereformen der 1970er Jahre blieb die Gemeinde so bestehen. Der Haldenhof ist ein neu gegründeter Aussiedlerhof auf der Altgemarkung Kühlental und gilt nicht als Gemeindeteil.

EinwohnerentwicklungBearbeiten

Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 627 auf 826 um 199 Einwohner bzw. um 31,7 %.

PolitikBearbeiten

GemeinderatBearbeiten

Der Gemeinderat von Kühlenthal setzt sich aus 8 Mitgliedern zusammen. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister. Bei der letzten Kommunalwahl am 16. März 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 79,3 %. Sie brachte folgendes Ergebnis:[4]

  • Bürgerliste Kühlenthal: 5 Sitze
  • Alternative Liste Kühlenthal: 3 Sitze

BürgermeisterBearbeiten

Iris Harms ist seit 2014 Bürgermeisterin. Sie ist Nachfolgerin von Erich Stohl (Freie Wähler) (2001–2014).

WappenBearbeiten

Das Wappen wird seit 1961 geführt. Die amtliche Wappenbeschreibung lautet:[3]

Über silbernem Schildfuß, darin ein durchgehender oben gezinnter blauer Balken, in Blau eine goldene Sumpfdotterblumenstaude mit zwei Blüten.

BaudenkmälerBearbeiten

WeblinksBearbeiten

  Commons: Kühlenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

EinzelnachweiseBearbeiten

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Kühlenthal in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 20. August 2019.
  3. a b Haus der Bayerischen Geschichte – Gemeinde Kühlenthal
  4. Ergebnis der Kommunalwahlen in Bayern am 16. März 2014 – Landkreis Augsburg